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massiven Investitionen in sein Militär

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  1. massiven Investitionen in sein Militär

    Autor: Kaiser Ming 01.12.20 - 09:27

    Vorab ich bin gegen die Erhöhung von Militärausgaben

    Ich finds ein bisschen merkwürdig das das nur zur Sprache kommt bei bestimmten Ländern. Kann man mal drüber nachdenken. Deutschland erhöht übrigens dieses Jahr auch massiv die Militärausgaben um auf die 2% zu kommen wie von den USA angemahnt, in Zeiten von Corona eigentlich ein Unding. Gleichzeitig diskutieren wir ob Selbständigen 5000,-EUR Hilfe zusteht oder nicht... Einfach mal den aktuellen Haushalt nachschlagen, die Verschuldung dieses Jahr steigt erheblich.

    Übrigens könnte man jetzt noch die Statistik bemühen. Wenn man in China die Erhöhung des BSP gegenrechnet zieht D mind. gleich wenn nicht höher.

  2. Re: massiven Investitionen in sein Militär

    Autor: demon driver 01.12.20 - 10:19

    Kaiser Ming schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vorab ich bin gegen die Erhöhung von Militärausgaben

    Wie kann man als Kaiser gegen die Erhöhung von Militärausgaben sein? ;-)

    Scherz beiseite – spätestens seit Peter Struck (SPD) vor 18 Jahren den Satz von der "Sicherheit Deutschlands", die "auch am Hindukusch verteidigt" wird, geprägt hat, und seit in offiziellen Dokumenten unmissverständlich nachzulesen ist, dass es bei dieser sogenannten "Sicherheit" tatsächlich um den ungehinderten Zugang zu Ressourcen geht, also um reine Wirtschaftsinteressen, weiß man ja, wozu das Militär auch hierzulande gebraucht wird.

    Ursache für Kriegshandlungen sind in irgendeiner Weise so gut wie immer mindestens auch Wirtschaftsinteressen, und erst, wenn die Menschheit mal eingesehen hat, dass sie mit dem markt- und konkurrenzbasierten Weltbetriebssystem, dem trotz kommunistischer Flagge China genauso unterworfen ist wie alle anderen, nicht weiterkommt, und stattdessen ein anderes implementiert, wird es eine echte Chance geben, dass das aufhört.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.12.20 10:20 durch demon driver.

  3. Re: massiven Investitionen in sein Militär

    Autor: Marvin-42 01.12.20 - 11:41

    Im Vergleich zu den USA sind die Militärausgaben von China, aber auch Russland etc. Peanuts.

    China und Russland hatten nie das Ziel, weltweite Kriege zu führen. Sie sind militärisch gesehen nur Regionalmächte.
    Die USA haben seit 9/11 das offizielle Ziel MEHRERE Kriege weltweit führen zu können. Vorher reichte es ihnen, weltweit Kriege zu führen bzw. Kriege führen zu lassen, indem man beide Seiten mit Waffen belieferte.
    Als Reaktion auf die Aufrüstung der USA hat aber jetzt auch China eine massive Aufrüstung begonnen mit dem offiziellen Ziel, bis 2050 jeden Krieg auch gewinnen zu können.

  4. Re: massiven Investitionen in sein Militär

    Autor: Kaiser Ming 01.12.20 - 11:42

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kaiser Ming schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Vorab ich bin gegen die Erhöhung von Militärausgaben
    >
    > Wie kann man als Kaiser gegen die Erhöhung von Militärausgaben sein? ;-)

    da ist was dran :)
    der Name war damals als Feind von Flash (Wortitz;) entstanden

    >
    > Scherz beiseite – spätestens seit Peter Struck (SPD) vor 18 Jahren
    > den Satz von der "Sicherheit Deutschlands", die "auch am Hindukusch
    > verteidigt" wird, geprägt hat, und seit in offiziellen Dokumenten
    > unmissverständlich nachzulesen ist, dass es bei dieser sogenannten
    > "Sicherheit" tatsächlich um den ungehinderten Zugang zu Ressourcen geht,
    > also um reine Wirtschaftsinteressen, weiß man ja, wozu das Militär auch
    > hierzulande gebraucht wird.

    für diese Aussprüche gabs aber auch eins auf den Deckel
    und der damalige Bundespräsi der das sagte musste gehen

    >
    > Ursache für Kriegshandlungen sind in irgendeiner Weise so gut wie immer
    > mindestens auch Wirtschaftsinteressen, und erst, wenn die Menschheit mal
    > eingesehen hat, dass sie mit dem markt- und konkurrenzbasierten
    > Weltbetriebssystem, dem trotz kommunistischer Flagge China genauso
    > unterworfen ist wie alle anderen, nicht weiterkommt, und stattdessen ein
    > anderes implementiert, wird es eine echte Chance geben, dass das aufhört.

    Jaja aber wir behaupten ja wir sind die guten und machen deshalb sowas nicht ;)

    Die Sache ist halt wenn man aufrüstet müssen andere nachziehen und man kommt schnell in eine Spirale. Nun sind wir aber durch die NATO sicher und bräuchten das derzeit nicht.
    Wenn die NATO als grösster Block aufrüstet, sind wir verantwortlich.

  5. Größe und Abschreckung

    Autor: Dumpfbacke 01.12.20 - 12:04

    Kaiser Ming schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vorab ich bin gegen die Erhöhung von Militärausgaben
    >
    > Ich finds ein bisschen merkwürdig das das nur zur Sprache kommt bei
    > bestimmten Ländern. Kann man mal drüber nachdenken.
    Liegt an der Größe des Landes und der technischen Kompetenz.
    China war militärisch lange nur wie ein Entwicklungsland unterwegs. Momentan sind sie nach ihren Datenblätter auf einem ähnlichem Niveau wie Russland und Amerika.
    Die Militärausgaben kann man mit Deutschland nicht vergleichen.
    Seit 2010 fast verdoppelt, seit 2005 fast verdreifacht.
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/151195/umfrage/china---militaerausgaben-seit-1991/
    In Deutschland fast konstant bei ca. 45 Milliarden. Jetzt einmal über 50 Milliarden ¤.
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/183064/umfrage/militaerausgaben-von-deutschland/
    Dem Gegenüber hat Polen seine Ausgaben konstant erhöht.
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/321261/umfrage/entwicklung-der-militaerausgaben-von-polen/
    Selbst in Amerika sind die Ausgaben in den letzten Jahren niedriger gewesen als 2010.
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/183059/umfrage/militaerausgaben-der-usa/
    Die Türkei hat die Ausgaben dafür stark erhöht. Dürfte an der Aufrüstung bei der Luftabwehr liegen.
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/322739/umfrage/entwicklung-der-militaerausgaben-von-der-tuerkei/

  6. Re: massiven Investitionen in sein Militär

    Autor: demon driver 01.12.20 - 23:21

    Kaiser Ming schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
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    > -----
    > > Kaiser Ming schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Vorab ich bin gegen die Erhöhung von Militärausgaben
    > >
    > > Wie kann man als Kaiser gegen die Erhöhung von Militärausgaben sein? ;-)
    >
    > da ist was dran :)
    > der Name war damals als Feind von Flash (Wortitz;) entstanden

    LOL! Das gefällt mir :-D

    > > Scherz beiseite – spätestens seit Peter Struck (SPD) vor 18 Jahren
    > > den Satz von der "Sicherheit Deutschlands", die "auch am Hindukusch
    > > verteidigt" wird, geprägt hat, und seit in offiziellen Dokumenten
    > > unmissverständlich nachzulesen ist, dass es bei dieser sogenannten
    > > "Sicherheit" tatsächlich um den ungehinderten Zugang zu Ressourcen geht,
    > > also um reine Wirtschaftsinteressen, weiß man ja, wozu das Militär auch
    > > hierzulande gebraucht wird.
    >
    > für diese Aussprüche gabs aber auch eins auf den Deckel
    > und der damalige Bundespräsi der das sagte musste gehen

    Tja... Ändert nix dran, dass er letztlich nur die Wahrheit ausgesprochen hat...

    > > Ursache für Kriegshandlungen sind in irgendeiner Weise so gut wie immer
    > > mindestens auch Wirtschaftsinteressen, und erst, wenn die Menschheit mal
    > > eingesehen hat, dass sie mit dem markt- und konkurrenzbasierten
    > > Weltbetriebssystem, dem trotz kommunistischer Flagge China genauso
    > > unterworfen ist wie alle anderen, nicht weiterkommt, und stattdessen ein
    > > anderes implementiert, wird es eine echte Chance geben, dass das
    > > aufhört.
    >
    > Jaja aber wir behaupten ja wir sind die guten und machen deshalb sowas
    > nicht ;)
    >
    > Die Sache ist halt wenn man aufrüstet müssen andere nachziehen und man
    > kommt schnell in eine Spirale. Nun sind wir aber durch die NATO sicher und
    > bräuchten das derzeit nicht.
    > Wenn die NATO als grösster Block aufrüstet, sind wir verantwortlich.

    Spätetstens 1999 (Kosovo) hätte man da aussteigen müssen...

  7. Re: massiven Investitionen in sein Militär

    Autor: gamer998 02.12.20 - 00:24

    Vorsicht mit dem Whataboutism. Man kann sich sehr wohl vor 1Mrd Aufrüstung in China fürchten und 10Mrd. Aufrüstung in USA begrüßen. Bei Nazideutschland vs. USA war das ja auch selbstverständlich, dann also auch bitte bei China vs. USA.

  8. Re: massiven Investitionen in sein Militär

    Autor: derdiedas 02.12.20 - 07:57

    Wie wäre es wenn man mal weiterdenkt als nur ein zwei Schachzüge?

    Die Regierung muss damit unsere Wirtschaft nicht kollabiert Geld in unser Wirtschaftssystem pumpen. Und dazu gehören nun auch mal Waffenhersteller, denn die kaufen wieder bei anderen Firmen wie Catering oder Papier oder IT Dienstleistungen und Produkte.

    Dann sind Waffenlieferungen ein politisches Mittel um Staaten an sich zu binden, etwa wenn die Armee aus dem leopard Waffensystem (ist a bissl mehr als nur der Panzer) und Airbus Transportfleigern besteht wird sich dieses Land wenn es um selbiges herum krieselt es sich mit seinem Waffenlieferanten nicht verscherzen wollen. Ansonsten hat man von heut auf morgen mangels Ersatzteilen keine Armee mehr.

    Ich finde Waffenhersteller und Ingeneure die sich mit dem effizenteren töten von Menschen beschäftigen auch moralisch extrem problematisch. Aber es ist einfach so das ein nicht unerheblicher Teil unseres Wohlstandes aus diesem Politiktaktischem denken daherkommt.

    Straß hat damals illegal Israel bewaffnet. Und damit überhaupt erst die Tür für eine Deuscth israelische Zusammenarbeit geöffnet. Wir wären in den arabischen Ländern nicht so hoch angesehen wenn wir dort keine Waffen hin liefern würden.

    Militärausgaben sind einfach Teil unserer politischen Realität, und man kann sich dem kaum entziehen, es sei denn man sitzt wie Norwegen auf einem gigatischen Vorkommen an Öl. Oder ist wie die Schweiz die Bank für all die Warlords und Despoten.

    Man muss sich einfach eingestehen das unser Reichtum zu einem guten Teil aus Dingen bestehet die man eigentlich hinterfragen muss, aber wenn man ehrlich ist und nicht wie die Griechen im Bankrott enden will besser nicht hinterfragt. Die Österreiche haben keine Waffenindustrie, daher schauen die weg wenn ein österreichisches mafiöses Holzverarbeitungsunternehmen in Rumänien illegal dort die Urwälder abholzt.

    Man wird einfach nicht reich in dem man lieb und nett ist.

    Gruß DDD

  9. Re: massiven Investitionen in sein Militär

    Autor: Kaiser Ming 02.12.20 - 17:47

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie wäre es wenn man mal weiterdenkt als nur ein zwei Schachzüge?

    hab den Eindruck hier wird maximal ein Halbzug weit gedacht

    > Man wird einfach nicht reich in dem man lieb und nett ist.

    das ist gar nichtmal das Thema
    aber Rüstung führt zu Kriegen

    a) ein Krieg ist mehr als schädlich, Menschenleben kann man nicht mit Geld gegenrechnen
    b) das was man aus Militärinvestitionen rausholt ist weniger als aus zivilen, von den jährlichen Rüstungsausgaben ist das meiste schlicht weg, nur ein kleiner Teil kommt über Steuern usw zurück

  10. Re: massiven Investitionen in sein Militär

    Autor: Kaiser Ming 02.12.20 - 17:51

    demon driver schrieb:

    > Tja... Ändert nix dran, dass er letztlich nur die Wahrheit ausgesprochen
    > hat...

    Gibt einige Politiker die der Meinung sind man müsste diese Strategie der Amis übernehmen.
    Das ist aber nicht der deutsche Weg, das mag für andere Länder zutreffen, aber die Masse hier möchte das nicht, nicht zuletzt wegen den letzten 2 WK und natürlich generell aus ethischen Gründen.

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