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Halte Amazon´s "Stillhalten!" für keine gute Idee, habe Einspruch eingelegt.

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  1. Halte Amazon´s "Stillhalten!" für keine gute Idee, habe Einspruch eingelegt.

    Autor: savage42 30.07.19 - 00:44

    vorab mein Disclaimer:
    Bin kein Anwalt, gebe keine Rechtsberatung, sondern nur meine persönliche Laienmeinung wieder, die ich mir in vielen Jahren Berufs- und Lebenserfahrung gebildet habe. Ich übernehme für andere jedoch keine Verantwortung gleich welcher Art.

    Zur Sache:

    Auch ich hatte bei JP Trading über Amazon ein Stück Software gekauft, über Amazon bezahlt und wohl auch irgendwann von Amazon Geld zurück bekommen. Jetzt habe ich die gleiche Post vom Anwalt hier, wie viele andere auch.

    Ich habe Einspruch dagegen eingelegt. Dazu später mehr.

    Den Vorgang zu ignorieren kann meiner Meinung nach ganz schnell ein Mahnverfahren nach sich ziehen, aus dem man mit nur sehr großem Aufwand wieder rauskommt, da sehr schnell ein pfändbarer Titel erwirkt werden kann, gerade wenn man als (vermuteter) Schuldner Fehler macht (d.h. z.B. nicht reagiert). Das macht so ein Anwalt quasi per Knopfdruck, und dann plagt man sich nicht nur mit schlechten Karten mit dem Anwalt, sondern auch noch mit dem Kuckuckskleber herum.

    Ich glaube, dies ist auch das Ziel des Anwaltes für den Fall, dass nicht sofort die "offene" Summe plus Anwalts-/Inkassokosten gezahlt werden. Titel holen, pfänden, fertig.

    "Ich verklage Sie" hört sich sehr dick und mächtig an, aber der Klageweg ist meiner Meinung nach viel zu aufwendig für einen Streitwert von unter 100 EUR. Falls die Klage bei einem so geringen Wert überhaupt angenommen wird. (Und wenn das Ziel wirklich der Klageweg ist, dann wird wohl vorher noch der Streitwert irgendwie in die Höhe getrieben, denn sonst bleibt für den Anwalt nur ein ganz mieser Stundensatz übrig)

    Mahnverfahren und Inkasso sind per se keine schmutzigen Tricks, sondern in der Geschäftswelt (B2B und B2C) leider gang und gäbe, denn Kunden die nicht zahlen gibt es überall. Und wer den Titel hat, der hat sein Geld schon fast in der Tasche, sofern was zu holen ist.

    Das geht allerdings nur bei offenen Geschäftsvorgängen, also wenn der Kunde zahlungsunwillig oder unfähig ist. Das liegt meiner Meinung nach hier nicht vor!

    Wie wohl alle anderen auch hatte ich bei der Bestellung sofort bezahlt, eingezogen von Amazon, erst dann die Ware bekommen, und auf meiner Rechnung ist die Zahlung auch bestätigt.

    Für mich: Dieser Vorgang ist abgeschlossen!
    Alles was danach passierte, ist für mich ein anderer Vorgang.

    Bei JP Trading will man so dusselig gewesen sein, allen seinen Kunden versehentlich Geld zurück gezahlt zu haben. Das mag so sein, ich glaube es nicht, aber was anderes kann ich auch nicht beweisen. (Wobei ich nicht von JP Trading Geld erhalten habe, sondern von Amazon.)

    Nur, das hat mit diesem Geschäftsvorgang nichts mehr zu tun, auch wenn der Anwalt das so darstellt, weil es für ihn schneller zum Ziel führen kann.

    Grundsätzlich ist es so, dass der, der etwas erhält was ihm nicht zusteht, es wieder herausrücken muß, wenn er danach gefragt wird. § 812 BGB

    Das geht aber nicht über das recht einfache Mahnverfahren, sondern hier nur über den Klageweg. Wie gesagt: meiner Meinung nach zu aufwendig. Dadurch, dass auch noch Amazon dazwischen hängt, wird die Sache nicht einfacher oder übersichtlicher.
    Deshalb glaube ich halt, daß der Anwalt das mit der schnellen Nummer "Mahnverfahren" vom Tisch haben will.

    Um das Mahnverfahren vorerst abzuwenden, habe ich innerhalb der Frist Einspruch eingelegt.

    Der Anwalt schreibt auch gar nicht, um welchen Kaufvertrag es sich genau handelt, das soll er erstmal belegen. (Ich kann mir denkten worum es geht, aber belegt ist es nicht mit Bestell-Nr, RG-Nr, etc.)

    Dann schau ich mal was kommt und ob Amazon mir bis dahin auch was Handfestes zu dem Vorgang geschrieben hat, insbesondere ob die das Haftungs-/Klagerisiko tragen.

    Just my two cents.

    Normal wäre es in meinen Augen, wenn JP Trading sich mit Amazon auseinander setzt, denn die Zahlung via Amazon halte ich für vertraglich vereinbart.

    Hat jemand von Euch mal die AGB von Amazon diesbezüglich mal angeschaut?

    Über einen Ideen-Austausch hier würde ich mich freuen.

  2. Re: Halte Amazon´s "Stillhalten!" für keine gute Idee, habe Einspruch eingelegt.

    Autor: kabelbinder 31.07.19 - 22:25

    savage42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hat jemand von Euch mal die AGB von Amazon diesbezüglich mal angeschaut?
    >

    Amazon sagt:
    „Anmerkung: Überweisen Sie nie direkt an einen Marketplace-Verkäufer. Falls Sie von einem Verkäufer aufgefordert werden, einen Betrag an ihn oder einen Dritten zu überweisen, kommen Sie dieser Aufforderung bitte nicht nach, sondern melden Sie den Vorfall unserem Kundenservice.“

    Quelle: https://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=201889310


    JPtrading schreibt in seinen eigenen AGB § 4 Absatz 2:

    "4.2 Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Amazon Payments Europe s.c.a., 5 Rue Plaetis, L-2338 Luxemburg, den der Verkäufer mit der Zahlungsabwicklung beauftragt hat."

    Quelle: https://www.amazon.de/sp?seller=A1RW7IO4J2ZBEW

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