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Freiheit ist analog, nicht digital

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  1. Re: Freiheit ist analog, nicht digital

    Autor: y.m.m.d. 20.09.11 - 13:52

    GodsBoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Golem-Artikel erweckt zwar den Eindruck, aber im Original-Artikel ist
    > deutlicher, dass das zwei verschiedene Dinge sind, die er kritisiert. Zum
    > Einen, dass Android grundsätzlich keine freie Software ist, weil Teile des
    > Quelltextes fehlen, zum anderen, dass auf vielen Android-Phones unfreie
    > Bootloader sind, die dafür sorgen, dass das System unfrei ist.

    Traurig wenn zwei Sätze in einem Forumsbeitrag die News besser vermitteln als ein (relativ) umfangreicher Beitrag von Golem.
    Ich glaube ich sollte mich nach guten Blogs umsehen...

  2. Re: Absolutheitsanspruch...

    Autor: LX 20.09.11 - 15:41

    Ich habe ja bereits in meinem Ausgangsposting geschrieben, dass Android als Komplettlösung nicht frei ist, Android als Kern eines solchen Systems allerdings schon.

    Statt sich darüber zu beschweren, dass Google die Freiheit hier nur halbherzig umsetzt, sollte man seine Zeit besser darin investieren, für die unfreien Teile freie Alternativen zu finden, die letztlich dazu führen, dass das freie Android gegenüber dem unfreien keinen Nachteil hat.

    Gruß, LX

  3. Re: Freiheit ist analog, nicht digital

    Autor: SchwindelInside 20.09.11 - 15:59

    Auch ich bin ein Verfechter einer analogen und relativen Definition von Freiheit.
    Freiheit kann sich auf sehr unterschiedliche Bereiche innerhalb eines Systems beziehen. Nicht zuletzt als geborener DDR-Bürger und nun BRD-Bürger, weiß ich dass jedes System, ob nun politisch oder softwaretechnisch oder was auch immer seine spezifischen Einschränkungen hat.
    Es gibt aber Werke, die bestimmte Kriterien für Freiheit festlegen. Politisch orientiert man sich in Westeuropa vor allem an der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UNO. In der OpenSource-Software-Szene hat sich eben die Definition der FSF als Maßgabe für freie Software durchgesetzt.
    Für viele Anwender mögen die Kriterien der FSF kaum eine Rolle spielen. Es ist aber die Aufgabe Stallmanns als Chef der FSF darauf hinzuweisen, was nach ihrer Definition frei und nicht frei ist.

    Ich lege persönlich in erster Linie wert auf offene und lizenzfreie Schnittstellen und Dokument-, Medien- und Austauschformate. Android kann immerhin von Haus aus mit freien Dateisystemen wie ext4 und Medienformaten wie ogg und webm umgehen. Das ist weder beim iOS noch bei WindowsPhone, noch bei anderen Windowsen so. Android unterstützt mit seiner DalvikVM außerdem die Entwicklung in der OpenSource-sprache Java und viele andere Sprachen mit Java-Anbindung. Bei Apple ist man an das proprietäre Objektive-C gebunden, bei WindowsPhone an MS eigenes Silverlight.
    Ich muss meine USB-Speicher immer in FAT formatieren, um sie überall verwenden zu können. Andere Hersteller müssen dieses steinzeitliche Format teuer bei Microsoft lizensieren, wenn sie ein nicht Windows-System verwenden, um kompatibel mit dem Quasi-Standart Windows zu sein. Auch odf-Dokument oder webm-Videos kann ich kaum jemandem anderen anbieten. Das macht es für kleinere Unternehmen unlukrativ nicht-Windows-Systeme einzusetzten.
    Auf diese Weise sichert sich Microsoft seine Monopolstellung auf dem Betriebssystem und Office-Markt. Apple versucht das gleiche nun mit iOS. In meinen Augen ist das ein klare Behinderung des freien Wettbewerbs gegen den Kartellbehörden vorgehen sollten.
    Hinzu kommt bei iOS und WP die beschränkte Wahl der Software-Bezugsstellen (Appstore und Market-Place) und der Installationswege von Software(iTunes und kein Ahnung wie das unter WP7 heißt). In Bezug darauf hat man bei Android erheblich mehr Freiheit.
    Android ist also relativ viel freier als iOS und Windows, wenn es auch nicht frei nach der FSF-Definition ist und auch nicht komplett open-source ist.
    Nutzer, die Wert auf gewisse Freiheiten bei Software legen haben nicht immer ihr absolutes Ideal zu Auswahl. Manchmal muss man sich mit dem geringsten Übel begnügen.
    Wenn das das ganze System quelloffen ist das zwar schön aber nicht zwingend erforderlich um langfristig einen freien Wettbewerb auf dem Markt zu gewährleisten. Denn mir als Kunde ist es vor allem wichtig immer die Wahl zu haben.

    mfG. SI.

  4. Re: Freiheit ist analog, nicht digital

    Autor: y.m.m.d. 20.09.11 - 17:02

    SchwindelInside schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch ich bin ein Verfechter einer analogen und relativen Definition von
    > Freiheit.
    > Freiheit kann sich auf sehr unterschiedliche Bereiche innerhalb eines
    > Systems beziehen. Nicht zuletzt als geborener DDR-Bürger und nun
    > BRD-Bürger, weiß ich dass jedes System, ob nun politisch oder
    > softwaretechnisch oder was auch immer seine spezifischen Einschränkungen
    > hat.
    > Es gibt aber Werke, die bestimmte Kriterien für Freiheit festlegen.
    > Politisch orientiert man sich in Westeuropa vor allem an der Allgemeinen
    > Erklärung der Menschenrechte der UNO. In der OpenSource-Software-Szene hat
    > sich eben die Definition der FSF als Maßgabe für freie Software
    > durchgesetzt.
    > Für viele Anwender mögen die Kriterien der FSF kaum eine Rolle spielen. Es
    > ist aber die Aufgabe Stallmanns als Chef der FSF darauf hinzuweisen, was
    > nach ihrer Definition frei und nicht frei ist.
    >
    > Ich lege persönlich in erster Linie wert auf offene und lizenzfreie
    > Schnittstellen und Dokument-, Medien- und Austauschformate. Android kann
    > immerhin von Haus aus mit freien Dateisystemen wie ext4 und Medienformaten
    > wie ogg und webm umgehen. Das ist weder beim iOS noch bei WindowsPhone,
    > noch bei anderen Windowsen so. Android unterstützt mit seiner DalvikVM
    > außerdem die Entwicklung in der OpenSource-sprache Java und viele andere
    > Sprachen mit Java-Anbindung. Bei Apple ist man an das proprietäre
    > Objektive-C gebunden, bei WindowsPhone an MS eigenes Silverlight.
    > Ich muss meine USB-Speicher immer in FAT formatieren, um sie überall
    > verwenden zu können. Andere Hersteller müssen dieses steinzeitliche Format
    > teuer bei Microsoft lizensieren, wenn sie ein nicht Windows-System
    > verwenden, um kompatibel mit dem Quasi-Standart Windows zu sein. Auch
    > odf-Dokument oder webm-Videos kann ich kaum jemandem anderen anbieten. Das
    > macht es für kleinere Unternehmen unlukrativ nicht-Windows-Systeme
    > einzusetzten.
    > Auf diese Weise sichert sich Microsoft seine Monopolstellung auf dem
    > Betriebssystem und Office-Markt. Apple versucht das gleiche nun mit iOS. In
    > meinen Augen ist das ein klare Behinderung des freien Wettbewerbs gegen den
    > Kartellbehörden vorgehen sollten.
    > Hinzu kommt bei iOS und WP die beschränkte Wahl der Software-Bezugsstellen
    > (Appstore und Market-Place) und der Installationswege von Software(iTunes
    > und kein Ahnung wie das unter WP7 heißt). In Bezug darauf hat man bei
    > Android erheblich mehr Freiheit.
    > Android ist also relativ viel freier als iOS und Windows, wenn es auch
    > nicht frei nach der FSF-Definition ist und auch nicht komplett open-source
    > ist.
    > Nutzer, die Wert auf gewisse Freiheiten bei Software legen haben nicht
    > immer ihr absolutes Ideal zu Auswahl. Manchmal muss man sich mit dem
    > geringsten Übel begnügen.
    > Wenn das das ganze System quelloffen ist das zwar schön aber nicht zwingend
    > erforderlich um langfristig einen freien Wettbewerb auf dem Markt zu
    > gewährleisten. Denn mir als Kunde ist es vor allem wichtig immer die Wahl
    > zu haben.
    >
    > mfG. SI.

    Und was hat das ganze mit meinem Beitrag zu tun? :D
    Kann es sein das immer noch viele in der "falschen" Ansicht im Forum unterwegs sind und garnicht merken worauf Sie da gerade antworten?

  5. Re: Freiheit ist analog, nicht digital

    Autor: LX 20.09.11 - 18:19

    Die Definition von "Freiheit" ist die "Abwesenheit von Zwang". Nur absolute Freiheit ist die absolute Abwesenheit von Zwang - und eine Illusion. Auch "freie" Software ist nicht absolut frei - schon der Befehlssatz der unterstützten Sprache oder CPU sowie die Leistung des verwendeten Systems sind Zwänge, denen sich der Entwickler zwangsläufig unterwirft. Subtilere Zwänge betreffen beispielsweise das Immaterialgüterrecht oder dem Umstand, dass die Entwicklung nur in der Freizeit stattfinden kann.

    Insofern kann eine Software tatsächlich mehr oder weniger frei sein, auch wenn RMS und Konsorten gern einen Absolutheitsanspruch verfolgen, den sie jedoch nie einholen werden; Insbesondere in Situationen, in denen die "Software", über deren Freiheit entschieden werden soll, so fragmentiert ist wie bspw. Android, wird dieser Absolutheitsanspruch schlicht und einfach lächerlich.

    Gruß, LX

  6. Re: Freiheit ist analog, nicht digital

    Autor: GodsBoss 20.09.11 - 18:27

    > Insofern kann eine Software tatsächlich mehr oder weniger frei sein, auch
    > wenn RMS und Konsorten gern einen Absolutheitsanspruch verfolgen, den sie
    > jedoch nie einholen werden; Insbesondere in Situationen, in denen die
    > "Software", über deren Freiheit entschieden werden soll, so fragmentiert
    > ist wie bspw. Android, wird dieser Absolutheitsanspruch schlicht und
    > einfach lächerlich.

    Was soll denn das für ein Absolutheitsanspruch sein? Die FSF hat eine sehr genaue Definition von Freiheit und die wird auch von sehr viel Software erfüllt. Und zwar zu 100%. Deine Behauptung, da sei ein "Absolutheitsanspruch", der "nie eingeholt" werde, ist einfach nur absurd.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  7. Re: Freiheit ist analog, nicht digital

    Autor: Trollversteher 20.09.11 - 19:52

    >Insofern kann eine Software tatsächlich mehr oder weniger frei sein, auch wenn RMS und Konsorten gern einen Absolutheitsanspruch verfolgen, den sie jedoch nie einholen werden; Insbesondere in Situationen, in denen die "Software", über deren Freiheit entschieden werden soll, so fragmentiert ist wie bspw. Android, wird dieser Absolutheitsanspruch schlicht und einfach lächerlich.

    Aber eine Einstellung wie diese:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,785069,00.html

    Widerspricht nun mal jeglicher Definition von freier Software.

  8. Re: Freiheit ist analog, nicht digital

    Autor: LX 21.09.11 - 04:17

    Der freie Teil von Android ist tatsächlich frei - selbst im Sinne der FSF. Somit besteht der Absolutheitsanspruch darin, dass man den unfreien Teil nicht mit dem freien Teil verbinden kann, ohne dass die Freiheit des freien Teils dabei unter den Tisch fallen gelassen wird.

    Gruß, LX

  9. Re: Freiheit ist analog, nicht digital

    Autor: SchwindelInside 21.09.11 - 09:15

    y.m.m.d. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und was hat das ganze mit meinem Beitrag zu tun? :D
    > Kann es sein das immer noch viele in der "falschen" Ansicht im Forum
    > unterwegs sind und garnicht merken worauf Sie da gerade antworten?

    Wieso denkst Du, dass das was mit Deinem Beitrag zu tun haben sollte. Du bist doch nicht der einzige der hier einen Beitrag geschrieben.
    Ich bezog mich auf den Eingangs-Beitrag, dessen Überschrift und den zugehörigen Golem-Artikel. Wenn ich ich mich auf einen bestimmten Folge-Beitrag beziehe, bzw. auf einzelne konkrete Aussagen. Dann benutze ich in der Regel die Zitieren-Funktion.

  10. Re: Freiheit ist analog, nicht digital

    Autor: GodsBoss 21.09.11 - 09:17

    > Wieso denkst Du, dass das was mit Deinem Beitrag zu tun haben sollte. Du
    > bist doch nicht der einzige der hier einen Beitrag geschrieben.

    Weil dein Beitrag in der hierarchischen Foren-Ansicht als eine Antwort auf seinen Beitrag angezeigt wird. Du benutzt diese Ansicht offensichtlich nicht, sonst würdest du das auch sehen.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

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