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Wer nicht als Mörder genannt werden will...

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  1. Wer nicht als Mörder genannt werden will...

    Autor: /mecki78 28.06.18 - 18:36

    ...der sollte halt auch niemanden ermorden, einfache Sache diese Geschichte. Jeder weiß doch im Vorfeld was die folgen sind, wenn das passiert, oder? Na gut, die vielleicht nicht, denn die haben ja ernsthaft geglaubt, das sie damit durchkommen und alleine das zeigt, dass das nicht die hellsten sind. Warum? Weil es nur wenige Verbrechen gibt wo die Aufklärungsquote besser ist als bei Mord. Du hast deutlich bessere Chancen mit Diebstahl, Einbruch und sogar mit Betrug davon zu kommen als mit Mord. Ich glaube noch schlechter als bei Mord sind deine Chancen nur bei ganz wenigen Verbrechen, wie z.B. Erpressung. Erpressung ist nur was für ganz Dumme... es gibt nur ganz wenige Fälle wo Erpresser dauerhaft davon gekommen wären (und wenn, dann konnten sie sich oft nur der Strafe entziehen, das geforderte Geld haben sie dennoch nicht bekommen).

    2017 lag die Aufklärungsquote bei Mord bei 95,5%. D.h. von 100 Leuten, die dieses Jahr jemanden ermorden kommen höchstens 5-6 davon. Aber eben nur dieses Jahr. Es ist nicht gesagt, dass sie dauerhaft davon kommen, da ja Mord niemals verjährt. Noch ein Nachteil gegenüber den anderen oben genannten Verbrechen (die verjähren irgendwann und dann kann dir keiner mehr was, auch wenn du die Verbrechen offen zugibst). Bei Mord kannst du dir aber nie sicher sein. Es kann auch sein, dass erst nach 30 Jahren die Polizei mit einem Haftbefehl vor deiner Tür steht, alles schon da gewesen. Und die meisten Morde werden über das Motiv aufgeklärt. Jemanden aus Habgier zu ermorden ist also an Dummheit kaum noch zu überbieten.

    /Mecki

  2. Re: Wer nicht als Mörder genannt werden will...

    Autor: rca66 28.06.18 - 22:57

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > 2017 lag die Aufklärungsquote bei Mord bei 95,5%. D.h. von 100 Leuten, die
    > dieses Jahr jemanden ermorden kommen höchstens 5-6 davon.

    Dies gilt für die Morde, die auch als solche erkannt werden. Es gibt jedoch ernstzunehmende Hinweise von Gerichtsmedizinern (nicht von irgendwelchen Verschwörungstheoretikern), dass es eine beachtliche Dunkelziffer von Morden gibt, welche nicht als solche gar nicht erkannt - und daher auch nicht geahndet werden. Laut einem Artikel in der Zeitung der Gewerkschaft der Polizei von 2008 bleiben etwa die Hälfte der Morde unentdeckt:
    > https://www.kriminalpolizei.de/ausgaben/2008/maerz/detailansicht-maerz/artikel/jeder-zweite-mord-bleibt-unentdeckt.html

    Wer aber natürlich jemanden offensichtlich mit einem Messer oder einer Schusswaffe tötet, muss in der Tat davon ausgehen, gefasst zu werden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.06.18 23:11 durch rca66.

  3. Re: Wer nicht als Mörder genannt werden will...

    Autor: /mecki78 29.06.18 - 17:05

    rca66 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dies gilt für die Morde, die auch als solche erkannt werden.

    Morde, die nicht als solche erkannt werden, sind ja auch keine Morde, sondern eben "Unfälle" oder "natürliche/ungeklärte Todesfälle". D.h. aber nicht, das bei denen die Aufklärungsquote schlechter wäre, wenn man nur versuchen würde, sie aufzuklären.

    > Es gibt jedoch
    > ernstzunehmende Hinweise von Gerichtsmedizinern (nicht von irgendwelchen
    > Verschwörungstheoretikern), dass es eine beachtliche Dunkelziffer von
    > Morden gibt, welche nicht als solche gar nicht erkannt

    Wie das? Genau dieses zu erkennen ist doch die Aufgabe von Gerichtsmedizinern. Entweder geben hier Gerichtsmediziner zu, dass sie nicht ordentlich arbeiten oder aber sie begehen eine Pflichtverletzung, da sie etwas gefunden, diese aber nicht gemeldet haben.

    /Mecki

  4. Re: Wer nicht als Mörder genannt werden will...

    Autor: rca66 02.07.18 - 06:00

    /mecki78 schrieb:

    > Morde, die nicht als solche erkannt werden, sind ja auch keine Morde,
    > sondern eben "Unfälle"

    Unsinn. Die Tat bleibt die gleiche, egal ob sie von der Polizei als solche erkannt wird oder nicht.

    >D.h. aber
    > nicht, das bei denen die Aufklärungsquote schlechter wäre, wenn man nur
    > versuchen würde, sie aufzuklären.

    Es geht aber darum, wie groß für einen Täter die Wahrscheinlichkeit ist, gefasst zu werden. Und wenn in der Tat die Hälfte der Morde als solche gar nicht erkannt werden, dann liegt eben diese Wahrscheinlichkeit nicht bei 96% sondern bei bei ungefähr 50%.

    >
    > Wie das?

    Es hätte natürlich die Option gegeben, den von mir verlinkten Artikel zu lesen. Da wird genau diese Frage beantwortet. Kurz gesagt: die Gerichtsmediziner werden oftmals eben gar nicht erst konsultiert, da kein Verdacht auf eine Straftat vorlag und daher erst gar keine Obduktion angeordnet wurde.

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