1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Snowden-Papiere: NSA nutzt…

Thema neigt sich dem Ende

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Thema neigt sich dem Ende

    Autor: Gevatter Tod 11.12.13 - 10:36

    Schade, dass die Enthüllungen um die Architektur und den Umfang Spähprogramme langsam an Fahrt verlieren. Ich finde es nachwievor interessant, mit welchen Tricks die Herren und Damen drüben alles arbeiten, um unsere Daten abzugreifen. Dabei weiß ich immer nicht was schlimmer ist: Dass sie es tun oder wie sie es tun?!?

    Und immer noch nicht konnte mir jemand auf meine Frage antworten: Sollte ich versuchen mich selbst zu schützen (was in einer Paranoia endet), oder sollte ich mit der Tatsache leben, dass ich mich nicht schützen kann und daher mein Web-Leben etwas umgestalten?

    Übrigens bin ich inzwischen zu dem Schluss gekommen, dass die NSA gegen NATO Vereinbarungen verstößt (siehe:http://issuu.com/nato_ccd_coe/docs/tallinnmanual/49?e=0) und die Souveränität verbündeter Staaten unterwandert. Laut NATO Protokoll würde das einer kriegerischen Handlung gleichkommen und einen Gegenangriff rechtfertigen. Dummerweise schlägt man nicht die Hand, die einen füttert. Somit sitzen "wir" mal wieder am kürzeren Hebel.

    1984 war mir irgendwie immer weit weg. Aber es ist näher als gewünscht/gedacht.

    Edit: falscher Link



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.12.13 10:44 durch Gevatter Tod.

  2. Re: Thema neigt sich dem Ende

    Autor: Anonymer Nutzer 11.12.13 - 10:50

    der unterschied zu 1984 ist, dass in 1984 Gedanken kontrolliert wurden, bei uns gehts "nur" um die Privatsphäre.

  3. Re: Thema neigt sich dem Ende

    Autor: mmarre 11.12.13 - 10:58

    mrbendig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > der unterschied zu 1984 ist, dass in 1984 Gedanken kontrolliert wurden, bei
    > uns gehts "nur" um die Privatsphäre.

    Die "Schere im Kopf" kommt der Gedankenkontrolle aber verdammt nahe. Wenn Du Repressalien fürchten musst weil jemand Deine "Leichen im Keller" kennt dann besteht die Möglichkeit das Du erpressbar / manipulierbar bist.

    Ganz gut hier erklärt: http://www.youtube.com/watch?v=iHlzsURb0WI

  4. Re: Thema neigt sich dem Ende

    Autor: TmoWizard 11.12.13 - 11:15

    mrbendig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > der unterschied zu 1984 ist, dass in 1984 Gedanken kontrolliert wurden, bei
    > uns gehts "nur" um die Privatsphäre.

    Nur mal so nebenbei:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/gedankenscanner-wunsch-wird-befehl-a-413788.html

    http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article5873568/Sind-die-Gedanken-beim-Fliegen-noch-frei.html

    Das ist nicht mehr weit weg von George Orwells "1984"!

    Mike

    *** TmoWizard ***

    Kleinigkeiten erledige ich sofort, Wunder dauern etwas länger und ab Mitternacht wird gezaubert! ;)

  5. Re: Thema neigt sich dem Ende

    Autor: 0xenwumme 11.12.13 - 11:15

    mrbendig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > der unterschied zu 1984 ist, dass in 1984 Gedanken kontrolliert wurden, bei
    > uns gehts "nur" um die Privatsphäre.

    Der Kapitalismus (und der Zeitgeist) ist unsere neue Glaubensform. In gewisser Weise werden Gedanken dadurch schon kausal aus der Natur der Sache heraus manipuliert.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.12.13 11:16 durch 0xenwumme.

  6. Re: Thema neigt sich dem Ende

    Autor: beaver 11.12.13 - 11:24

    Indoktrination ist nichts anderes als Gedankenkontrolle. Und die gibt es auch bei uns. Die meisten merken es aber nicht, und das ist ja auch der Sinn davon.

  7. Re: Thema neigt sich dem Ende

    Autor: i<3Nerds 11.12.13 - 15:00

    Also ich bin einfach mal ganz ehrlich..
    Die ganze Sache - rund um Snowden, NSA und Co. Habe ich vor den Enthüllungen mir zwar durchaus vorstellen können..
    Aber ich hätte mir nie vorstellen können, dass wir schon mitten in einem Szenario von "1984" stecken.

    Mit anderen Worten - Das Ganze hat mir in gewissen Maßen die Augen geöffnet und mich mehr als beeinflusst.
    Alleine hier auf Golem, wenn es ums Thema "Snowden, Datenschutz, Recht und Gerechtigkeit" geht bin ich lange nicht mehr so Redefreudig wie sonst.. Ich überlege mir also entsprechend besser, welche Informationen ich über mich/ von mir gebe.

    Wie Gevatter Tod bereits schrieb:
    >Und immer noch nicht konnte mir jemand auf meine Frage antworten: Sollte ich
    >versuchen mich selbst zu schützen (was in einer Paranoia endet), oder sollte ich mit
    >der Tatsache leben, dass ich mich nicht schützen kann und daher mein Web-Leben
    >etwas umgestalten?
    Geht mein Verhalten mittlerweile mehr in Richtung Paranoia (und das gefällt mir überhaupt nicht)

    I <3 metasyntaktische Variablen! :D

  8. Re: Thema neigt sich dem Ende

    Autor: Moe479 11.12.13 - 18:27

    die idee, dass gesetze die freiheit sichern wird ausgehöhlt, sobald man organisationen einräumt sich ausserhalb dieser gesetze zu bewegen, das räumt man auch ein, wenn man sie nicht entsprechend scharf kontrolliert.

    das unrechtsbewustsein ist sehrwohl auch bei den vertretern dieser organisationen da, denn sonst würden sie ihre aktionen nicht versuchen, vor denen die dies zu prüfen haben, zu verschleiern, sonst würden sie ja guten gewissens frei sagen konnen, dass sie nur nach geltendem recht gehandelt haben, ihre prozesse und ergebnisse zumindest den autorisierten personen (schauprozesse sind nicht unbedingt der wahrheitsfindung dienlich, sie provozieren gegenteil vor allem genehme lügen) wahrheitsgetreu vorlegen.

    fehlt nur die frage, was sie dazu bewegt/bewogen hat unrecht zu handeln, um die weitere einbindung bzw. neubewertung dieser organisationen in die eigentliche zielsetzung, der freiheit der bürger voran zu treiben.

    es ist allgemein nicht dienlich durchaus kompetente kräfte einfach nur abzustrafen, sie benötigen offensichtlich nur mehr rechtssicherheit und mehr definition (eingrenzung) und kontrolle bei der ausübung ihrer tätitgkeiten um ihre energien in tatsächlich dienliche bahnen für frieden und freiheit zu lenken.

    in bezug auf die unbegründete massenüberwachung gehören nicht nur, die chefs von offenbar dabei rechtsfern agieren organisationen gehört, sondern auch ihre auftraggeber, allem vorran kabinettsmitglieder und regierungschefs die über die mittel für diese organisationen, deren zielsetzung und inhalte bestimmen/bestimmt haben.

    An die Herren Bundesmenister für Finazen, Inneres, Äußeres und Verteidigung sowie dem Chef des Bundeskanzleramtes ist imho die Frage zu stellen, wie hoch denn dieses Jahr die Ausgaben für Überwachungstätitigkeiten ausfallen werden, ob alle bisher daraus erwachsenen Tätigkeiten zu 100% rechtens und wie erfolgreich diese waren.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 11.12.13 18:44 durch Moe479.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), München
  2. Deutschland sicher im Netz e.V., Berlin
  3. Freie und Hansestadt Hamburg, Hamburg
  4. Bayerisches Landesamt für Steuern, München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Differential Privacy: Es bleibt undurchsichtig
Differential Privacy
Es bleibt undurchsichtig

Mit Differential Privacy soll die Privatsphäre von Menschen geschützt werden, obwohl jede Menge persönlicher Daten verarbeitet werden. Häufig sagen Unternehmen aber nicht, wie genau sie das machen.
Von Anna Biselli

  1. Strafverfolgung Google rückt IP-Adressen von Suchanfragen heraus
  2. Datenschutz Millionenbußgeld gegen H&M wegen Ausspähung in Callcenter
  3. Personenkennziffer Bundestagsgutachten zweifelt an Verfassungsmäßigkeit

Tutorial: Was ein On Screen Display alles kann
Tutorial
Was ein On Screen Display alles kann

Werkzeugkasten Viele PC-Spieler schwören auf ein OSD. Denn damit lassen sich Limits erkennen, die Bildqualität verbessern und Ruckler verringern.
Von Marc Sauter


    Corsair K60 RGB Pro im Test: Teuer trotz Viola
    Corsair K60 RGB Pro im Test
    Teuer trotz Viola

    Corsair verwendet in der K60 Pro RGB als erster Hersteller Cherrys neue preiswerte Viola-Switches. Anders als Cherrys günstige MY-Schalter aus den 80ern hinterlassen diese einen weitaus besseren Eindruck bei uns - der Preis der Tastatur hingegen nicht.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Corsair K100 RGB im Test Das RGB-Monster mit der Lichtschranke
    2. Corsair Externes Touchdisplay ermöglicht schnelle Einstellungen
    3. Corsair One a100 im Test Ryzen-Wasserturm richtig gemacht