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Überreaktion der Abgehängten

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  1. Überreaktion der Abgehängten

    Autor: Yian 13.08.18 - 06:55

    Ein sicheres Indiz ist eine Überreaktion wie dieses Totalverbot. Die abgehängte Generation schlägt noch einmal zu mit ihrer Macht. Verständnis und die Entwicklung von neuer Kompetenz ist nicht mehr zu erwarten, alles was sie aufbieten ist eine primitive Lösung zum Schutz der Alten und mittlerweile Lernunwilligen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.08.18 06:55 durch Yian.

  2. Re: Überreaktion der Abgehängten

    Autor: Dawkins 13.08.18 - 08:16

    Smartphones und Tablets ohne Stift sind überwiegend auf den Konsum von Inhalten ausgerichtet und eignen sich nur in geringem Maße für den produktiven Einsatz.
    Wenn man Kindern Medienkompetenz näherbringen möchte, sollte das mit Notebooks geschehen, mit dem die Nutzer tatsächlich produktiv arbeiten können.

    Edit: Wer glaubt, dass die meisten Kinder sich nicht ständig am Smartphone oder Tablet ablenken wollen würden ist naiv. Und die wenigen Lernapps die es zum Beispiel von Klett gibt, bieten einen sehr geringen Mehrwert.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 13.08.18 08:22 durch Dawkins.

  3. Re: Überreaktion der Abgehängten

    Autor: b.mey 13.08.18 - 08:55

    Das Smartphone konstruktiv in den Untericht einbinden wäre dennoch sinnvoller als es pauschal zu verbieten. Das es während des Unterrichts immer wieder Phasen geben muss, in denen das Smartphone nicht genutzt werden soll/darf ist vollkommen logisch und nachvollziehbar. Es aber für den gesamten Schulbereich komplett zu verbieten... Sorry, da passt die Bezeichnung "Überreaktion der Abgehänkten" wirklich gut.

    Und Methoden zu entwicklen, neue Medien und Smartphones in den Untericht zu integrieren ist ganz einfach der Job motivierter und kreativer Lehrkräfte. Das ist eine Grunderwartungshaltung die ich heute für richtig finde. Das damit die meisten Lehrer überfordert sind ist mir schon auch klar. Aber das ändert doch nichts an der berechtigten Erwartungshaltung. Es gibt die Möglichkeit in Gruppenarbeiten das Smartphone für Recherche und zur Medienproduktion zu verwenden. Apple hat ein paar sehr schöne Videos gezeigt, wie man das z.B. mit dem iPad kann. Natürlich kann man so auch größtenteils Smartphones integrieren. Warum nicht sowieso schon als multible joice ausgelegte Tests über das Schulintranet optimiert auf Smartphones realisieren? Wieso keine Hausaufgabenformulare per Download über eine Schulcloud anbieten? Wieso keine Online-Inhalte in den untericht integrieren, wenn jeder Zugriff über ein Smartphone darauf haben könnte?

    Die Schule kann Terminplaner, Hausaufgabenheft, Kommunikation mit den Lehrerern auch außerhalb der regulären Unterichtsstunden (und ich meine jetzt keine einfachen Instandmessenger), Ein Medienportal mit Unterichtsmaterial und Lernapps bereitstellen und in den Untericht integrieren. Die Möglichkeiten wären groß. Es braucht nur kreative und fähige medienkompetente Lehrkräfte und Initiatoren. Natürlich machen auch Notebooks im Untericht Sinn. Aber das Smartphone als reines Unterhaltungsgerät und nicht mehr als Informationsverarbeitungsgerät zu sehen, zeigt nur die Fehlende Kreativität und Motivation einer bestimmten Generation. Ein Computer war schon immer beides: Medienkonsumgerät und Arbeitsgerät. Das gilt für Smartphone wie für alle Computer. Da Schüler ein Smartphone in der Regel generell haben, kann man es auch ab einer gewissen Klassenstufe sinnvoll in den Untericht in allen Fächern integrieren. Damit Schüler, die die Schule verlassen, die Vernetzung und die digitalen Medien wie selbstverständlich in ihrem Alltag auch sinnvoll nutzen und integrieren können, und nicht nur soziale Medien und Games selbst kennen gelernt haben.

    Es liegt so viel verschenketes Potential und Möglichkeit in einem kompromisslosen Smartphoneverbot, dass ich heulen könnte. Traurige Entwicklung. Aber nicht umsonst ist ein viel zu großer Teil der französischen Jugendlichen arbeitslos und es herrscht ebenfalls allgemeiner Fachkräftemangel... Wenn die Schüler heute die Schule verlassen, und ihre digitale Selbstvständlichkeit besteht darin: "wenn ich nicht damit spielen kann, benutze ich mein Smartphone nicht" dann haben wir es echt geschafft...

    Ein Smartphone ist doch kein Gameboy... Mann.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 13.08.18 08:59 durch b.mey.

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