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"Ob es Verfahren gegen die Nutzer geben wird, kann ich derzeit nicht sagen."

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  1. "Ob es Verfahren gegen die Nutzer geben wird, kann ich derzeit nicht sagen."

    Autor: TC 26.01.17 - 14:10

    Hängt wohl ganz davon ab, was geloggt wurde und wie verwertbar es ist.

    Die mit BTC bezahlt und über VPN geglotzt haben sind wohl fein raus, nachträglich durch statistische Analyse deanonymisieren geht schlecht...

  2. Re: "Ob es Verfahren gegen die Nutzer geben wird, kann ich derzeit nicht sagen."

    Autor: zacha 26.01.17 - 14:47

    Ob die Nutzer sich überhaupt strafbar machen ist indes eine höchst interessante juristische Frage. Nachdem weiterhin nicht abschließend höchstrichterlich geklärt ist, ob das reine Abrufen eines Streams eine urheberrechtlich relevante Vervielfältigungshandlung ist, steht noch die Frage im Raum, ob vom Nutzer eine Leistungserschleichung begangen wird, was z.B. im Fall von Cardsharing zu bejahen ist. Da aber im Fall von einem Streaming die Leistung eines Dritten genutzt wird, wird man wohl zu der Erkenntnis kommen müssen, dass hier überhaupt keine Leistungserschleichung zu Lasten von Sky stattfindet, die Frage nach der Strafbarkeit also allein von der Beurteilung eines Stream als Vervielfältigungshandlung abhängen dürfte.

  3. Re: "Ob es Verfahren gegen die Nutzer geben wird, kann ich derzeit nicht sagen."

    Autor: PMedia 26.01.17 - 16:26

    Nun, ich bin kein Richter, aber offensichtlich haben ja - dem mehrstelligen Betrag nach - für den Dienst einige Leute etwas springen lassen. Ich weiß nicht, aber kann man daraus dann nicht mindestens Beihilfe stricken?

    Immerhin wär fraglich, ob die notwendige Infrastruktur auch vom Betreiber im Alleingang gestemmt worden wäre.

  4. Re: "Ob es Verfahren gegen die Nutzer geben wird, kann ich derzeit nicht sagen."

    Autor: Tigtor 26.01.17 - 16:30

    PMedia schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nun, ich bin kein Richter, aber offensichtlich haben ja - dem mehrstelligen
    > Betrag nach - für den Dienst einige Leute etwas springen lassen. Ich weiß
    > nicht, aber kann man daraus dann nicht mindestens Beihilfe stricken?
    >
    > Immerhin wär fraglich, ob die notwendige Infrastruktur auch vom Betreiber
    > im Alleingang gestemmt worden wäre.

    Im Gegenteil: Wenn ich für einen Dienst regelmäßig zahlen muss, dann kann ich eher argumentieren, dass ich das Angebot für legal gehalten habe, als wenn offensichtlich kostenpflichtige Inhalte umsonst zur Verfügung gestellt werden.

    So dawn goes down to day.
    Nothing gold can stay.

  5. Re: "Ob es Verfahren gegen die Nutzer geben wird, kann ich derzeit nicht sagen."

    Autor: zacha 26.01.17 - 19:02

    PMedia schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nun, ich bin kein Richter, aber offensichtlich haben ja - dem mehrstelligen
    > Betrag nach - für den Dienst einige Leute etwas springen lassen. Ich weiß
    > nicht, aber kann man daraus dann nicht mindestens Beihilfe stricken?
    >
    > Immerhin wär fraglich, ob die notwendige Infrastruktur auch vom Betreiber
    > im Alleingang gestemmt worden wäre.

    Ihre Überlegung ist nicht aus der Luft gegriffen, allerdings wird das bloße Bezahlen einer illegal erbrachten Dienstleistung idR nicht für einen Beihilfevorwurf reichen. So schreibt z.B. Fischer "Ein Beihilfevorsatz fehlt, wenn der Hilfeleistende die deliktische Verwendung seiner Unterstützung nicht kennt oder nur allgemein für möglich hält [...] Die Kenntnis eines generellen Risikos der Tatförderung reicht daher nicht aus [...]" Die Zahlung müsste also schon zielgerichtet FÜR DIE EINRICHTUNG eines derartigen Systems erfolgen.

  6. Re: "Ob es Verfahren gegen die Nutzer geben wird, kann ich derzeit nicht sagen."

    Autor: zacha 26.01.17 - 19:11

    Auch diese Argumentation ist natürlich möglich, allerdings muss man sich vielleicht die Frage gefallen lassen, ob es nicht lebensfremd ist, anzunehmen, dass unter irgendeiner obskuren Webseite der Zugang zum Sky Angebot zum Bruchteil der Originalpreises möglich ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass das im Zweifel als Schutzbehauptung abgetan wird, dürfte relativ hoch sein. Als Beschuldigter kann man aber erzählen im Himmel ist Jahrmarkt, im Zweifel muss man sich aber natürlich fragen, ob man an einem bestimmten Punkt nicht vielleicht lieber die Flucht nach vorne antritt. Allerdings ist die Beweislage wohl gegen die Konsumenten idR eher dürftig, zumal auch nicht immer sicher ist, dass die Bezahlung auch von demjenigen erfolgt, der die Leistung in Anspruch nimmt. Ich denke im allgemeinen dürften sich bessere Argumentationsgrundlagen anbieten.

  7. Re: "Ob es Verfahren gegen die Nutzer geben wird, kann ich derzeit nicht sagen."

    Autor: der_wahre_hannes 27.01.17 - 10:50

    Tigtor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Gegenteil: Wenn ich für einen Dienst regelmäßig zahlen muss, dann kann
    > ich eher argumentieren, dass ich das Angebot für legal gehalten habe, als
    > wenn offensichtlich kostenpflichtige Inhalte umsonst zur Verfügung gestellt
    > werden.

    Man könnte aber auch gegenteilig argumentieren: Man bezahlt für eine Leistung von Sky, bezahlt aber nicht an Sky. Also muss man davon ausgehen, dass es offenbar nicht legal ist.

    Naja, ich bin aber kein Jurist, keine Ahnung, ob man mit so einer Argumentation Erfolg hätte oder nicht.

  8. Re: "Ob es Verfahren gegen die Nutzer geben wird, kann ich derzeit nicht sagen."

    Autor: scrumdideldu 27.01.17 - 12:25

    zacha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch diese Argumentation ist natürlich möglich, allerdings muss man sich
    > vielleicht die Frage gefallen lassen, ob es nicht lebensfremd ist,

    Im Gesetztestext ist aber von "offensichtlich rechtswidrig" die Rede. Das wurde auch vor Jahren bei AllOfMp3 hundertfach diskutiert. Wenn man sich manches Hardware-Schnäppchen im Internet so anschaut ist es für mich nicht unrealistisch dass man eine CD als MP3 in 320kbit damals für etwa 2$50ct kaufen konnte. Schließlich gab es in Deutschland auch viele Top-CDs als NicePrice-Angebote für 5-7 Euro. Um bei MP3 fällt ja das Pressen, Booklet, Hülle, Verteilung, Ladengeschäft usw. alles weg.

    Die Meinung von verschiedenen Rechtsanwälten in Artikeln damals war eher die, dass es auf die Professionalität ankommt. Der Shop von AllOfMP3 war hochprofessionell gestaltet. Anfangs zahlreiche Zahlungsmittel (Visa, Master, ...).

    Ich kenne nun das Angebot um das es hier geht nicht und im Artikel steht leider nichts zu den monatlichen Kosten. Aber ich denke dass es nicht alleine darum geht wie viel man zahlt sondern wie der Gesamteindruck des Angebots ist.

    Auch mich würde mal endlich ein Verfahren gegen Nutzer interessieren. Bisher war bei allen Fällen (Kim.Com, movies.to oder wie es hier usw.) immer die Drohung da, dass man "prüfen würde" oder "überlegen würde" oder wie hier "dass man nicht ausschließen könnte".

    Für mich heisst das auf gut Deutsch eines von beiden Dingen

    - Wir glauben wir können da nichts machen also drohen wir einfach mal nur damit
    - Wir glauben schon dass wir vielleicht gewinnen können aber wir trauen uns nicht weil es uns effektiver scheint nur zu drohen als eine Klage wegen 2,50¤ Streitwert zu führen die wir evt. verlieren und wenn die verloren ist dann haben wir dem Streaming und OCH erst recht Tür und Tor geöffnet.

  9. Re: "Ob es Verfahren gegen die Nutzer geben wird, kann ich derzeit nicht sagen."

    Autor: mziegler 27.01.17 - 17:04

    Auch Unitymedia und Telekom treten als Reseller auf. Insofern wird der Nachweis hier eher schwierig. Ich bezweifle aber auch, dass Sky daran ein großes Interesse hat.

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