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weil er sein Unternehmen nicht zum Komplizen des US-Geheimdienstes machen wolle

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  1. weil er sein Unternehmen nicht zum Komplizen des US-Geheimdienstes machen wolle

    Autor: Endwickler 31.10.13 - 10:06

    Also im Grunde schien er nichts dagegen gehabt zu haben, dass einige Daten seiner Kunden gesammlt werden. Das war halt nur eine Frage des Preises und des Umfangs.

    Quelle: [www.zeit.de]

  2. Re: weil er sein Unternehmen nicht zum Komplizen des US-Geheimdienstes machen wolle

    Autor: Anonymer Nutzer 31.10.13 - 10:37

    Endwickler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also im Grunde schien er nichts dagegen gehabt zu haben, dass einige Daten
    > seiner Kunden gesammlt werden. Das war halt nur eine Frage des Preises und
    > des Umfangs.
    >
    > Quelle: www.zeit.de

    Heißt ja nicht das der Mann am Ende nicht doch ein schlechtes Gewissen hatte bzw. sich über die Ausmaße bewusst wurde.

    Ebenso macht es einen Unterschied ob es sich "nur" um Metadaten "Verdächtiger" handelt oder ob man eine verdachtsunabhängige Überwachung aller seiner Kunden durch Dritte zulässt.

  3. Re: weil er sein Unternehmen nicht zum Komplizen des US-Geheimdienstes machen wolle

    Autor: Neru 31.10.13 - 10:45

    Das ist nicht korrekt.
    Nach einem Beschluss vom Gericht hast du keine Möglichkeit mehr und mußt dem Folge leisten.
    Das einzig korrekte war die Schließung der Server.

  4. Man hat IMMER eine Möglichkeit!

    Autor: Anonymer Nutzer 31.10.13 - 11:44

    Neru schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist nicht korrekt.
    > Nach einem Beschluss vom Gericht hast du keine Möglichkeit mehr und mußt
    > dem Folge leisten.

    Das ist Blödsinn. Wenn morgen ein neuer Diktator die Macht an sich reißt und ein Gesetz verabschiedet, dass mich dazu "zwingt" meine Nachbarn anzuschwärzen, dann gibt es genug Möglichkeiten dieser Unmoral nicht nachzukommen.

    Nur weil etwas Gesetz ist, heißt das noch lange nicht, dass man daran gebunden ist (das gilt nur für Naturgesetze und selbst die sind oftmals nur so etwas wie Richtlinien ;))

    > Das einzig korrekte war die Schließung der Server.

    Eben, siehst du? Alternative gefunden ;)

  5. Re: Man hat IMMER eine Möglichkeit!

    Autor: Neru 31.10.13 - 12:01

    Da muß ich widersprechen.
    Du kannst dich leider nicht über einen Gerichtsbeschluß hinwegsetzen.
    Du kannst es anfechten, aber dich nicht über das Gesetz stellen.

  6. Re: weil er sein Unternehmen nicht zum Komplizen des US-Geheimdienstes machen wolle

    Autor: honk 31.10.13 - 12:05

    Endwickler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also im Grunde schien er nichts dagegen gehabt zu haben, dass einige Daten
    > seiner Kunden gesammlt werden. Das war halt nur eine Frage des Preises und
    > des Umfangs.
    Das ist blöddsinn, wie man auch nach lesen des Zeitartikel feststellen kann.

    Er ist unter strafandrohung verpflichtet worden, zugriff auf die Daten zu geben. Anstatt die Daten anstandslos zu liefern, hat er gefordert, das der zugriff nur auf ausgewählte Datensätze erfolgt, für die ein eindeutiger Gerichtsbeschluss vorliegt. Zudem wollte er für diesen Aufwand bezahlt werden, dafür eine Lösung zu programmieren. Das ist abgeleht worden, statt dessen sollte er den Generalschlüssel bereitsstellen, daraufhin hat er den laden dichtgemacht.

    Man kann spekulieren ob es von vornherein Verzögerungstaktik war, oder ob er wirklich bereit war, im Fall von Strafttaten und unter Vorlage eines Gerichtsbeschluss Daten herauszugeben. Auf jeden Fall hat er sich auch dagegen nach Kräften gewehrt, und schlussendlich lieber sein Geschäft aufgegeben.

  7. Re: Man hat IMMER eine Möglichkeit!

    Autor: g0r3 31.10.13 - 12:22

    Der Selberdenker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist Blödsinn. Wenn morgen ein neuer Diktator die Macht an sich reißt
    > und ein Gesetz verabschiedet, dass mich dazu "zwingt" meine Nachbarn
    > anzuschwärzen, dann gibt es genug Möglichkeiten dieser Unmoral nicht
    > nachzukommen.
    >
    > Nur weil etwas Gesetz ist, heißt das noch lange nicht, dass man daran
    > gebunden ist (das gilt nur für Naturgesetze und selbst die sind oftmals nur
    > so etwas wie Richtlinien ;))

    Zum einen: An Gesetze ist man immer gebunden. Hier im Westen kann man sogar davon ausgehen, dass die Gesetze meist sogar sinnvoll und halbwegs gerecht sind.

    Auch wenn ein Diktator Gesetze erlässt, sind es solche: Regeln, die zum Leben in diesem Staat verbindlich sind. Daran ändert auch der Fakt nichts, dass es ungerechte Gesetze geben kann. Das einzige Recht, das du hierbei hast, ist Demokratisch darauf hinzuarbeiten, dass Gesetze zu ändern oder abzuschaffen.

    Zum anderen ändert auch dein philosophisches Geschwafel nichts, da du, selbst wenn du ungerechte Gesetze brichst, ein Gesetzesbrecher bist. Ob dich die Strafverfolgungsbehörden erwischen, hat damit erstmal nix zu tun.

    Und wenn dir Gefängnis oder schlimmeres droht, wird der Großteil, vermutlich auch du, einen Teufel tun, und sich gegen diese Gesetze stellen. Das beste Beispiel dafür ist doch Deutschland vor und während dem zweiten Weltkrieg. Jeder sieht sich gerne als die aufrechte Person mit Rückgrat. Sobald dieses Bild jedoch an der Wirklichkeit getestet werden muss, wirst du überrascht sein, wie viele Menschen ihre Grundsätze über Bord werfen, nur um ein unkompliziertes Leben führen zu können.

  8. Re: Man hat IMMER eine Möglichkeit!

    Autor: Enyaw 31.10.13 - 13:33

    Ähh - und warum nicht?
    Jedem steht es im Prinzip offen sich an Gesetze zu halten.

  9. Re: Man hat IMMER eine Möglichkeit!

    Autor: Schläfer 31.10.13 - 22:08

    Im Gesetz steht aber nicht was man darf oder nicht, sondern nur was für eine Strafe man bei gewissen Handlung erwarten muss. Und selbst wenn es dort stehen würde, könnte man trotzdem dagegen verstoßen.
    Das sich die meisten Menschen an Gesetze halten, weil sie die Strafen fürchten, ist richtig. Aber wenn zum Beispiel das Löschen der Daten illegal gewesen wäre, hätte er es trotzdem getan, falls er die Privatsphäre seiner Kunden mehr geschätzt hätte als sein eigenes Leben. Man kann darüber spekulieren was gewesen wäre wenn, aber das ändert nicht an den Möglichkeiten die man hat und darauf wollte "Der Selberdenker" wohl hinaus.

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