1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Petition: Protest gegen…

Entertain selbst ein (Mit)Verursacher?

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Entertain selbst ein (Mit)Verursacher?

    Autor: KillerJiller 03.08.13 - 12:49

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass die Telekom hier versucht ihr eigenes Entertain-Angebot mit dieser Geschichte quer zu finanzieren (Zusatzgebühren für mehr "Highspeed-Volumen") oder zumindest die entstehenden Kosten anderweitig auffangen will.

    Natürlich ist mir klar, dass das ganze mit Multicast realisiert wird und nicht jeder Stream zu jedem Haushalt einzelnd abgerufen wird, aber es sind doch immerhin eine ganze Menge an Sendern, die bereit gehalten werden müssen, gerade jetzt wo man auch noch das komplette Sky Paket bereitstellen muss. Selbst wenn man nur die knapp 40 HD Sender bei Entertain alleine zu Grunde legt (und sogar die 13 HD-light Sender des ÖRs mit ihrer konstant niedrigen Bitrate berücksichtigt) kommt man schon auf ein halbes Gigabit, dazu noch seit neustem das komplette Sky Paket mit locker noch mal 20 (abzüglich Redundanzen, Sport und Bundesliga sind alleine schon 14 Stück) sind wir ganz schnell bei Kapazitäten um ein GBit für HD alleine, dazu kommt noch ein Haufen SD, Kapazitäten für VoD, usw usf. 2GBit alleine dafür ist sicherlich schon mal verbraten.

    Natürlich interessiert das auf einem großen Backbone keinen Menschen, das geht wohl im Grundrauschen unter, allerdings muss die Infrastruktur vor Ort (nicht nur zu Hause) auch entsprechend dimensioniert sein. Dass die selten komplett ausgelastet sein wird ist logisch, aber die Kapazität muss da sein und das ist ja das was so viel kostet, weniger die Betriebskosten.


    Entertain ist ja nicht zum Spaß der teuerste Empfangsweg von allen und konnte selbst bei Nutzung des bis vor kurzem noch spottbilligen Liga Total! (im Vergleich zu Sky) nur dann mithalten, wenn der Kunde den Vollpreis beim Kabelanschluss berappen musste, gegen Satellit sieht sowieso keiner von beiden einen Stich.
    Selbst bei diesem Preis ist Entertain im besten Falle wohl kostendeckend... und irgendwo will die Drosselkom ja noch was verdienen.

  2. Re: Entertain selbst ein (Mit)Verursacher?

    Autor: Youssarian 03.08.13 - 15:16

    KillerJiller schrieb:

    > Natürlich ist mir klar, dass das ganze mit Multicast realisiert wird und
    > nicht jeder Stream zu jedem Haushalt einzelnd abgerufen wird,

    Das ist zurückhaltend ausgedrückt. Im Backbone "kostet" Entertain nahezu nichts, und auch die letzte Meile ist dort, wo es angeboten wird, dafür ausreichend dimensioniert.

    Das Hauptproblem der Telekom dürfte der anstehende Ausbau der Peerings und des eigenen Backbones für immer mehr breitbandige Inhalte sein. Der lässt sich mit sinkenden Einnahmen im Accessgeschäft nicht finanzieren. Die Preise allgemein zu erhöhen, wird aufgrund des Wettbewerbs auch nicht gehen, da sind die Leute nämlich ziemlich empfindlich. Also versucht man, die oberen drei Prozent der "Vielverbraucher" abzuschneiden. (Immer vorausgesetzt, dass die Angabe der Telekom, dass es sich um drei Prozent der Nutzer handelt, auch wirklich stimmt.)

  3. Re: Entertain selbst ein (Mit)Verursacher?

    Autor: Algo 04.08.13 - 07:54

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > KillerJiller schrieb:
    >
    > > Natürlich ist mir klar, dass das ganze mit Multicast realisiert wird und
    > > nicht jeder Stream zu jedem Haushalt einzelnd abgerufen wird,
    >
    > Das ist zurückhaltend ausgedrückt. Im Backbone "kostet" Entertain nahezu
    > nichts, und auch die letzte Meile ist dort, wo es angeboten wird, dafür
    > ausreichend dimensioniert.
    >
    > Das Hauptproblem der Telekom dürfte der anstehende Ausbau der Peerings und
    > des eigenen Backbones für immer mehr breitbandige Inhalte sein. Der lässt
    > sich mit sinkenden Einnahmen im Accessgeschäft nicht finanzieren. Die
    > Preise allgemein zu erhöhen, wird aufgrund des Wettbewerbs auch nicht
    > gehen, da sind die Leute nämlich ziemlich empfindlich. Also versucht man,
    > die oberen drei Prozent der "Vielverbraucher" abzuschneiden. (Immer
    > vorausgesetzt, dass die Angabe der Telekom, dass es sich um drei Prozent
    > der Nutzer handelt, auch wirklich stimmt.)

    Ausbau des Peerings? Darf ich mal schell lachen? In Frankfurt steht ein großerKnoten zum peeren der DENIX. Da haben sich alle großen Provider zusammen geschlossen um sich gegenseitig anzuschließen und zwar kostenlos. Nur die Telekom ist da nicht sonder betreibt wo anders ein eigenes Peerings weil sie wollen dass die ander Provider sie bezahlen für die durchleitung des traffics. Hier bremst die Telekom z.b. Youtube aus weil die gefälligst für den Traffic bezahlen sollen. Telekom ist für mich durch ich bin da bald kein künde mehr Vertrag ist gekündigt.

  4. Re: Entertain selbst ein (Mit)Verursacher?

    Autor: Youssarian 04.08.13 - 08:10

    Algo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >> Das Hauptproblem der Telekom dürfte der anstehende Ausbau der
    >> Peerings und des eigenen Backbones für immer mehr breitbandige
    >> Inhalte sein. Der lässt sich mit sinkenden Einnahmen im Accessgeschäft
    >> nicht finanzieren. [...]

    > Ausbau des Peerings? Darf ich mal schell lachen?

    Erlaubnis erteilt! Wenn Du willst, darfst Du es auch ganz langsam tun!

    > In Frankfurt steht ein großer Knoten zum peeren der DENIX.

    Du meinst DECIX. DENIC wäre wieder etwas anderes.

    > Da haben sich alle großen Provider
    > zusammen geschlossen um sich gegenseitig anzuschließen und zwar kostenlos.

    Nein, das ist NICHT kostenlos. Im Übrigen sind dort vor allem kleinere Provider.

    > Nur die Telekom ist da nicht sonder betreibt wo anders ein eigenes Peerings

    Ein eigenes Peering? Ich bin mir nicht sicher, ob Du wirklich weißt, wovon Du redest.

    > weil sie wollen dass die ander Provider sie bezahlen für die durchleitung
    > des traffics. Hier bremst die Telekom z.b. Youtube aus weil die gefälligst
    > für den Traffic bezahlen sollen.

    Google bezahlt andere Provider auch für Peerings, nämlich sobald diese eine gewisse Marktmacht erreichen. Das ist ja auch in Ordnung, schließlich ist es gerade auch Googles Angebot, welches zu einem immensen Traffic-Anstieg geführt hat. Dann sollen sie sich auch an der Distribution beteiligen. Während Google nämlich den Gewinn aus Werbeeinnahmen erhöht und so ganz nebenbei den Markt "kaputt" macht, um ihn zu dominieren, bleiben den Access-Providern nur die Kosten für immer "dickere" Leitungen. (Vom Kunden ist nichts zu holen, denn inflationsbereinigt fallen die Endkundenpreise in einem gesättigten Markt weiterhin.)

    > Telekom ist für mich durch ich bin da bald
    > kein künde mehr Vertrag ist gekündigt.

    Das ist ja auch in Ordnung.

  5. Re: Entertain selbst ein (Mit)Verursacher?

    Autor: Telesto 04.08.13 - 16:38

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > KillerJiller schrieb:
    >
    > > Natürlich ist mir klar, dass das ganze mit Multicast realisiert wird und
    > > nicht jeder Stream zu jedem Haushalt einzelnd abgerufen wird,
    >
    > Das ist zurückhaltend ausgedrückt. Im Backbone "kostet" Entertain nahezu
    > nichts, und auch die letzte Meile ist dort, wo es angeboten wird, dafür
    > ausreichend dimensioniert.
    >
    > Das Hauptproblem der Telekom dürfte der anstehende Ausbau der Peerings und
    > des eigenen Backbones für immer mehr breitbandige Inhalte sein. Der lässt
    > sich mit sinkenden Einnahmen im Accessgeschäft nicht finanzieren. Die
    > Preise allgemein zu erhöhen, wird aufgrund des Wettbewerbs auch nicht
    > gehen, da sind die Leute nämlich ziemlich empfindlich. Also versucht man,
    > die oberen drei Prozent der "Vielverbraucher" abzuschneiden. (Immer
    > vorausgesetzt, dass die Angabe der Telekom, dass es sich um drei Prozent
    > der Nutzer handelt, auch wirklich stimmt.)

    Gerade das Peering ist doch spottbillig zu realisieren (man erinnere sich an die Berichte über Preise von unter 0,5 Cent pro GB), es wäre sogar kostenlos zu realisieren, wenn die Telekom von ihrem hohen Roß runterkäme und sich nicht länger den Peering-Abkommen verweigern würde.

    Wenn überhaupt gibt es auf der letzten Meile Engpässe, weil hier eben wirklich physisch ausgebaut werden muss (Bauarbeiten) und nicht nur ein paar weitere Racks bestückt werden müssen. Gerade dort besteht aber, wie du richtig angemerkt hast, kein Engpass, zumindest nicht bei Entertain-fähigen Anschlüssen.

    Daher ist es völliger Unsinn, Kunden mit 16Mbit+ zu drosseln, wo deren letzte Meile doch offensichtlich potent genug ist. Vielmehr sollte man aufhören, Leitungen 100fach zu überbuchen und immer mehr Mbit/s zu verkaufen. Den meisten Kunden dürften konstante 16Mbit/s immer noch lieber sein als 30min 100Mbit/s und dann 2Mbit/s für den Rest des Monats.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Auswärtiges Amt, Bonn, Berlin
  2. BNP Paribas Real Estate Investment Management Germany GmbH, München
  3. Krankenhaus des Maßregelvollzugs Berlin, Berlin
  4. Hornbach-Baumarkt-AG, Bornheim bei Landau Pfalz

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 318,99€ (Vergleichspreis 383€)
  2. (u. a. We Are The Dwarves für 0,75€, Dark Souls: Remastered für 13,99€, Anno 2205 Ultimate...
  3. (u. a. Black+Decker Akku-Schlagbohrschrauber BDCHD18KBST, 18Volt für 99,90€, Hazet...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Renault, Nissan, Mitsubishi: Die Krisen-Allianz
Renault, Nissan, Mitsubishi
Die Krisen-Allianz

Mit neuen Konzepten wollen Renault, Nissan und Mitsubishi ihre Allianz retten.
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. Morphoz Renault stellt verlängerbares Elektroauto vor
  2. Renault Elektro-Twingo soll 2020 erscheinen
  3. K-ZE Elektro-Dacia soll 15.000 Euro kosten

Energieversorgung: Wasserstoff-Fabrik auf hoher See
Energieversorgung
Wasserstoff-Fabrik auf hoher See

Um überschüssigen Strom sinnvoll zu nutzen, sollen in der Nähe von Offshore-Windparks sogenannte Elektrolyseure installiert werden. Der dort produzierte Wasserstoff wird in bestehende Erdgaspipelines eingespeist.
Ein Bericht von Wolfgang Kempkens

  1. Industriestrategie EU plant Allianz für sauberen Wasserstoff
  2. Energie Dieses Blatt soll es wenden
  3. Energiewende Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze

Maneater im Test: Bissiger Blödsinn
Maneater im Test
Bissiger Blödsinn

Wer schon immer als Bullenhai auf Menschenjagd gehen wollte - hier entlang schwimmen bitte. Maneater legt aber auch die Flosse in die Wunde.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Mount and Blade 2 angespielt Der König ist tot, lang lebe der Bannerlord
  2. Arkade Blaster 3D-Shooter mit der Plastikkanone spielen
  3. Wolcen im Test Düster, lootig, wuchtig!