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nüchterne Betrachtung

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  1. Re: nüchterne Betrachtung

    Autor: White Rabbit 26.09.11 - 19:00

    catdeelay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kann es also sein, dass man hier nur Kontra gegen das Gesetz bringt, wenn
    > man fleißig "files shared"?

    Mitarbeiter X möchte seiner Firma eins auswischen und läd 3 mal etwas illegales herunter. Wem wird also der Zugang gesperrt ? Der ganzen Firma.

    Kann man beliebig fortsetzten, freie Hotspots, UNI Netze, Wohngemeinschaften, usw.
    Überall wo mehrere über den gleichen Internetzugang online gehen reicht es aus das einer scheiße baut und für alle wird gesperrt.

  2. Re: Ruhe bewahren

    Autor: ThadMiller 27.09.11 - 09:28

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wird dieser als Präzedenzfall genutzt werden...

    Ich glaube das gibt es in Deutschland nicht.
    Es ist sogar so, das z.B. du für genau das bestraft wirst, wofür ein Anderer ein paar Monate vorher frei gesprochen wurde...

    Muss man nicht verstehen, ist aber so.


    gruß
    thad

  3. Re: nüchterne Betrachtung

    Autor: DanielBouziri 27.09.11 - 10:39

    catdeelay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > meine zeiten des filesharings sind lang vorbei und zahlen durfte ich dafür
    > auch schonmal.
    >
    > ich denke, dass ich mich momentan gesetzestreu bzgl. urheberrecht durch das
    > internet bewege.
    >
    > Für mich wäre dieses Gesetz also kein Problem.
    > Kann es also sein, dass man hier nur Kontra gegen das Gesetz bringt, wenn
    > man fleißig "files shared"? Der der brav alles kauft hat ja nichts zu
    > befürchten. Und bei den Two Strike Modell sitzt auch ein Richter der
    > erstmal die Rechmäßigkeit prüft (auch wenn es ein Schnellverfahren ist) in
    > Italien sollen das ja die Provider bestimmen wenn ich das richtig
    > überflogen habe.
    >
    > Und wenn man erwischt wird gibt es was auf die Finger. Wer dann immernoch
    > nicht lernt, dem wird halt das NEtz gekappt. Man weiß ja dann worauf man
    > sich einlässt.
    >
    > Natürlich wäre eine Kulturflatrate schön. Aber wie praktikabel und
    > realistisch ist das. Weit entfernte Zukunftsmusik meiner Meinung nach.
    >
    > Gruß,
    > Cat

    Das ist wieder eine typisch deutsche Aussage:

    betrifft mich nicht, interessiert micht nicht.

    Purer Egoismus.

    Jeder hatte mal seine Filesharer Zeit - und die ist auch wichtig gewesen.

    Ich halte Filesharer auch nicht für bessere Menschen, aber ich fühle mich dadurch, dass ich keine Dateien herunterlade, auch nicht besser.

    Zu der Gruppe derjenigen die in P2P Netzwerken Sachen tauschen gehören in der Regel:

    Hartz IV Empfänger die halt auch die neueste Musik haben wollen
    Kinder und Jugendliche die einfach nicht soviel Geld wir die arbeitende Bevölkerung haben

    Ich lade mir aus dem Grund nichts mehr runter, weil mir mittlerweile die Zeit nach dem Suchen der Titel usw. zu schade ist - da zale ich lieber ¤ 1,00 pro Song und hab dann mein Lied.

    Dabei ist es mir egal, ob Andere das kostenlos bekommen und dafür 100 mal nen Fakefile runterladen, es 40 mal in schlechter Qualität bekommen oder erwischt werden.

    Dass ich jetzt aber dafür bin, dass man solche Leute auf eine so extreme Art bestraft, kann ich auch nicht sagen.

    Es mag sein, dass die Sachen urheberechtlich geschützt sind und ich bin auch dafür, dass man Menschen die es commerziell benutzen und sich daran bereichern schwer bestraft - wer es aber aus Gründen tut, weil er es sich einfach nicht leisten kann, den sollte man nicht bestrafen denn er verursacht auch keinen Schaden nachdem er sich die Musik sonst sowie so nicht gekauft hätte.

    Und Filesharing mit dem Klauen von echten Waren zu vergleichen grenzt an absoluter Hirnlosigkeit.

    Anders als ein "echter gegenstand", ist das reproduzieren eines Liedes oder Filmes kostenlos und verursacht keine Kosten.

    Somit entgeht dem Urheber natürlich rein theoretisch der Umsatz auf sein Produkt - allerdings nur theoretisch da man nicht 100 % davon ausgehen kann, dass Filesharer auch wirklich dafür zahlen würden.

    Gleiches verhält sich bei DVD's & Co.

    Ich bekomm jetzt schon das kotzen:

    soviele Filme besitze ich mittlerweile auf DVD. Jetzt kaufe ich mir ein BR-Player... und was passiert? Genau, man darf sich die Filme (aus den Jahren 19xx lange vor eurer Zeit) erneut kaufen und zahlt dann wieder 25 ¤ obwohl man es eigentlih schon auf anderen Medien besitzt.

    solange die einfach kein anständiges Preissystem finden, werden die Menschen auch schön weiterkopieren.

  4. Re: nüchterne Betrachtung

    Autor: Feuerfred 27.09.11 - 10:53

    snboris schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Irgendwie haben wir nur Leute in der Regierung, die sich mit den neuen
    > Medien
    > kein Stück auskennen.

    Das liegt daran, dass wir mit der CDU und der FDP reine Bonzenparteien an der Macht haben. Die einen kämpfen für die Lobby, die anderen für große Firmen (upps, ist ja das gleiche).

    Von daher wird da auch nichts Besseres zu erwarten sein, solange man Schwarz, Gelb und Rot wählt. Das ist nämlich alles der selbe Mist (BTW auch Grün). Die Schwafelpartei (Linke) ist aber auch nicht besser. Erst mal an der Macht, sind die Vorsätze des letzten Jahres auch vergessen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.09.11 10:55 durch Feuerfred.

  5. Re: nüchterne Betrachtung

    Autor: Maxiklin 27.09.11 - 11:18

    DAs wird den Piraten auch noch blühen :) NOCH sitzen sie demonstrativ im Blaumann oder sonstigen Klamotten im Berliner Landtag, in paar Jahren dann, falls sie noch existieren sollte in einem Landtag oder gar Bundestag, dann zu 100 % mit Schlips und kragen und auch das Programm dürfte sich um 180 % geändert haben zum politischen Einheitsbrei, siehe die Grünen. Außer dem Parteinamen haben die mit der Partei in den Gründerjahren nix mehr gemein.

  6. Re: nüchterne Betrachtung

    Autor: Der Kaiser! 27.09.11 - 21:22

    > Jede Beweisführung beruht somit auf Indizien und nicht auf handfesten Tatsachen.

    Du weisst gar nicht wie richtig diese Aussage ist. :)

    ___

    Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!

    Wirkung und Gegenwirkung.
    Variation und Selektion.
    Wie im grossen, so im kleinen.

  7. Re: nüchterne Betrachtung

    Autor: SSD 27.09.11 - 21:36

    DanielBouziri schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > catdeelay schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > meine zeiten des filesharings sind lang vorbei und zahlen durfte ich
    > dafür
    > > auch schonmal.
    > >
    > > ich denke, dass ich mich momentan gesetzestreu bzgl. urheberrecht durch
    > das
    > > internet bewege.
    > >
    > > Für mich wäre dieses Gesetz also kein Problem.
    > > Kann es also sein, dass man hier nur Kontra gegen das Gesetz bringt,
    > wenn
    > > man fleißig "files shared"? Der der brav alles kauft hat ja nichts zu
    > > befürchten. Und bei den Two Strike Modell sitzt auch ein Richter der
    > > erstmal die Rechmäßigkeit prüft (auch wenn es ein Schnellverfahren ist)
    > in
    > > Italien sollen das ja die Provider bestimmen wenn ich das richtig
    > > überflogen habe.
    > >
    > > Und wenn man erwischt wird gibt es was auf die Finger. Wer dann
    > immernoch
    > > nicht lernt, dem wird halt das NEtz gekappt. Man weiß ja dann worauf man
    > > sich einlässt.
    > >
    > > Natürlich wäre eine Kulturflatrate schön. Aber wie praktikabel und
    > > realistisch ist das. Weit entfernte Zukunftsmusik meiner Meinung nach.
    > >
    > > Gruß,
    > > Cat
    >
    > Das ist wieder eine typisch deutsche Aussage:
    >
    > betrifft mich nicht, interessiert micht nicht.
    >
    > Purer Egoismus.
    Stimmt!

    > Jeder hatte mal seine Filesharer Zeit - und die ist auch wichtig gewesen.
    ne, hatte bestimmt nicht jeder und ist auch nicht wichtig
    wieso sollte es das sein?

    zur Bekämpfung von "Urheberrechtsdelikten" würde ich sagen:
    Druck ist entscheidend, nicht die eigentliche Strafe
    daher wäre ich auch dafür, bei Urheberrechtsverletzungen eine hohe Strafe anzusetzen, da die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden relativ gering ist :D
    allerdings muss da ein ordentliches "Internetrecht" her, damit das alles akzeptabel abläuft
    deshalb bin ich auch (eher) gegen das neue 2-Strike-Modell von Deutschland
    außerdem bin ich gegen jegliche Internetsperre
    eine lebenslange Internetsperre wäre auf jeden Fall ein deutlich überzogenes Strafmaß

    > Ich halte Filesharer auch nicht für bessere Menschen, aber ich fühle mich
    > dadurch, dass ich keine Dateien herunterlade, auch nicht besser.
    wieso?
    findest du nicht, das Gesetz sollte jeder einhalten?

    > Zu der Gruppe derjenigen die in P2P Netzwerken Sachen tauschen gehören in
    > der Regel:
    >
    > Hartz IV Empfänger die halt auch die neueste Musik haben wollen
    > Kinder und Jugendliche die einfach nicht soviel Geld wir die arbeitende
    > Bevölkerung haben
    >
    > Ich lade mir aus dem Grund nichts mehr runter, weil mir mittlerweile die
    > Zeit nach dem Suchen der Titel usw. zu schade ist - da zale ich lieber ¤
    > 1,00 pro Song und hab dann mein Lied.
    >
    > Dabei ist es mir egal, ob Andere das kostenlos bekommen und dafür 100 mal
    > nen Fakefile runterladen, es 40 mal in schlechter Qualität bekommen oder
    > erwischt werden.
    >
    > Dass ich jetzt aber dafür bin, dass man solche Leute auf eine so extreme
    > Art bestraft, kann ich auch nicht sagen.
    ok

    > Es mag sein, dass die Sachen urheberechtlich geschützt sind und ich bin
    > auch dafür, dass man Menschen die es commerziell benutzen und sich daran
    > bereichern schwer bestraft - wer es aber aus Gründen tut, weil er es sich
    > einfach nicht leisten kann, den sollte man nicht bestrafen denn er
    > verursacht auch keinen Schaden nachdem er sich die Musik sonst sowie so
    > nicht gekauft hätte.
    das verstehe ich absolut nicht!
    das ist, als würde man sagen, "der kann sich keine Lebensmittel leisten, also darf er sie stehlen"
    Content hat auch "Produktionskosten"!

    ein einfaches Beispiel:
    ein Hacker besorgt sich von einem Musikanbieter einen Top-Hit
    er denkt sich "ich nehme denen ja dadurch nichts weg, weil ja eine Vervielfältigung nichts kostet, und kaufen würde ich es mir sowieso nicht - also ist das ok"
    und "damit andere nicht benachteiligt sind, lade ich's gleich am besten ins Netz - ich bin ja sozial"
    eine ärmere Person besorgt sich nun ebenfalls diesen Song übers Internet
    sie denkt sich "ich nehme denen ja dadurch nichts weg, weil ja eine Vervielfältigung nichts kostet, und kaufen würde ich es mir sowieso nicht - also ist das ok"
    danach kommt ein Jugendlicher, der sich den Song ebenfalls besorgt, weil er denkt, für die zig Lieder, "die man so braucht", nicht genügend Taschengeld zu bekommen
    er denkt sich ebenfalls "ich nehme denen ja dadurch nichts weg, weil ja eine Vervielfältigung nichts kostet, und kaufen würde ich es mir sowieso nicht - also ist das ok"
    nun sieht eine Durchschnittsbürger diese ganzen Leute, die sich diesen Hit illegal besorgen und holt sich ihn "im Sinne der Gerechtigkeit" auch (illegal)
    er denkt sich "ich nehme denen ja dadurch nichts weg, weil ja eine Vervielfältigung nichts kostet, und kaufen würde ich es mir sowieso nicht, wenn es andere auch kostenlos haben können - also ist das ok"
    ...
    eine Zeit vergeht und der Musikanbieter geht eventuell in Insolvenz und macht Platz für einen neuen Anbieter (der vll. glaubt, davon gelernt zu haben, und auf DRM setzt)

    Fazit:
    Das Problem ist einfach, dass sich einfach jeder eine gute Rechtfertigung sucht und damit den Gesetzesbruch für sich selbst legitimiert

    > Und Filesharing mit dem Klauen von echten Waren zu vergleichen grenzt an
    > absoluter Hirnlosigkeit.
    nein, denn Urheberrechtsverletzungen SIND Diebstahl (auch wenn man dazu geradezu verführt wird)

    > Anders als ein "echter gegenstand", ist das reproduzieren eines Liedes oder
    > Filmes kostenlos und verursacht keine Kosten.
    dazu habe ich schon alles gesagt

    > Somit entgeht dem Urheber natürlich rein theoretisch der Umsatz auf sein
    > Produkt - allerdings nur theoretisch da man nicht 100 % davon ausgehen
    > kann, dass Filesharer auch wirklich dafür zahlen würden.
    davon kann man eben nicht ausgehen

    > Gleiches verhält sich bei DVD's & Co.
    >
    > Ich bekomm jetzt schon das kotzen:
    >
    > soviele Filme besitze ich mittlerweile auf DVD. Jetzt kaufe ich mir ein
    > BR-Player... und was passiert? Genau, man darf sich die Filme (aus den
    > Jahren 19xx lange vor eurer Zeit) erneut kaufen und zahlt dann wieder 25 ¤
    > obwohl man es eigentlih schon auf anderen Medien besitzt.
    >
    > solange die einfach kein anständiges Preissystem finden, werden die
    > Menschen auch schön weiterkopieren.
    ja, leider
    ich persönlich hoffe auf Netflix für Europa ;)
    (natürlich unzensiert und mit Untertitel / Originalsprache - wenn vorhanden)

  8. Re: nüchterne Betrachtung

    Autor: slashwalker 27.09.11 - 21:55

    Was mir bei der Contentindustrie am meisten auf den Sack geht, sind diese Milchmädchenrechnungen über die angeblichen Verluste.

    Wenn ich mir jeden aktuellen Kinofilm sauge, weil es eben jeden Film (oft noch vor Kinostart) im Netz gibt, heißt das noch lange nicht, das ich mir auch jeden Film im Kino ansehen würde, nur weil ich ihn nicht downloaden kann. Aber die Contentindustrie rechnet ja je Download = ein entgangener Kinobesuch. Und das ist mal Bullshit vom aller Feinsten!

  9. Lesenswert! (kwT.)

    Autor: Der Kaiser! 27.09.11 - 21:58

    Sein Beitrag. Nicht meiner.

    ___

    Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!

    Wirkung und Gegenwirkung.
    Variation und Selektion.
    Wie im grossen, so im kleinen.

  10. Re: nüchterne Betrachtung

    Autor: spanther 28.09.11 - 00:29

    So ein Quatsch schon wieder von dir und das nur kurz nachdem dein Vorposter ja schon erwähnte, dass eben "Kopien" im digitalen Bereich "keine" Verluste für die Produzenten bedeuten...

    Selbst wenn die Sachen zu produzieren Geld kostet, hat der Produzent später auf dem Markt die Chance, über seine Verkäufe das Geld wieder reinzuholen und noch mehr oben drauf zu verdienen. Die, die eh kein Geld haben und sich "Abzüge" machen, haben das damals auch schon mit Kassetten gemacht...

    Dadurch haben sie eben kein Original, dafür aber eben nix ausgegeben. Der Hersteller hat da überhaupt gar nix verloren dran, denn an "diesem Markt" hätte er sowieso 'nie' was verdient! Leute die nix haben, können nix geben! Aber auch diese wollen am gesellschaftlichen medialen Leben teilhaben! ...

  11. Re: nüchterne Betrachtung

    Autor: spanther 28.09.11 - 00:31

    slashwalker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was mir bei der Contentindustrie am meisten auf den Sack geht, sind diese
    > Milchmädchenrechnungen über die angeblichen Verluste.
    >
    > Wenn ich mir jeden aktuellen Kinofilm sauge, weil es eben jeden Film (oft
    > noch vor Kinostart) im Netz gibt, heißt das noch lange nicht, das ich mir
    > auch jeden Film im Kino ansehen würde, nur weil ich ihn nicht downloaden
    > kann. Aber die Contentindustrie rechnet ja je Download = ein entgangener
    > Kinobesuch. Und das ist mal Bullshit vom aller Feinsten!

    Es ist halt zu ihren Gunsten völlig an der Realität vorbei gedacht...

    Es geht ihnen gar nicht um eine reale Betrachtung, sondern nur um den Punkt, die eigene Gier auf "noch mehr wollen" damit zu rechtfertigen, dass ja jeder dann kaufen würde, gäbe es keine Kopien. Das basteln sie sich an Rechtfertigung einfach zusammen, weil die Gier den logischen Verstand ausgeschaltet hat! :)

    Denn jeder weiß, das man niemandem was nehmen kann, der nix hat! ;)

  12. Re: nüchterne Betrachtung

    Autor: SSD 28.09.11 - 12:28

    spanther schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So ein Quatsch schon wieder von dir und das nur kurz nachdem dein Vorposter
    > ja schon erwähnte, dass eben "Kopien" im digitalen Bereich "keine" Verluste
    > für die Produzenten bedeuten...
    nicht zwingend :D

    wie stehst du zum Gesetz?
    wärest du dafür, dass Leute wie du gesetzlich verankert jegliche Inhalte kostenlos bekommen, einfach weil sie sich nicht leisten können?
    - das wäre nicht abgrenzbar
    oder für eine Kulturflatrate?
    - schwer durchzusetzen
    wenn nicht, würdest du es als "gerecht" empfinden, für deine "Taten" zur Rechenschaft gezogen zu werden?
    oder sollten Urheberrechtsverletzungen sowieso nicht strafbar sein, "weil sie ja keinen Schaden anrichten" (was die Content-Industrie zerstören würde)

    > Selbst wenn die Sachen zu produzieren Geld kostet, hat der Produzent später
    > auf dem Markt die Chance, über seine Verkäufe das Geld wieder reinzuholen
    > und noch mehr oben drauf zu verdienen. Die, die eh kein Geld haben und sich
    > "Abzüge" machen, haben das damals auch schon mit Kassetten gemacht...
    deine Situation ist zwar prinzipiell vertretbar, aber nicht juristisch, da eben die Abgrenzung schwierig ist und die juristische Anschauung gilt für mich, denn sie ist die "weiter gedachte"

    dazu zitiere ich nochmal mein Beispiel:
    > ein Hacker besorgt sich von einem Musikanbieter einen Top-Hit
    > er denkt sich "ich nehme denen ja dadurch nichts weg, weil ja eine
    > Vervielfältigung nichts kostet, und kaufen würde ich es mir sowieso nicht -
    > also ist das ok"
    > und "damit andere nicht benachteiligt sind, lade ich's gleich am besten ins
    > Netz - ich bin ja sozial"
    > eine ärmere Person besorgt sich nun ebenfalls diesen Song übers Internet
    > sie denkt sich "ich nehme denen ja dadurch nichts weg, weil ja eine
    > Vervielfältigung nichts kostet, und kaufen würde ich es mir sowieso nicht -
    > also ist das ok"
    > danach kommt ein Jugendlicher, der sich den Song ebenfalls besorgt, weil er
    > denkt, für die zig Lieder, "die man so braucht", nicht genügend Taschengeld
    > zu bekommen
    > er denkt sich ebenfalls "ich nehme denen ja dadurch nichts weg, weil ja
    > eine Vervielfältigung nichts kostet, und kaufen würde ich es mir sowieso
    > nicht - also ist das ok"
    > nun sieht eine Durchschnittsbürger diese ganzen Leute, die sich diesen Hit
    > illegal besorgen und holt sich ihn "im Sinne der Gerechtigkeit" auch
    > (illegal)
    > er denkt sich "ich nehme denen ja dadurch nichts weg, weil ja eine
    > Vervielfältigung nichts kostet, und kaufen würde ich es mir sowieso nicht,
    > wenn es andere auch kostenlos haben können - also ist das ok"
    > ...
    > eine Zeit vergeht und der Musikanbieter geht eventuell in Insolvenz und
    > macht Platz für einen neuen Anbieter (der vll. glaubt, davon gelernt zu
    > haben, und auf DRM setzt)
    ist das nachvollziehbar?

    > Dadurch haben sie eben kein Original, dafür aber eben nix ausgegeben. Der
    > Hersteller hat da überhaupt gar nix verloren dran, denn an "diesem Markt"
    > hätte er sowieso 'nie' was verdient! Leute die nix haben, können nix geben!
    > Aber auch diese wollen am gesellschaftlichen medialen Leben teilhaben! ...
    du kennst meine Argumente dazu:
    1.) Leute, die "nix" haben, sind bald tot / auf der Straße
    deine Situation versteh ich auch nicht ganz
    was hast du für einen beruf, bei dem du "hart arbeitest" und "nix verdienst", sodass dir nur 10¤ im Monat übrig bleiben?
    2.) es gibt schon ziemlich viel Content legal und kostenlos:
    FreeTV, Radio, Internet

  13. Re: nüchterne Betrachtung

    Autor: nero negro 28.09.11 - 12:47

    >das verstehe ich absolut nicht!
    Merkt man^^
    >das ist, als würde man sagen, "der kann sich keine Lebensmittel leisten, also darf er sie stehlen"
    Das eine hat mit dem anderen zwar absolut nichts zu tun, aber ja, das wäre nicht nur irgendwie vertretbar, sondern auch richtig, weil wer sorgt denn dafür, dass er sich keine Lebensmittel leisten kann?
    Mal abgesehen davon, dass man mit der Einstellung "Besitz ist wertvoller als Leben" so ziemlich alles rechtfertigen kann, was ja auch geschieht.
    >Content hat auch "Produktionskosten"!
    Ja, und deshalb sollte schwarzkopieren ja auch nicht legalisiert werden. Die Frage ist nur, ob derjenige, der sich einzelne Lieder lädt, weil er sie sich nicht leisten kann, bereits ein BöserVerbrecher ist, oder erst der, der sich ständig alles lädt, oder es sogar noch illegal verkauft. Ich sehe da einen Unterschied.

  14. Re: nüchterne Betrachtung

    Autor: ThadMiller 28.09.11 - 14:00

    SSD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > oder sollten Urheberrechtsverletzungen sowieso nicht strafbar sein, "weil
    > sie ja keinen Schaden anrichten" (was die Content-Industrie zerstören würde)

    Du stellst das in Klammer als Tatsache hin die keine ist.
    Das würde im Umkehrschluss bedeutet das die "Content-Industrie" nur deshalb noch existiert weil manche Angst vor Strafen haben. Blanker Unsinn..

    > dazu zitiere ich nochmal mein Beispiel:
    > > ein Hacker besorgt sich von einem Musikanbieter einen Top-Hit
    > > er denkt sich "ich nehme denen ja dadurch nichts weg, weil ja eine
    > > Vervielfältigung nichts kostet, und kaufen würde ich es mir sowieso nicht
    > -
    > > also ist das ok"
    > > und "damit andere nicht benachteiligt sind, lade ich's gleich am besten
    > ins
    > > Netz - ich bin ja sozial"
    > > eine ärmere Person besorgt sich nun ebenfalls diesen Song übers Internet
    > > sie denkt sich "ich nehme denen ja dadurch nichts weg, weil ja eine
    > > Vervielfältigung nichts kostet, und kaufen würde ich es mir sowieso nicht
    > -
    > > also ist das ok"
    > > danach kommt ein Jugendlicher, der sich den Song ebenfalls besorgt, weil
    > er
    > > denkt, für die zig Lieder, "die man so braucht", nicht genügend
    > Taschengeld
    > > zu bekommen
    > > er denkt sich ebenfalls "ich nehme denen ja dadurch nichts weg, weil ja
    > > eine Vervielfältigung nichts kostet, und kaufen würde ich es mir sowieso
    > > nicht - also ist das ok"
    > > nun sieht eine Durchschnittsbürger diese ganzen Leute, die sich diesen
    > Hit
    > > illegal besorgen und holt sich ihn "im Sinne der Gerechtigkeit" auch
    > > (illegal)
    > > er denkt sich "ich nehme denen ja dadurch nichts weg, weil ja eine
    > > Vervielfältigung nichts kostet, und kaufen würde ich es mir sowieso
    > nicht,
    > > wenn es andere auch kostenlos haben können - also ist das ok"
    > > ...
    > > eine Zeit vergeht und der Musikanbieter geht eventuell in Insolvenz und
    > > macht Platz für einen neuen Anbieter (der vll. glaubt, davon gelernt zu
    > > haben, und auf DRM setzt)
    > ist das nachvollziehbar?

    Nein, da, wie du selbst schreibst, keine "Einkäufe" wegfallen und damit bestenfalls kein Gewinn verursacht wird aber kein "Verlust". Auch geht deshalb kein "Musikanbieter" insolvent.

    > du kennst meine Argumente dazu:
    > 1.) Leute, die "nix" haben, sind bald tot / auf der Straße
    > deine Situation versteh ich auch nicht ganz
    > was hast du für einen beruf, bei dem du "hart arbeitest" und "nix
    > verdienst", sodass dir nur 10¤ im Monat übrig bleiben?

    Das ist eine gänzlich andere Diskussion.

    > 2.) es gibt schon ziemlich viel Content legal und kostenlos:
    > FreeTV, Radio, Internet

    Ich kann den Unterschied zwischen legalem Kopieren/Mitschneiden und der illegalen Variante nicht verstehen und akzeptieren. Nur weil das Gesetzt die Abmahnung der einen Möglichkeit erlaubt ist sie deshalb nicht automatisch unmoralischer als die andere...

  15. Re: nüchterne Betrachtung

    Autor: SSD 28.09.11 - 22:13

    nero negro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >das verstehe ich absolut nicht!
    > Merkt man^^
    auf solche sarkastischen Kommentare kann ich verzichten, also nehme ich dazu Stellung:
    mit "verstehen" meine ich nämlich "nachvollziehen" ^^
    (und das geht auch klar aus dem Kontext hervor)

    > >das ist, als würde man sagen, "der kann sich keine Lebensmittel leisten,
    > also darf er sie stehlen"
    > Das eine hat mit dem anderen zwar absolut nichts zu tun, aber ja, das wäre
    > nicht nur irgendwie vertretbar, sondern auch richtig, weil wer sorgt denn
    > dafür, dass er sich keine Lebensmittel leisten kann?
    wer denn?

    ok, in der Realität gibt es diese Gruppe von Leute nicht (höchstens Bettler oder so)
    -> also realitätsfern
    nimm statt Lebensmittel Bücher, Gewand in Hülle und Fülle, ein Auto ...

    > Mal abgesehen davon, dass man mit der Einstellung "Besitz ist wertvoller
    > als Leben" so ziemlich alles rechtfertigen kann, was ja auch geschieht.
    das ist nicht meine Einstellung; richtig wäre
    "das Recht KANN 'wertvoller' sein als Leben"
    in der USA gilt das z.B. (Todesstrafe)
    in Europa eher nicht :D (und das finde ich gut so!)

    > >Content hat auch "Produktionskosten"!
    > Ja, und deshalb sollte schwarzkopieren ja auch nicht legalisiert werden.
    > Die Frage ist nur, ob derjenige, der sich einzelne Lieder lädt, weil er sie
    > sich nicht leisten kann, bereits ein BöserVerbrecher ist, oder erst der,
    > der sich ständig alles lädt, oder es sogar noch illegal verkauft. Ich sehe
    > da einen Unterschied.
    ich auch und das habe ich auch schon festgehalten

    ich zitiere mich wieder einmal selbst:
    "deine Situation ist zwar prinzipiell vertretbar, aber nicht juristisch, da eben die Abgrenzung schwierig ist und die juristische Anschauung gilt für mich, denn sie ist die "weiter gedachte" " - was ich zu spanther geschrieben habe, der sich selbst zur ersten Gruppe zählt
    (mag sein, dass du es überlesen hast)

    zur Verdeutlichung habe ich bereits ein Beispiel genannt
    hier noch ein zweites:

    eine Familie hat 2 Kinder (eine Tochter und einen Sohn)
    die Tochter Emily ist 15 Jahre alt und der Sohn Bobby 14
    nun hat sich der Vater der Familie dafür eingesetzt, dass Emily 30¤ Taschengeld bekommt und Bobby nur 10¤ (monatlich), weil er sie mehr mag (er hält Bobby für nen "Fetznschädl" - obwohl er das gar nicht ist)
    - das ist nicht gerecht, obliegt aber der Familie -
    die große Schwester spart ihr ganzes Taschengeld für die verschiedenen Staffeln von "Vampire Diaries", möchte aber zusätzlich Geld für weitere Serien
    Bobby fühlt sich (zu Recht) benachteiligt und lädt sich das "Lebensnotwendige" Material illegal aus dem Netz
    für ihn sind das die "Mein cooler Onkel Charlie"-Staffeln und die von zwei weiteren Serien
    (er denkt sich "ich nehme denen ja dadurch nichts weg, weil ja eine Vervielfältigung nichts kostet, und kaufen würde ich es mir sowieso nicht - also ist das ok")
    - das ist nicht gerecht, die Verantwortung liegt beim Staat -

    soweit so gut - aber das wirkliche Problem beginnt erst jetzt, wenn sich Emily denkt, das ist nicht gerecht und den gleichen Weg wie ihr Bruder einschlägt
    ("der Gute ist der Dumme" hat sie sich vorher gedacht)

    viele von uns würden die Meinung von Bobby nun prinzipiell als gerechtfertigt empfinden
    die von Emily eher nicht, obwohl sie sich genauso "nur" gedacht hat, dass sie benachteiligt ist - der selbe Gedankengang!

    was wäre aber nun, wenn sich Bobby nicht denken würde, dass 3 Serien "unbedingt notwendig" sind - sondern Unzählige ("stapelweise Terabyte-Platten", "weil die ja heutzutage eh jeder hat")

    das Gesetz müsste nun klar entscheiden können, was nun "unbedingt notwendig" und somit legal ist und was nicht (wenn so etwas eine rechtliche Basis hätte)
    - und das kann es nicht!

    und was macht das "Gesetz" normalerweise in einer solchen Situation?
    - es wird verallgemeinert - und das ist auch gut so in einem Rechtsstaat
    - weil sich der Staat nur vereinzelt Fehlurteile erlauben darf
    (Alternative wäre z.B. vll. eine Kultur-Flatrate)

    ich hoffe, du "verstehst" mich jetzt :D

  16. Re: nüchterne Betrachtung

    Autor: SSD 28.09.11 - 22:56

    ThadMiller schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > SSD schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > oder sollten Urheberrechtsverletzungen sowieso nicht strafbar sein,
    > "weil
    > > sie ja keinen Schaden anrichten" (was die Content-Industrie zerstören
    > würde)
    >
    > Du stellst das in Klammer als Tatsache hin die keine ist.
    wenn es kein Urheberrecht gäbe, dann würde es gleichwertige (legale) Alternativen zu normalen Angeboten geben, mit der einen Ausnahme, dass sie kostenlos sind!
    ok, vll. würde die herkömmliche "Content-Industrie" nicht vollkommen ruiniert werden (0% "Marktanteil"), aber das hab ich mit "zerstören" auch gar nicht so gemeint

    > Das würde im Umkehrschluss bedeutet das die "Content-Industrie" nur deshalb
    > noch existiert weil manche Angst vor Strafen haben. Blanker Unsinn.
    nein, es würde bedeuten, dass die "Content-Industrie" nur deshalb noch existiert weil manche "ehrlich sind", "eine Vorbildwirkung" oder "einfachen Zugang zu Content" haben wollen

    > > dazu zitiere ich nochmal mein Beispiel:
    > > > ein Hacker besorgt sich von einem Musikanbieter einen Top-Hit
    > > > er denkt sich "ich nehme denen ja dadurch nichts weg, weil ja eine
    > > > Vervielfältigung nichts kostet, und kaufen würde ich es mir sowieso
    > nicht
    > > -
    > > > also ist das ok"
    > > > und "damit andere nicht benachteiligt sind, lade ich's gleich am
    > besten
    > > ins
    > > > Netz - ich bin ja sozial"
    > > > eine ärmere Person besorgt sich nun ebenfalls diesen Song übers
    > Internet
    > > > sie denkt sich "ich nehme denen ja dadurch nichts weg, weil ja eine
    > > > Vervielfältigung nichts kostet, und kaufen würde ich es mir sowieso
    > nicht
    > > -
    > > > also ist das ok"
    > > > danach kommt ein Jugendlicher, der sich den Song ebenfalls besorgt,
    > weil
    > > er
    > > > denkt, für die zig Lieder, "die man so braucht", nicht genügend
    > > Taschengeld
    > > > zu bekommen
    > > > er denkt sich ebenfalls "ich nehme denen ja dadurch nichts weg, weil
    > ja
    > > > eine Vervielfältigung nichts kostet, und kaufen würde ich es mir
    > sowieso
    > > > nicht - also ist das ok"
    > > > nun sieht eine Durchschnittsbürger diese ganzen Leute, die sich diesen
    > > Hit
    > > > illegal besorgen und holt sich ihn "im Sinne der Gerechtigkeit" auch
    > > > (illegal)
    > > > er denkt sich "ich nehme denen ja dadurch nichts weg, weil ja eine
    > > > Vervielfältigung nichts kostet, und kaufen würde ich es mir sowieso
    > > nicht,
    > > > wenn es andere auch kostenlos haben können - also ist das ok"
    > > > ...
    > > > eine Zeit vergeht und der Musikanbieter geht eventuell in Insolvenz
    > und
    > > > macht Platz für einen neuen Anbieter (der vll. glaubt, davon gelernt
    > zu
    > > > haben, und auf DRM setzt)
    > > ist das nachvollziehbar?
    >
    > Nein, da, wie du selbst schreibst, keine "Einkäufe" wegfallen
    eben schon - gerade das soll doch das Beispiel zeigen! omg
    stell dir einfach vor, es hätte im Beispiel niemand mit dem "illegalen Downloaden" angefangen ...
    würde dann der "Durchschnittsbürger" noch sein gutes Geld abgeben?
    JA!
    (weil sich erst durch diese Entwicklung seine Meinung "und kaufen würde ich es mir sowieso nicht, ..." gebildet hat)

    > und damit
    > bestenfalls kein Gewinn verursacht wird aber kein "Verlust". Auch geht
    > deshalb kein "Musikanbieter" insolvent.
    >
    > > du kennst meine Argumente dazu:
    > > 1.) Leute, die "nix" haben, sind bald tot / auf der Straße
    > > deine Situation versteh ich auch nicht ganz
    > > was hast du für einen beruf, bei dem du "hart arbeitest" und "nix
    > > verdienst", sodass dir nur 10¤ im Monat übrig bleiben?
    >
    > Das ist eine gänzlich andere Diskussion.
    ich weiß =)
    ich will ihn (spanther) eben verstehen ;)
    (keine Sorge, ich mache das schon nicht zum Hauptthema)

    > > 2.) es gibt schon ziemlich viel Content legal und kostenlos:
    > > FreeTV, Radio, Internet
    >
    > Ich kann den Unterschied zwischen legalem Kopieren/Mitschneiden und der
    > illegalen Variante nicht verstehen und akzeptieren.
    bei FreeTV:
    illegale Videos sind VOD (video on demand)
    und legale sind zeitlich stark begrenzt verfügbar (auch online)

    bei Radio:
    die Aufnahme bedeuted Aufwand

    was ist unklar?

    > Nur weil das Gesetzt
    > die Abmahnung der einen Möglichkeit erlaubt ist sie deshalb nicht
    > automatisch unmoralischer als die andere...
    das nicht, aber trotzdem muss sich in einem Rechtsstaat jeder an das Gesetz halten (bzw. Schuldige zur Rechenschaft gezogen werden und das funktioniert gerade nicht)

    denn wo wärn wir denn, wenn sich jeder nur an seine "Lieblingsgesetze" hält?
    genau - in einer Anarchie!

  17. Re: nüchterne Betrachtung

    Autor: spanther 29.09.11 - 01:22

    ThadMiller schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann den Unterschied zwischen legalem Kopieren/Mitschneiden und der
    > illegalen Variante nicht verstehen und akzeptieren. Nur weil das Gesetzt
    > die Abmahnung der einen Möglichkeit erlaubt ist sie deshalb nicht
    > automatisch unmoralischer als die andere...

    Eben! Und dort darf man es haben, über den anderen Weg aber nicht. Unterm Strich hat man es sowieso! Das ist also totaler Schwachsinn, die Sharer zu verfolgen! Das einzige was man damit erreicht ist, noch mehr "gegen" sich aufzubringen und dadurch noch weniger real zu verkaufen! Dazu kommt noch, als würden die sich von den Juristen auch aufhalten lassen vom tauschen xD

    Musik zu tauschen ist zudem die beste Form der Werbung für den Künstler und sein Lied, denn wenn es dann bekannt wird, kommen viel eher mehr Leute auf den Gedanken "Das Album hätte ich gerne, das gefällt mir!" :)

    Aber mit ihrem kranken Vorschlaghammer Prinzip, erreicht die Industrie gleich null. Denn krampfhaft zu versuchen, eine Grenze zu ziehen in der "digitalen Welt" und mit DRM und Co. Files zu trennen zwischen "legal und illegal" ist schier absurd, da alles nur Daten sind, und da sie imateriell sind, zudem auch unendlich vorhanden...

    Etwas unendliches, das jeder unendlich machen kann und jeder mit jedem tauschen kann, eben "weil" es unendlich verfügbar ist, kann man nicht durch enge Vertriebswege pressen, wie man das bei Waren im realen Leben machen kann! Die digitale Welt funktioniert einfach anders! Dort ist es nie ein Original sondern einfac nur ein Haufen Bits und Bytes, der kopiert genau das gleiche ist! Wo also der Materialwert de fakto gar nicht mehr existiert, da das "Produkt" endlos ist!

    Etwas, das es unendlich gibt, hat keinen Wert mehr! Der Wert eines Gutes misst sich "immer" an seiner Knappheit und der darauf folgenden Nachfrage! In der digitalen Welt aber, sind diese "Güter" nichts mehr! Sie sind schlicht non-existent, da sie einfach nur Daten sind und keine Güter selbst mehr! Das ist ganz einfach ein technisches Faktum! Man kann Güter im realen Leben verknappen bzw. die Vertriebswege steuern. In der digitalen Welt ist dies aber schlicht unmöglich!

    Da bringt diese Hexenjagd auch keinen wirklich weiter. Mehr Kundenfreundlichkeit als auch bessere Angebote vom Preis und DRM Verzicht her, wäre da schon weitaus besser und würde mehr Kunden zum Kauf bewegen! So, mit dem momentanen Aggro Kurs, erreichen die da oben gar nichts! Sie verheizen nur unnötig Ressourcen und Geld, das woanders bessere Verwendung finden könnte!

    Wenn sie endlich kapieren, dass die digitale Welt "nicht" kontrollierbar ist und es drangeben, sich endlich den Kunden gegenüber öffnen und gute Angebote fahren, dann werden auch so einige das Angebot annehmen und ihren Film auf nem festen Medium haben wollen!

    So lange BluRay's aber mit DRM verkrüppelt sind auf übelste Art und Weise und die Player mir vorschreiben wollen, dass ich keine Analogausgänge verwenden dürfe, kann mir dieser Kram sonst wo bleiben und ich werde nicht mal einen Euro darin investieren! So verliert die Industrie nur Geld, anstatt welches zu machen und zieht sich gleichzeitig den Groll der "potentiellen Kunden" an!

  18. Re: nüchterne Betrachtung

    Autor: spanther 29.09.11 - 01:28

    nero negro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das eine hat mit dem anderen zwar absolut nichts zu tun, aber ja, das wäre
    > nicht nur irgendwie vertretbar, sondern auch richtig, weil wer sorgt denn
    > dafür, dass er sich keine Lebensmittel leisten kann?
    > Mal abgesehen davon, dass man mit der Einstellung "Besitz ist wertvoller
    > als Leben" so ziemlich alles rechtfertigen kann, was ja auch geschieht.

    Genau diese Meinung, also wenn jemand sagt Besitz steht über dem Leben, finde ich, wird es einfach nur verwerflich ekelhaft unmenschlich...

    Und das Lebensmittel stehlen ist einfach nur lächerlich als Beispiel (deines Vorposters), denn Lebensmittel sind "materiell", wohingegen Daten "imateriell" sind! Wenn du einen Apfel klaust, ist dieser wirklich weg und zwar für immer! Wenn du aber ne Datei kopierst, ist da "nichts" verschwunden, sondern etwas "zusätzlich" generiert! Es entsteht also NULL Verlust an der Sache! Es wird einfach nur mehr hinzu generiert! Man kann die Datenwelt nicht mit dem realen Leben gleichsetzen, denn beides sind völlig unterschiedliche Systeme!

    > Ja, und deshalb sollte schwarzkopieren ja auch nicht legalisiert werden.
    > Die Frage ist nur, ob derjenige, der sich einzelne Lieder lädt, weil er sie
    > sich nicht leisten kann, bereits ein BöserVerbrecher ist, oder erst der,
    > der sich ständig alles lädt, oder es sogar noch illegal verkauft. Ich sehe
    > da einen Unterschied.

    Jemand der es verkauft, bereichert sich daran. Das wäre dann die Grenze, die ich für strafbar halten würde. Wer aber einfach nur "non Profit like" eine Kopie zieht, nimmt "nirgends" ein Original weg! Es ist und bleibt nur eine "Kopie", also ein Abzug! Darum sollte kopieren auch nicht illegal sein!

  19. Ne is klar *g*

    Autor: spanther 29.09.11 - 01:39

    SSD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ThadMiller schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nur weil das Gesetzt
    > > die Abmahnung der einen Möglichkeit erlaubt ist sie deshalb nicht
    > > automatisch unmoralischer als die andere...

    > das nicht, aber trotzdem muss sich in einem Rechtsstaat jeder an das Gesetz
    > halten (bzw. Schuldige zur Rechenschaft gezogen werden und das funktioniert
    > gerade nicht)

    > denn wo wärn wir denn, wenn sich jeder nur an seine "Lieblingsgesetze"
    > hält?
    > genau - in einer Anarchie!

    Wenn wir Gesetze von Lobbyisten nicht befolgen würden, würden wir also in eine Anarchie stürzen, interessant... *Kopf -> Tisch*

    Schönes "Argument" was du da bringst...

    Erst stimmst du ihm sogar zu, dass es "absurd" ist, indem du beipflichtest, dass das eine nicht unmoralischer als das andere sei und während das eine erlaubt sei, sei das andere aber verboten. Trotzdem kommt dann direkt dahinter von dir "aber man muss sich ja dran halten" ja ne is klar <.<

    Du merkst selbst an, dass es nicht ganz sauber ist, aber bist trotzdem der Meinung, dass man sich dran halten soll? O.o

    Gottseidank sieht das der Großteil der Bevölkerung anders, die sich alle "nicht" in der Hinsicht bevormunden lassen und digital kopieren, da sie die digitalen Möglichkeiten ausschöpfen und sich nicht reinreden lassen von absurden Bestimmungen, die absolut keinen logischen Sinn ergeben...

    Und weißt warum die keinen Sinn ergeben? Weil sie von Lobbyisten erkauft wurden! Die Verbote machen nämlich überhaupt keinen Sinn! Sie sind aber trotzdem da, weil die Industrie sie sich wünschte...

    Ganz sicher halte ich mich daran, aber sowas von! ;D

  20. Re: Ne is klar *g*

    Autor: SSD 29.09.11 - 21:42

    spanther schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > SSD schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ThadMiller schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Nur weil das Gesetzt
    > > > die Abmahnung der einen Möglichkeit erlaubt ist sie deshalb nicht
    > > > automatisch unmoralischer als die andere...
    >
    > > das nicht, aber trotzdem muss sich in einem Rechtsstaat jeder an das
    > Gesetz
    > > halten (bzw. Schuldige zur Rechenschaft gezogen werden und das
    > funktioniert
    > > gerade nicht)
    >
    > > denn wo wärn wir denn, wenn sich jeder nur an seine "Lieblingsgesetze"
    > > hält?
    > > genau - in einer Anarchie!
    >
    > Wenn wir Gesetze von Lobbyisten nicht befolgen würden, würden wir also in
    > eine Anarchie stürzen, interessant... *Kopf -> Tisch*
    das hab ich nicht geschrieben!
    wenn bestehendes Recht nicht mit Strafen durchgesetzt werden würde, würde es eine Anarchie geben ...

    > Schönes "Argument" was du da bringst...
    >
    > Erst stimmst du ihm sogar zu, dass es "absurd" ist, indem du beipflichtest,
    > dass das eine nicht unmoralischer als das andere sei und während das eine
    > erlaubt sei, sei das andere aber verboten. Trotzdem kommt dann direkt
    > dahinter von dir "aber man muss sich ja dran halten" ja ne is klar <.<
    >
    > Du merkst selbst an, dass es nicht ganz sauber ist, aber bist trotzdem der
    > Meinung, dass man sich dran halten soll? O.o
    dazu habe ich mich schon geäußert ...
    meine Posts nicht gelesen?

    > Gottseidank sieht das der Großteil der Bevölkerung anders, die sich alle
    > "nicht" in der Hinsicht bevormunden lassen und digital kopieren, da sie die
    > digitalen Möglichkeiten ausschöpfen und sich nicht reinreden lassen von
    > absurden Bestimmungen, die absolut keinen logischen Sinn ergeben...
    das Argument gilt nicht, weil man kann jedes Gesetz als Bevormundung ansehen
    "hey, was soll denn das? 25% Mehrwertsteuer??? da hat mich aber keiner gefragt, ich will 20%!"

    > Und weißt warum die keinen Sinn ergeben? Weil sie von Lobbyisten erkauft
    > wurden! Die Verbote machen nämlich überhaupt keinen Sinn! Sie sind aber
    > trotzdem da, weil die Industrie sie sich wünschte...
    welche Verbote, "die sich die Industrie wünschte", machen denn z.B. überhaupt keine Sinn?
    wenn möglich mit Beweisen, Vorwürfen (einer Autorität) ...

    > Ganz sicher halte ich mich daran, aber sowas von! ;D
    findest du den Sprit nicht auch neuerdings ZU teuer?
    das war bestimmt ne Lobbyismus-Aktion!
    wieso klaust du dir den Sprit nicht einfach, "aus Rebellion zum Gesetz"?
    so wie du "aus Rebellion zum Gesetz" das gemeine Urheberrecht nicht einhältst?
    das ist doch dein Haupt-Motiv, oder?

    ach ja:
    das Internet ist KEIN rechtsfreier Raum
    oder findest du etwa Sachen wie KiPos im Netz "in Ordnung"?
    ---------------------------------------------------------------------------------

    noch ne Frage:
    findest du es "gerecht", wenn sich auch "Reiche" Content illegal besorgen?
    wenn nicht, würdest du für sie Strafen vorsehen?
    oder ist Gerechtigkeit für dich (eher) unwichtig?

    bitte antworte auf diese Frage (sag z.B. nicht ausweichend "das tun sie schon nicht")

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