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Umgang mit Problempiraten

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  1. Umgang mit Problempiraten

    Autor: bmaehr 20.04.12 - 01:44

    Die entscheidende Frage in der Diskussion ist: Wie geht man mit solchen Problempiraten um?
    Natürlich sollen die drei ihre seltsame antidemokratische Meinung äußern dürfen, denn die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, dass auch für Linke gilt. Aber einen Gefallen tun sie der Partei damit sicher nicht. Am besten ignoriert man solche Rücktrittsforderungen einfach.

    Allerdings finde ich es sehr bedauerlich, die Linken die deutsche Piratenpartei unterwandert haben. Als ob es nicht schon genug linke Parteien hier gibt.

  2. Re: Umgang mit Problempiraten

    Autor: wyrias 20.04.12 - 02:14

    Breite zivilgesellschaftliche Bündnisse (über Parteien hinaus) sind wohl auch nicht so das Ding der Piraten. Aber gut, dass endlich auch in dieser Partei die Pauschale Links-Schelte angekommen ist. So wird die Unterscheidbarkeit zu (von einigen Piraten so oft zitierten) "etablierten" Parteien nicht mehr so groß und endlich kommt die graue Einheitspartei, die Transparenz fordern... gähn. Revolutionär ist das nicht.

  3. ++

    Autor: miauwww 20.04.12 - 12:34

    bmaehr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die entscheidende Frage in der Diskussion ist: Wie geht man mit solchen
    > Problempiraten um?
    > Natürlich sollen die drei ihre seltsame antidemokratische Meinung äußern
    > dürfen, denn die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, dass auch für Linke
    > gilt. Aber einen Gefallen tun sie der Partei damit sicher nicht. Am besten
    > ignoriert man solche Rücktrittsforderungen einfach.

    Eben, man muss nunmal in der Demokratie auch versuchen, mit Antidemokraten im Gespräch zu bleiben. Wenn man die nur kriminalisiert oder verbietet, ändert sich wahrscheinlich wenig in deren Köpfen...

  4. Re: ++

    Autor: Baptist 20.04.12 - 14:20

    Im Gespräch bleiben, dass akzeptiere ich. Aber man muss Antidemokraten keine Heimat in einer Partei bieten, die zumindest auf dem Papier demokratisch sein will. Das ist eine sehr verquere Sicht der Dinge, und auch keine Logik der man irgendwo folgen könnte.

    Es kann doch nicht das Motto sein, dass wir Toleranz dadurch zeigen, dass wir die Intoleranz anderer Leute tolerieren. So funktioniert das nun mal nicht.

    Und auch bedeutet es nicht, dass wenn man einen Dialog führen will, man sich nicht doch klar von solchen Ansichten, Ideologien, und Aussagen abgrenzen kann, ja sie sogar zurück weisen kann.

    Wann immer es um das Thema Piraten und Rechte geht, und es ist ja nun mal eine Geschichte die sich vom Anfang an bis heute hinzieht, hört man stets nur von Beschwichtigungen und Abwiegelungen. Die Partei hat es bis heute insgesamt nicht geschafft sich ganz klar von rechtem Gedankengut und rechten Personen abzugrenzen. Es fehlen einfach eindeutige Statements und vor allem auch die Lehren daraus, indem man auch danach handelt.

  5. Re: ++

    Autor: wyrias 20.04.12 - 16:06

    Baptist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Gespräch bleiben, dass akzeptiere ich. Aber man muss Antidemokraten
    > keine Heimat in einer Partei bieten, die zumindest auf dem Papier
    > demokratisch sein will. Das ist eine sehr verquere Sicht der Dinge, und
    > auch keine Logik der man irgendwo folgen könnte.
    >
    > Es kann doch nicht das Motto sein, dass wir Toleranz dadurch zeigen, dass
    > wir die Intoleranz anderer Leute tolerieren. So funktioniert das nun mal
    > nicht.
    >
    > Und auch bedeutet es nicht, dass wenn man einen Dialog führen will, man
    > sich nicht doch klar von solchen Ansichten, Ideologien, und Aussagen
    > abgrenzen kann, ja sie sogar zurück weisen kann.
    >
    > Wann immer es um das Thema Piraten und Rechte geht, und es ist ja nun mal
    > eine Geschichte die sich vom Anfang an bis heute hinzieht, hört man stets
    > nur von Beschwichtigungen und Abwiegelungen. Die Partei hat es bis heute
    > insgesamt nicht geschafft sich ganz klar von rechtem Gedankengut und
    > rechten Personen abzugrenzen. Es fehlen einfach eindeutige Statements und
    > vor allem auch die Lehren daraus, indem man auch danach handelt.

    Das dazu entweder der Mut fehlt, sich irgendwie einordnen zu lassen wird immer deutlicher. Dass die Piratenpartei aber nicht drum herum kommt, sich auch mit politischen Themen der Vergangenheit, als auch der Gegenwart auseinanderzusetzen sollte immer klarer werden. Da reicht es nicht, sich nicht ins rechte oder linke Spektrum nicht einordnen lassen zu wollen. Denn die Deutungshoheit ist keine Privatangelegenheit. Das sollten einige Piraten vielleicht lernen. Außerdem ist es vielleicht in der heutigen Zeit wieder angebracht, sich gegen Nazis und Faschisten zu positionieren - auch als neue Partei.

  6. Re: ++

    Autor: bstea 20.04.12 - 16:16

    Dann versteh' ich nicht warum man nicht gleich die 3 Piraten rausschmeißt, wenn sie antidemokratisch den Rücktritt fordern und selbst gegen Grundsätze der Partei verstoßen.
    Entweder steht man für Meinungsfreiheit oder für Gleichschaltung innerhalb der Partei.
    Entweder lässt man die Mitglieder darüber entscheiden oder man trägt es in die Öffentlichkeit.

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

  7. Re: ++

    Autor: bmaehr 20.04.12 - 16:29

    Was vor 70 Jahren war ist vorbei und mir sehr egal.
    Viel wichtiger ist, wie die Zukunft ausschaut und da sind so Diskussionen wie "gab's mal nen Holocaust oder nicht" sowas von unwichtig. Wenn sich jemand zum Affen mach will, dann soll er es tun. Viel wichtiger ist aber, dass ihm nicht verboten wird, sich zu Affen zu machen, oder, in einem anderen Fall, eine unangenehme Wahrheit auszusprechen.

    Und leider haben die meisten Menschen in diesem Land nichts kapiert. Da wird versucht Meinungen zu verbieten, Bücher zu verbieten/verbrennen, bestimmte Gruppen wegen ihrer politischen Einstellung zu diskriminieren...

    "Wir wollen hier keine Nazis" und "Weg mit den Nazis" ist hier von vielen begrüßte Sätze. Aber wehe es kommt jemand auf die Idee statt dem Wort Nazi das Wort Jude, Türke, Araber, Frau, ... einzusetzen, dann ist diese Forderung natürlich ganz böse.

  8. Re: ++

    Autor: wyrias 20.04.12 - 22:02

    bmaehr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was vor 70 Jahren war ist vorbei und mir sehr egal.
    > Viel wichtiger ist, wie die Zukunft ausschaut und da sind so Diskussionen
    > wie "gab's mal nen Holocaust oder nicht" sowas von unwichtig. Wenn sich
    > jemand zum Affen mach will, dann soll er es tun. Viel wichtiger ist aber,
    > dass ihm nicht verboten wird, sich zu Affen zu machen, oder, in einem
    > anderen Fall, eine unangenehme Wahrheit auszusprechen.
    >
    > Und leider haben die meisten Menschen in diesem Land nichts kapiert. Da
    > wird versucht Meinungen zu verbieten, Bücher zu verbieten/verbrennen,
    > bestimmte Gruppen wegen ihrer politischen Einstellung zu diskriminieren...
    >
    > "Wir wollen hier keine Nazis" und "Weg mit den Nazis" ist hier von vielen
    > begrüßte Sätze. Aber wehe es kommt jemand auf die Idee statt dem Wort Nazi
    > das Wort Jude, Türke, Araber, Frau, ... einzusetzen, dann ist diese
    > Forderung natürlich ganz böse.


    Ich möchte dich unbedingt zitieren, damit dein Müll nochmal hier steht und du siehst, das dir deinen Quatsch keiner verbietet. Aber bitte, die Kritik musst du aushalten. Denn dein Gerede vonwegen es wäre verboten so etwas zu äußern ist wirklichkeitsfremd. Dafür gibt es eine Partei und die ist schon braun: die NPD.

    Wie du in der Lage sein willst, ohne Vergangenheit (und den gemachten Fehlern und errungenen "Fortschritten") die Gegenwart zu meistern, geschweige denn in der Zukunft nicht mit Steinen zu arbeiten möchte ich von dir wissen. Ansonsten bist zu wirklich nicht ernst zu nehmen. Dafür durftest du es wenigstens äußern. Bist du jetzt zufrieden? Deinen fantasierten Maulkorb gibt es nicht, die Kritik bekommst du trotzdem und die Partei und einige Mitgliederinnen ebenfalls - zurecht.

  9. Re: ++

    Autor: jangnisleh 23.04.12 - 20:58

    Baptist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Gespräch bleiben, dass akzeptiere ich. Aber man muss Antidemokraten
    > keine Heimat in einer Partei bieten, die zumindest auf dem Papier
    > demokratisch sein will.

    Wieso Antidemokraten?

    > Es kann doch nicht das Motto sein, dass wir Toleranz dadurch zeigen, dass
    > wir die Intoleranz anderer Leute tolerieren. So funktioniert das nun mal
    > nicht.

    Toleranz hat immer seine Grenzen! Nur weil Du sie anders setzt, heißt dies nicht, daß alle anderen Unrecht haben. Ich bin auch Pirat und würde mich über mehr rechten Einfluß freuen!

    > Und auch bedeutet es nicht, dass wenn man einen Dialog führen will, man
    > sich nicht doch klar von solchen Ansichten, Ideologien, und Aussagen
    > abgrenzen kann, ja sie sogar zurück weisen kann.

    Wer ist hier eigentlich intolerant?

    > Wann immer es um das Thema Piraten und Rechte geht, und es ist ja nun mal
    > eine Geschichte die sich vom Anfang an bis heute hinzieht, hört man stets
    > nur von Beschwichtigungen und Abwiegelungen. Die Partei hat es bis heute
    > insgesamt nicht geschafft sich ganz klar von rechtem Gedankengut und
    > rechten Personen abzugrenzen.

    Ich sehe auch keinen Grund, warum wir das machen sollten!? Rechts heißt ja nicht gleich Glatze und Baseballschläger, genauso wie Links nicht gleich Kapuzenpulli und Steinschleuder bedeutet.

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