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  5. › Oracle gegen Google: Java…

Einfach nur widerlich!

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  1. Einfach nur widerlich!

    Autor: ocm 28.03.18 - 11:31

    Wenn man sich mal bewusst macht, dass es hierbei gar nicht um Programmcode geht, nicht um schwierige Algorithmen, sondern nur um simple API-Aufrufe, also sowas wie

    getClient (int number)
    getClient (int number, char type)
    getClient (int number, char type, string config)
    usw.

    ist dieses Urteil mal wieder vollkommen weltfremd! Was ist daran bitte schützenswert?

    Es ist einfach widerlich, wie die Krake Oracle mit Geld-gierigen Anwälten zuerst Milliarden-Schäden verursacht (allein schon durch die Kosten des Rechtsstreits, und danach durch die "Gebühren")
    ... und dann auch noch davon schwadronniert, dass "die Verbraucher" angeblich IRGENDETWAS davon hätten!

    Tatsächlich füllen sich Oracles Anwälte die Taschen, Oracle füllt sich die Taschen, und die Verbraucher müssen diesen Scheiß mitbezahlen. Interessant ist auch mal wieder, wie ein bestimmtes Gericht (im Gegensatz zu anderen) zu besonders weltfremden Urteilen neigt...



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 28.03.18 11:38 durch ocm.

  2. Re: Einfach nur widerlich!

    Autor: bccc1 28.03.18 - 19:53

    Mir wäre es zwar lieber wenn APIs grundsätzlich nicht geschützt wären, aber wer sich mal mit API Design für eine größere Bibliothek beschäftigt hat, wird wahrscheinlich die Einschätzung teilen, dass da die für das Urheberrecht notwendige Schöpfungshöhe erreicht werden kann.

  3. Re: Einfach nur widerlich!

    Autor: Lord Gamma 28.03.18 - 21:00

    bccc1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    > wer sich mal mit API Design für eine größere Bibliothek beschäftigt hat,
    > wird wahrscheinlich die Einschätzung teilen, dass da die für das
    > Urheberrecht notwendige Schöpfungshöhe erreicht werden kann.

    Ja, und derjenige wird wahrscheinlich die Einschätzung teilen, dass es sinnvoll ist, gängige Entwurfsmuster wie Delegation, Decorator, Adapter usw. bzw. Prinzipien wie Dependency Inversion usw. zu nutzen.

    Und in Java ist einiges leider nicht gerade elegant, sondern eher allgemein bekannt, umgesetzt.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 28.03.18 21:18 durch Lord Gamma.

  4. Re: Einfach nur widerlich!

    Autor: Trockenobst 29.03.18 - 14:29

    ocm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ist dieses Urteil mal wieder vollkommen weltfremd! Was ist daran bitte
    > schützenswert?

    An sich nichts, aber wenn es 10.000 Aufrufe sind, dann sieht das im **Gesamtbild** anders aus. Das ist dann ein spezifisches Bild, dass es so nicht anders gibt.

    SCO hat das ja mit Unix versucht, ist aber letztendlich damit gescheitert. Weil auch Sco am Ende mit IBM eine Partnerschaft hatte und IBM selbst auch Copyright am Unix Code besass.

    Heute kann man APIs auf vielen Wegen schreiben, z.B. sind einige so gebaut:
    createWindows().addTitle().addMenu().addBorder()...
    Das ist nicht Java "typisch", sondern wurde aus anderen Sprachen wie Groovy oder Scala importiert.

    Genau das ist die Freiheit und genau da findet Kreativität statt. Manchmal ist sie hoch genug, manchmal nicht. Google hätte einfach einen Prepressor nehmen und ein globales Suchen und Ersetzen machen können. Sie wollten nicht.

    Oracle hat von Anfang an eine konservative Position des Copyrights verfolgt und wusste dass es mit den vielen konservativen Richtern irgendwann einen erwischen wird, der genauer hinsehen wird.

    Google wusste das letztendlich auch. Am Anfang haben sie versucht es zu verstecken, und wenn alles nicht mehr funktionierte, sind sie selbst auf "Fair Use" umgestiegen. Nach dem Motto, natürlich war das schmierig, aber das ist eben erlaubt.

    Nur hat Oracle ein Java für ARM, für Telefone gehabt. Aber Google wollte Oracle nicht einen Schnitt im Ecosystem überlassen. Leztendlich war der Deal für Google, lieber ein paar Milliarden abdrücken als Kontrolle abgeben. Jetzt ist Zahltag.

    Daraus was für andere Projekte abzuleiten ist genauso komplex wie dieser Fall. Da gingen sicherlich schon 100te von Millionen an Anwaltskosten und Fachanalysen drauf.

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