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Gefährliches Halbwissen

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  1. Gefährliches Halbwissen

    Autor: 7even 03.04.13 - 10:44

    Wenn man sich hier so manche Kommentare durchliest, bekommt man ja Kopfschmerzen. Heulen hier rum, wie schlimm die Bundesregierung ist und in welchem Polizeiüberwachungsstaat wir hier leben müssen. Rennen aber gleich beim nächsten Handydiebstahl zur Polizeiwache: "Bitte, bitte, das müssen Sie doch orten können. Können Sie nicht drauf zugreifen? Blabla blubb..."

    Kein Mensch intressiert sich für die Kindergeburtstagbilder auf eurem Cloud-Server. Da geht's um Großlagen wie islamistische Gefährdungslagen, Amok-Androhungen usw. Wenn die Ermittlungsbehörde den Verdacht hat, dass auf einem Cloud-Konto radikal-extremistisches Gedankengut verbreitet wird oder Straftaten geplant werden. Bedrohte Menschenleben, Schleusung, Zwangsprostitution. Nichtsdestotrotz benötigt auch das einen Beschluss des Gerichts. Aber was bringt es mir, wenn ich den Schlüssel zur Tür habe, aber nicht weiß, wie das Schloss funktioniert? Deshalb die Studie...

    Diese "Überwachsungsstaat-Hysterie" bei manchen Leuten ist echt lächerlich.
    Hater und Flamer frei!

  2. Re: Gefährliches Halbwissen

    Autor: mcnesium 03.04.13 - 10:50

    hans-peter, bist du es?

  3. Re: Gefährliches Halbwissen

    Autor: peterkleibert 03.04.13 - 11:11

    >Diese "Überwachsungsstaat-Hysterie" bei manchen Leuten ist echt lächerlich.
    Was ist, wenn sie recht haben?

    Oder anders gesagt, du vertraust noch immer blind einer politischen Klasse, wo schon längst erwiesen ist, dass das ganze System gekauft ist. Anders lassen sich Dinge, wie Peitschen Peers einträgliche Reden, oder die Agenda 2010 nicht erklären, bzw. dass dies eben von der Partei kommt, die eben für andere Ideeologien steht.


    >Hater und Flamer frei!
    Wieso musst du dies Freigeben, du bist doch der grösste Flamer hier.

  4. Re: Gefährliches Halbwissen

    Autor: 7hyrael 03.04.13 - 12:25

    es geht bei dem wettern dagegen nicht darum in erster liene dass es JETZT missbraucht wird. es geht darum erst gar keine strukturen für den Missbrauch entstehen zu lassen.

    Hätten wir vor 75 jahren strukturen wie heute gehabt, wären die Juden-/Politische Gegner-/Andersdenkenden-Jagd im 3. Reich eine Lachnummer gewesen, verglichen zu dem was mit der Informationsmacht über jeden Bürger heute aufkommen würde.

    in zeiten von Facebook mag das vielen nicht mehr klar sein dass man anderen ermöglicht Macht auszuüben auf einen selbst, wenn man zu viel von sich preis gibt. Dann braucht es nur jemanden der diese Informationen für seine zwecke Mißbrauchen kann und das auch will. Das muss kein Deutscher sein. Kein Politiker. Die Informationen sind abrufbar, und bloß weil diese stümper die unsere Steuergelder einsacken das nicht raffen dass es so ist, heißt es bloß weil man irgendwo ein stoppschild für unbefugte aufhängt noch lange nicht, dass das irgendwen interessiert. Zeigen unsere werten volksverräter der DEP(Deutschen Einheits Partei RotGrünSchwarzGelb) ja eigentlich täglich indem sie auf Grundrechten rumtrampeln als wärs eine Stepp-Tanzfläche.

  5. Re: Gefährliches Halbwissen

    Autor: mac4ever 03.04.13 - 14:10

    7even schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man sich hier so manche Kommentare durchliest, bekommt man ja
    > Kopfschmerzen. Heulen hier rum, wie schlimm die Bundesregierung ist und in
    > welchem Polizeiüberwachungsstaat wir hier leben müssen. Rennen aber gleich
    > beim nächsten Handydiebstahl zur Polizeiwache: "Bitte, bitte, das müssen
    > Sie doch orten können. Können Sie nicht drauf zugreifen? Blabla blubb..."
    >
    > Kein Mensch intressiert sich für die Kindergeburtstagbilder auf eurem
    > Cloud-Server. Da geht's um Großlagen wie islamistische Gefährdungslagen,
    > Amok-Androhungen usw. Wenn die Ermittlungsbehörde den Verdacht hat, dass
    > auf einem Cloud-Konto radikal-extremistisches Gedankengut verbreitet wird
    > oder Straftaten geplant werden. Bedrohte Menschenleben, Schleusung,
    > Zwangsprostitution. Nichtsdestotrotz benötigt auch das einen Beschluss des
    > Gerichts. Aber was bringt es mir, wenn ich den Schlüssel zur Tür habe, aber
    > nicht weiß, wie das Schloss funktioniert? Deshalb die Studie...
    >
    > Diese "Überwachsungsstaat-Hysterie" bei manchen Leuten ist echt
    > lächerlich.
    > Hater und Flamer frei!

    Nö. Nur folgender Einwand:

    Für den Moment magst du sogar vollständig recht haben. Aber, wenn die technischen Möglichkeiten erst einmal vorhanden sind, wird der Staat noch viel rigoroser seine eigenen Interessen verfolgen.

    Und die sind nun mal nicht identisch mit denen der Bürger. Was technisch möglich ist, wird auch gemacht. Die Freiräume für den Einzelnen werden dann immer geringer. Das ist das eigentliche Problem.

    Ich sehe ja, dass das heute schon passiert. So werden zum Beispiel Meldedaten weiter verbreitet, als es dem einzelnen Bürger lieb sein kann.
    Dann sind auch solche vergleichsweise harmlosen, wenn auch unangenehmen Szenarien möglich, nach denen dein Auto ständig automatisch geortet wird, und irgendwo in einem Amt eine Software dafür sorgt, dass automatisch ein Knöllchen an dich als Halter ausgestellt wird, weil diese Software weiß, wo Parkverbot herrscht und wo nicht.

    Und das ist nur ein konstruiertes Beispiel. Andere sind viel unangenehmer. Das bedeutet, dass die Freiheit des Einzelnen, auch die Möglichkeit, die Widersprüche und Zumutungen des realen Lebens in einer verbürokratisierten und von über 70.000 Gesetzen und Vorschriften in D durchregulierten Welt durch kleine Tricks zu umgehen, immer weiter eingeschränkt wird. Das ist die eigentliche Bedrohung.

  6. Re: Gefährliches Halbwissen

    Autor: NeverDefeated 03.04.13 - 22:45

    7even schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man sich hier so manche Kommentare durchliest, bekommt man ja
    > Kopfschmerzen. Heulen hier rum, wie schlimm die Bundesregierung ist und in
    > welchem Polizeiüberwachungsstaat wir hier leben müssen. Rennen aber gleich
    > beim nächsten Handydiebstahl zur Polizeiwache: "Bitte, bitte, das müssen
    > Sie doch orten können. Können Sie nicht drauf zugreifen? Blabla blubb..."
    >
    > Kein Mensch intressiert sich für die Kindergeburtstagbilder auf eurem
    > Cloud-Server. Da geht's um Großlagen wie islamistische Gefährdungslagen,
    > Amok-Androhungen usw. Wenn die Ermittlungsbehörde den Verdacht hat, dass
    > auf einem Cloud-Konto radikal-extremistisches Gedankengut verbreitet wird
    > oder Straftaten geplant werden. Bedrohte Menschenleben, Schleusung,
    > Zwangsprostitution. Nichtsdestotrotz benötigt auch das einen Beschluss des
    > Gerichts. Aber was bringt es mir, wenn ich den Schlüssel zur Tür habe, aber
    > nicht weiß, wie das Schloss funktioniert? Deshalb die Studie...
    >
    > Diese "Überwachsungsstaat-Hysterie" bei manchen Leuten ist echt
    > lächerlich.
    > Hater und Flamer frei!


    Das ist schlichtweg falsch. Zunächst einmal interessiert man sich für ALLE Daten an die man nur irgendwie gelangen kann um eine möglichst umfassende Datenbasis zum Einsatz von Datamining-Software zu bekommen. Die Daten von lächerlichen 82 Mio. Bundesbürger sind heute mit einem grösseren Rechenzentrum problemlos zu speichern und zu verarbeiten (Google überwacht Billionen von Internetpräsenzen weltweit und kann bis auf einzelne Worte herunter filtern.). Die Verschlüsselung ist das Problem. Deshalb gibt es z.B. für verschlüsselte Skype-Verbindungen Generalschlüssel, die möglicherweise nicht nur an stattliche Sicherheitsbehörden verkauft werden. Dasselbe wird nun eben versucht mit veschlüsselten Clouddaten hinzubekommen. Alles was nicht direkt beim Client mit einer quelloffenen, auf Sicherheit geprüften Verschlüsselungssoftware verschlüsselt und erst dann in die Cloud hochgeladen wird ist ohnehin nicht sicher verschlüsselt. Wenn irgendwer die Chance hat an die Daten zu kommen, kann man sich die Verschlüsselung gleich sparen. Verschlüsselte Skype-Verbindungen sind somit nur der Versuch Benutzer zu täuschen und ihnen Sicherheit vorzugaukeln, damit sie mehr von sich verraten.

    Wie weit das heimliche Überwachungszenario mittlerweile gedien ist, habe ich in einem Unterkommentar dieses Threads beschrieben:

    https://forum.golem.de/was-wollen-die-mit-der-puk/71986,3304764,3307453,read.html#msg-3307453


    Die Auswirkungen des Dataminings sind auch für unbescholtene Bürger mittlerweile zu spühren. Das kann man z.B. hieran erkennen:

    https://www.golem.de/1201/89442.html

    Das gefährliche Halbwissen liegt also eher auf der Seite der Leute, die diverse Pressemeldungen zu Spezialfirmen, die das Personal anderer Firmen überwachen (z.B. bei der Telekom geschehen, bei der Mitarbeiter über ihr eigenes Handy und ihren Dienstrechner überwacht wurden. Das ging ebenfalls gross durch die Presse und vor Gericht.), das Anlegen immer umfassenderer, zentralisierter Datenbanken über die Bundesbürger auf staatliches Seite etc. oder eben den von mir oben genannten Fall, der beweist, dass der amerikanische Heimatschutz zwischen Milliarden Nachrichten auf Twitter eine einzelne Nachricht herauspickt und deshalb einem britischen Staatsbürger ein Einreiseverbot ausspricht und ihn direkt wieder nach Hause schickt, weil er irgendwelchen Schwachsinn über seinen bevorstehenden Urlaub in den USA getwittert hat.

    Es braucht also keine Hater oder Flamer um Deine Aussage zu widerlegen. Es reicht selber die Augen aufzuhalten und ab und zu mal ein paar Pressebereichte zu lesen. Die Auswirkungen der heutigen automatisierten Nutzerüberwachung von privater, unternehmerischer und Staatsseite sind nämlich längst zu erkennen. Nur Ignoranten, die es nicht schaffen eigene Schlüsse zu ziehen und nicht auf die Bequemlichkeit von Handy und Cloud verzichten wollen, kriegen es offenbar hin alle diese Anzeichen zu "übersehen" und auf die beschwichtigende Gehirnwäsche von Politikern, Industrie und Medien hereinzufallen.

    Ich habe Freunde, die in (Cloud-)Rechenzentren arbeiten und wenn die Langeweile haben, dann sehen die oder ihre Arbeitskollegen sich offenbar die Daten solcher naiven Nutzer an, lachen sich über deren private Videos und Fotos kaputt und zeigen sie z.B. auch mir, wenn sie zu Besuch sind. Somit sollte jeder ein Interesse daran haben seine eigenen Daten zu schützen. Als Vater einer kleinen Tochter wäre es mir z.B. nicht so lieb, wenn irgendein Admin bei einem Serverbetreiber als "Kinderliebhaber" an Urlaubsbilder von meiner Tochter herankommt. Daher liegen private Daten von mir generell nicht auf Rechnern, die Zugang zum Internet haben oder jemals bekommen und alle meine Rechner sind mit Open-Source-Programmen auf Sektorebene verschlüsselt. Auf Rechnern mit Internetzugang habe ich noch nie auch nur meinen richtigen Namen eingetippt, geschweige denn irgendwelche persönlichen Dokumente/Briefe/eMails darauf liegen gehabt. Bei mir ist somit "nichts zu holen" für den Bundestrojaner, der ja ebenfalls keine Erfindung von Paranoikern mehr ist. Sonst hatte der CCC ihn nämlich nicht untersuchen und sich über Funktionalitäten beschweren können, die eine rechtsstaatliche Spionagesoftware garnicht hätte haben dürfen.

    Den Beschluss eines Gerichtes braucht man erst, wenn man Informationen auch wirklich als Beweise benutzen will. Oft reichen aber heimlich auf illegalem Wege erlangte Informationen problemlos um an andere handfeste Beweise zu kommen, ohne dass die vorausgehende illegale Kommunikationsüberwachung überhaupt vor Gericht zugegeben werden muss.

    Wenn Dir selbst zu Denken offenbar Kopfschmerzen bereitet, würde ich das möglicherweise als Äquivalent zum Muskelkater bei untrainierten Muskeln betrachten. ;-)

    P.S. Mit der Polizei habe ich absolut nichts am Hut. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie etwas geklaut oder auch nur meine Steuererklärung geschönt, in über 20 Jahren Autofahren nie ein Knöllchen wegen Falschparkens kassiert und geblitzt worden bin ich exakt einmal, weil ich einmal ein Familienmitglied im Dunklen auf einer mir unbekannten Autobahnstrecke zum Flughafen gefahren habe und offenbar ein 80km/h-Schild übersehen habe und auf einer dreispurigen Autobahn daher leider weiter 100km/h gefahren bin. Selbst wenn ich ein Handy hätte und es mir geklaut würde, würde ich deshalb nicht zur Polizei rennen. Ich habe gute Kontakte zu einigen Leuten, die bei Handyanbietern arbeiten und die hätten das Gerät in nullkommanix wiedergefunden, was zudem beweist, dass es garkein Problem darstellt Handys von Privatleuten zu orten.

  7. Re: Gefährliches Halbwissen

    Autor: nw42 04.04.13 - 07:12

    7even schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kein Mensch intressiert sich für die Kindergeburtstagbilder auf eurem
    > Cloud-Server. Da geht's um Großlagen wie islamistische Gefährdungslagen,

    Knapp 3 Mio Islamische Gefährdungen alleine in 2011?! Ich habs gewußt ihr seid alle schon konvertiert und keiner hat mir bescheid gesagt...

    "Im aktuell von den Abgeordneten untersuchten Zeitraum 2011 blieben laut dem Report zu Eingriffen in Artikel 10 Grundgesetz insgesamt 2.875.000 E-Mails, Telefonate oder Faxe in den Filtern des "Staubsaugers" des Bundesnachrichtendienstes (BND) hängen..."

    Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/BND-ueberwacht-im-Jahr-knapp-3-Millionen-Netzverbindungen-1834542.html

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