Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Patente: Netflix wird wegen…

Selbstkosten?

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Selbstkosten?

    Autor: zorndyuke 06.02.17 - 15:08

    Kostet das für die nicht auch unnötig kosten?

  2. Re: Selbstkosten?

    Autor: Mopsmelder500 06.02.17 - 15:17

    Windige Anwälte mit Erfolgsprovision die im eigenen Unternehmen arbeiten sind ja weit billiger als die Anwälte die Netflix beauftragen muss. Netflix hat ja kaum Anwälte im Betrieb, da dies nicht deren Geschäft ist.

    Klar würden die auch Geld verlieren, wenns schief geht. Da die aber nicht "gewinnen" wollen, verzögern die das bis in alle Ewigkeit. Und wenns zu teuer wird, stirbt die Troll-Ltd. einfach.....und die Trolle ziehen weiter.

    Das könnte man auch Schutzgelderpressung nennen.

  3. Re: Selbstkosten?

    Autor: Muhaha 06.02.17 - 15:28

    zorndyuke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kostet das für die nicht auch unnötig kosten?

    Nicht "unnötig". Hier wird in ein Geschäftsmodell investiert. Anfallende Kosten sollen durch schnelle aussergerichtliche Einigungen kompensiert und zum Erfolg geführt werden. Je länger die Sache dauert, um so riskanter die Sache für den Patent-Troll.

    Als Patent-Troll würde ich daher nur Firmen verklagen, bei denen ich vorher genau WEISS, dass die Geschäftsführung keinen Bock auf die "Aushungerungsstrategie" hat und die Sache schnell vom Hals schaffen will. Aber weil Patent-Trolle in der Regel Leute sind, die glauben schlauer zu sein als der Rest, fallen sie immer öfter auf die Schnauze und müssen Chapter 11 anmelden. Denn es hat sich bei immer mehr Firmen herumgesprochen, dass man sich erfolgreich gegen solche kleinen Erpresser wehren kann, indem man es tatsächlich auf einen Prozess ankommen lässt. Weil hinter vielen dieser Patent-Trolle keine vermögenden Personen stehen, sondern das oft genug Einzelkämpfer sind, deren Kanzlei in finanzielle Schwierigkeiten gekommen ist und nun versuchen sich damit zu sanieren.

  4. Re: Selbstkosten?

    Autor: dev_null 06.02.17 - 15:33

    Mopsmelder500 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Netflix hat ja kaum Anwälte im Betrieb, da dies nicht deren Geschäft ist.

    Und woher willst DU das wissen?
    Behauptungen kann jeder aufstellen.

  5. Re: Selbstkosten?

    Autor: Denkanstoss 06.02.17 - 15:36

    Ist es dann auch so, dass so lange kein Urteil gefällt oder man sich außergerichtlich geeinigt hat, die Offlinemöglichkeit abgeschaltet werden muss?

  6. Re: Selbstkosten?

    Autor: Dino13 06.02.17 - 15:43

    Ganz im Gegenteil, gerade Netflix muss viele Anwälte angestellt haben da ein großer Teil des Geschäfts auf Content von anderen Basiert. Und was glaubst du wer da die Verträge schreibt und gegenliest?

  7. Re: Selbstkosten?

    Autor: ApEK 06.02.17 - 15:53

    Denke auch, dass Firmen ab einer bestimmten Größe schon ne eigene Rechtsabteilung besitzen. Und bei Netflix arbeiten etwa 3.500 Leute. Von denen wird bestimmt einer Jurist sein :)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.02.17 15:54 durch ApEK.

  8. Re: Selbstkosten?

    Autor: pythoneer 06.02.17 - 15:57

    Denkanstoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist es dann auch so, dass so lange kein Urteil gefällt oder man sich
    > außergerichtlich geeinigt hat, die Offlinemöglichkeit abgeschaltet werden
    > muss?

    Warum sollte das so sein? Microsoft hat mit Win10 ein Patent von mir verletzt zum Anzeigen von Pixeln auf einem Bildschirm. Jetzt müssen die aber nicht diese Funktion abschalten so lange da ein Urteil gefällt ist. Gerade die Frage nach der außergerichtlichen Einigung hätte dir die Frage aufwerfen müssen wer da entscheidet, dass man "muss".

    Behaupten kann jeder vieles, machen "muss" man wenig.

  9. Re: Selbstkosten?

    Autor: ha00x7 06.02.17 - 16:25

    Dino13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz im Gegenteil, gerade Netflix muss viele Anwälte angestellt haben da
    > ein großer Teil des Geschäfts auf Content von anderen Basiert. Und was
    > glaubst du wer da die Verträge schreibt und gegenliest?


    Ich wage zu bezweiflen, dass die Anwälte, die bei Netflix die Verträge schreiben, alle erfahrene Prozessanwälte sind...

  10. Re: Selbstkosten?

    Autor: Muhaha 06.02.17 - 16:30

    ha00x7 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich wage zu bezweiflen, dass die Anwälte, die bei Netflix die Verträge
    > schreiben, alle erfahrene Prozessanwälte sind...

    Was ja auch nicht schlimm ist. Netflix hat genug Kohle, um solche Trolle lässig auszuhungern.

  11. Re: Selbstkosten?

    Autor: Trockenobst 06.02.17 - 16:30

    zorndyuke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kostet das für die nicht auch unnötig kosten?

    Kleine Firma eröffnen. Die bekommt nur das Patent. Dort ist ein Anwalt mit Formschreiben beschäftigt. Ca. 300.000 Jahresgehalt bei geschätzen 10 Millionen "Lizenzeinnahmen".

    Sollte man vor Gericht verlieren, hatte die Firma nichts, geht in die Insolvenz (gegen diese Sauerei geht man inzwischen in einigen US-Staaten vor, aber nur sehr langsam).

    Letztendlich haben die Trolle 300-500 Patente im Portfolio und machen das mit 400 Firmen. Irgendwann ist es für dich günstiger nicht 10 Anwälte zu beschäftigen sondern die 1 Million pro Jahr abzudrücken. Dass ist das Ziel.

    Weil 10 Anwälte a 300.000 sind drei Millionen, eine Million ist weniger als das. Die greifen direkt den Business-Verstand an.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 06.02.17 16:34 durch Trockenobst.

  12. Re: Selbstkosten?

    Autor: dev_null 06.02.17 - 16:32

    ha00x7 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dino13 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ganz im Gegenteil, gerade Netflix muss viele Anwälte angestellt haben da
    > > ein großer Teil des Geschäfts auf Content von anderen Basiert. Und was
    > > glaubst du wer da die Verträge schreibt und gegenliest?
    >
    > Ich wage zu bezweiflen, dass die Anwälte, die bei Netflix die Verträge
    > schreiben, alle erfahrene Prozessanwälte sind...


    Natürlich Netflix mit seinen über 4500 Mitarbeitern, und Milliarden Umsätze hat nicht einen einzigen Rechtsanwalt oder Kanzlei die für Prozesse Zuständig sind.

    Die bei Netflix müssen schon so richtige Noobs sein.

  13. Re: Selbstkosten?

    Autor: Heavens 06.02.17 - 19:07

    pythoneer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Denkanstoss schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ist es dann auch so, dass so lange kein Urteil gefällt oder man sich
    > > außergerichtlich geeinigt hat, die Offlinemöglichkeit abgeschaltet
    > werden
    > > muss?
    >
    > Warum sollte das so sein? Microsoft hat mit Win10 ein Patent von mir
    > verletzt zum Anzeigen von Pixeln auf einem Bildschirm. Jetzt müssen die
    > aber nicht diese Funktion abschalten so lange da ein Urteil gefällt ist.
    > Gerade die Frage nach der außergerichtlichen Einigung hätte dir die Frage
    > aufwerfen müssen wer da entscheidet, dass man "muss".
    >
    > Behaupten kann jeder vieles, machen "muss" man wenig.

    Das würde eine einstweilige Verfügung bewirken, der "Troll" müsste die beantragen und das Gericht zustimmen oder hab ich da was falsch verstanden?

    Ob das im Sinne des Klägers ist wage ich mal zu bezweifeln, die wollen ja normalerweise kein Geld für Gerichte ausgeben.

  14. Re: Selbstkosten?

    Autor: hackCrack 07.02.17 - 04:39

    pythoneer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum sollte das so sein? Microsoft hat mit Win10 ein Patent von mir
    > verletzt zum Anzeigen von Pixeln auf einem Bildschirm.

    Könntest du das konkretisieren? ^^

  15. Re: Selbstkosten?

    Autor: emuuu 07.02.17 - 10:09

    dev_null schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mopsmelder500 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Netflix hat ja kaum Anwälte im Betrieb, da dies nicht deren Geschäft
    > ist.
    >
    > Und woher willst DU das wissen?
    > Behauptungen kann jeder aufstellen.

    dev_null schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Natürlich Netflix mit seinen über 4500 Mitarbeitern, und Milliarden Umsätze
    > hat nicht einen einzigen Rechtsanwalt oder Kanzlei die für Prozesse
    > Zuständig sind.
    >
    > Die bei Netflix müssen schon so richtige Noobs sein.

    Anwalt != Anwalt. Du gehst auch nicht mit einer Pneumonie zum Neurologen. Und auf dem Gebiet der Anwälte gibt es mindestens so viele Spezialisierungen wie bei den Ärzten. Und ich gehe fest davon aus, dass Netflix keine Prozessanwälte hat, da es selten genug prozessieren muss, Du stellst in deiner Firma ja auch keinen Webdesigner ein nur weil du nen neues Design für deinen Onepager haben willst.

    Denkanstoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist es dann auch so, dass so lange kein Urteil gefällt oder man sich
    > außergerichtlich geeinigt hat, die Offlinemöglichkeit abgeschaltet werden
    > muss?

    Nur wenn die klagende Partei eine einstweilige Verfügung beantragt und stattgegeben bekommt, da das Landgericht Hamburg in den USA aber keine Außenstelle hat, ist das eher unwahrscheinlich.

  16. Re: Selbstkosten?

    Autor: Muhaha 07.02.17 - 10:15

    emuuu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und ich gehe fest davon aus, dass
    > Netflix keine Prozessanwälte hat, da es selten genug prozessieren muss ...

    Was aber keine Rolle spielt, weil Netflix mit Sicherheit genug Kohle hat, um entsprechend kompetente Kanzleien locker-lässig anheuern zu können. Die Diskussion darüber, ob Netflix bei Netflix angestellte Fachanwälte in diesem Kontext zur Verfügung stehen oder nicht, ist müßig.

  17. Re: Selbstkosten?

    Autor: gaym0r 07.02.17 - 10:41

    hackCrack schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > pythoneer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Warum sollte das so sein? Microsoft hat mit Win10 ein Patent von mir
    > > verletzt zum Anzeigen von Pixeln auf einem Bildschirm.
    >
    > Könntest du das konkretisieren? ^^

    Natürlich nicht, er trollt.

  18. Re: Selbstkosten?

    Autor: Trollversteher 07.02.17 - 11:16

    >Natürlich nicht, er trollt.

    Nein, er hat nur ein ähnliches Beispiel für ein Trivialpatent beschrieben. Wenn Deine Argumentation zutrifft, dann deckt dieses Patent generell *sämtliche* Downloadvorgänge ab. Und ein generelles Patent für "Ich stelle auf einem Server Daten für Kunden zum Download zur Verfügung" ist eben so ein absurdes Trivialpatent wie es ein Patent über die softwaregesteuerte Einfärbung von Pixeln auf einem Bildschirm wäre.

  19. Re: Selbstkosten?

    Autor: Avarion 07.02.17 - 12:02

    Das wäre aber eine komische Rechnung. Der Anwalt kann mehr machen als die Trollabmahnungen wegzuheften. Den braucht man auch für das tägliche Geschäft.

    Und das Zahlen bei Patenttrollen ist wie das Zahlen bei Erpressungen. Wenn bekannt wird das du nachgibst kommen weiteren. Trivialpatente die man für wenig Geld aufkaufen kann gibt es wie Sand am Meer.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Haufe Group, Freiburg
  2. WBS GRUPPE, deutschlandweit (Home-Office)
  3. BWI GmbH, Rheinback, Rostock
  4. über unternehmensberatung monika gräter, Töging am Inn

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Ryzen 7 3800X im Test: Der schluckt zu viel
Ryzen 7 3800X im Test
"Der schluckt zu viel"

Minimal mehr Takt, vor allem aber ein höheres Power-Budget für gestiegene Frequenzen unter Last: Das war unsere Vorstellung vor dem Test des Ryzen 7 3800X. Doch die Achtkern-CPU überrascht negativ, weil AMD es beim günstigeren 3700X bereits ziemlich gut meinte.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Agesa 1003abba Microcode-Update taktet Ryzen 3000 um 50 MHz höher
  2. Agesa 1003abb Viele ältere Platinen erhalten aktuelles UEFI für Ryzen 3000
  3. Ryzen 5 3400G und Ryzen 3 3200G im Test Picasso passt

5G-Antenne in Berlin ausprobiert: Zu schnell, um nützlich zu sein
5G-Antenne in Berlin ausprobiert
Zu schnell, um nützlich zu sein

Neben einem unwirtlichen Parkplatz in Berlin-Adlershof befindet sich ein Knotenpunkt für den frühen 5G-Ausbau von Vodafone und Telekom. Wir sind hingefahren, um 5G selbst auszuprobieren, und kamen dabei ins Schwitzen.
Von Achim Sawall und Martin Wolf

  1. Tausende neue Nutzer Vodafone schafft Zuschlag für 5G ab
  2. Vodafone Callya Digital Prepaid-Tarif mit 10 GByte Datenvolumen kostet 20 Euro
  3. Kabelnetz Vodafone bekommt Netzüberlastung nicht in den Griff

Surface Hub 2S angesehen: Das Surface Hub, das auch in kleine Meeting-Räume passt
Surface Hub 2S angesehen
Das Surface Hub, das auch in kleine Meeting-Räume passt

Ifa 2019 Präsentationen teilen, Tabellen bearbeiten oder gemeinsam auf dem Whiteboard skizzieren: Das Surface Hub 2S ist eine sichtbare Weiterentwicklung des doch recht klobigen Vorgängers. Und Microsofts Pläne sind noch ambitionierter.
Ein Hands on von Oliver Nickel

  1. Microsoft Nutzer berichten von defektem WLAN nach Surface-Update
  2. Surface Microsofts Dual-Screen-Gerät hat zwei 9-Zoll-Bildschirme
  3. Centaurus Microsoft zeigt intern ein Surface-Gerät mit zwei Displays

  1. Bayern: Mobilfunkversorgung an Autobahnen weiter lückenhaft
    Bayern
    Mobilfunkversorgung an Autobahnen weiter lückenhaft

    Bayern hat als erstes Bundesland selbst nachgemessen und herausgefunden, dass der LTE-Ausbau nicht den Auflagen entspricht. Am besten steht die Telekom da. Doch eigentlich hätte die Landesregierung gar nicht selbst messen müssen.

  2. Mixer: Microsoft integriert Werbebanner in seine Streamingplattform
    Mixer
    Microsoft integriert Werbebanner in seine Streamingplattform

    Es war nur eine Frage der Zeit: Microsoft blendet erste Werbebanner vor den Inhalten von Streamern wie Ninja auf Mixer ein. Das sei immer geplant gewesen, sagt das Unternehmen im Livestream. Allerdings erhält Microsoft wohl noch alle Einnahmen.

  3. Grant for the Web: Mozilla und Creative Commons suchen Geschäftsmodelle im Web
    Grant for the Web
    Mozilla und Creative Commons suchen Geschäftsmodelle im Web

    Mit einer Förderung von 100 Millionen US-Dollar über fünf Jahre wollen die gemeinnützigen Organisationen Mozilla und Creative Commons neue Wege für das Wirtschaften im Web suchen und unterstützen.


  1. 17:41

  2. 16:27

  3. 16:05

  4. 15:33

  5. 15:00

  6. 15:00

  7. 14:45

  8. 14:13