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Wenn bestellen und liefern lassen nicht teurer ist als Einzelhandel...

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  1. Re: Wenn bestellen und liefern lassen nicht teurer ist als Einzelhandel...

    Autor: Blackburn 21.06.16 - 11:58

    root666 schrieb:
    > Der kleine Einzelhandel ist doch nicht besser. Die bestellen ihre Ware in
    > kleinen Menge und lagern sie bei sich zwischen. Die Ware kommt auch als
    > Lieferung...
    > Ich mache eine Bestellung bei Amazon und bekomme in einem Paket Sachen die
    > ich in mehrere Läden holen müsste, so gesehen ist Lieferung mittlerweile
    > besser, effizienter und sinnvoller als zum Einzelhandel zu rennen.

    Ich würde mal behaupten, dass "kleine Menge" für einen Einzelhandel etwas anderes bedeutet als für einen einzelnen Kunden. Davon abgesehen geht es ja auch um größere Supermärkte - alles was durch dieses Amazon Dings angegriffen wird.

  2. Re: Wenn bestellen und liefern lassen nicht teurer ist als Einzelhandel...

    Autor: chefin 21.06.16 - 12:54

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Du vergisst dabei aber irgendwie alle anderen Faktoren. So geht Deine
    > Milchmädchenrechnung natürlich auf, richtig wird sie davon aber nicht. Ich
    > nenne Dir nur mal zwei: Ladenmiete, Einkauf.
    >
    > Richtig. Zum einen kauft ein Gigant wie amazon zu anderen Preisen ein als
    > ein kleiner Ladeninhaber. Zum anderen kommt die Ladenmiete und das Gehalt
    > der Angestellten dazu UND man sollte auch bedenken, dass die amazon
    > Versandkette kaum Gewinn abwirft - die größten Umsätz macht amazon
    > mittlerweile mit dem Cloud-Geschäft - es sind also obendrein noch sehr
    > knapp kalkulierte Preise.

    Den kleinen Einzelhandel gibts nicht mehr. Die Einkäufer der Produkte verwalten mehr Umsatz als Amazon. Amazon kommt gerade mal auf 11 Milliarden in Deutschland. Der Kleinste Lebensmittelkonzern hat schon mehr.
    Die Großen am Markt

    Schwarz und Lidl: 80 Milliarden
    Aldi zusammen: 62 Milliarden
    Metro: 60 Milliarden
    Rewe: 51 Milliarden
    Edeka: 46 Milliarden

    Zusammen machen die im Lebensmittelbereich 300 Milliarden aus. Die können Amazon also durchaus das Leben schwer machen. Aber vermutlich ist das nicht gewünscht. Den die haben nichts gegen Versandhandel. Weil eben Lebensmittelverkauf viel Kosten verursacht. Ladenmiete, Personalkosten, Gebäudeenergie, Parkflächen. Und natürlich die Energie dort hin zu fahren.

    Zentrale Anlieferung beim Kunden nach Bedarf würde einige der Kosten wegfallen lassen. Ein Großlager ist viel einfacher zu managen, vorallem wenn da keine Kunden durchlaufen.

    Ich bin mir also ziemlich sicher, das die großen Lebensmittelkonzerne gerne mit Amazon kooperieren.

  3. Re: Wenn bestellen und liefern lassen nicht teurer ist als Einzelhandel...

    Autor: root666 21.06.16 - 12:54

    Blackburn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Ich würde mal behaupten, dass "kleine Menge" für einen Einzelhandel etwas
    > anderes bedeutet als für einen einzelnen Kunden. Davon abgesehen geht es ja
    > auch um größere Supermärkte - alles was durch dieses Amazon Dings
    > angegriffen wird.

    Also mein Supermarkt hat darauf reagiert und liefert mir alles nach hause. Ich kann Lieferfenster auf ein paar Stunden eingrenzen und ab 100¤ ist die Lieferung umsonst. Die Liefern auch getränke und nehmen das Leergut wieder mit und meine Einkäufe kommen bis zur Tür.

  4. Re: Wenn bestellen und liefern lassen nicht teurer ist als Einzelhandel...

    Autor: Sebbi 21.06.16 - 13:07

    Blackburn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke wir brauchen nicht diskutieren, ob eine individuelle Lieferung an
    > einzelne Kunden teurer ist als eine Bulk-Lieferung an ein Geschäft, wo es
    > sich die Kunden dann "abholen". o.O

    Mal kurz überlegen ... kommt wohl darauf an wie viele Geschäfte es gibt und wie deren Auslastung ist. Wenn in einem Geschäft ein Verkäufer stehen muss und das Geschäft so viel mehr Miete als ein riesiges Lager kostet, dass sich das mit dem Unterhalt eines Lieferfahrzeuges ausgleicht, dann kann man folgende Rechnung aufmachen:

    Bei 100% Auslastung des Geschäfts und des Fahrers sind beide gleich günstig. Wenn das Geschäft aber nur zu 50% ausgelastet ist, ersetzt der Fahrer 2 Geschäfte ... und schon haben die Lieferdienste gewonnen. So oder so ähnlich wird es in der Realität aussehen ...

  5. Re: Wenn bestellen und liefern lassen nicht teurer ist als Einzelhandel...

    Autor: Sebbi 21.06.16 - 13:12

    Blackburn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > root666 schrieb:
    > > Der kleine Einzelhandel ist doch nicht besser. Die bestellen ihre Ware
    > in
    > > kleinen Menge und lagern sie bei sich zwischen. Die Ware kommt auch als
    > > Lieferung...
    > > Ich mache eine Bestellung bei Amazon und bekomme in einem Paket Sachen
    > die
    > > ich in mehrere Läden holen müsste, so gesehen ist Lieferung
    > mittlerweile
    > > besser, effizienter und sinnvoller als zum Einzelhandel zu rennen.
    >
    > Ich würde mal behaupten, dass "kleine Menge" für einen Einzelhandel etwas
    > anderes bedeutet als für einen einzelnen Kunden. Davon abgesehen geht es ja
    > auch um größere Supermärkte - alles was durch dieses Amazon Dings
    > angegriffen wird.

    Einem Unternehmen wie Amazon helfen aber Skaleneffekte enorm. Wenn es nur 10 Auslieferer braucht um die gleiche Produktmenge an den Kunden zu schicken wie in 20 Ladengeschäften verkauft wird, dann gewinnt der Lieferdienst. Denn es ist ja nicht so, dass für jedes Paket ein einzelner Bote losgeschickt wird. Die Masse macht es und je größer Amazon wurde, desto geringer der Anteil der Lieferkosten am Umsatz ... niedriger als die Geschäftskosten von so manchem Einzelhändler und genau deshalb ist das Liefern lassen oft günstiger.

    Da läuft nichts falsch, das ist einfach so, weil alles besser ausgelastet wird.

  6. Re: Wenn bestellen und liefern lassen nicht teurer ist als Einzelhandel...

    Autor: daZza 21.06.16 - 14:02

    > Da läuft nichts falsch, das ist einfach so, weil alles besser ausgelastet
    > wird.

    Wenn man die Auslastung seines Ladens nicht entsprechend steuert, dann läuft etwas falsch. Ist dein Supermarkt nur zu 50% ausgelastet, solltest du entweder den Laden entsprechend verkleinern oder die Attraktivität steigern.

    Wer das (absichtlich) versäumt, weil er ein Quasi-Monopol bildet und Investitionen sowie Innovationen scheut, dem läuft eben mit der Zeit das Geschäftsmodell davon.

    Genau das gleiche ist doch früher auch mit den Tante-Emma-Läden passiert. Die haben sich nicht an den Fortschritt angepasst und wurden durch die Supermarktketten ersetzt. So war es auch beim klassischen Kataloghandel (Ausnahme Otto, da die rechtzeitig eine entsprechende Onlinepräsenz aufgebaut haben), Kaufhäusern und vielem mehr.

    Jetzt werden eben die Supermärkte eben durch entsprechend fortschrittliche Unternehmen verdrängt, die einen großen Service-Mehrwert (kostenlose Lieferung, fast in "Echtzeit" und auch an Wochenenden) anbieten. Das wird in Zukunft noch stark zunehmen, die Lieferung von frischen Lebensmitteln ist ja noch relativ neu und längst nicht flächendeckend verfügbar.

    Für Getränke habe ich das bei mir bereits und muss sagen, dass das einfach sehr komfortabel ist - und noch dazu recht günstig bzw. sogar günstiger als im lokalen Supermarkt (Rewe).

    Ich bestelle mir alle zwei Wochen 4 Wasserkisten und ab und zu Limonade und Bier (wenn im Angebot, auch hier gleicher oder besserer Angebotspreis im Vgl. zum Supermarkt) und dann wird "sofort" geliefert. Montag bis Sonntag von 9 bis 21 Uhr kann man bestellen, die Lieferung erfolgt innerhalb von 90 Minuten (i.d.R. ist der Lieferant nach 45 Minuten bei mir). Mindestbestellwert liegt bei 10¤, ansonsten keine weiteren Kosten und es wird anstandslos bis zur Wohnungstür getragen. Pfand wird mitgenommen und direkt verrechnet, die Rechnung kommt dann im Nachgang per Mail und wird per Lastschrift eingezogen.

    Das nenne ich mal Service... Zu gleichen oder besseren Preisen wie der Einzelhandel bei gleichzeitig deutlich größerer Auswahl (bspw. alle denkbaren Wasser- und Biermarken, während der Supermarkt meist nur 4-5 unterschiedliche Produkte hat)...

    Sobald etwas ähnliches auch für Lebensmittel kommt, ist der Einzelhandel für mich Geschichte. Klamotten, elektronische Anschaffungen und auch alles sonstige läuft bereits seit vielen Jahren auf reiner Onlinebasis. Die Getränke jetzt auch schon ein Weilchen. Nur Lebensmittel laufen aktuell noch über die "alte Welt", man kann nur hoffen, dass sich das schnell ändert.

  7. Re: Wenn bestellen und liefern lassen nicht teurer ist als Einzelhandel...

    Autor: Friko44 21.06.16 - 14:25

    root666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Blackburn schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > Ich würde mal behaupten, dass "kleine Menge" für einen Einzelhandel
    > etwas
    > > anderes bedeutet als für einen einzelnen Kunden. Davon abgesehen geht es
    > ja
    > > auch um größere Supermärkte - alles was durch dieses Amazon Dings
    > > angegriffen wird.
    >
    > Also mein Supermarkt hat darauf reagiert und liefert mir alles nach hause.
    > Ich kann Lieferfenster auf ein paar Stunden eingrenzen und ab 100¤ ist die
    > Lieferung umsonst. Die Liefern auch getränke und nehmen das Leergut wieder
    > mit und meine Einkäufe kommen bis zur Tür.
    >
    Ich hab mich schon oft gefragt, was für Otto Normalbürger im Regelfall so schlimm daran ist, das Haus zu verlassen, um Besorgungen zu machen. Sind denn wirklich alle schon so dekadent oder wichtig oder knapp an Zeit oder menschenscheu, dass sie sich zu fein sind, mal 20 Minuten in einer Warteschlange zu stehen?

  8. Re: Wenn bestellen und liefern lassen nicht teurer ist als Einzelhandel...

    Autor: lemgostanislaw 21.06.16 - 14:37

    >> (Spritkosten, Autoverschleiß, Sprit, Parkgebühren oder auch ÖPNV-Ticket).

    Schon mal 'was von "Fahrrad" gehört?
    Wofür braucht man Autos in der Innenstadt?

  9. Re: Wenn bestellen und liefern lassen nicht teurer ist als Einzelhandel...

    Autor: daZza 21.06.16 - 14:39

    > Sind denn wirklich alle schon so dekadent oder wichtig oder knapp an Zeit oder
    > menschenscheu, dass sie sich zu fein sind, mal 20 Minuten in einer Warteschlange zu
    > stehen?

    Es dürfte vor allem die Knappheit an Zeit sein. Wer einen "richtigen" Job hat (also nicht 9 to 5 nach Tarif chillt) oder eine entsprechende Hierarchiestufe erreich hat, dem fehlt es i.d.R. an Zeit.

    Wenn du um 20:00 Uhr von der Arbeit nach Hause kommst, dann hast du keinen Bock nochmal in die Stadt zu fahren und teilweise kannst du es gar nicht, weil es immer noch Läden geben soll, die vor 22 Uhr schließen.

    Solche Lieferdienste, die auf Abruf fast sofort verfügbar sind, bieten sich dann eben an. Offensichtlich auch mit Erfolg, da immer mehr solcher Dienste entstehen.

  10. Re: Wenn bestellen und liefern lassen nicht teurer ist als Einzelhandel...

    Autor: elf 21.06.16 - 15:00

    Friko44 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hab mich schon oft gefragt, was für Otto Normalbürger im Regelfall so
    > schlimm daran ist, das Haus zu verlassen, um Besorgungen zu machen. Sind
    > denn wirklich alle schon so dekadent oder wichtig oder knapp an Zeit oder
    > menschenscheu, dass sie sich zu fein sind, mal 20 Minuten in einer
    > Warteschlange zu stehen?

    daZza hat ja schon ähnlich geantwortet, es ist die fehlende Zeit.
    Weil heutzutage in Familien beide Erwachsene in Vollzeit arbeiten, bleibt nur wenig Zeit für Freizeit. Der restliche Haushalt will auch mal erledigt sein. Gartenarbeit. Oder auch einfach mal mit einem kühlen Bier auf dem Balkon oder Terrasse hocken.
    Und es kommt dazu, dass die Arbeitsplätze immer seltener dort sind, wo man wohnt. In Deutschland sind wir halt noch deutlich zu sesshaft.

  11. Re: Wenn bestellen und liefern lassen nicht teurer ist als Einzelhandel...

    Autor: Friko44 21.06.16 - 15:17

    daZza schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Sind denn wirklich alle schon so dekadent oder wichtig oder knapp an Zeit
    > oder
    > > menschenscheu, dass sie sich zu fein sind, mal 20 Minuten in einer
    > Warteschlange zu
    > > stehen?
    >
    > Es dürfte vor allem die Knappheit an Zeit sein. Wer einen "richtigen" Job
    > hat (also nicht 9 to 5 nach Tarif chillt) oder eine entsprechende
    > Hierarchiestufe erreich hat, dem fehlt es i.d.R. an Zeit.
    >
    > Wenn du um 20:00 Uhr von der Arbeit nach Hause kommst, dann hast du keinen
    > Bock nochmal in die Stadt zu fahren und teilweise kannst du es gar nicht,
    > weil es immer noch Läden geben soll, die vor 22 Uhr schließen.
    >
    > Solche Lieferdienste, die auf Abruf fast sofort verfügbar sind, bieten sich
    > dann eben an. Offensichtlich auch mit Erfolg, da immer mehr solcher Dienste
    > entstehen.
    >
    Hm, meine Frau und ich kriegen es trotz zwei "richtiger" Jobs mit von Dir autorisierter Hierarchiestufe gut hin und sterben trotzdem nicht den Stresstod beim Warten an der Supermarktkasse.

  12. Re: Wenn bestellen und liefern lassen nicht teurer ist als Einzelhandel...

    Autor: theonlyone 21.06.16 - 16:35

    root666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Blackburn schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > Ich würde mal behaupten, dass "kleine Menge" für einen Einzelhandel
    > etwas
    > > anderes bedeutet als für einen einzelnen Kunden. Davon abgesehen geht es
    > ja
    > > auch um größere Supermärkte - alles was durch dieses Amazon Dings
    > > angegriffen wird.
    >
    > Also mein Supermarkt hat darauf reagiert und liefert mir alles nach hause.
    > Ich kann Lieferfenster auf ein paar Stunden eingrenzen und ab 100¤ ist die
    > Lieferung umsonst. Die Liefern auch getränke und nehmen das Leergut wieder
    > mit und meine Einkäufe kommen bis zur Tür.

    Die Frage ist warum machen das nicht alle ?

    Den wenn dein Supermarkt das wunderbar hinbekommt ist ja alles super.

    Ob jetzt Amazon liefert oder der Supermarkt ist für den Kunden praktisch egal.

    Vorteil Amazon ist eben das man eine große Plattform hätte und da eben auch nur 1 Kunden Konto ; aber am Ende kann der Supermarkt das genauso solide umsetzen ; entsprechendes Know-How müsste halt her.

    ----

    Kann man alles gut ausbauen. Das Angebot wird auch genutzt wenn es da ist und eben nicht wahnsinnig mehr kostet (oder gar genauso viel ohne extra kosten).

    Gerade für schwere Getränke Kisten wäre das ein Angebot das viel viel mehr nutzen, bieten einige Getränke-Märkte auch an, ist einigen einfach garnicht bewußt.

  13. Re: Wenn bestellen und liefern lassen nicht teurer ist als Einzelhandel...

    Autor: theonlyone 21.06.16 - 16:51

    Friko44 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > daZza schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Sind denn wirklich alle schon so dekadent oder wichtig oder knapp an
    > Zeit
    > > oder
    > > > menschenscheu, dass sie sich zu fein sind, mal 20 Minuten in einer
    > > Warteschlange zu
    > > > stehen?
    > >
    > > Es dürfte vor allem die Knappheit an Zeit sein. Wer einen "richtigen"
    > Job
    > > hat (also nicht 9 to 5 nach Tarif chillt) oder eine entsprechende
    > > Hierarchiestufe erreich hat, dem fehlt es i.d.R. an Zeit.
    > >
    > > Wenn du um 20:00 Uhr von der Arbeit nach Hause kommst, dann hast du
    > keinen
    > > Bock nochmal in die Stadt zu fahren und teilweise kannst du es gar
    > nicht,
    > > weil es immer noch Läden geben soll, die vor 22 Uhr schließen.
    > >
    > > Solche Lieferdienste, die auf Abruf fast sofort verfügbar sind, bieten
    > sich
    > > dann eben an. Offensichtlich auch mit Erfolg, da immer mehr solcher
    > Dienste
    > > entstehen.
    > >
    > Hm, meine Frau und ich kriegen es trotz zwei "richtiger" Jobs mit von Dir
    > autorisierter Hierarchiestufe gut hin und sterben trotzdem nicht den
    > Stresstod beim Warten an der Supermarktkasse.

    Die Frage ist ja wann man wirklich Zeit hat und ob das hohen Stress erzeugt, oder ob es ein "geregelter" Tagesablauf sein kann.

    Wer wirklich um 9 am Arbeitsplatz sein muss und dafür schon um ~7 aufstehen muss, dann bis 18 Uhr seine 8 Arbeitsstunden + Mittagspause abarbeitet, kommt eben auch erst mit dem heimweg an (das wäre dann auch locker erst 19 Uhr , mit entsprechendem Weg).

    Hat man dann noch Einkauf und co. zu erledigen ist das durchaus ein sehr sehr ekliger Tagesablauf, da man praktisch garkeine Zeit hat für all das.

    Mit flexibleren Zeiten kommt man auch mal um 15 Uhr aus dem Geschäft und hat dann zumindest noch Zeit für alles an dem Tag.

    Aber Menschen mit 8 stunden Vollzeit Job und Hinweg 1 Stunde / Zurückweg 1 Stunde, haben schon gut und gerne einen 12 Stunden Arbeitstag. Das ist durchaus stressig, gerade wenn das beide Partner so machen, hat garkeiner wirklich Zeit während dem Tag (klassischer wäre Frau daheim, oder halbtags am arbeiten, dann regelt sich das deutlich angenehmer).

    Arbeitet man noch mehr als 40 Stunden die Woche steigert das den Stress natürlich um einige Schaufeln extra.

  14. Re: Wenn bestellen und liefern lassen nicht teurer ist als Einzelhandel...

    Autor: daZza 21.06.16 - 17:00

    > Arbeitet man noch mehr als 40 Stunden die Woche steigert das den Stress
    > natürlich um einige Schaufeln extra.

    Kommt drauf an ;-)
    Ich arbeite 50-60 Stunden die Woche (eher 60) und das stresst mich eigentlich gar nicht. Die Arbeit macht Spaß, es gibt jeden Tag neue Herausforderungen, ...

    Stressen tuen mich hingegen Dinge wie zum Supermarkt / Elektronikmarkt / Kaufhaus / $beliebiger Laden zu fahren und dort überteuert, langwierig und ohne Mehrleistung einzukaufen und damit meine Lebenszeit zu verschwenden, statt in der wenigen Freizeit meinen Hobbies nachzugehen.

    Glücklicherweise lässt sich das zum Großteil vermeiden, da mittlerweile ja fast alles geliefert wird (meist sogar zu deutlich niedrigeren Preisen).

    Die "Abo-Lieferungen" bei Amazon sind für die täglichen Verbrauchsgüter (Zahnpasta, Zahnbürsten, Deo, Haargel, ...) auch nicht schlecht, sobald man einmal den richtigen Rhytmus gefunden hat.

    Der Tag lässt sich durch Lieferdienste einfach deutlich besser optimieren. Man kann nur hoffen, dass der Einzelhandel bald ausstirbt und sich alles in "on-demand" Bestelldienste verlagert, die dann innerhalb von einer Stunde die gewünschten Dinge vorbeibringen.

    Positiver Nebeneffekt: Sämtliche Flächen mit Einzelhandel können mit günstigen Wohnungen gebaut werden, ggf. sinken dann die Mieten endlich wieder etwas ;-)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.06.16 17:04 durch daZza.

  15. Re: Wenn bestellen und liefern lassen nicht teurer ist als Einzelhandel...

    Autor: Teebecher 21.06.16 - 22:36

    lemgostanislaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >> (Spritkosten, Autoverschleiß, Sprit, Parkgebühren oder auch
    > ÖPNV-Ticket).
    >
    > Schon mal 'was von "Fahrrad" gehört?
    > Wofür braucht man Autos in der Innenstadt?

    Und mit Deinen Kinderspielzeug holst Du einen 60" TFT ab?
    Einen 11kg AV-Receiver?

    Am WE mal 2 Kisten Cola, eine Kiste Wasser und eine Kiste Bier?

    lachhaft …

    Kinderspielzeuge und Sportgeräte sollten den öffentlichen Straßenverkehr nicht stören dürfen.

  16. Re: Wenn bestellen und liefern lassen nicht teurer ist als Einzelhandel...

    Autor: Clown 22.06.16 - 15:22

    Teebecher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und mit Deinen Kinderspielzeug holst Du einen 60" TFT ab?
    > Einen 11kg AV-Receiver?

    Gutes Argument! Mich nervt das auch immer, dass ich bei meinem wöchentlichen 60" TFT Kauf so viel schleppen muss... Und mindestens einmal im Monat verbrauchen wir nen 11kg AV-Receiver. Das ist auch echt immer nervig!

    > lachhaft …

    ACK

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

  17. Re: Wenn bestellen und liefern lassen nicht teurer ist als Einzelhandel...

    Autor: Clown 22.06.16 - 15:23

    LH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...]da dort die Preise passen[...]

    An der Stelle sei mal an die lächerlichen Milchpreise erinnert, die wir vor allem den Discountern zu verdanken haben.

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

  18. Re: Wenn bestellen und liefern lassen nicht teurer ist als Einzelhandel...

    Autor: Anonymer Nutzer 22.06.16 - 15:29

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > An der Stelle sei mal an die lächerlichen Milchpreise erinnert, die wir vor
    > allem den Discountern zu verdanken haben.

    Vor allem liegt es nicht an dem krassen Überangebot und daher auch nicht an Angebot und Nachfrage. Was hat das nochmal mit dem Thema zu tun?

  19. Re: Wenn bestellen und liefern lassen nicht teurer ist als Einzelhandel...

    Autor: Anonymer Nutzer 22.06.16 - 15:31

    Teebecher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und mit Deinen Kinderspielzeug holst Du einen 60" TFT ab?
    > Einen 11kg AV-Receiver?

    Und für die eine Couch, die Du pro Tag kaputtsitzt, hast Du Dir bestimmt einen Actros von Mercedes-Benz gekauft, nicht wahr?

    > lachhaft

    Aber sicher.

  20. Re: Wenn bestellen und liefern lassen nicht teurer ist als Einzelhandel...

    Autor: Clown 23.06.16 - 09:26

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vor allem liegt es nicht an dem krassen Überangebot und daher auch nicht an
    > Angebot und Nachfrage.

    Wer behauptet denn, dass es nicht am Überangebot läge? Wenn Du das aus meinem Text rausgelesen haben solltest, ist das in erster Linie Dein Problem :)

    > Was hat das nochmal mit dem Thema zu tun?

    Schwierigkeiten zu folgen? ;)

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

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