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Und WTF verwendet Google kein OpenJDK?

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  1. Re: Und WTF verwendet Google kein OpenJDK?

    Autor: bernstein 28.03.18 - 16:09

    bofhl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Leider gilt das auch für OpenJDK immer noch - auch hier hat Oracle die Hand
    > auf alles! Der Unterschied ist, dass hier die Nutzung erlaubt ist - aber
    > wie lange?
    Ne, einmal unter der GPL veröffentlicht, immer unter der GPL veröffentlicht.

    Das gilt natürlich nur für veröffentlichte OpenJDK-Versionen, aber Google geht eh in Richtung Kotlin und lässt Java 8/9/10/.... links liegen



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.03.18 16:10 durch bernstein.

  2. Re: Und WTF verwendet Google kein OpenJDK?

    Autor: pythoneer 29.03.18 - 01:18

    bernstein schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ne, einmal unter der GPL veröffentlicht, immer unter der GPL
    > veröffentlicht.

    Ja, der alte "mist" ist immer unter GPL. Es hindert aber niemand Oracle daran, dass es bei Java 10, 11, 12, 13 ... nicht mehr so ist. Je schneller also neue Versionen raus kommen, die dein OpenJDK 7 wie Omas alte Hausschuhe aussehen lassen hast du davon erst mal überhaupt nichts. Huch, Oracle hat gerade angefangen alle sechs Monate eine neue Java Version raus zu bringen – na so ein Zufall.

    > Das gilt natürlich nur für veröffentlichte OpenJDK-Versionen, aber Google
    > geht eh in Richtung Kotlin und lässt Java 8/9/10/.... links liegen

    Das war wohl ein Witz oder? Kotlin ist für Google/Android absolut Wertlos ohne die Java API. Kotlin ist unter Android nichts anderes als ein "besseres" Java, weil das verwendete Java 8 schon ziemlich der Entwicklung von modernen Sprachen hinterher hingt. Kotlin hat da wirklich gezeigt wie man es besser machen kann. Jedoch ist das Kernargument für Kotlin die 100%ige Interoperabilität zu Java – ohne kannst du das so gut wie nicht gebrauchen und so wird das auch Google sehen.

    Kotlin ist hier keine Option, dafür müsste das komplette Android Userland umgebaut werden das komplett auf Java und dessen API basiert – da hilft der dünner Layer den Kotlin den Usern als Erleichterung bietet in dem Fall überhaupt gar nichts.

    Die einzige wirkliche Möglichkeit die Google hier hat ist Android ablösen. Wie durch ein Zufall entwickelt Google ja gerade Fuchsia und rate mal was das im Userland für die GUI benutzt – Flutter. Mit Flutter kann man übrigends hervorragend crossplattform (iOS und Android) entwickeln. Wenn du jetzt also mit Flutter für iOS und Android entwickelst hast du den besten Start für Fuchsia. Du kannst also erwarten, dass Google Flutter in nächster Zeit einigermaßen Pushen wird, selbst wenn sie nicht den Weg gehen Android abzulösen und sich weiter mit Oracle Streiten und Zahlen etc. Es bleibt ein möglicher Ausweg, den Kotlin nicht bietet.

  3. Re: Und WTF verwendet Google kein OpenJDK?

    Autor: amagol 29.03.18 - 05:12

    dabbes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, genauso wie Cobol, das ist auch noch fett im Geschäft.

    Dann ist mir wohl entgangen dass um 2003 so extrem viel Cobol-Software geschrieben wurde. /s

  4. Re: Und WTF verwendet Google kein OpenJDK?

    Autor: amagol 29.03.18 - 05:30

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine sehr gewagte These, denn 15 Jahre sind in der Software Entwicklung
    > mehr als eine Ewigkeit - da kann sehr viel passieren zumal sich das ganze
    > noch schneller verändert als früher.

    Selbst wenn ab morgen X die Lieblingssprache aller (Java)Entwickler waere, wuerde vermutlich fuer das naechste Jahrzehnt genug Arbeit anfallen bis endlich alles in X migriert wurde. Man schaue sich einfach an wieviel heute noch mit Sprachen wie C gemacht wird (oder werden muss). Es ist ja nicht so, dass es keine modernen Alternativen gibt in denen man hardwarenah programmieren koennte. Nur sehe ich heute weniger als je zuvor dass es eine solche Sprache gaebe. Scala sah kurzzeitig interessant aus, aber dann hat Java gezeigt, dass eine Evolution durchaus moeglich ist. Meiner Meinung nach legen viel zu viele Sprachdesigner zu viel Wert auf einfaches Schreiben des Codes und zu wenig auf die Lesbarkeit.

  5. Re: Und WTF verwendet Google kein OpenJDK?

    Autor: Teko 29.03.18 - 06:40

    dabbes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, genauso wie Cobol, das ist auch noch fett im Geschäft.

    https://www.computerworld.com/article/2554103/app-development/cobol--not-dead-yet.html

    Cobol IST noch fett im Geschäft. Fetter als die meisten hipster Sprachen.

    Was denkst du was mehr Schaden anrichten würde:

    PHP komplett auslöschen und damit alle in PHP geschriebenen Applikationen inkl. Facebook.

    Oder Cobol auslöschen und damit z.B. New York Stock Exchange vernichten, die grösste Wertpapierbörse der Welt und damit den Dollar, inkl. praktisch jedes wichtige Finanzinstitut auf deisem Planeten?!

    Genau. So fett im Geschäft ist Cobol. Und jetzt darfst du mal ein bisschen über Java nachdenken ...

  6. Re: Und WTF verwendet Google kein OpenJDK?

    Autor: Hakuro 29.03.18 - 08:53

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > taifun850 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ach? Ein Microsoft-Jünger? Oder PHP?
    > Du bist doch der "Lesen bildet ;)"-Kommentator und bestätigst mit diesem
    > Kommentar, dass du von Entwicklung nicht viel Ahnung zu haben scheinst.
    >
    > > Java ist im Server-Backend-Bereich für Anwendungen fett im Geschäft drin
    > > und wird in den nächsten 15 Jahren nicht untergehen.
    > Eine sehr gewagte These, denn 15 Jahre sind in der Software Entwicklung
    > mehr als eine Ewigkeit - da kann sehr viel passieren zumal sich das ganze
    > noch schneller verändert als früher.
    >
    > Außerdem kann nicht nur php und c# als "Backend"-Sprachen fungieren,
    > sondern eine ganze Menge mehr (z.B. Python, Javascript (ja - auch als
    > "Backend"-Sprache)). Außerdem geht es doch auch im Smartphone-Markt darauf
    > zu, dass es immer weniger Offline-Anwendungen gibt und selbst diese könnten
    > durchaus in HTML5, JavaScript und CSS (bzw. den entsprechenden Libraries,
    > die all das kombinieren) geschrieben werden. Und wenn dann

    JavaEE und ASP.NET sind in sehr vielen Enterprise Lösungen vorhanden, die nicht einfach migriert werden. Allein in SAP spielt Java eine wichtige Rolle so das heutige Absolventen damit noch in Rente gehen könnten. Für digitale und im Vergleich simple gestrickte Geschärftsmodelle wird natürlich immer das neuste vom neusten genommen, und hier gebe ich dir Recht, man kann Fullstacks auch in Javascript entwickeln, aber in den Ligen wo SAP und co. spielt, geht es um klassische Großkunden Geschäfte wo allein die Migration von einem System zu Anderen in der Regel 10-15 Jahre dauert. SAP schleppt daher immer noch Dialoge mit die zu Grossen Teilen in den 90ern entwickelt wurden, und es macht keinen Sinn zu modernisieren, weil dass keiner will (dann müssen die Mitarbeiter neu geschult werden) und so ein SAP Kurs kostet auch schnell mal 7000-15000 Euro mit Zertifikat.

    Von daher ist es extrem unwahrscheinlich, dass Java in den nächsten 15 Jahren plötzlich keine Rolle mehr spielen wird (dann müssten sämtliche Großkunden, vom Energieerzeuger, über Automobilbauer bis hin zum Modelabel JETZT anfangen Systemmigrationen umzusetzen, was schon deshslb nicht geht, weil es keine Branchen unabhängige Alternative zu SAP gibt. Viel mehr werden gerade SAP Datenbank Migrationen auf SAP4Hana geplant die so massiv sind das viele Projekte erst in ein bis zwei Jahrzehnten vollständig abgechlossen sein werden). Man hat auch vor 30 Jahren den Mainframe Bereich in seiner Hoch Zeit (COBOL, AS400, DB2) für tot erklärt, heute wird wieder Personal gesucht (mit starken Ausbildubgswillen und sehr guten Gehältern) weil die alten Hasen langsam alle in Rente gehen und Migrationen Reihenweise gescheitert sind. Hier sieht man einfach, dass es zwar auf der einen Seite einen rasanten Technologie-Wandel in der It gibt, auf der Anderen Seite etablierte Systeme zu nicht wechselbaren Altlasten werden, die ganze Berufsstände für Jahrzehnte sichern.



    6 mal bearbeitet, zuletzt am 29.03.18 09:06 durch Hakuro.

  7. Re: Und WTF verwendet Google kein OpenJDK?

    Autor: Trockenobst 29.03.18 - 13:02

    bofhl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bisher hat blos der Gerichtsstreit mit Google Handlungen von Oracle quasi
    > unterbunden - "es gibt ja eine frei zugängliche Version vom JDK" hat sicher
    > die Entscheidung der Richter mit beeinflusst - jetzt ist diese
    > Zurückhaltung nicht mehr notwendig....

    Oracle ist technisch sehr gut. Man kann über Oracle sagen was man will, aber ihre Basistech und Datenbank, da arbeiten absolute harte Hacker.

    Was man so von Leuten hört, die schon sehr lange Java für ARM von Oracle lizensieren: bis zu 3x so schnell wie das was die Dalvik so treibt.

    Oracle bekommt Geld, aber eben keine Anteile an Android. Die hätten sie bekommen, hätte Google damals Sun erlaubt, für die Lizenz von Java 10% an Android mitverdienen zu dürfen.

    Oracle hätte das freie Android runiert. Überall wo Oracle in Hardware und mit Hardware Geld macht, haben sie versagt. Das können sie nicht.

    Ich bezweifle auch die Summen die hier im Spiel stehen. Google kann deutlich zeigen, dass Java nur ein Bruchteil von Android ist. Oracle mag ein paar Milliarden einstecken, aber kontrollieren können sie es nicht.

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