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Warum seid IHR ITler?

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Warum seid IHR ITler?

    Autor: aLpenbog 19.09.21 - 13:30

    Ich lese bzgl. Mädels in der IT immer wieder die gleichen Sachen. Es fehlt an Förderung in der Schule, es fehlt an Vorbildern, die Mädels kommen gar nicht in Kontakt mit Technik.

    Ich für mein Teil bin Anfang der 90er an den Rechner gekommen. Mein Vater hatte einen für etwas Buchhaltungskram usw. und ich durfte da als 5-6 Jähriger hin und wieder eine Runde zocken.

    Da mein Vater auch selbst an Rechnern geschraubt hatte, hatte ich das von ihm gelernt. Der Rest war eher Learning By Doing, weil man es damals noch musste, um seine Spiele zu spielen. Sprich an Konfigurationsdateien bzw. den Startdateien rumeditieren, man hat sich kleine Menüs via Batch gemacht um die Spiele zu starten oder irgendeine Geheimsprache wo einfach Buchstaben gemappt wurden.

    Gaming war bei mir immer ein treibender Faktor. Die Konfigurationsdateien und Scripts der Games. Später auch ein wenig Webentwicklung usw.

    Ja, zu der Zeit hatte ich Glück mit der Technik in Berührung zu kommen. Das war nix Selbstverständliches. Aber heute mit Smartphones, Tablets, Notebooks und co. kommt gefühlt jedes Mädel mehr damit in Berührung als man selbst damals als Hardcore Nerd.

    Und ja "Nerd" sein bedeutete damals durchaus auch Ablehnung. Das man viele Stunden vor dem Computer verbringen konnte fanden viele Leute bedenklich, von meiner Mutter, über Lehrer und auch Mitschüler fanden sowas nicht alle cool.

    In Summe gab es wohl eher mehr externe Sachen die einen weggedrückt haben, als Sachen die einen angezogen oder gefördert hätten. Klar das mein Vater mir gezeigt hat, wie man einen PC zusammenbaut, war ein Einstieg, der Rest war aber schlicht mein Interesse und meine Faszination für den Rechner.

    Und Vorbilder, ich hab zumindest nix von der IT in Medien und co. mitbekommen. Wer Bill Gates ist oder Linus Torvalds, wusste ich erst, als ich ganz, ganz tief im Kaninchenbau drin steckte.

    Wie war es bei euch Leuten, die nun in der IT arbeiten. War bei irgendwem die Schule wirklich ein Faktor? Oder große Vorbilder? Wusstet ihr irgendwas von Menschen in der IT, bevor ihr selbst drin wart? Was hat euch hergebracht?

  2. Re: Warum seid IHR ITler?

    Autor: schnedan 19.09.21 - 14:25

    nö bin ich nicht...

    Itler sind bei mir Leute denen man helfen muss n Grafiktreiber zu installieren oder die mir erzählen das Windows mit Viren kommt und das man ohne Antivirus nicht ins Netz darf, aber der Antivirus nicht installiert werden kann, weil man dafür ins Netz muss...

    kurz: ITler == B-Arche

  3. Re: Warum seid IHR ITler?

    Autor: AvailableLight 19.09.21 - 14:59

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie war es bei euch Leuten, die nun in der IT arbeiten. War bei irgendwem
    > die Schule wirklich ein Faktor? Oder große Vorbilder? Wusstet ihr irgendwas
    > von Menschen in der IT, bevor ihr selbst drin wart? Was hat euch
    > hergebracht?

    Schule, Vorbilder = False.

    Bill Gates war in meiner Jugendzeit eher ein allgemeines Feindbild als Vorbild. Heutzutage wird er als Philantroph anders wahrgenommen. Woz, Torvalds & Co. kannte ich anfangs nicht.

    Ich habe solange ich denken kann ein ausgeprägtes technisches Interesse und wollte immer schon wissen, wie Dinge funktionieren. Also habe ich sie auseinandergebaut um die Funktionsweisen zu verstehen. Rechner waren deutlich komplizierter als Bohrmaschinen o.ä., hat also etwas länger gedauert, bis ich alles kapiert habe. ;)

    Entwicklungspsychologen gehen heutzutage davon aus, dass ein Großteil des Charakters angeboren ist, der Rest wird durch frühkindliche Prägung und Erziehung angelegt. Im Schulalter sind die meisten Grundlagen bereits fest verdrahtet. Was bis dahin also nicht vorhanden ist, kann auch kaum extern verstärkt werden. Ich sehe das auch selbst bei kleinen Kindern von Familie, Freunden und Bekannten. Die Interessen sind sehr unterschiedlich und früh erkennbar wenn man genau hinsieht. Wer also unbedingt technisches Interesse fördern möchte, falls nur wenig Eigeninteresse vorhanden ist, müsste noch vor dem Kindergarten damit anfangen.

    Natürlich kann man auch völlig ohne eigenes Interesse eine Berufsausbildung wählen, ob man damit glücklich wird, steht auf einem anderen Blatt. Ich jedenfalls liebe Technik.

  4. Re: Warum seid IHR ITler?

    Autor: Steffo 19.09.21 - 15:44

    Das Problem ist, dass sich viele Mädels Technik nicht zutrauen, weil es hier immer noch Klischees gibt.
    Früher durften die Frauen auch nicht studieren.
    Die Geschichte zeigt, dass Frauen geistig genau so fähig sind wie Männer und deshalb sollten alle Barrieren runter und dazu gehört es auch Klischees zu bekämpfen, in dem man Mädchen aktiv Programmierung näher bringt.

  5. Re: Warum seid IHR ITler?

    Autor: aLpenbog 19.09.21 - 16:22

    Nun für mich sind ITler Leute, die in irgendeiner Form praktisch in der IT arbeiten. Irgendeinen Überbegriff muss man ja wählen und beim Informatiker fühlen sich die Leute, die studiert haben gern auf den Schlipps getreten, da diese dann gerne akademische Titel und Berufs- oder Tätigkeitsbezeichnungen durcheinander bringen und sich herabgewürdigt fühlen.

    Also ob nun Softwareentwickler, Systemintegrator, Entwicklungsleiter, Admin oder was auch immer, das sind für mich ITler, unabhängig davon wie sie Grafiktreibern oder Antivirenprogrammen gegenüber stehen oder ob sie diese gar entwickeln.

  6. Re: Warum seid IHR ITler?

    Autor: Dakkaron 19.09.21 - 23:10

    Bei mir war es schon ein Vorbild, mein Vater ist Programmierer. Irgendwann als Kind ist es mir zu sehr auf den Zeiger gegangen, dass mich alle fragen, was ich werden will, wenn ich groß bin, also hab ich mich hald für Programmierer entschieden.

    Mein Vater hat mir öfters versucht, Component Pascal beizubrigen, aber das hat nie recht geklappt.

    Viel später, mit 14, hab ich dann ein kleines, kräftig modbares Indie-Spiel gefunden (ehrlich keine Ahnung wie ich auf das Spiel gekommen bin) und hab angefangen, die Config-Dateien zu modden. Dann hat mal der Entwickler des Spieles eine kleine Bakterien/DNA-Simulation in Source Code ins Forum geworfen. Hab mir die IDE für die Sprache besorgt, und selber angefangen, Spiele zu basteln.

    Und von da an ging es weiter. Gelernt hab ich im Selbststudium, immer was ich grad gebraucht hab, aus Tutorials, Dokumentationen und Foren.

    Die Schule hat mir gar nicht geholfen, das Studium sehr wenig. Große Persönlichkeiten haben mich nie interessiert. Bill Gates war in den 90ern und frühen 2000ern ein Idiot, Monopolist und Feindbild für mich. Andere Größen sind mir nicht untergekommen.

  7. Re: Warum seid IHR ITler?

    Autor: OutOfCoffee 20.09.21 - 00:19

    Meine Eltern hatten garnichts mit IT zu tun oder in irgendeiner weise Berührung damit. War eher so das, wenn meine Schwester und ich mit meiner Mutter in die Stadt zum einkaufen sind, sie uns dort in der Spielzeugabteilung abgeladen hat und wir da gebannt vor den Konsolen und Computern standen und uns da beschäftigten während meine Mutter stundenlang Kleidung schoppen ging. Auch waren wir öfter bei Bekannten, dessen älterer Sohn damals einen Computer hatte und da mit ihm immer gezockt haben. Mit ca. 7 habe ich dann einen eigenen Computer bekommen (Atari) an dem ich anfangs nur gespielt habe und dann später so mit 9 im Selbststudium mit Büchern aus der Bücherei meine ersten Programmier gehversuche gestartet habe. Meine Eltern und Schule hatten damit nix zu tun. Meine Eltern hat aber auch wenig interresiert was ich da mache, da sie mehr mit ihren eigenen Streitereien beschäftigt waren als sich darum zu kümmern was ihre Kinder machen (in meinem Fall vor dem Rechner hängen, spielen und damit rum experimentieren und den Streitereien meiner Eltern entfliehen).

  8. Re: Warum seid IHR ITler?

    Autor: ptepic 24.09.21 - 07:47

    Also ich bin ITler geworden, weil damals in den Medien ständig Artikel über die gesellschaftliche Kluft zwischen Mann und Frau kamen und ich eine Quote zu erfüllen hatte.

    Eigentlich wollte ich FriseurIn werden, aber meine Eltern wollten, dass ich was Männliches machen soll und IT die Zukunft wäre.

    Also hatte ich keine Wahl; ich musste mich fügen...

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