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Warum Geschmacksmuster auf Minimal-Designs besonders kritisch sind.

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  1. Warum Geschmacksmuster auf Minimal-Designs besonders kritisch sind.

    Autor: Freiheit statt Apple 18.01.12 - 21:22

    Betrachten wir einmal ein iPad 2 von vorn (und es geht ja jeweils ausschliesslich um die Frontansicht) - welche Merkmale weist es auf?

    1. Es ist ein Rechteck mit vier abgerundeten Ecken und weist somit eine bestimmte Länge, eine bestimmte Breite und damit auch ein bestimmtes Seitenverhältnis auf.

    2. Es hat einen Bildschirm, der den Grossteil der Front einnimmt

    3. Es hat einen Rahmen, der schwarz und glänzend ist

    4. Es hat unten mittig einen Button und oben eine kleine Kameraöffnung

    Mit diesen vier Punkten ist die Frontansicht des iPad 2 eigentlich bereits vollumfänglich beschrieben.

    Betrachten wir nun dem gegenüber das GalaxyTab 10.1, in seiner originalen Version, die in Deutschland verboten wurde:

    1. Es ist ebenfalls ein Rechteck. Das wird man Samsung nicht übel nehmen, da dies aus naheliegenden Gründen schon seit jeher die übliche Form für Bildschirme und deren Gehäuse ist. Es hat sogar ebenfalls abgerundete Ecken. Allerdings ist auch diese Möglichkeit (und es gibt nur zwei: Nämlich abgerundet oder nicht abgerundet) schon seit längerem der Normalfall, man denke da insbesondere an Notebooks, PC-Flachbildschirme etc. Auch daraus wird man Samsung keinen Strick drehen können.
    Es weist ausserdem (was sich aus der Logik der Geometrie ergibt) ebenfalls eine bestimmte Länge, eine bestimmte Breite und ein bestimmtes Seitenverhältnis aus. Diese drei Werte unterscheiden sich allerdings allesamt von denjenigen des iPad und müssen daher unverdächtig erscheinen.
    (Auch wenn Apple mit manipulierten Bildern versucht hat, einen anderen Eindruck zu erwecken.)

    2. Es hat ebenfalls einen Bildschirm, der einen Grossteil der Front einnimmt. Auch dies wird man Samsung nicht übel nehmen, denn das enstpricht schlicht und einfach dem Grundaufbau eines Tablet PCs (genauso wie eine Tastatur eben Tasten hat) und war somit selbstverständlich auch bereits bei den Tablet-PCs welche vor dem iPad auf dem Markt waren so der Fall.

    3. Es hat ebenfalls einen Rahmen - auch dies ist nicht weiter überraschend da schlicht und einfach logisch und notwendig. Und - ohje - der Rahmen ist ebenfalls schwarz. Allerdings kann auch das nicht verwundern - vermutlich über 90% aller Flachbildschirme und Notebook-Displays haben seit vielen Jahren einen schwarzen Rahmen. Da wird u.a. mit dem besseren Kontrast zusammen hängen. Glänzen tut der Rahmen übrigens auch - allerdings beim GalaxyTab eher etwas matter als beim iPad.

    4. Das GalaxyTab hat - und damit kommen wir zum einzigen tatsächlichen 'Design-Merkmal' der ganzen Geschichte - allerdings keinen Button.
    Es hat dafür allerdings eine Kameraöffnung. Diese sitzt jedoch nichtmal an der gleichen Stelle wie beim iPad - einmal davon abgesehen, dass die GalaxyTabs schon länger Kameras haben als das iPad.


    Was belibt uns also als Fazit aus diesen Überlegungen?

    Der einzige Grund, wieso gewisse Leute argumentieren können, dass das GalaxyTab optisch dem iPad ähnelt liegt ganz einfach darin, dass das iPad durch sein minimalistisches Design eben so gut wie keinerlei wirkliche Merkmale (ausser eben das Fehlen von Merkmalen) aufweist. 95% des 'Designs' ergeben sich schlicht und einfach aus dem prinzipienbedingten Aufbau des Ganzen - und die restlichen 5% - der Button - wurden nicht kopiert.
    Das einzige was die Mitbewerber also tun können, um nicht wie das iPad auszusehen, ist das künsltiche Hinzufügen von weiteren Merkmalen - z.B. viele Buttons - die jedoch durch die Touch-Bedienung eher überflüssig werden - oder das Aufdrucken des Markennamens. Aber mal ehrlich: Apple kann doch nicht für sich beanspruchen, als einzige auf Schnickschnack verzichten zu dürfen und den Markennamen nicht aufdrucken zu müssen?

    Folglich: Minimaldesigns à la Apple sollten nicht Geschmacksmusterfähig sein.

  2. Re: Warum Geschmacksmuster auf Minimal-Designs besonders kritisch sind.

    Autor: Affenkind 19.01.12 - 09:43

    Siehe: http://www.baekdal.com/opinion/apple-never-designed-the-ipad-they-undesigned-it

    Deshalb sehen Tablets aus wie Tablets.

    http://dieoxidiertenschweine.de/randomsig.jpg

  3. Re: Warum Geschmacksmuster auf Minimal-Designs besonders kritisch sind.

    Autor: Freiheit statt Apple 19.01.12 - 15:43

    Oh, den Artikel kannte ich noch gar nicht, danke.
    Hätt ich mir das Getippe sparen können - dort steht das drin, was ich in meinem Posting auch sagen wollte :)

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