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Denunzianten - typisch Deutsch

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  1. Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor: elitezocker 24.02.11 - 11:18

    Eines konnten die Deutschen schon immer gut: denunzieren
    Das war schon zur Zeit des Nationalsozialismus, während der DDR und ist auch heute noch in der Bundesrepublik so.

    Keine Frage. Missstände müssen beseitigt werden. Aber in diesem Fall ist es Aufgabe der Universitäten Probleme zu prüfen. Eine Plagipedi ist nichts weiter als der armselige Versuch neben der Institution Uni, eine zusätzliche Instanz aufzubauen in der den kleinen Wichtigtuern einer abgeht, wenn sie jemanden anzeigen können. Derlei Gesocks wird in Deutschland nicht gebraucht.

    Dabei ist die Sache doch ganz einfach: Wer Fehler entdeckt, meldet sie einer Uni. Die hat die Pflicht dem nachzugehen. Fertig.

    Mein Uralt Nick aus Zeiten der XBox 360 Elite
    Kann man etwas anderes unter Elitezocker verstehen? シ

  2. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor: kt 24.02.11 - 11:24

    Aber "Institutionen", wie Spekulanten, Analysten, Korrumpierte, ... benötigen wir?

    Aha...
    http://www.youtube.com/user/KenFM2008

  3. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor: Was-hier-los 24.02.11 - 11:27

    Danke. Genauso ist es. Wenn sowas aufgedeckt werden muss sollte es durch die Presse geschehen, alles andere ist mutwilliger Rufmord.
    Es gibt viele Politiker im Land die zwar dringend ausgewechselt gehören, aber wenn man solche Leute angreift, dann bitte über ihre Arbeit und nicht durch Privates.

  4. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor: Jolla 24.02.11 - 11:32

    Was-hier-los schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danke. Genauso ist es. Wenn sowas aufgedeckt werden muss sollte es durch
    > die Presse geschehen, alles andere ist mutwilliger Rufmord.

    Unrecht sollte also durch die Presse aufgedeckt werden. Und wenn eine Gruppe von Leuten Unrecht entdeckt, soll sie den Mund halten? Oder die Presse informieren?

  5. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor: Replay 24.02.11 - 11:33

    Nun, im Gegensatz zu Deutschland hat man an ausländischen Unitäten (besonders im angelsächsischen Raum, dort werden Doktorarbeiten in der Regel auch nicht veröffentlicht, bzw. müssen zum erlangen des Grades nicht veröffentlicht werden) mit heftigen Konsequenzen zu rechnen, wenn man sich einen akademischen Grad erschleicht. Hier in D gibt es den mahnenden Zeigefinger und ein „du ganz Böser du“ von der Ethik-Kommission und das war's. Ggf. kann man sogar wiederholen.

    Diese lache Handhabe ist durchaus eine Rechtfertigung dafür, daß die Gemeinschaft die Sache in die Hand nimmt. Weil es sonst nur sehr wenig Druck gibt, sauber zu arbeiten.

    Eine Dissertation selbst nach den Regeln der Kunst anzufertigen ist kein Pappenstiel, sondern ein gewaltiger Brocken Arbeit. Durchschnittlich wird dafür 3,5 Jahre benötigt. Das ist der erste Schritt einer wissenschaftlichen Laufbahn. Mit der Dissertation soll der Doktorand beweisen, daß er wissenschaftlich arbeiten kann.

    Ein Beweis, sich hier und da Texte zu klauen und diese dann in die Dissertation reinzuschustern, ist beileibe kein Grund, einen akademischen Grad zu erhalten.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  6. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor: Horschd 24.02.11 - 11:33

    Danke, dass es einer auf den Tisch bringt. Was glaubt die Denunzianten-Gemeinde denn, bei wem sie _nichts_ findet? Ansatzpunkte gibt es ja genug: Homosexualität, Nazi-Urenkel, Stasi-Tochter, etc. Haben sie dann alle abgesägt, wer macht denn dann den Job und vertritt uns?

    Wacht auf und übt euch in konstruktiver Kritik oder übenehmt den Job und die Verantwortung!

  7. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor: kt 24.02.11 - 11:35

    Was-hier-los schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danke. Genauso ist es. Wenn sowas aufgedeckt werden muss sollte es durch
    > die Presse geschehen, alles andere ist mutwilliger Rufmord.
    > Es gibt viele Politiker im Land die zwar dringend ausgewechselt gehören,
    > aber wenn man solche Leute angreift, dann bitte über ihre Arbeit und nicht
    > durch Privates.

    Durch die "freie" Presse? So wie bei Guttenberg?!?



    Achso, na dann...

  8. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor: kt 24.02.11 - 11:56

    Hätte ich doch glatt vergessen...

    http://twitpic.com/42ntqb/full

    https://www.facebook.com/bild/posts/127917330613846

  9. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor: Clown 24.02.11 - 11:59

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine Dissertation selbst nach den Regeln der Kunst anzufertigen ist kein
    > Pappenstiel, sondern ein gewaltiger Brocken Arbeit. Durchschnittlich wird
    > dafür 3,5 Jahre benötigt. Das ist der erste Schritt einer
    > wissenschaftlichen Laufbahn. Mit der Dissertation soll der Doktorand
    > beweisen, daß er wissenschaftlich arbeiten kann.

    Richtig. Und sind wir mal ehrlich: Mehr als eine reine Fleißarbeit ist das ganze nicht. Und weil das so ist, haben verhältnismäßig viele ihren Doktortitel absolut unnötig erworben. Das richtige Stichwort an der Stelle ist jetzt "inflationär".
    Meines Erachtens sollte der Doktortitel auch wirklich (wieder) eine Besonderheit werden.
    Aber mal onTopic: Bei zu Guttenbergs Arbeit wird schlicht und ergreifend aufgebauscht. Mir ist es vollkommen Latte, ob die Politikerhorde Doktortitel hat oder nicht. Das macht ihren Job nämlich nicht seriöser.

  10. Willst Du von einem Arzt behandelt oder einem Juristen verteidigt werden...

    Autor: Charles Marlow 24.02.11 - 12:00

    der sich seinen Titel durch Betrug verschafft hat?

    Sorry, aber wer so riegeldumm und faul ist, noch nicht einmal vernünftig umzuformulieren oder zu zitieren, der gehört einfach per Datenbank überführt.

  11. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor: Active 24.02.11 - 12:02

    kt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was-hier-los schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Danke. Genauso ist es. Wenn sowas aufgedeckt werden muss sollte es durch
    > > die Presse geschehen, alles andere ist mutwilliger Rufmord.
    > > Es gibt viele Politiker im Land die zwar dringend ausgewechselt gehören,
    > > aber wenn man solche Leute angreift, dann bitte über ihre Arbeit und
    > nicht
    > > durch Privates.
    >
    > Durch die "freie" Presse? So wie bei Guttenberg?!?
    >
    > s3.amazonaws.com
    >
    > Achso, na dann...

    Ich finde Palgipedia oder wie das auch immer geschreiben wird macht nichts anderes als die Opposition mit Gutenbergs Arbeit gemacht hat.

    Und wo ich gerade den Bezug auf die Bedeutung der Doktorarbeit gelesen habe da stimme ich vollkommen mit überein, Unis sollten, den Inahlt in erster Form bei einer Doktorarbeit begutachten und nicht die äußere Form entscheiden lassen

  12. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor: Cespenar 24.02.11 - 12:30

    Wir brauchen Leute die unseren Politikern auf die Finger schauen, das hat nichts mit Denunziantentum zu tun.

  13. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor: grorg 24.02.11 - 12:30

    "Unter Denunziation (...) versteht man die – häufig anonyme und/oder öffentliche – Beschuldigung oder Anzeige einer Person aus oft niedrigen persönlichen oder übertriebenen politischen Beweggründen."
    Wikipedia

    Eine Plagipedi(a) ist weder eine Anschuldigung noch eine Anzeige und sie erfolgt auch nicht aus niedrigen persönlichen oder übertrieben politischen Beweggründen (zumindest lässt es sich nicht beweisen und damit ist die Sache vom Tisch).

    Das Wort "denunzieren" wird ziemlich inflationär verwendet, vielleicht sollte man erstmal die Definition lernen bevor man groß die Fresse aufreisst.

  14. Re: Willst Du von einem Arzt behandelt oder einem Juristen verteidigt werden...

    Autor: Rapmaster 3000 24.02.11 - 12:33

    Charles Marlow schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > der sich seinen Titel durch Betrug verschafft hat?
    >
    > Sorry, aber wer so riegeldumm und faul ist, noch nicht einmal vernünftig
    > umzuformulieren oder zu zitieren, der gehört einfach per Datenbank
    > überführt.


    Seine Doktorarbeit hat aber nix mit Guttenbergs Ministerposten zu tun und war auch keine Vorraussetzung für diesen.

    Deine Frage sollte also eher lauten
    "Willst du von einem Arzt behandelt werden, der bei seiner Abiklausur im Deutsch-LK beschissen hat?"

    Und selbst das würde nix über die Fähigkeiten als Arzt aussagen.

  15. Re: Denunzianten - typisch Deutsch

    Autor: Rapmaster 3000 24.02.11 - 12:35

    Cespenar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir brauchen Leute die unseren Politikern auf die Finger schauen, das hat
    > nichts mit Denunziantentum zu tun.


    Das tun die Politiker ja schon selbst. Die Opposition fordert ja dauernd bei jedem Pups den Rücktritt von irgendwem und stänkert nur rum, dass die Minister alle unfähig sind.

  16. Re: Willst Du von einem Arzt behandelt oder einem Juristen verteidigt werden...

    Autor: Clown 24.02.11 - 12:37

    Was wäre Dir lieber: Von einem Arzt behandelt werden, der nach seinem Studium in Vollzeit eingearbeitet werden konnte oder lieber von einem, der einen Doktortitel hat, aber nach seinem Studium viel Zeit für selbige Aufbringen musste (die dann höchstwahrscheinlich nicht mal was mit Deiner Krankheit zu tun hat)?
    Gerade bei Ärzten werden die Doktorarbeiten eh fast durchgewunken und nur auf grobe Fehler überprüft, eben weil sie ein Must-have sind.

  17. Re: Willst Du von einem Arzt behandelt oder einem Juristen verteidigt werden...

    Autor: Feuerfuchs 24.02.11 - 12:40

    Es geht doch nicht darum, dass Guttenberg seinen Doktortitel erschlichen hat.
    Es geht darum, dass er vor die Kameras tritt und dem Wähler ganz dreist ins Gesicht lügt und die Vorwürfe abstrus nennt und 4 Tage später alles zugibt. Von einem Minister, speziell von einem Verteidigungsminister, erwarte ich, dass er sich genauestens über den Sachverhalt informiert, bevor er ein Statement abgibt.

  18. Re: Willst Du von einem Arzt behandelt oder einem Juristen verteidigt werden...

    Autor: Replay 24.02.11 - 12:41

    Doch, würde es schon. Klar, wer hat in der Schule nicht mal gespickt. Aber beim Abi oder gar im Studium zu bescheißen, hat eine ganz andere Dimension. Man ist zur Studienzeit erwachsener, KT war immerhin 28 Jahre alt, als er 1999 mit der Dissertation angefangen hat und er war 35 (!) als er das Ding einreichte. Und dann summa cum laude x.X Wer in diesem Alter nicht die Reife hat, einen Grad ehrlich zu erlangen, hat auch in der Politik nichts verloren.

    Bezogen auf den Arzt heißt das, daß ich kein Vertrauen zu ihm hätte, wenn ich wüßte, daß er seinen Doktor zu unrecht trägt. Wer da schwindelt, ist prädestiniert dazu, auch mal bei der Pharmalobby die Hand aufzuhalten und auch die Patienten über's Ohr zu hauen.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  19. Re: Willst Du von einem Arzt behandelt oder einem Juristen verteidigt werden...

    Autor: Peer Sönlich 24.02.11 - 12:49

    Rapmaster 3000 schrieb:
    [...]
    > "Willst du von einem Arzt behandelt werden, der bei seiner Abiklausur im
    > Deutsch-LK beschissen hat?"

    Diese Frage ist sinnlos weil jemand, der beim Beschiss bei der Abiklausur erwischt wird, anschließend nicht mehr die Möglichkeit hat, irgendetwas zu studieren.

    Ciao

    P

    "It is advisory to be 2 people during assembly"
    Aus einer I**a-Aufbauanleitung für einen Schrank

  20. Re: Willst Du von einem Arzt behandelt oder einem Juristen verteidigt werden...

    Autor: atomforscher 24.02.11 - 13:13

    Charles Marlow schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Willst Du von einem Arzt behandelt oder einem Juristen verteidigt werden, der sich seinen Titel durch Betrug verschafft hat?

    Ja, sicher. Denn der Doktortitel hat gar nichts mit dem erworbenen Wissen und dem Können zu tun. Der mit dem Doktortitel bekommt nur bessere Chancen, sein Wissen und Können unter Beweis stellen zu dürfen und dafür dann auch mehr Geld.

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