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Unglaublich
Autor: Rogolix 22.08.12 - 21:34
Eigentlich sollte man doch meinen, dass das selbstverständlich in einem Rechtsstaat ist. Aber in einem Land, in dem Fälle wie der des Horst Arnold passieren können, wundert mich gar nichts mehr. Der Staat hat ihm nicht einmal die lächerliche Haftentschädigung gezahlt, bevor er gestorben ist.
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Re: Unglaublich
Autor: elgooG 22.08.12 - 21:45
Rogolix schrieb:
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> Eigentlich sollte man doch meinen, dass das selbstverständlich in einem
> Rechtsstaat ist. Aber in einem Land, in dem Fälle wie der des Horst Arnold
> passieren können, wundert mich gar nichts mehr. Der Staat hat ihm nicht
> einmal die lächerliche Haftentschädigung gezahlt, bevor er gestorben ist.
832 Tage...also das ist schon ein sehr starkes Stück. Vor allem weil das Notebook nach dem Wertverfall auch noch wahrscheinlich nutzlos ist und von der Polizei alles andere als behutsam behandelt wurde. Wahrscheinlich kann man sowieso davon ausgehen, das die Polizei nachdem sie deine Wohnung zerstört hat weitere "Das war schon so"-Schäden verursacht.
Die Frage ist warum so etwas überhaupt nötig ist. Es reicht doch forensisch korrekte Kopien der Datenträger zu machen. Notfalls werden nur die Datenträger als "Tatwaffe" einbehalten. Alles Andere ist doch dämlicher bürokratischer Unsinn und hat schon eher etwas von Enteignung und Diebstahl als von Gerechtigkeit oder sinnvollen Vorgehen.
...und was ist mit denen die beruflich von den Geräten abhängig sind? Damit meine ich nicht nur Selbstständige sondern auch Angestellte von BYOD-Unternehmen. Besonders lustig sollte es in einem solchen Fall werden, wenn wichtige Unternehmensdaten auf den Datenträgern vorhanden sind.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.08.12 21:48 durch elgooG. -
Re: Unglaublich
Autor: Computerarbeiter 22.08.12 - 22:28
elgooG schrieb:
> ...und was ist mit denen die beruflich von den Geräten abhängig sind? Damit
> meine ich nicht nur Selbstständige sondern auch Angestellte von
> BYOD-Unternehmen. Besonders lustig sollte es in einem solchen Fall werden,
> wenn wichtige Unternehmensdaten auf den Datenträgern vorhanden sind.
Das führt dann oft zur Existenzvernichtung. Hab so was (fast) leider schon mitgemacht :-(
Bei mir waren es "nur" sechs Wochen bis ich meine Hardware bei der Kripo wieder abholen konnte. Vermutlich ist das nur deshalb so schnell gegangen weil ich denen auf verschiedenen Wegen die Hölle heiß gemacht hatte.
Kritisch war bei mir die Tatsache das die neben meiner kompletten Büro-EDV, nebst allen Datensicherungen (Wechselplatten) auch noch einige Webserver beschlagnahmt haben. Meine Kunden waren darüber sehr erfreut!
Als ich die Ermittlungsakte über meinen Anwalt einsehen konnte ist mir die Spuke weggeblieben :-()
- falsche Vorwürfe des Anzeigeerstatters der gelogen hatte
- ein "Zeuge" der mehrfach (!) wegen Verleumdung, Betrug usw. vorbestraft ist
traf auf:
- eine unfähige Staatsanwältin der Staatsanwaltschaft Stuttgart die keine Ahnung von Webservern hatte
- eine Amtsrichterin die den Antrag für die Hausdurchsuchung ohne Prüfung durchgewunken hat :-(
- einen Kripobeamten der auch keine Ahnung vom Internet hatte
- entlastendes (!) Beweismaterial das sich schon vor der Beschlagnahme in der Akte befand
- ein EDV-Fachmann der Kripo der erst zur Durchsuchung hinzugezogen wurde
hat ergeben:
- bin knapp an der Existenzvernichtung vorbeigeschrammt
- Gerüchte über mich hier im kleinen Ort ( "bei dem war die Steuerfahndung" )
- hab kein Vertrauen mehr in unseren Rechtsstaat
- ein knappes Jahr Kampf um die Entschädigung
- nur ein Teil des Schadens wurde mir von der Staatskasse ersetzt
- die Nachwirkungen sind auch noch Jahre danach spürbar
Hab einiges dazugelernt. Falls ich wieder fälschlicherweise ins Visier unsere unfähigen Ermittlungsbehörden gerate dürften die eine harte Nuss knacken. Hab technisch und organisatorisch aufgerüstet.
Und die Polizei kann mich mal ...
Anfragen von denen die meine Webserver betreffen beanworte ich mit gebremstem Schaum!
Gruss
1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.08.12 22:30 durch Computerarbeiter. -
Re: Unglaublich
Autor: Ovaron 22.08.12 - 22:35
elgooG schrieb:
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> Die Frage ist warum so etwas überhaupt nötig ist.
Möglicherweise weil man ein einziges Verfahren hat mit dem man auch hochkrinimelle fangen will und das man nun auf "mäßig verdächtige" anwendet?
> Es reicht doch forensisch
> korrekte Kopien der Datenträger zu machen.
Um dann festzustellen das der PC/Laptop durch ein spezielles Bootrom/spezielle Hardware abgesichert war und die Kopie zwar korrekt aber wertlos ist?
Was den hinweis auf berufliche Nutzung angeht: Die ist auch unmöglich nach Wasserschaden/Brand/Diebstahl/Sturzschaden. Waren die Daten wichtig sind sie im Backup. Gibt es kein Backup waren die Daten wohl doch nciht so wichtig.
Die Entschädigung ist allerdings ziemlich seltsam. Mit der Berechnung pro Kalendertag kriegt man eine Kompensation des Wertverlusts, aber nicht des Ausfalls. für 14 Euro kann ich mir nicht für eine Woche einen Laptop leihen.
Wirklich grandios finde ich das die Staatsanwaltschaft laut Bericht den Schadensersatz festlegt. Demnächst wird wohl die Polizeidirektion München den Schadensersatz für von prügelnden Polizisten gebrochene Nasen auf 4 Euro festlegen.. In Stuttgart ist das Leben teurer, dort legt die Polizeigewerkschaft den Schadensersatz für ausgeblasene Augäpfel sicher großzügig mit 17 Euro fest.
Also entweder ist der Artikel gnadenlos unpräzise oder hier wird der Bock zum Gärtner gemacht.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.08.12 22:37 durch Ovaron. -
Re: Unglaublich
Autor: Sharra 22.08.12 - 23:15
Îch denke die "Entschädigung" richtet sich nach den Beträgen, die auch Inhaftierte bekommen, wenn sich ihre Unschuld herausstellt. Das sind auch nur ein paar lächerliche Euros am Tag.
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Re: Unglaublich
Autor: __destruct() 22.08.12 - 23:57
Ja. 10 Öcken am Tag vielleicht. Gehst du mal für 300 Euro einen Monat lang in den Knast, während außerdem deine Wohnung geräumt, alle Möbel, persönliche Gegenstände / Erinnerungsdokumente / andere Dokumente weggeworfen werden, du deinen Job verlierst, im Dorf von nun an für immer als Krimineller angesehen wirst, auch dann, wenn deine Unschuld recht schnell bewiesen werden kann, deine Haustiere eingeschläfert und dein Leben gänzlich zerstört ist? Das ist doch ein geiler Deal, oder? Komm schon, willst du die 300 Euro nun, oder nicht?
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Re: Unglaublich
Autor: Anonymer Nutzer 22.08.12 - 23:57
> 832 Tage...also das ist schon ein sehr starkes Stück. Vor allem weil das
> Notebook nach dem Wertverfall auch noch wahrscheinlich nutzlos ist und von
> der Polizei alles andere als behutsam behandelt wurde. Wahrscheinlich kann
genau, die Polizei hat damit gekegelt. Ganz sicher.
> man sowieso davon ausgehen, das die Polizei nachdem sie deine Wohnung
> zerstört hat weitere "Das war schon so"-Schäden verursacht.
Schau nicht so viel RTL.
Wahrscheinlich und ganz bestimmt und blubb. Ne wilde Fantasie hast du ja.
> Die Frage ist warum so etwas überhaupt nötig ist. Es reicht doch forensisch
> korrekte Kopien der Datenträger zu machen. Notfalls werden nur die
eine Kopie eines Beweisstückes als Beweisstück vor Gericht? Siiicher
Und von der originalen Platte werden selbst alle gelöschten Daten 1:1 kopiert, dass die Datenträger zu 100% identisch sind? Klaaaar.
> Datenträger als "Tatwaffe" einbehalten. Alles Andere ist doch dämlicher
Das korrekte Wort ist Beweisstück. Ich glaub, du schaust wirklich zu viel RTL o.O
> bürokratischer Unsinn und hat schon eher etwas von Enteignung und Diebstahl
> als von Gerechtigkeit oder sinnvollen Vorgehen.
Warum ist es kein sinnvolles Vorgehen Beweismittel so lange zu bewahren, bis ein Fall wirklich geklärt ist? Hier geht es "nur" um ein IT Verbrechen. Aber auch so etwas kann enorme Folgen haben. Wo setzt du die Grenze?
> ...und was ist mit denen die beruflich von den Geräten abhängig sind? Damit
> meine ich nicht nur Selbstständige sondern auch Angestellte von
> BYOD-Unternehmen. Besonders lustig sollte es in einem solchen Fall werden,
> wenn wichtige Unternehmensdaten auf den Datenträgern vorhanden sind.
Dann ist das Unternehmen selbst Schuld, wenn nicht automatisch Backups angelegt werden. Stell dir vor das Laptop fällt runter und die Festplatte ist kaputt.
Das ist ja nun wirklich kein Argument. -
Re: Unglaublich
Autor: Anonymer Nutzer 22.08.12 - 23:59
Versuch doch mal nachzuweisen wie hoch dein Schaden ist, wenn ich dir dein Laptop für zwei Jahre wegnehme.
DAS ist nämlich das Problem. -
Re: Unglaublich
Autor: __destruct() 23.08.12 - 00:04
Versuch doch mal eine Rechtfertigung dafür zu finden, jemandem für zwei Jahre den Laptop weg zu nehmen. Meiner Meinung nach könnte man einem Opfer der Justiz an dieser stelle alle Kraftfahrzeuge, Eigentumshäuser und -Wohnungen sämtlicher an diesem Umstand schuldiger Personen vermachen und jene anschließend unehrenhaft aus ihrem Dienst entlassen.
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Re: Unglaublich
Autor: __destruct() 23.08.12 - 00:13
HerrMannelig schrieb:
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> > man sowieso davon ausgehen, das die Polizei nachdem sie deine Wohnung
> > zerstört hat weitere "Das war schon so"-Schäden verursacht.
>
> Schau nicht so viel RTL.
> Wahrscheinlich und ganz bestimmt und blubb. Ne wilde Fantasie hast du ja.
Schau dir die Fälle von ein paar Justizirrtums-Opfern an.
HerrMannelig schrieb:
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> > Die Frage ist warum so etwas überhaupt nötig ist. Es reicht doch
> forensisch
> > korrekte Kopien der Datenträger zu machen. Notfalls werden nur die
>
> eine Kopie eines Beweisstückes als Beweisstück vor Gericht? Siiicher
> Und von der originalen Platte werden selbst alle gelöschten Daten 1:1
> kopiert, dass die Datenträger zu 100% identisch sind? Klaaaar.
Ja. Das ist mit einem einfachen dd möglich. Weißt du, wie viele Zeiten das ist der Konsole sind? Eine.
HerrMannelig schrieb:
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> Warum ist es kein sinnvolles Vorgehen Beweismittel so lange zu bewahren,
> bis ein Fall wirklich geklärt ist?
Weil es nicht nötig ist.
HerrMannelig schrieb:
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> > ...und was ist mit denen die beruflich von den Geräten abhängig sind?
> Damit
> > meine ich nicht nur Selbstständige sondern auch Angestellte von
> > BYOD-Unternehmen. Besonders lustig sollte es in einem solchen Fall
> werden,
> > wenn wichtige Unternehmensdaten auf den Datenträgern vorhanden sind.
>
> Dann ist das Unternehmen selbst Schuld, wenn nicht automatisch Backups
> angelegt werden. Stell dir vor das Laptop fällt runter und die Festplatte
> ist kaputt.
> Das ist ja nun wirklich kein Argument.
Stell dir vor: Es kommen immer wieder neue Daten dazu, die zum Zeitpunkt der Beschlagnahme noch nicht gesichert sind. -
Re: Unglaublich
Autor: GalaxyRanger 23.08.12 - 00:19
> Hab einiges dazugelernt. Falls ich wieder fälschlicherweise ins Visier unsere
> unfähigen Ermittlungsbehörden gerate dürften die eine harte Nuss knacken. Hab
> technisch und organisatorisch aufgerüstet.
@Computerarbeiter: Klingt sehr interessant. Allerdings kann ich mir ausser einer ordentlichen Datenverschlüsselung schwerlich vorstellen, was man da viel machen kann. Ein paar Tipps (sofern das Deine Massnahmen nicht gefährdet) wären sehr willkommen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.08.12 00:22 durch GalaxyRanger. -
Re: Unglaublich
Autor: __destruct() 23.08.12 - 00:28
Man kann Backups seiner privaten und geschäftlichen Daten im Privathaushalt einer anderen Person aufbewahren, damit man auf diese auch nach Beschlagnahme der Backup-Datenträger bei einem selbst zu Hause über die Sicherungen verfügt.
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Re: Unglaublich
Autor: Computerarbeiter 23.08.12 - 00:40
GalaxyRanger schrieb:
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> > Hab einiges dazugelernt. Falls ich wieder fälschlicherweise ins Visier
> unsere
> > unfähigen Ermittlungsbehörden gerate dürften die eine harte Nuss knacken.
> Hab
> > technisch und organisatorisch aufgerüstet.
>
> @Computerarbeiter: Klingt sehr interessant. Allerdings kann ich mir ausser
> einer ordentlichen Datenverschlüsselung schwerlich vorstellen, was man da
> viel machen kann. Ein paar Tipps (sofern das Deine Massnahmen nicht
> gefährdet) wären sehr willkommen.
ich habe dazugelernt:
#Datensicherung
ich hatte vor Jahren meine Datensicherungen leider in der Wohnung deponiert. Da die Herrschaften von der Kripo die Wohnung, mein Büro und mein Auto durchsucht haben ist denen natürlich alles was nach PC und Datenträger aussah in die Hände gefallen und mitgenommen worden. Auch alle Wechsel- bzw. USB-Platten :-(
=> zusätzliche Datensicherung in der Cloud [ich weiß ...]
#Datensicherungen besser verstecken
Das mein ich ernst. Heutzutage gibt es Möglichkeiten Datensicherungen auf USB-Sticks, SD-Karten usw. abzulegen. Zumindest die wichtigsten Daten passen da drauf. Solche kleine Datenträger kann man dann recht gut verstecken. Diese Möglichkeit hatte ich damals noch nicht. Die USB-Festplatten sind halt grösser.
SD-Karten bzw. USB-Sticks kann man auch in einer normalen Wohnung recht gut verstecken. Die werden erst dann gefunden wenn die Wohnung auch wirklich richtig auseinander genommen wird. Diesen Aufwand betreiben die Ermittlungsbehörden eigentlich nur wenn es auch wirklich um was "wichtiges" geht.
Bei den einschlägigen Fälle die ich kenne, meinen Schicksalsschlag eingeschlossen, waren die Vorwürfe relativ "harmlos". Bei mir haben die eigentlich sich nur umgeschaut und die EDV-Ausstattung die mehr oder weniger offen rumstand bzw. sich in den Schränken befunden hat mitgenommen. Wenn ich da einige Teile besser "versteckt" hätte wären die denen nicht in den Hände gefallen.
=> Core-Datensicherung auf USB-Sticks bzw. Speicherkarten und die clever verstecken.
#versteckte Datensicherung
Falls es von der Bausubstanz möglich ist ein kleines NAS-Laufwerk versteckt einbauen. Z.B. in einer verdeckten Aussparung in einer Mauer. Dieses Laufwerk über WLAN anbinden und ferngesteuert ein-/ausschalten.Ev. mit "Not-Aus" ;-)
Damit kann man auch eine relativ sichere automatisierte "in-House-Datensicherung" nutzen. Wichtig ist daß das NAS gut versteckt ist. Je nach Firma gibt es da sicherlich mehrere gute Möglichkeiten.
#Reserve-Server
Gute Dokumentation um möglichst schnell einen Ersatzserver aufzusetzen. Rechner kaufen bzw. Webserver neu anmieten, Betriebsystem aufspielen, Server einrichten und die Daten vom Backup einspielen. Das muss so gut dokumentiert sein das man das auch unter Stress innerhalb weniger Stunden hinbekommt.
# ...
Weitere Ideen möchte ich jetzt hier nicht offen nennen ;-) Will ja noch etwas trockenes Pulver für mich in der Hinterhand haben ;-)
Wichtig ist das man in der Stunde 0, also wenn die Herrschaften von der Kripo mit der beschlagnahmten EDV weg ist, sofort mit einem Notprogramm loslegen kann.
Gruss -
Re: Unglaublich
Autor: war10ck 23.08.12 - 00:49
HerrMannelig schrieb:
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> eine Kopie eines Beweisstückes als Beweisstück vor Gericht? Siiicher
> Und von der originalen Platte werden selbst alle gelöschten Daten 1:1
> kopiert, dass die Datenträger zu 100% identisch sind? Klaaaar.
Dann sollen sie halt das Original mitnehmen und die Kopie dalassen -
Re: Unglaublich
Autor: GalaxyRanger 23.08.12 - 00:58
@Computerarbeiter: Super! Danke für Tipps!
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Re: Unglaublich
Autor: Milchkanne 23.08.12 - 01:08
HerrMannelig schrieb:
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> > 832 Tage...also das ist schon ein sehr starkes Stück. Vor allem weil das
> > Notebook nach dem Wertverfall auch noch wahrscheinlich nutzlos ist und
> von
> > der Polizei alles andere als behutsam behandelt wurde. Wahrscheinlich
> kann
>
> genau, die Polizei hat damit gekegelt. Ganz sicher.
>
Die polizei (in meinem fall der zoll) zerstört dein eigentum sogar mit voller absicht. um evtl an daten ranzukommen.
bei mir war es ein überabitionierter zollbeamte der meinte auf meinen importierten UMD´s sei KiPo drauf (nur weil den umd´s kein cover beilag). erst wurden die 3 UMD beschlagnahmt. nach einer woche bekam ich post. mit dem wortlaut "ich solle ein geeignetes abspielgerät zu verfügung stellen"
ich hatte damit kein problem, ging mit meiner psp zur kripo und musste festellen das sie bei 2 der 3 umd´s das plastikgehäuse aufgebrochen haben um an die innenliegende "cd" zu kommen. und erst als kein rechner beim zoll das medium abspielen konnte haben sie mir geschrieben.
also liegst du mit der annahme das die polizei NICHT damit "kegelt" leider falsch.
achja, schadensersatz bekam ich esrt nach ca. 9 monaten. -
Re: Unglaublich
Autor: Computerarbeiter 23.08.12 - 07:31
war10ck schrieb:
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> HerrMannelig schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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>
> > eine Kopie eines Beweisstückes als Beweisstück vor Gericht? Siiicher
> > Und von der originalen Platte werden selbst alle gelöschten Daten 1:1
> > kopiert, dass die Datenträger zu 100% identisch sind? Klaaaar.
>
> Dann sollen sie halt das Original mitnehmen und die Kopie dalassen
Das wäre logisch und im Sinne der Schadensminderung.
Aber dann hätte die Ermittlungsbehörden nicht mehr die Gelegenheit grundgesetzwidrig einen Verdächtigen gleich zu bestrafen.
Die Beschlagnahme ist ja schon die Strafe. Da ist es doch egal wie das Verfahren ausgeht. Hauptsache man hat die Hardware weggenommen.
Ich wurde damit massiv bestraft. Obwohl ich unschuldig war und die Vorwürfe vom Anzeigeerstatter gelogen waren.
Wenn ich tatsächlich Computersabotage in dem Umfang wie mir fälschlicherweise vorgeworfen wurde betrieben hätte wäre die Strafe relativ gering ausgefallen. Aber auch da wäre die Beschlagnahme deutlich gravierender als die eigentliche Strafe gewesen.
Wenn dann die Sache später eingestellt wird oder der Verdächtige wegen einer Kleinigkeit zu einer geringen Strafe verurteilt wird hat doch die Exikutive jemanden bestraft.
Obwohl da eigentlich entsprechend unserem Grundgesetz Aufgabe der Judikative ist.
Gewaltenteilung? Gibt es doch nicht mehr!
Soweit sind wir inzwischen gekommen :-( Grundrechte? Was ist das?
Die wahren "Mächtigen" in unserem Staat sind doch die Beamten bei der Polizei und der Staatsanwaltschaft. Die dürften doch frei schalten und walten. Fehler haben für die doch keine Konsquenzen. Da ändert die lächerlich geringe Nutzungsausfallentschädigung für einen Notebook nichts.
Gruss -
Re: Unglaublich
Autor: Computerarbeiter 23.08.12 - 07:40
Nachtrag:
Computerarbeiter schrieb:
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> Und die Polizei kann mich mal ...
eine weitere Folge des Falles bei dem ich Opfer wurde:
Vor dem Vorfall mit der falschen Verdächtigung der der illegalen Hausdurchsuchung mit Beschlagnahme hatte ich eine recht hohe Meinung von der Arbeit der Ermittlungsbehörden. Ich hatte da auch Vertrauen und hab die unterstützt. Z.B. als Zeuge.
Inzwischen hat sich das um 180 Grad gedreht :-(
Die können mich mal. Ich schau weg. Interessiere mich nicht mehr wenn in meinem Umfeld was passiert. Wenn ich Anfragen von einer Polizeidienststelle bekomme und als Zeuge gefragt werde ist mein Engagement auf 0. Als Zeuge bin ich gegenüber der Polizei bzw. Staatsanwaltschaft zu gar nichts verpflichtet. Erst vor Gericht muss ich erscheinen und mein Mund aufmachen.
Hab schon öfters bei Anfragen durch die Polizei denen deutlich gemacht das ich keine Lust habe und denen kurz die Hintergründe erklärt. Dazu noch den Hinweis bei welcher Polizeidienststelle und Staatsanwaltschaft die sich kollegial bedanken können ;-)
Ich bin egoistischer geworden. Mein ehrenamtliches Engagement hab ich bewusst zurückgeschraubt. Eine Gesellschaft die meint sich solche unfähigen Behörden leisten zu können muss ich nicht durch unentgeltliche ehrenamtliche Arbeit unterstützen.
Ich brauche jetzt einen Teil meiner Freizeit um den Schaden den die Polizei und die Staatsanwaltschaft angerichtet habe durch eigene Mehrarbeit zumindest teilweise zu ersetzen.
Gruss -
Re: Unglaublich
Autor: blq 23.08.12 - 09:59
Was sind Sie denn für ein "Profi" ?
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Re: Unglaublich
Autor: Rogolix 23.08.12 - 11:29
Milchkanne schrieb:
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> ich hatte damit kein problem, ging mit meiner psp zur kripo und musste
> festellen das sie bei 2 der 3 umd´s das plastikgehäuse aufgebrochen
> haben um an die innenliegende "cd" zu kommen
Haha, der Klassiker. Kannte ich bisher nur aus alten Legenden mit Disketten.



