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Wer braucht das auch in der Qualität

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  1. Wer braucht das auch in der Qualität

    Autor: mxrd 20.10.16 - 09:38

    Ich weiss nicht wie es auch damals ergangen ist, aber der sogenannte IT-Unterricht zu meiner Zeit war schlecht, falsch, faktisch falsch und unfassbar langweilig. Er war kontrapunktiv.

    Ich weiss zumindest aus heutiger Zeit, das Informatiklehrer mit dem Fach rein gar nichts zu tun haben, keine formellere ( in irgendeiner Form ) Ausbildung brauchen, noch eine Schulung oder ein "Execl-Zertifikat".

    Es ist ganz einfach, es wird gefragt, wer das machen möchte, der, der sich melden, bekommt ein paar "extra Stunden" angerechnet, egal, ob er dafür Qualifiziert ist.

    Was dann im Unterricht dabei rauskommt, kann ich mir nur denken - wissen kann ich es für heute nicht.

    Gefühlt bin ich eher froh, wenn es in der Form eingestampft wird.

  2. Re: Wer braucht das auch in der Qualität

    Autor: Der schwarze Ritter 20.10.16 - 09:47

    So schauts leider aus. Wir haben bestenfalls ein bisschen Zeug in Microsoft Works hin und her geschubst und das war dann Informatik. Geändert hat sich das erst am technischen Gymnasium, einfach weil man auch elektrotechnische Grundlagen für die Informatik mit gelernt hat.

    Wenn der Informatikunterricht also daraus bestehen sollte, mit Drag n Drop Tools irgendwelchen HTML-Kram zusammenzustecken oder in Excel eine handvoll Berechnungen zu machen - dann tuts mir leid, das ist der gleiche Dreck, den wir eh schon immer hatten und den kann man sich tatsächlich schenken.

  3. Re: Wer braucht das auch in der Qualität

    Autor: Rafa 20.10.16 - 09:57

    Hmm, Informatik ist meiner Meinung nach heute sehr wichtig. Das Problem ist, dass es von den Kultusministerien völlig unterschätzt wird. Und in den Schulen wo es gelehrt wird völlig falsch ausgelegt ist. Es müsste in Richtung Coding gehen (Grundkenntnisse, im Abi vllt. sogar Lks.a anbieten), Verhalten im Internet, Rechtslage im Internet etc. Dafür fehlen aber leider qualifizierte Lehrer... Man Stelle sich nur mal vor Jugendliche bekommen die Komplexität des Codings in jungen Jahren näher gebracht. An Unis ist so weit ich mich ersinnen kann, die Abbruch- und Durchfallquote im Fach Informatik am größten. Man sollte dafür Fächer wie Kunst streichen... Ich musste damals in der Schule malen, obwohl ich dafür kein Talent habe. Die Noten in dem Fach waren dementsprechend... Gutes Informatik wäre mir lieber gewesen. In meiner Heimatstadt gibt es ab und an für Kinder sog. Coder-Dojos, sind Veranstaltung bei denen technikaffine Eltern ihren Kids das Code von anderen Eltern mit Kenntnissen in dem Gebiet beibringen lassen.

  4. Re: Wer braucht das auch in der Qualität

    Autor: RicoBrassers 20.10.16 - 10:16

    mxrd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich weiss nicht wie es auch damals ergangen ist, aber der sogenannte
    > IT-Unterricht zu meiner Zeit war schlecht, falsch, faktisch falsch und
    > unfassbar langweilig. Er war kontrapunktiv.
    >
    > Ich weiss zumindest aus heutiger Zeit, das Informatiklehrer mit dem Fach
    > rein gar nichts zu tun haben, keine formellere ( in irgendeiner Form )
    > Ausbildung brauchen, noch eine Schulung oder ein "Execl-Zertifikat".
    >
    > Es ist ganz einfach, es wird gefragt, wer das machen möchte, der, der sich
    > melden, bekommt ein paar "extra Stunden" angerechnet, egal, ob er dafür
    > Qualifiziert ist.
    >
    > Was dann im Unterricht dabei rauskommt, kann ich mir nur denken - wissen
    > kann ich es für heute nicht.
    >
    > Gefühlt bin ich eher froh, wenn es in der Form eingestampft wird.

    Also ich hatte Informatik bereits seit der 8. oder 9. Klasse auf'm Gymnasium (Niedersachsen).
    Natürlich haben wir auch erst mit Excel angefangen, haben uns aber langsam zu Scratch/BYOB "hochgearbeitet". Letztendlich hatten wir in der Oberstufe dann verschiedene Verschlüsselungen und Codierungen behandelt, z.B. RSA-Verschlüsselung, Huffman-Code oder LZW. Auch grundlegende Java-Kenntnisse wurden uns beigebracht, wenn auch nicht vertieft im Bezug auf die Objektorientierung, sondern auf das Programmieren im Allgemeinen.
    Auch logische Gatter (AND, OR, etc.) wurden uns vermittelt.

    Aber gut - kann auch daran liegen, dass ich Informatik als Prüfungsfach (GAN/Grundkurs) für das Abitur gewählt hatte (EAN/Leistungskurs war zu diesem Zeitpunkt an meiner Schule leider noch nicht möglich). Da müssen dann natürlich gewisse Kompetenzen eher beigebracht werden, damit man auch eine Chance in der Abiturprüfung hat. :D

  5. Re: Wer braucht das auch in der Qualität

    Autor: Dwalinn 20.10.16 - 10:20

    Mein "Informatik Unterricht" bestand darin das der Schuldirektor uns ein Text oder eine Tabelle gegeben hat die wir dann in Word/Excel übernommen haben. Das ganze war dann oft Kommentarlos abgesehen von einer kurzen Beschreibung von der Wenn-Funktion

  6. Re: Wer braucht das auch in der Qualität

    Autor: Mephir 20.10.16 - 10:57

    mxrd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich weiss nicht wie es auch damals ergangen ist, aber der sogenannte
    > IT-Unterricht zu meiner Zeit war schlecht, falsch, faktisch falsch und
    > unfassbar langweilig. Er war kontrapunktiv.

    Ich assoziiere den "Computerunterricht" ganz dunkel in meinen Erinnerungen mit Word-textformatierung und Quake3 Arena/Counterstrike 1.5, wobei Letztere eher Dominant vertreten waren.

  7. Re: Wer braucht das auch in der Qualität

    Autor: Rabbit2 20.10.16 - 11:02

    Rafa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Man sollte dafür Fächer wie Kunst streichen

    Die Hälfte der Fächer gehören gestrichen oder komplett überarbeitet, Informatik ist da ein eher geringes Problem (da nur 1h/Woche für 1 Jahr, Österreich). Mein Informatikunterricht damals war 98% Office und 1 Stunde "wie ist eine URL aufgebaut" und "wie verwende ich google". Ich war damals glaube ich der einzige ohne Internet in meiner Klasse und wusste trotzdem mehr als mein Lehrer. Bildnerische "Erziehung"? 100% rumsitzen und Bilder malen, keine Kunstgeschichte oder Lehre über Techniken außer "für das nächste Bild nehmt Wasserfarben". Werkunterricht? Kleine Holzstücke zersägen und zusammenleimen, nichts, das man im Normalfall jemals wieder braucht. Wenn ich dort wenigstens gelernt hätte, wie man ein verstopftes Rohr reinigt, das hätte mir vor 2 Wochen geholfen. Religions"unterricht"? Das einzige Thema dort waren christliche Märchen, das war Indoktrination und kein Unterricht. Sport, damit die Kinder nicht übergewichtig werden? Ich war in meiner Jugend stark übergewichtig, die 2h Sport pro Woche bringen nichts gegen schlechte Ernährung und wenn die einzigen 2 Hobbys Bücher und PC sind. Ich hatte erst nach dem Gymnasium 25kg abgenommen, und da hat das Gymnasium überhaupt nichts dazu beigetragen, da zB keine Lehre darüber wie Fitnessgeräte richtig zu bedienen sind. Statt der Hälfte der Fächer hätte ich einfach nachhause gehen können und wüsste heute genauso viel.

  8. Re: Wer braucht das auch in der Qualität

    Autor: der_wahre_hannes 20.10.16 - 11:09

    mxrd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich weiss nicht wie es auch damals ergangen ist, aber der sogenannte
    > IT-Unterricht zu meiner Zeit war schlecht, falsch, faktisch falsch und
    > unfassbar langweilig. Er war kontrapunktiv.

    Immerhin hattest du IT-Unterricht. Den hatte ich gar nicht. Es gab ne Informatik-AG, die durfte ich aber nicht belegen, weil ich im Halbjahr vorher schon ne andere AG hatte, die auch im Computerraum stattfand, belegt hatte.

  9. Re: Wer braucht das auch in der Qualität

    Autor: Peter Brülls 20.10.16 - 11:16

    Rafa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man Stelle sich nur mal vor Jugendliche bekommen
    > die Komplexität des Codings in jungen Jahren näher gebracht. An Unis ist so
    > weit ich mich ersinnen kann, die Abbruch- und Durchfallquote im Fach
    > Informatik am größten.

    Ja, weil Informatik mehr (und, sorry, anspruchsvoller ist) als Coding. Selbst sehr gutes Coding.

  10. Re: Wer braucht das auch in der Qualität

    Autor: Limit 20.10.16 - 11:35

    Ich hatte an meiner Schule Glück mit dem Informatik-Unterricht. Wir hatten zwei Mathe-Lehrer, die Informatik als Nebenfach im Studium hatten und unser Informatik-Unterricht sehr stark an die ersten beiden Info-Semester angelehnt haben. Richtig aufgefallen ist mir das erst, als ich selbst Informatik studiert habe und mir im Gegensatz zu vielen Mitstudenten der größte Teil des Stoffs der ersten Semester (vor allem bei Techn. und Theoretischer Inform.) sehr bekannt vorkam.

  11. Re: Wer braucht das auch in der Qualität

    Autor: jidmah 20.10.16 - 12:47

    In meinem Informatikunterricht (NRW vor 10+ Jahren) haben wir ab der 11 tatsächlich Datenstrukturen und Programmierung gemacht, damals HTML und Delphi.

    Das lag in erster Linie an einem sehr guten und motivierten Lehrer, der sich selbst für diesen ersten Informatikkurs in der Oberstufe den Stoff angelesen hatte und uns Schülern vermittelt hat. Mindestens fünf der 14 damaligen Kursteilnehmer Arbeiten heute in einem Beruf in dem man Quellcode schreibt.

  12. Re: Wer braucht das auch in der Qualität

    Autor: mxrd 20.10.16 - 12:59

    Wenn ich mir die Antworten so anschaue, ist die Tendenz eher "grauenhafter Unterricht", mit ein paar richtig guten Ausnahmen.

    Bin mir nicht sicher, ob es sich für die Ausnahmen lohnt.

    Und ich bin in keiner Weise der Meinung, das wir keinen Computer/IT Unterricht brauchen, ganz im Gegenteil. Aber es gibt hier tatsächlich 2 Ebenen.

    Computer Unterricht:
    Bring den Schülern die Grundlagen bei, von was ist https ( sehr flach ), wie erkenne ich es. Was ist Google. Was sind Cookies ( ganz flach ) und wozu kann das oft missbraucht werden. Was sind Passwörter und wir kann man diese sicher gestalten, aber sich trotzdem merken können.
    Was ist schlimm wenn jemand "Plain Text Passwörter" speichert und wieso sollte man solche Dienstleistungen meiden.
    Was ist MAIL FROM vs Reply-To und wie kann das Missbraucht werden - wie prüft man das.

    Diese und ähnliche Dinge braucht man heute immer, ganz allgemein. Egal ob man Theologe, Umweltaktivist, Whitehat Hacker oder Einzelhandelskaufman wird.

    IT-Unterricht:
    Das, was wir darunter auch etwas formaler verstehen, nur runtergebacken. Sprachen, Syntax ein paar Algorythmen, Verschlüsselungen, SSL/TLS usw.

    Low-Level IT, aber eher in eine Richtung, das man daran Interesse hat - das muss nicht jeder und hat nicht jeder.

    ----

    Egal für welchen Bereich, man braucht Lehrer, die das können und einen guten Standard - und genau das gibt es nicht.

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