1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › print@home: Eventim schafft…

Eventim will es immer noch nicht kappieren

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Eventim will es immer noch nicht kappieren

    Autor: ZeldaFreak 18.12.18 - 15:50

    Es ist doch Schwachsinning für die Lieferung über digitalem Wege etwas zu verlangen. Es entstehen kosten aber dies sind Cent Beträge, wenn überhaupt. Wenn man für irgendetwas anderes das Geld braucht, muss man das Ticket teurer machen.

    Man geht ja auch nicht in den Supermarkt und erfährt dann dass man fürs Kassieren bezahlen soll. Quittungen bzw. Rechnungen gibt es dann auch nur gegen Aufpreis.

  2. Re: Eventim will es immer noch nicht kappieren

    Autor: ernesto87 18.12.18 - 16:12

    Du hast noch nie im Provi Geschäft gearbeitet, oder?

    Ticketpreise werden vom VERANSTALTER vorgegeben und sind auf allen Verkaufskanälen gleich. Der Vertriebler kassiert eine mit dem Veranstalter frei verhandelbare Provision pro Ticket, in der Regel ist das ein Prozentbereich, es kann aber auch ein Sockelbetrag sein, wenn zB die Abnahme einer bestimmten Ticketanzahl garantiert wird.

    Und nun kommen wir zu der spannenden Frage. Nämlich: wie monetarisiere ich das Geschäft "drumherum"? Warum das so interessant ist. Ganz einfach. Diese "Gebühren" gehen VOLLSTÄNDIG in das Pocket des Vertrieblers. Hier ist also nicht lediglich eine prozentuale Beteiligung angesagt, sondern der GESAMTE Betrag ist CASH-INCOME. DAS macht es so interessant sich "Nebenleistungen" wie den Versand, das Ausstellen von Tickets, Versicherungen etc. an den Mann zu bringen. In vielen Fällen ist es sogar so, dass diese Nebeneinkünfte in Wahrheit den Großteil der Einnahmen ausmachen. Insofern ist das Verhalten von eventim und zahlloser anderer Anbieter (quer durch alle Branchen) durchaus verständlich. Man versucht um das Produkt herum Dienstleistungen zu monetarisieren. Das ist es worum es hier eigentlich geht.

  3. Re: Eventim will es immer noch nicht kappieren

    Autor: plutoniumsulfat 18.12.18 - 16:37

    ernesto87 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du hast noch nie im Provi Geschäft gearbeitet, oder?
    >
    > Ticketpreise werden vom VERANSTALTER vorgegeben und sind auf allen
    > Verkaufskanälen gleich. Der Vertriebler kassiert eine mit dem Veranstalter
    > frei verhandelbare Provision pro Ticket, in der Regel ist das ein
    > Prozentbereich, es kann aber auch ein Sockelbetrag sein, wenn zB die
    > Abnahme einer bestimmten Ticketanzahl garantiert wird.
    >
    > Und nun kommen wir zu der spannenden Frage. Nämlich: wie monetarisiere ich
    > das Geschäft "drumherum"? Warum das so interessant ist. Ganz einfach. Diese
    > "Gebühren" gehen VOLLSTÄNDIG in das Pocket des Vertrieblers. Hier ist also
    > nicht lediglich eine prozentuale Beteiligung angesagt, sondern der GESAMTE
    > Betrag ist CASH-INCOME. DAS macht es so interessant sich "Nebenleistungen"
    > wie den Versand, das Ausstellen von Tickets, Versicherungen etc. an den
    > Mann zu bringen. In vielen Fällen ist es sogar so, dass diese
    > Nebeneinkünfte in Wahrheit den Großteil der Einnahmen ausmachen. Insofern
    > ist das Verhalten von eventim und zahlloser anderer Anbieter (quer durch
    > alle Branchen) durchaus verständlich. Man versucht um das Produkt herum
    > Dienstleistungen zu monetarisieren. Das ist es worum es hier eigentlich
    > geht.

    Nein, ein solches Verhalten ist eben nicht verständlich. Jeder hat sich an geltendes Recht zu halten. Wenn die Einnahmen nicht reichen, muss man sich was anderes überlegen.

  4. Re: Eventim will es immer noch nicht kappieren

    Autor: luzipha 18.12.18 - 17:08

    Wäre alles kein Problem, wenn Eventim das transparent kommunizieren würde.

  5. Re: Eventim will es immer noch nicht kappieren

    Autor: Quantium40 18.12.18 - 17:42

    plutoniumsulfat schrieb:
    > Nein, ein solches Verhalten ist eben nicht verständlich. Jeder hat sich an
    > geltendes Recht zu halten. Wenn die Einnahmen nicht reichen, muss man sich
    > was anderes überlegen.

    So einfach dürfte das nicht mehr sein. Mehr Gewinne gibt es nur über Umsatzsteigerungen, höhere Margen oder Kostensenkungen. Das Kostensenkungspotential von Ticketverkäufern dürfte so ziemlich ausgeschöpft sein (auch durch den Mindestlohn). Damit kann man nur noch mehr reinholen, wenn man die Käufer bluten lässt. Dank vorgegebener Ticketpreise geht das auch nicht ohne weiteres. Höhere Provisionen dürften aufgrund der Wettbewerbssituation auch nicht wirklich drin sein. Somit bleiben nur irgendwelche Gebühren für Dienstleistungen rund um das eigentliche Produkt oder Upsales (sie haben ein Ticket für xyz gekauft, wollen sie nicht gleich das Merchandise-Paket dazu haben?).

    Gerade für ein börsennotiertes Unternehmen mit permanentem Expansionszwang ist das ein echt schwieriges Umfeld.

  6. Re: Eventim will es immer noch nicht kappieren

    Autor: plutoniumsulfat 18.12.18 - 21:50

    Auch die haben sich an geltendes Recht zu halten. Wenn man plötzlich merkt, dass ewiges Wachstum nicht funktioniert, dann muss man das Geschäftsmodell überdenken oder eben einstellen. Ich kann doch auch nicht ankommen und sagen, dass ich jetzt jedes Jahr immer höhere Gehaltssteigerungen brauche und wenn nicht, beklaue ich meinen AG.

  7. Re: Eventim will es immer noch nicht kappieren

    Autor: Screeny 18.12.18 - 23:12

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch die haben sich an geltendes Recht zu halten. Wenn man plötzlich merkt,
    > dass ewiges Wachstum nicht funktioniert, dann muss man das Geschäftsmodell
    > überdenken oder eben einstellen. Ich kann doch auch nicht ankommen und
    > sagen, dass ich jetzt jedes Jahr immer höhere Gehaltssteigerungen brauche
    > und wenn nicht, beklaue ich meinen AG.

    Man muss ja auch nicht immer wachsen - man könnte stattdessen auch mal zufrieden mit dem sein, was man so hat und das Wachstum nicht erzwingen. Bis jemand wieder eine tolle Idee hat und man dann investieren kann.

  8. Re: Eventim will es immer noch nicht kappieren

    Autor: plutoniumsulfat 18.12.18 - 23:55

    Screeny schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > plutoniumsulfat schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Auch die haben sich an geltendes Recht zu halten. Wenn man plötzlich
    > merkt,
    > > dass ewiges Wachstum nicht funktioniert, dann muss man das
    > Geschäftsmodell
    > > überdenken oder eben einstellen. Ich kann doch auch nicht ankommen und
    > > sagen, dass ich jetzt jedes Jahr immer höhere Gehaltssteigerungen
    > brauche
    > > und wenn nicht, beklaue ich meinen AG.
    >
    > Man muss ja auch nicht immer wachsen - man könnte stattdessen auch mal
    > zufrieden mit dem sein, was man so hat und das Wachstum nicht erzwingen.
    > Bis jemand wieder eine tolle Idee hat und man dann investieren kann.

    Das Unternehmen ist an der Börse - das System ist kaputt. Natürlich würde das reichen, aber nicht mit diesem Wirtschaftssystem.

  9. Re: Eventim will es immer noch nicht kappieren

    Autor: ZuWortMelder 19.12.18 - 09:03

    ZeldaFreak:
    > Man geht ja auch nicht in den Supermarkt und erfährt dann dass man fürs
    > Kassieren bezahlen soll. Quittungen bzw. Rechnungen gibt es dann auch nur
    > gegen Aufpreis.


    Hallo,

    noch nicht, wenn das mit den Kunden, die in ein Geschäft gehen um/und einen Onlinepreis von Mitbewerbern einfordern, dann kann es in einigen Branchen durchaus passieren/nötig werden.
    Nicht mit dem Bezahlvorgang, aber mit Hilfestellungen und Beratungen.

    MfG
    ZuWortMelder

  10. Re: Eventim will es immer noch nicht kappieren

    Autor: MickeyKay 19.12.18 - 13:27

    Das wäre ja fast so, als wenn ein Paketzustelldienst plötzlich nur noch kostenlos in Shops liefern möchte und eine Gebühr nehmen will, wenn er das Paket bis vor die Haustür bringt.....
    Oops.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Landkreis Stade, Stade
  2. Hochschule für Technik Stuttgart University of Applied Sciences, Stuttgart
  3. Fachhochschule Südwestfalen, Iserlohn
  4. AB SCIEX Germany GmbH, Darmstadt

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Sony KD-55XG8096 55 Zoll (138,8 cm) für 529€, Sony UBPX800 4K UHD Blu-ray-Player für...
  2. 79€ (Vergleichspreise ab 108€)
  3. (u. a. Monster Hunter World für 17,99€, Human Fall Flat für 2,89€, The Outer Worlds - Epic...
  4. (aktuell u. a. Deepcool Matrexx 55 V3 Tower-Gehäuse für 64,90€, Deepcool M-Desk F3 Monitor...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Leistungsschutzrecht: Drei Wörter sollen ...
Leistungsschutzrecht
Drei Wörter sollen ...

Der Vorschlag der Bundesregierung für das neue Leistungsschutzrecht stößt auf Widerstand bei den Verlegerverbänden. Überschriften mit mehr als drei Wörtern und Vorschaubilder sollen lizenzpfichtig sein. Dabei wenden die Verlage einen sehr auffälligen Argumentationstrick an.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Leistungsschutzrecht Memes sollen nur noch 128 mal 128 Pixel groß sein
  2. Leistungsschutzrecht Französische Verlage reichen Beschwerde gegen Google ein
  3. Leistungsschutzrecht Französische Medien beschweren sich über Google

Galaxy-S20-Serie im Hands-on: Samsung will im Kameravergleich an die Spitze
Galaxy-S20-Serie im Hands-on
Samsung will im Kameravergleich an die Spitze

Mit der neuen Galaxy-S20-Serie verbaut Samsung erstmals seine eigenen Isocell-Kamerasensoren mit hoher Auflösung, auch im Zoombereich eifert der Hersteller der chinesischen Konkurrenz nach. Wer die beste Kamera will, muss allerdings zum sehr großen und vor allem wohl teuren Ultra-Modell greifen.
Ein Hands on von Tobias Költzsch, Peter Steinlechner und Martin Wolf

  1. Micro-LED-Bildschirm Samsung erweitert The Wall auf 583 Zoll
  2. Nach 10 kommt 20 Erste Details zum Nachfolger des Galaxy S10
  3. Vorinstallierte App Samsung-Smartphones schicken Daten an chinesische Firma

Energiegewinnung: Zu wenig Magma-Nachschub für die Geothermie
Energiegewinnung
Zu wenig Magma-Nachschub für die Geothermie

Bei Diskussionen über Geothermie klingt es oft so, als könnten vulkanisch aktive Gegenden wie Island den Rest der Welt mit Energie versorgen. Aber ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass dieser Eindruck täuscht.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. E-Truck Nikola Tre wird in Ulm gebaut
  2. Wasserstoff Thyssen-Krupp will Stahlproduktion klimaneutral machen
  3. Energiewende Sonnen vermietet Solaranlagen und Elektroautos

  1. Elektromobilität: Umweltbonus gilt auch für Jahreswagen
    Elektromobilität
    Umweltbonus gilt auch für Jahreswagen

    Vom neuen Umweltbonus für Elektroautos können künftig Käufer von Gebrauchtwagen profitieren. Neben einem zeitlichen Limit hat die Bundesregierung eine Obergrenze für die Kilometerzahl und den anrechenbaren Wertverlust festgelegt.

  2. Ausdiskutiert: Sony schließt das Playstation-Forum
    Ausdiskutiert
    Sony schließt das Playstation-Forum

    Falls es technische Probleme mit der Playstation 5 geben sollte, wird man an einer Stelle keine Hilfe finden: im offiziellen Playstation-Forum. Sony will den schon länger nur noch schwach frequentierten Treff schließen.

  3. Alphabet: Google strukturiert Cloud-Business um
    Alphabet
    Google strukturiert Cloud-Business um

    Um Nummer eins im Cloud-Business zu werden, strukturiert Google derzeit um. Auch einige Mitarbeiter müssen gehen. Das Unternehmen will sich dabei auf fünf Kernmärkte konzentrieren.


  1. 18:22

  2. 18:00

  3. 17:45

  4. 17:30

  5. 17:15

  6. 16:39

  7. 16:20

  8. 16:04