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Wo er recht hat...
Autor: Technokrat85 29.01.15 - 11:00
Hat er recht. Man kanns da nicht leugnen. Wir haben es verkackt und ich zähle mich da selbstverständlich dazu. Wir sind stark darin im privaten oder im Internet uns darüber aufzuregen, aber was wirklich reißen tun wir dann im reellen damit nicht. Im Film "Der Tag an dem die Erde still stand" wirds passend erklärt. Erst wenn wir wirklich dabei sind alles zu verlieren, werden wir aufwachen und etwas verändern wollen. Mir ist bewusst, dass der Film ein anderen Zusammenhang hatte, aber im Punkt endlich aufwachen zu müssen ist es das Selbe.
Lemminge ftw. -
Re: Wo er recht hat...
Autor: spiderbit 29.01.15 - 13:28
ja, ganz aus dem System kann man nicht raus, in der totalen Fremdversorugng ist das schwer, man kann natuelrich versuchen noch irgendwo einen indianerstamm zu finden der noch weitgehend auf selbstversorgung setzt, aber im grunde ganz kommt man nicht raus.
Daher kann es nur darum gehen so wenig wie moeglich mit zu machen. Hartz4 hielte ich hier fuer ein brauchbaren kompromiss wo man zumindest weniger sich mit schuldig macht wie andere. Das alleine reicht natuerlich nicht, gibt viele massnahmen containern (mach ich zumindest noch nicht), gebrauchte sachen kaufen und auch sein altes zeug verkaufen senkt auch den konsum... etc... -
Re: Wo er recht hat...
Autor: throgh 29.01.15 - 14:17
Wie schön doch Selbstmitleid ist ... dann kann man heute Abend schon weitermachen wie bisher, richtig? Ich weiß: Bissige Antwort! Aber es gibt Möglichkeiten sich freizustrampeln. Facebook, Twitter und allerlei sonst Datenschleuderdreck rigoros aus dem eigenen Leben verbannen, gar nicht erst auf die Idee kommen es jemals wieder zu benutzen. Aushungern heißt die Devise. Alternativen benutzen und sich selbst weiter informieren. Erkenntnisse weitergeben, vernetzen mit Anderen und Uninformierte abholen. Bewegung kommt nicht von allein und wenn ein Stein rollt kann er am Schluss als Lawine im Tal ankommen. Aufhören mit der Verwendung von Google, Amazon und Co. ... sofort und ohne Rückfahrticket. Fehler kann man machen, aber es ist die Pflicht aus diesen zu lernen statt sich selbst zu bedauern.
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Re: Wo er recht hat...
Autor: zufälliger_Benutzername 29.01.15 - 14:40
> Facebook, Twitter und allerlei sonst Datenschleuderdreck rigoros aus dem eigenen Leben verbannen,
>selbst weiter informieren
>ufhören mit der Verwendung von Google, Amazon und Co
Ach ne, lass mal.
Ich erzähle lieber in Internetforen Geschichten von der große Revolution, während ich gemütlich Cola (KAMPF DEM KAPITAL!!!11) trinke, die hoffentlich nicht meinem Pullover beschmutzt, den süße Kinder für mich nähten.
VIVA LA REVOLUTION
DAS VOLK MUSS ENDLICH AUFSTEHEN!!!1 -
Re: Wo er recht hat...
Autor: spiderbit 29.01.15 - 14:59
die Mehrheit will diese ganzen sachen, ja ich hab mir auch erstmal nen anderen mail account geholt und habe teilweise auf duckduckgo umgestellt etc... aber das loesst doch nicht unsere probleme.
Selbst wenn NSA den laden dicht machen wuerde, waere das auch nicht die loesung unserer Probleme.
Sunde hat sehr wohl auch auf soziale probleme verwiesen, das mit Internet und co ist ja nur ein kleiner aspekt der sicher auch wichtig ist, aber was macht es fuer einen unterschied ob du nun google oder sonstwas benutzt oder linux (nicht falsch verstehen das tu ich) wenn in jedem geraet bald nen virustrojaner drin ist.
und wenn alle datenstroeme zig fach ueberwacht werden.
Aber selbst wenn wir sonstwohin schauen... frag mal paar leute die du kennst was sie nur von nem BGE halten wuerden.
Was ich auch ne zentrale Aussage bei ihm sehe ist, das wir zu focusiert auf technische aspekte sind, es kann auch fortschritt auf anderen gebieten geben, sofern die Fortschritte auf dem technischen bereich ueberhaupt welche sind, wenn sie in erster linie so verwendet werden um uns zu schaden (ueberwachung z.B.).
Aber dann seh ich selbst deutschland, von amiland oder russland oder anderen laendern ganz ab gesehen, ist doch fuerchterliche Demokratien, eine Diktatur von Rentnern und Reichen.
Aber nochmal ich sehe weder soziale reformen, wenn ich nur die kommentare unter griechenlandbeitraegen lese und das sind wohl noch eher junge leute die da so einen muell labern was die aelteren an stammtischen labern will ich gar nicht wissen.
Die Presse ist der Haupthebel um die Leute dumm zu halten, den einzigen realistischen Weg das zu fixen waere ein rund um die uhr internet-videso-stream-sender einzurichten, der halbwegs massenkompatibel wird ohne die inhalte so krass zu verfaelschen.
Das in guter qualitaet zu machen ist auch schwer, aber das waere die einzige moeglichkeit... aber selbst das wuerden die meisten leute wohl nicht schauen, aber vielleicht wuerde es dann zitiert von 3. und langfristig wuerden vielleicht manche das als ihre 1. quelle fuer informationen zu bekommen.
Solange unser Mediensystem so am Arsch ist, seh ich nicht wie man als Minderheit was aendern kann.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.01.15 15:04 durch spiderbit. -
Re: Wo er recht hat...
Autor: Anonymer Nutzer 29.01.15 - 15:00
Technokrat85 schrieb:
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> Hat er recht. Man kanns da nicht leugnen. Wir haben es verkackt und ich
> zähle mich da selbstverständlich dazu. Wir sind stark darin im privaten
> oder im Internet uns darüber aufzuregen, aber was wirklich reißen tun wir
> dann im reellen damit nicht. Im Film "Der Tag an dem die Erde still stand"
> wirds passend erklärt. Erst wenn wir wirklich dabei sind alles zu
> verlieren, werden wir aufwachen und etwas verändern wollen. Mir ist
> bewusst, dass der Film ein anderen Zusammenhang hatte, aber im Punkt
> endlich aufwachen zu müssen ist es das Selbe.
>
> Lemminge ftw.
Wie wahr :(
Und als Einzelne fühlt man sich total ohnmächtig x.x -
Re: Wo er recht hat...
Autor: throgh 29.01.15 - 15:04
Da du mich nicht kennst werte ich deine Entgegnung schlicht als Provokation! :D
Aber schön, dass du etwas geschrieben hast dazu. Danke dafür! Übrigens: Wenn dich das genauso schockiert wie mich ... dann könntest du für dich auch etwas verändern. Das habe ich in vielen Teilen getan und mache das jeden Tag erneut. Du auch? Oder wolltest du nur einmal schön auf die Sahne hauen? Sollte Letzteres der Fall sein: Nett gebrüllt, Löwe ... nur falscher Adressat. ;-)
1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.01.15 15:15 durch throgh. -
Re: Wo er recht hat...
Autor: throgh 29.01.15 - 15:11
Natürlich löst das Grundprobleme nicht. Aber das ewige Stammtischgefasel so mancher Leute könnte direkt zum Erliegen kommen. Ganz ehrlich: Jemand der sich auf Facebook über Datenschutzbelange beschwert sollte meines Erachtens ganz dringend seine Belange hinterfragen. Allein die Entgegnung von zufälliger_Benutzername zeigt mir doch, dass die Leute direkt mit Sarkasmus antworten wenn man ihr Spielzeug in Frage stellt. Ich spiele deswegen nicht die beleidigte Leberwurst, aber es ist durchweg lächerlich: Es wird umgehend alles probiert die "böse" Gegenposition durch polemische Übertreibung abzuwerten. Das zeigt doch allein schon wo die Grundzüge liegen: Gesamtgesellschaftlich betrachtet ist das Beißreflex, den die Menschen sich selbst beibringen und auch nicht mehr ablegen. Kommt dann Jemand und stellt eine einfache Frage wird sofort zugebissen ... gleichgültig was Inhalt der Frage war oder wie höflich / unhöflich diese war. Ich würde auch sagen, dass die Gesellschaft sich selbst und ihre Ziele hinterfragen sollte und das dann auch heruntergebrochen für jeden Teilnehmer, der sich selbst reflektiert. Aber allein hier scheitert das Modell bereits, da die Masse dazu nicht willens ist oder sein wird in naher Zukunft. Denn Fragen könnten unbequeme Antworten zutage fördern!
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Re: Wo er recht hat...
Autor: throgh 29.01.15 - 15:12
Ist er aber nicht! :-)
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Re: Wo er recht hat...
Autor: Anonymer Nutzer 29.01.15 - 15:15
throgh schrieb:
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> Ist er aber nicht! :-)
Wie meinst du das? ^^' -
Re: Wo er recht hat...
Autor: nder 29.01.15 - 15:24
... hat er recht! Hat er!
Ich denke mir oft, was passieren würde, wenn sich all die Menschen die sich über diese aktuelle Situation ärgern aufstehen würden und sagen würden "Ich macht jetzt nichts mehr, ihr könnt mich mal". Ich glaube, das wäre fatal für die europäische Wirtschaft und der Untergang des ganzen europäischen Systems. Zu Amerika fehlen mir die Worte - nur Amerikanisierung!
Wenn man sich die aktuelle Finanz-/Wirtschafts-/Bankenlage anschaut, kann man daraus schon einiges schlussfolgern, dass ein paar Menschen sehr damit beschäftigt sind, dass wir weiter funktionieren - denn ohne uns würde sie auch ihr Kapital und vor allem ihre Macht verlieren.
Keine Sorge, wir sind alle Bestandteil des Systems und hier wird keiner aufstehen und etwas dagegen tun. Die 5, die sich dagegenstellen, die reißen nichts, denn den allermeisten ist bewusst - ohne Job keine E-Klasse und vor allem auch kein iPhone 6 und das ist es worauf es in unserer Gesellschaft ankommt - imho trauig!
Wer nicht funktioniert, der bekommt auch nichts und gilt als Abfall. -
Re: Wo er recht hat...
Autor: throgh 29.01.15 - 15:27
Nun der Einzelne ist mitnichten ohnmächtig, auch wenn er sich so fühlt. Man kann beginnen den eigenen Konsum zu "hinterfragen"! Das gelingt nicht auf Anhieb und ist ein langwieriger Prozess. Sich nun aber hinstellen und die Fahne zu schwenken ist meines Erachtens der komplett falsche Weg. Wie lautet das Sprichwort so schön?
Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen.
Jetzt könnte man sich noch unterhalten wie man das "Böse" definiert. Aber im Grunde genommen hat jeder Einzelne Macht über seine eigenen Entscheidungen. Man muss sich deswegen nicht vollends aus dem System nehmen, zumindest initial. Zunächst heißt es: Erkennen der eigenen Vorgehensweisen und deren Möglichkeiten zur Veränderung. Sei es nun den Konsum von gewissen Gütern wie "Cola" (um das Beispiel aufzugreifen) oder direkt andere Dinge ebenso. Informationen sammeln, weiterleiten, versuchen danach zu handeln, eigene Schlüsse hinterfragen lassen, nochmals beginnen und weiterhin sammeln. -
Re: Wo er recht hat...
Autor: Anonymer Nutzer 29.01.15 - 16:54
nder schrieb:
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> Wer nicht funktioniert, der bekommt auch nichts und gilt als Abfall.
Ja, genau so ist es... Und genau DIESER Umstand zeigt sehr gut auf, was für eine KRANKE Gesellschaft wir haben! Menschen, die nichts leisten, als Abschaum anzusehen, zeigt sehr gut, wie es mit unserer Menschlichkeit steht! Wie wir über andere denken! Wie herzlich wir also NICHT sind! :/ -
Re: Wo er recht hat...
Autor: Anonymer Nutzer 29.01.15 - 16:57
throgh schrieb:
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> Nun der Einzelne ist mitnichten ohnmächtig, auch wenn er sich so fühlt. Man
> kann beginnen den eigenen Konsum zu "hinterfragen"! Das gelingt nicht auf
> Anhieb und ist ein langwieriger Prozess. Sich nun aber hinstellen und die
> Fahne zu schwenken ist meines Erachtens der komplett falsche Weg. Wie
> lautet das Sprichwort so schön?
Das versuche ich ja auch. Ich unterstütz lieber Kleinbauern falls möglich. Ich kaufe nur PC Teile die ich wirklich brauche und pfeife auf High End oder ständig neues. Ich konsumiere auch nicht laufend neue Handys. Hab immernoch mein uraltes Samsung Wave 2.
> Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts
> unternehmen.
Stimmt :(
> Jetzt könnte man sich noch unterhalten wie man das "Böse" definiert. Aber
> im Grunde genommen hat jeder Einzelne Macht über seine eigenen
> Entscheidungen. Man muss sich deswegen nicht vollends aus dem System
> nehmen, zumindest initial. Zunächst heißt es: Erkennen der eigenen
> Vorgehensweisen und deren Möglichkeiten zur Veränderung. Sei es nun den
> Konsum von gewissen Gütern wie "Cola" (um das Beispiel aufzugreifen) oder
> direkt andere Dinge ebenso. Informationen sammeln, weiterleiten, versuchen
> danach zu handeln, eigene Schlüsse hinterfragen lassen, nochmals beginnen
> und weiterhin sammeln.
Ich sag mir heute immer:
Die Dinge die gut sind die müssen nicht beworben werden. Damit bin ich bisher gut gefahren! xD -
Re: Wo er recht hat...
Autor: elend0r 30.01.15 - 00:23
nder schrieb:
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> Wer nicht funktioniert, der bekommt auch nichts und gilt als Abfall.
Wer nicht funktioniert, der sollte auch nichts bekommen. Das klingt erstmal unmenschlich, aber es ist reine Logik - da wir in einer Leistungsgesellschaft leben und diese auch so akzeptieren. Wenn wir möchten, dass jene die nicht funktionieren trotzdem was bekommen, dann dürfen wir denen nicht einfach was geben - dann müssen wir die Leistungsgesellschaft durch etwas anderes ersetzen.
Es ist wichtig hier den Unterschied zu erkennen und zu begreifen, dass es nicht ausreicht völlig wild irgendwelche Hebel zu betätigen (wie es die Politik gern tut, primär zwecks Augenwischerei). Menschen, die nicht funktionieren sind ein Symptom. Ihnen einfach etwas zu geben, damit sie trotzdem mitmachen oder irgendwie über die Runden kommen ist Symptombekämpfung - und allen anderen gegenüber (die sich dazu zwingen/aufraffen zu funktionieren) unfair.
Hier muss man schon nach den Ursachen forschen. Dann kommt man einer Optimierung schon näher. Denn das ist es was wir brauchen: Optimierung, Fortschritt, Weiterentwicklung. Unser System (in dem wir grade leben) sollte nur ein Zwischenstopp sein und keine Endstation. Das wird zwar gern so verbreitet, weil die Leute die momentan profitieren natürlich das so lang wie möglich auskosten möchten. Aber prinzipiell sollten wir weiterziehen und dafür sorgen, dass wir uns als Spezies weiter entwickeln, dass wir effektiver werden, dass wir sinnvoller mit unseren Ressourcen umgehen usw.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.01.15 00:24 durch elend0r. -
Re: Wo er recht hat...
Autor: elend0r 30.01.15 - 00:47
throgh schrieb:
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> Ich würde auch sagen, dass die Gesellschaft sich selbst und ihre Ziele
> hinterfragen sollte und das dann auch heruntergebrochen für jeden
> Teilnehmer, der sich selbst reflektiert. Aber allein hier scheitert das
> Modell bereits, da die Masse dazu nicht willens ist oder sein wird in naher
> Zukunft. Denn Fragen könnten unbequeme Antworten zutage fördern!
Die Gesellschaft hinterfragt sich durchaus bzw wird von Teilen ihrerselbst hinterfragt. Die Frage ist nur zu welchem Resultat das führt und ob dieses Resultat deckungsgleich ist mit deinen Erwartungen.
Menschen sind so verschieden, deswegen haben wir ja all diese Probleme. Als Gesellschaft erreicht man selten Konsens. Das ist einfach utopisch. Es fängt ja schon damit an, dass sich manche mit weniger zufrieden geben als andere. Wenn man also die Gesellschaft fragt "wo willst du hin?" dann wird es selten einstimmig sein. Also geht es immer über eine Mehrheit. Und dann stellt sich die Frage, was es denn für eine Mehrheit ist. Eine zu der man sich selbst dazu zählt, weil man es genauso sieht oder weil man glaubt man sollte es genauso sehen (sozialer Druck, etc) - oder eine zu der man sich selbst nicht dazu zählt, weil man die Dinge anders sieht. Und dann: bis zu welchem Grad anders? Was kann man noch tolerieren, was nicht? Wo zieht man den Schlussstrich? Kann man so leben, wie will man leben, wie sollte man leben?
Die Gesellschaft wird nie etwas reißen und wird nie etwas beschließen. Die Gesellschaft ist die Summe aller Interessengemeinschaften. Manchmal gelingt es Mehrheiten sich durchzusetzen, aber auch nur in bestimmten Bereichen. Grundsätzlich sind es immer radikale Minderheiten, die auf sich aufmerksam machen und dann entsprechend agieren. Aktuell kann man da zB die Früchte des Arabischen Frühlings begutachten. Da wird sehr deutlich, dass ein Großteil der Gesellschaft sich das völlig anders vorgestellt hat und auch generell nicht so Lust hatte auf diese extremen Konflikte.
Reflexion ist etwas für einen selbst, um rauszufinden was man möchte. Das kann man dann unter Umständen in die Gesellschaft einbringen. Aber es ist kein Garant für Veränderung oder Erleuchtung oder sonstwelchen Fortschritt. Auch nicht wenn es jeder machen würde - einfach weil eine Gesellschaft zu divers ist. Und es zudem ganz andere Faktoren gibt, die dem entgegenwirken.
Ein Egoist wird nicht weniger selbstzentriert, wenn er seine Lebensweise hinterfragt. Er wird immer den Weg wählen, der ihm selbst am meisten nützt. Er ist nicht Egoist weil er zu wenig reflektiert, sondern weil das seine Strategie ist das Leben zu meistern. Von kleinauf hat es schon immer geklappt und das ist einprogrammiert. Es muss schon viel passieren, dass der Egoist seinen Egoismus abwirft.
Wenn aber das System so gestaltet wird, dass der Egoist nicht bevorzugt wird, dann wird er sich gar nicht diese Strategie aneignen, sondern eine andere, die ihn das Leben effektiver meistern lässt. Dafür muss er nicht reflektieren. Dafür muss er in eine Gesellschaft hinein geboren werden, die eine Lebensweise belohnt die sinnvoll ist.
Und wer entscheidet, was sinnvoll ist? Wer entscheidet über Werte/Moral? -
Re: Wo er recht hat...
Autor: Anonymer Nutzer 30.01.15 - 01:59
elend0r schrieb:
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> Wer nicht funktioniert, der sollte auch nichts bekommen. Das klingt erstmal
> unmenschlich, aber es ist reine Logik - da wir in einer
> Leistungsgesellschaft leben und diese auch so akzeptieren. Wenn wir
> möchten, dass jene die nicht funktionieren trotzdem was bekommen, dann
> dürfen wir denen nicht einfach was geben - dann müssen wir die
> Leistungsgesellschaft durch etwas anderes ersetzen.
Gute Idee! Bauen wir eine menschliche Gesellschaft auf! Schaffen wir diese "Leistungsgesellschaft" (was nix anderes heißt als Sklaverei!) endlich ab! :)
> Es ist wichtig hier den Unterschied zu erkennen und zu begreifen, dass es
> nicht ausreicht völlig wild irgendwelche Hebel zu betätigen (wie es die
> Politik gern tut, primär zwecks Augenwischerei). Menschen, die nicht
> funktionieren sind ein Symptom. Ihnen einfach etwas zu geben, damit sie
> trotzdem mitmachen oder irgendwie über die Runden kommen ist
> Symptombekämpfung - und allen anderen gegenüber (die sich dazu
> zwingen/aufraffen zu funktionieren) unfair.
Nein ist es nicht. Denn diejenigen die sich aufraffen und dieses kranke System tragen sind ja mitschuld daran, daß es so ist wie es ist... Nur weil die nicht aus ihrem Zahnrad Platz raus wollen...
> Hier muss man schon nach den Ursachen forschen. Dann kommt man einer
> Optimierung schon näher. Denn das ist es was wir brauchen: Optimierung,
> Fortschritt, Weiterentwicklung. Unser System (in dem wir grade leben)
> sollte nur ein Zwischenstopp sein und keine Endstation. Das wird zwar gern
> so verbreitet, weil die Leute die momentan profitieren natürlich das so
> lang wie möglich auskosten möchten. Aber prinzipiell sollten wir
> weiterziehen und dafür sorgen, dass wir uns als Spezies weiter entwickeln,
> dass wir effektiver werden, dass wir sinnvoller mit unseren Ressourcen
> umgehen usw.
Die reichen und mächtigen werden niemals zulassen, daß ihnen jemand diese Position streitig macht, indem das System sich ändert. Denn Macht korrumpiert und dort ist eindeutig zu viel Macht in Händen von zu wenig Leuten... -
Re: Wo er recht hat...
Autor: spiderbit 30.01.15 - 03:04
ja bis zu einem gewisen grad geb ich dir ja recht, aber man kann sich noch den tollen linuxpc kaufen von lenovo selbst noch coreboot drauf tun, und doch benoetigt es ein blob von intel wo dann wohl die nsa-trojaner drin sind.
Das ist nur ein Beispiel nur gerade bei der Ueberwachung muesen auch Profies auf dem Sektor kapitulieren, so wie gehts dann weiter neben freiheit kontraollierbarkeit in der ueberwachung die abgeschaft wurde also ueberwachung statt demokratie, wenn dich selbststaendig machen willst wirst ueber die selbe ueberwachung wahrscheinlich sabotiert oder halt ausspioniert, ausser du hast glueck und bleibst zufaellig unterm radar weil du etwas total belangloses machst.
Aber auch politik, wenn die maechtigen alle Medien inkl. der oeffentlich Rechtlichen zumindest so weit kontrollieren oder die handelnden personen schlichts aus bloedheit und zu viel bildzeitungskonsum nur noch bloedsinn von sich geben.
Vorhin kam bei Lanz ein Schauspieler heute wohl auch leicht wohlhabend vermutlich der einfach ohne das er danach verwarnt wurde oder zurecht gewiesen wurde, gemeint hat das man griechenland zwar geld geben solle aber das "nicht die armen fressen sollen"
Die CDU rennt von einem Wahlrekord zum naechsten und statt sich eine neue Liberale oder LInke als gegenpol wenigstens als grosse minderheit bilden wuerde, nein wird noch die Afd und irgendwelche Rechtsradikalen gruppen auf der Strasse staerker.
Und wenn nunmal 90% der Leute vielleicht nicht boese sind aber dumm gehalten, und deshalb vielleicht unbewusst vielleicht auch nicht boeses tun, dann kann ich noch so viel in meinem leben aendern es wird nicht ausreichen die 90%
Medien seh ich noch den einzigen hebel hab ne petition gestartet gehabt um eine sendung ab zu setzen, weil ich denke das hier der zentrale hebel waere, aber ja schwierig so ne petition ohne viele bekannte populaer zu machen.
Wenn ich also z.B. fuer ein BGE bin und denke das das die einzige loesung ist, wie wir aus dieser kaputten welt als Anfang aussteigen koennen, eine sehr kapitalismus kompatible forderung. die radikalen reformen die vielleicht auch noch kommen muessen mit Geldreform oder aehnliches mit dem Zinssystem, oder anderes dafuer waere es noch viel schwerer eine mehrheit zu finden aber mit bge wuerden sie sehen das sich was andern kann und waeren vielleicht fuer diskussionen ueber mehr bereit. Oder zumindest angstfreier wenn es sich dann von aussen auf zwaengt.
Aber ja wenn ich dafuer bin, was kann ich noch tun, kann ich ne partei waehlen die das will, bis auf die Piraten fast keine (ja die Violetten die vleleicht 0.1% der stimmen hat, bei den piraten ist der Parteivorsitzende vehement gegen das BGE ob das dann im Programm steht oder nicht ist dann 2.rangig fuer mich, ist dann nimmer glaubhaft, vorallem so wie Ponader damals weg gemobbt wurde weil er fuer das BGE und ja auch eines fuer sich sozusagen gekaempft hat und aehnlichem, wenn mans nicht mal so einer einzigen person goennt, die dafuer sogar ganz klar viel gearbeitet hat und ja nur darum bittet von spendern, haette ja auch eifnach keiner spenden koennen.
Es gibt also keine glaubhaften parteien auf dem Sektor, es gibt keine Presse die auch nur ueber das Thema redet (ja es gab ein paar sendungen im schnitt vielleicht jedes jahr 2 oder so), in Talkshows auf den 2 Hauptsendern kams mal glaub noch nie vor.
Wieviel Medienaufmerksamkeit bekam Pekida jetzt mit ihren 5000 Protestlern, fuers bge haben schon mal 100.000 Leute oder so wurde damals nicht voll gezaehlt weil die server zusammen gebrochen sind, im petitionsausschuss geredet, wo war da der fizekanzler der damalige um mit uns extremisten zu reden?
Ich seh im TV immer nur wie Zwangsarbeitsparteien aus rechts oder links sich bekaempfen, da fehlt aber ne opposition, diese parteien wollen doch alle das gleiche. Selbst die Linkspartei will auch nur mehr Arbeitsplaetze... es ist unertraeglich. -
Re: Wo er recht hat...
Autor: spiderbit 30.01.15 - 03:15
elend0r schrieb:
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> und allen anderen gegenüber (die sich dazu
> zwingen/aufraffen zu funktionieren) unfair.
finde ich nicht, sie haben ja die freie Wahl genauso sich zu verweigern, unfair waere es nur wenns diese Option nur fuer manche gaebe und fuer andere nicht, so sehe ich das nicht.
Im Gegenteil durch den zumindest in den Medien aufkommenden sozialdruck, so stark hat fuer zumindest junge leute die nicht schon haufenweise kapital gehortet haben hartz4 im vergleich zu dem alten system auch nicht, ist der Druck jegliche Arbiet zu welchen bedingungena uch immer an zu nehmen stark gewachsen, wenn man dieses Hartz4 noch abschafft was dann quasi defintiv Mord waere, ausser man hat am naechsten tag fuer jeden einen job den er machen kann. Z.B. ABM oder aehnliches, wobei das ja eher ne Massnahem ist und nur eben teureres Sozialgeld ist, aber egal, und das es verfasssungsfeindlich waere etc mal beiseite gelassen, es wuerde auf jeden fall den lohndumping-druck noch steigern und wir haetten dann deutsche Arbeiterstrichs. Wo da jetzt fuer irgendwen ausser den reichen Wixern (nicht alle die reich sind sind boese aber die die sowas aus nutzen schon), irgend ein Vorteil drin waere ist sehr fraglich.
Im gegenteil ich finde gerechtigkeit ein fatales Argument das meistens missbraucht wird um fair fuer alle zwar gleichermassen aber allen was weg genommen wird wobei alle natuerlich die arbieter/armen sind und nicht die reichen da das ja die meisten leute sind, faellts ja nicht so ins gewicht wenn 1-5% der leute da nicht betroffen sind, die kann man ja ignorieren. -
Re: Wo er recht hat...
Autor: Anonymer Nutzer 30.01.15 - 03:18
spiderbit schrieb:
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> elend0r schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > und allen anderen gegenüber (die sich dazu
> > zwingen/aufraffen zu funktionieren) unfair.
>
> finde ich nicht, sie haben ja die freie Wahl genauso sich zu verweigern,
> unfair waere es nur wenns diese Option nur fuer manche gaebe und fuer
> andere nicht, so sehe ich das nicht.
Ganz genau! :)
> Im Gegenteil durch den zumindest in den Medien aufkommenden sozialdruck, so
> stark hat fuer zumindest junge leute die nicht schon haufenweise kapital
> gehortet haben hartz4 im vergleich zu dem alten system auch nicht, ist der
> Druck jegliche Arbiet zu welchen bedingungena uch immer an zu nehmen stark
> gewachsen, wenn man dieses Hartz4 noch abschafft was dann quasi defintiv
> Mord waere, ausser man hat am naechsten tag fuer jeden einen job den er
> machen kann. Z.B. ABM oder aehnliches, wobei das ja eher ne Massnahem ist
> und nur eben teureres Sozialgeld ist, aber egal, und das es
> verfasssungsfeindlich waere etc mal beiseite gelassen, es wuerde auf jeden
> fall den lohndumping-druck noch steigern und wir haetten dann deutsche
> Arbeiterstrichs. Wo da jetzt fuer irgendwen ausser den reichen Wixern
> (nicht alle die reich sind sind boese aber die die sowas aus nutzen schon),
> irgend ein Vorteil drin waere ist sehr fraglich.
Das wäre echt der Anfang vom Ende... Die Hölle auf Erden x.x
> Im gegenteil ich finde gerechtigkeit ein fatales Argument das meistens
> missbraucht wird um fair fuer alle zwar gleichermassen aber allen was weg
> genommen wird wobei alle natuerlich die arbieter/armen sind und nicht die
> reichen da das ja die meisten leute sind, faellts ja nicht so ins gewicht
> wenn 1-5% der leute da nicht betroffen sind, die kann man ja ignorieren.
Richtig! Es wird im "gleiches für alle" eben immer im Sinne der Geldgeber, nicht im Sinne der Leute, gehandelt! :/ Das Argument ist nichts als der Versuch noch mehr zu nehmen...



