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Hatte nicht Göbbels einst gesagt.

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  1. Re: Hatte nicht Göbbels einst gesagt.

    Autor: Flying Circus 17.10.11 - 08:47

    Danke. Das kann man gar nicht oft genug betonen.

  2. Re: Hatte nicht Göbbels einst gesagt.

    Autor: Charles Marlow 17.10.11 - 08:56

    Irgendwie fällst Du hier immer nur durch ein besonders schlichtes Weltbild und entsprechende Aussagen auf. Liegt das jetzt an einem Mangel an Lebenserfahrung oder bist Du nur zu sehr mit "wichtigeren" Dingen beschäftigt?

  3. Re: Hatte nicht Göbbels einst gesagt.

    Autor: vheinitz@googlemail.com 17.10.11 - 09:04

    firehorse schrieb:
    > Das was damals unter Links verstanden wurde nannte sich STALIN.

    Absolutes Blödsinn. In der jem. UdSSR war der Begriff "links" verpönnt und stand für alles "amaralische" - Faschisten, Schwule, Spekulanten, Verräter, Linkshänder, "Jidy" (Juden), Kriegsdienstverweigerer, Gläubige, etc. - so wie es in einem Faschistischen Staat halt ist. Die Richtlinie der Partei war rechts und KPDSU kämpfte für "Rechte Sache".

    Ich bin da aufgewachsen, und dass Links mit Sozialismus irgendwie in Verbindung steht, habe ich erst in Deutschland mit großem Erstaunen feststellen müssen.

  4. Re: Hatte nicht Göbbels einst gesagt.

    Autor: Charles Marlow 17.10.11 - 09:50

    Worte und Begrifflichkeiten.

    Wer mit dem Zitat eines Propagandaministers und üblen Demagogen daherkommt, sollte sich auch darüber im Klaren sein.

    Rechts/Links, Schwarz/Weiss, Gut/Schlecht, Richtig/Falsch - ist definitiv NICHT an eine politische Denkweise sondern an einen Mangel an Differenzierungsfähigkeit gebunden. Völlig ideologieunabhängig. Und Vorurteile erleichtern faulen Menschen das Leben.

    0. Woher kommt eigentlich "rechts" = gut und "links" = schlecht?

    Aus dem Sprachgebrauch:
    "Das ist mal ein rechter Kerl!" - "Er ist ein wohlgeratener Mann!"
    "So eine linke Ratte!" - "Was für ein hinterhältiger Mitmensch!"

    So erstaunlich es klingen mag, aber das ist alt und geht noch auf die Römer zurück (ok, manche Beduinen machen es noch heute so)! Ebenso wie der Umstand, dass man jemandem zum Grüssen die rechte, aber nicht die linke Hand gibt.

    Nun, die linke Hand ist die zur Reinigung. Oder direkt: mit dieser Hand wischte man sich im alten Rom den Hintern ab. Alles klar?

    1. Konservativ = Rechts?

    Historisch gesehen gab es (bei uns) einen "differenzierten" Konservativismus bis in die 30er Jahre und die Machtübernahme der Nazis. Christlich, national, wirtschaftsorientiert usw. - man sieht das schon an den Parteien im Reichstag und ihren Flügeln.

    Seit 1945 ist die Chose unter dem "Dach" der CDU vereint und darum heisst sie ja auch "Union". Dass konservativ mit "rechts" assoziiert wird, hängt vor allem damit zusammen, dass Politik zumeist über Abgrenzung von anderen Ideologien funktioniert. Die Idee des Gemeinwohls z.B. ist ALLEN demokratischen Parteien gemein, ja auch der FDP. Nur der Weg dorthin, bzw. die Klientel, variiert. Und da es hier immer auch um Macht geht, will man sich entsprechend von den anderen Parteien natürlich abgrenzen.

    Andererseits fällt seit dieser "Vereinigung" ein differenzierter Blick auf die Vielfalt der konservativen Ansichten immer schwerer, da statt vielen Parteien nur noch eine in der Öffentlichkeit auftritt. Ganz zu schweigen von Politikern, die als "Kärrner" (lies: stramme Ideologen oder Machtmenschen) der Meinung sind, bestimmte Aspekte aus ihrer Partei "lösen" zu müssen. Oft geschieht das aber auch durch die Veränderung der Gesellschaft im Laufe der Zeit und vor allem auch durch Machtspiele.

    So ist sind z.B. die christlichen Konservativen heute nur noch ein kleiner Aspekt der sog. "Christenpartei". Man nennt sich zwar noch so, man IST es aber nicht. Wenn also ausgerechnet die Frau Merkel von einer "christlichen Wertegesellschaft" spricht, dann ist das eine Mischung aus Hohn (in ihrer Partei spielen die Christen keine grosse Rolle mehr), Verdrehung der Tatsachen (unsere Gesellschaft ist eine der Aufklärung) und Anbiederung.

    Letzteres kann man z.B. beim Umgang mit den Vertriebenenverbänden sehen, wo es doch ausgerechnet ein Konservativer (Kohl) war, der den Verzicht auf die "Ostgebiete" endgültig anerkannt hat. Hier geht's nur noch darum, dem Stimmvieh das Gefühl zu geben, seine Ansichten schon irgendwie zu vertreten.

    Die Bequemlichkeit der Wähler wird immer gern instrumentalisiert. Und das machen übrigens ALLE Parteien.

    Ist die CDU also "rechts"? Nein. Aber die CDU nutzt dieses "Image" sicherlich aus.


    2. Sozialdemokratisch = Links?

    Seit Schröder nicht mehr. Eigentlich schon seit Schmidt. Eigentlich schon seit Brandt. Eigentlich schon seit Kurt Schumacher. Eigentlich schon seit dem Sozialistenverbot von Bismarck. Eigentlich schon, seitdem sie sich von den Kommunisten und Sozialisten klar abgegrenzt hat.

    Die SPD ist heute eine bürgerliche Partei. Nach der "alten" Lesart wäre sie damit "rechts". Und das ist sie sicherlich auch.

    Kann man die SPD dann noch als "links" bezeichnen? Nur in der klaren Abgrenzung von anderen Parteien. (Wenn man heute noch ein Thema findet, wo eine solche Abgrenzung möglich ist.)

    Sind diese anderen Parteien dann deswegen "rechts"? Gegenfrage: Ist in einem Hundekuchen ein Hund drin?


    3. Liberal = Ammenmärchen!

    Liberal ist bei uns eindeutig ein Schimpfwort. Wischiwaschi. Eher "links"? Nee, eher wischiwaschi. Und, ja, das ist bei uns historisch bedingt.

    Ist die FDP eine liberale Partei? Nach ihrer Auslegung schon. Aber die CDU ist nach ihrer Auslegung auch eine christliche und die SPD eine sozialdemokratische Partei.

    Warum weichst Du der Frage aus? Weil es da nichts zu beantworten gibt.

    Liberal ist heute völlig inhaltsleer. Einerseits weil man das Wort zuviel missbraucht hat. Und weil es sich historisch - zumindest hier - "erschöpft" hat. Seit 1871 und der Reichsgründung um genau zu sein.

    Ruhe sanft!


    4. Andere?

    "Grün" hat als "linke" Gruppierung und differenziert von der SPD begonnen und zwischenzeitlich die Rolle der FDP übernommen hat. Politisch eindeutig bürgerlich, d.h. konservativ.

    NPD (und andere) wiederum ist ein demokratisches Feigenblatt, das der Bevölkerung den Eindruck vermitteln soll, dass in der "neuen Ordnung" noch ein Platz für die Nationalisten wäre. Wenn man sich die Durchsetzung dieser Partei mit Geheimdiensten, BKA usw. anschaut, dann wird das umso offensichtlicher. Oder warum sie trotz ihrer vielbeschworenen "Gefährlichkeit" bislang nicht verboten wurde.

    Die Piraten? Sind (wie die Grünen Anfang der 80er) im Wesentlichen eine "linke" Splitterpartei mit bürgerlichem Unterbau. Ja, auch da wird wohl eines Tages ein Joschka Fischer die "Fundis" rausekeln, damit brav für Kriegseinsätze, "Otto-Pakete" und Hartz IV gestimmt werden kann.

    4. Fazit?

    Rechts und links hängen heute mehr denn je vom jeweiligen Standpunkt ab. Die SPD kann "rechts" und die CDU kann "links" sein.

    Die Differenzierung wird allerdings ständig missbraucht für politische Zwecke. Das Gemeinwohl an sich z.B. gilt heute in vielen Kreisen als "links". Soziale Gerechtigkeit ebenso. (Und für diese Klientel scheint "sozial" wohl auch von "Sozialismus" zu kommen.)

    Nur wer schlicht gestrickt bzw. denkfaul ist, lässt sich also darauf in der öffentlichen Diskussion ein. Brauchst ein Schlagwort? Nenn' einen "links" oder "rechts"!

    Oder um es mit mal Rötger Feldmann (Brösel) zu sagen: Man hat bei den Wahlen immer drei Scheisshaufen zur Auswahl. (Und grüne Flitzkacke.) Welchen davon isst man?

  5. Re: Hatte nicht Göbbels einst gesagt.

    Autor: Bibabuzzelmann 17.10.11 - 10:40

    Ei Charles Marlow....ein "+" für deine Doktorarbeit hier :)

    Gibt nicht viele Posts hier, die ich an ne extra Pinwand hängen würde, aber Deiner hier ist einer davon.

    So etwas fehlt auf der Golem Seite noch, ne Pinwand für "besondere" Posts, oder so....würde die Seite noch interessanter machen und gibts vermutlich auch auf keiner anderen Seite....kam mir gerade so in den Sinn...wieso "nur" ne "Trollwiese" ? Fals es die noch gibt !? *g

  6. Re: Hatte nicht Göbbels einst gesagt.

    Autor: Technikfreak 17.11.12 - 02:30

    Charles Marlow schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So erstaunlich es klingen mag, aber das ist alt und geht noch auf die Römer
    > zurück (ok, manche Beduinen machen es noch heute so)! Ebenso wie der
    > Umstand, dass man jemandem zum Grüssen die rechte, aber nicht die linke
    > Hand gibt.
    Das hat damit nichts zu tun. Da die rechte Hand normalerweise die stärkere Hand war und man in der rechten das Schwert führte und in der linken, den Schild, gab man
    einem Kontrahenden die gut gemeinte rechte Hand zum Symbol, dass man ihm nichts machte.

    > Nun, die linke Hand ist die zur Reinigung. Oder direkt: mit dieser Hand
    > wischte man sich im alten Rom den Hintern ab. Alles klar?
    Das ist bei gewissen Urvölkern noch heute so. Und auch bei den Arabern und Asiaten ist das teilweise noch so. Mit der rechten isst man, mit er linken putzt man.
    Und jetzt zu ROM. Die Römer verwendeten erstens Wasser und zweitens die Klobürste.
    Das war ein Stöckchen mit einem Schwamm. Nichts mit links und rechts. :-)
    Für die Hygiene transportieren die Römer mobile Scheisshäuser durchs Land und bauten alle paar Ecken ein Badehaus auf, das meistens sehr günstig oder sogar kostenlos war.

  7. Re: Hatte nicht Göbbels einst gesagt.

    Autor: Yeeeeeeeeha 17.11.12 - 21:50

    Wow, die Antwort kam genau ein Jahr zu spät XD

    Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
    Perl-Monk, Java-Trinker, Objective-C Wizard, PHP-Kiddie, unfreiwilliger FreeBSD-/Linux-Teilzeitadmin

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