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Formal rechtswidrig, aber die DG hat Recht

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  1. Formal rechtswidrig, aber die DG hat Recht

    Autor: Isotopp 20.01.21 - 09:06

    Ich lebe und arbeite in den Niederlanden und habe einen Glasfaser GPON Anschluß mit 500/500 symmetrisch ohne Zwangstrennung, in meinem Fall von Tweak.

    Was die niederländische Firma DG da macht klingt sehr nach dem, was ich bei mir im Hausanschluß habe, und wenn dem so ist, dann ist die Lösung der DG zu bevorzugen und korrekt, auch wenn sie in Deutschland formal rechtswidrig ist.

    Was bei mir ins Haus kommt, ist eine Faser, die dann an einen Medienkonverter angeschlossen wird. Der hat natürlich einen Stromanschluss, wegen Ethernet. Aus dem Ethernet (ohne PPPoE) fällt dann IP mit mehreren VLANs für Internet, Fernsehen über IP und SIP Telefonie.

    In meinem Fall kommt danach ein Zyxel Plastikrouter, der die VLANs getrennt hat, 4 Switchports und 2 a/b hat, DHCP und Wifi macht. Das DHCP und Wifi habe ich natürlich abgeschaltet, aber die VLAN Trennung und der Switch sind nützlich. Technisch gesehen könnte ich das ganze Zyxel Gerät austauschen, aber das bringt mir keinen Gewinn.

    Der Medienkonverter ist Pflicht und sinnvoll, aber in Deutschland formell ein Verstoß gegen die Routerfreiheit. Die Glasfaser selbst zu terminieren bringt mir keinen Gewinn und würde die Sache nur komplizierter und teurer machen

  2. Re: Formal rechtswidrig, aber die DG hat Recht

    Autor: Telecom-Mitarbeiter 20.01.21 - 09:19

    Isotopp schrieb:
    > Die Glasfaser selbst zu terminieren
    > bringt mir keinen Gewinn und würde die Sache nur komplizierter und teurer
    > machen

    Die Routerfreiheit ist keine Pflicht! Es geht nur darum, dass der Kunde die Möglichkeit haben muss, wenn er es gern so hätte, wie er möchte. Mehr nicht!

  3. Re: Formal rechtswidrig, aber die DG hat Recht

    Autor: Alfrett 20.01.21 - 09:20

    Freiheit kostet halt, wo ist also das Problem?

  4. Re: Formal rechtswidrig, aber die DG hat Recht

    Autor: aetzchen 20.01.21 - 09:54

    Alfrett schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Freiheit kostet halt, wo ist also das Problem?

    Was ist den so der normale Preis für Freiheit?

    Ich würde das Ding auch nicht gerne an der Wand haben, sondern lieber über SFP direkt in die Firewall gehen. Sinnloser Verbraucher...

    Die Routerfreiheit sieht vor, dass der Endkunde ein Gerät seiner Wahl vom passiven Netzabschlusspunkt verwenden kann. In diesem Fall wäre es direkt die Glasfaser. Den Anschlusspunkt so zu gestalten, dass man erst etwas zurückbauen muss ist schon dreist. Man könnte auch eine einfache Glasfaseranschlussdose setzen. Dann kann der Kunde entscheiden ob er sich das Gerät oder ein eigenes installiert.

  5. Re: Formal rechtswidrig, aber die DG hat Recht

    Autor: Alfrett 20.01.21 - 09:58

    > Glasfaseranschlussdose
    Äh, die "Dose" hängt doch schon im (bei mir) weißen HÜP der DG, wo das orange Erdkabel reingeht und eine LC-Buchse "rauskommt". Warum jetzt noch eine Extra-Dose instalieren, vor allem kostet das wieder extra und dann wird über noch mehr Kosten gejammert, als lächerliche 60 Euro.

  6. Re: Formal rechtswidrig, aber die DG hat Recht

    Autor: aetzchen 20.01.21 - 10:38

    Das ist bei dir so. Ich habe erst letzten eine Installation gesehen, wo das Glasfaserkabel aus der Wand in den Keller kommt und direkt im ONT verschwindet. Man hat also vier LAN Ports und man kann daran anschließen wann man möchte. Aber im Sinne des Gesetzes ist das nicht.
    Man muss den ONT also zurückbauen lassen und hat gar keine andere Wahl für die Routerfreiheit.

  7. Vorteile der passiven Dose - doch die gibt's

    Autor: senf.dazu 20.01.21 - 11:20

    Isotopp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich lebe und arbeite in den Niederlanden und habe einen Glasfaser GPON
    > Anschluß mit 500/500 symmetrisch ohne Zwangstrennung, in meinem Fall von
    > Tweak.
    >
    > Was die niederländische Firma DG da macht klingt sehr nach dem, was ich bei
    > mir im Hausanschluß habe, und wenn dem so ist, dann ist die Lösung der DG
    > zu bevorzugen und korrekt, auch wenn sie in Deutschland formal rechtswidrig
    > ist.
    >
    > Was bei mir ins Haus kommt, ist eine Faser, die dann an einen
    > Medienkonverter angeschlossen wird. Der hat natürlich einen Stromanschluss,
    > wegen Ethernet. Aus dem Ethernet (ohne PPPoE) fällt dann IP mit mehreren
    > VLANs für Internet, Fernsehen über IP und SIP Telefonie.
    >
    > In meinem Fall kommt danach ein Zyxel Plastikrouter, der die VLANs getrennt
    > hat, 4 Switchports und 2 a/b hat, DHCP und Wifi macht. Das DHCP und Wifi
    > habe ich natürlich abgeschaltet, aber die VLAN Trennung und der Switch sind
    > nützlich. Technisch gesehen könnte ich das ganze Zyxel Gerät austauschen,
    > aber das bringt mir keinen Gewinn.
    >
    > Der Medienkonverter ist Pflicht und sinnvoll, aber in Deutschland formell
    > ein Verstoß gegen die Routerfreiheit. Die Glasfaser selbst zu terminieren
    > bringt mir keinen Gewinn und würde die Sache nur komplizierter und teurer
    > machen

    Der eigentlich Grund für die Routerfreiheit ist freier Wettbewerb bei den Routern. Sprich ne Entkopplung von Providern und Routerherstellern. Der Provider kann keine Routerhersteller ausschließen sondern muß alle unterstützen die an die von der Providergemeinschaft definierten Interfaces realisieren. Protokolleinschränkungen durch den Provider oder Extrakosten für dies und das lassen sich aber so durch den Routerhersteller auch eher umgehen.

    Sprich Wettbewerb ist einer der Vorteile einer passiven Schnittstelle mit wohldefiniertem standardisierten Protokollsalat. (Den es inzwischen wohl gibt - von den Providern selbst definiert)

    Ein anderer passiert in MFH eher als in EFH: Hat man mehrere Provider die gebuddelt haben muß ohne passive Dose in jeder Wohnung einen eigenen NT je Provider und natürlich die entsprechende Hausverkabelung unterbringen. Mit passiven Dosen könnte man das auch durch Stöpseln im Keller erledigen. Ohne betrachten die Provider das so fest installierte Kabel, Dose und NT als eigenes Hoheitsgebiet - für das sie sich dann hoffentlich natürlich auch Service leisten.

    Vorteil3: der NT begrenzt die Datenrate auf 1GbE. Müßte also kostenpflichtig ausgeweschselt werden - wie wär's mit 60¤ für jeden Wechsel ? Das die Provider mehr anbieten wird wohl nicht mehr so lange auf sich warten lassen. Z.B. hat DG vor etwa einem Jahr ein "alle Tarife werden bei gleichem Preis in der Datenrate verdoppelt" eingeführt - in dem Augenblick in dem Telekom mit dem 250M Tarif auf den Markt kam. "Wir fangen da an wo andere aufhören (300M) sagt die DG". Nachdem jetzt endlich auch die Telekom in FTTH einsteigt und Vodaphone ein "spottbilliges" (auch im Vergleich zu DG) hat liegen solche Updates wohl in der Luft. Selbst 10G sollte eigentlich weder technisch noch wirtschaftlich ein Problem sein - das Nutzerverhalten sprich das tatsächlich verbrauchte Datenvolumen (200..300MByte/Monat) ändert sich deswegen nicht so schnell weil die Spitzenrate steigt.

    Ich wär nicht überrascht wenn z.B. 2G nur deswegen nicht angeboten werden weil das mit dem bestehenden NT schlicht nicht geht. Und das eh fast niemand machen würde wenn's 60¤ einmalig kostet. Wenn man ne Tarifumstellung macht die z.B. 1G billiger macht (40¤ wie Vodaphone z.B.) dann braucht's aber neue teure Early Bird Angebote darüber .. weil man als Provider auf diese Mischkalkulation sicher nicht verzichten will. Die Weiterentwicklung zu hochratigen Netzangeboten wird dadurch aber auch möglich - das sichert unverändert ordentliche Preise im Datenverkehr von morgen.



    7 mal bearbeitet, zuletzt am 20.01.21 11:34 durch senf.dazu.

  8. Re: Vorteile der passiven Dose - doch die gibt's

    Autor: forenuser 20.01.21 - 17:15

    Der aktive Medienkonverter bietet einen LAN-Anschluss für einen kundeneigenen router, von der Warte geht es kaum mehr Routerfreiheit, zumal LAN-Router besser,m in größerer Auswahl und günstiger zu beschaffen sind.

    Bzgl. MFH und Anbieterleitungen werden die Eigentümer kaum jedem Anbieter erlauben, dort ihr Leitungen einzuführen. Bei Glasfaser wird es dort über kurz oder lang ähnlich der Fomleitungen sein. Ein Anbieter legt seine Leitungen rein und stellt diese via OpenAccess anderen Anbieter zur Verfügung.

    Wenigstens in Hamburg ist es teilweise so, dass die Hausverwaltung selber Glasfaser installiert und einem Anbieter bereitstellt (verpachtet?), welcher diese dann wieder per OpenAccess anderen bereitstellen kann.

    --
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