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Grundeinkommen wichtig!

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  1. Grundeinkommen wichtig!

    Autor: Anonymer Nutzer 29.10.14 - 19:37

    Zitat:

    "Er sei zwar kein Kommunist, Sozialist oder Radikaler. Allerdings dürften die Früchte des technischen Fortschritts und der Produktionssteigerungen nicht nur in die Taschen von Risikokapitalgebern wandern. Wenn aufgrund von steigender Automatisierung immer mehr Menschen ihren Job verlören, müsse es ein Grundeinkommen für diese Menschen geben. Sonst gebe es sozialen Aufruhr und Tote."

    Genau SO sieht es aus! Kein Grundeinkommen = kein Einkommen für all die durch Maschinen ersetzten Menschen!

  2. Re: Grundeinkommen wichtig!

    Autor: Anonymer Nutzer 29.10.14 - 21:10

    Du vergisst, dass auch neue Beschäftigungsfelder entstehen. Den Beruf des Piloten oder Programmierers gab es im Mittelalter sicher nicht.

  3. Re: Grundeinkommen wichtig!

    Autor: DrWatson 29.10.14 - 21:18

    Es gibt übrigens auch keinerlei empirische Hinweise darauf, dass durch steigende Automatisierung mehr Arbeitslosigkeit entsteht.

  4. Re: Grundeinkommen wichtig!

    Autor: Anonymer Nutzer 29.10.14 - 21:23

    fluppsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du vergisst, dass auch neue Beschäftigungsfelder entstehen. Den Beruf des
    > Piloten oder Programmierers gab es im Mittelalter sicher nicht.

    Hochqualifizierte Berufe die nicht für jeden geeignet sind und auch durch mangelnde Investition in Bildung nicht von allen erreicht werden können.

    Ebenso wage ich zu Bezweifeln das die "neuen Berufe" genau soviel Arbeitsplätze schaffen wie solche die wegrationalisiert wurden.

  5. Re: Grundeinkommen wichtig!

    Autor: DrWatson 29.10.14 - 21:35

    lolig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hochqualifizierte Berufe die nicht für jeden geeignet sind und auch durch
    > mangelnde Investition in Bildung nicht von allen erreicht werden können.

    Das hättest du vor 200 Jahren über jeden Beruf sagen können, für den man lesen und schreiben können muss.

    Heute ist das eine Fähigkeit, die fast jeder beherrscht.
    Die Menschen spezialisieren sich zudem immer mehr. Sie werden also nicht intelligenter, aber es gibt sozusagen mehr "Fachidioten".

    Früher gab es mal eine Handvoll von Ausbildungsberufen, heute kannst du mit einer Auflistung aller Berufe 800 Seiten fette Bücher füllen.

    > Ebenso wage ich zu Bezweifeln das die "neuen Berufe" genau soviel
    > Arbeitsplätze schaffen wie solche die wegrationalisiert wurden.

    Ich würde das Gegenteil behaupten: Für jeden Beruf, der verschwindet, entstehen gleich mehrere neue Spezialisten-Berufe.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.10.14 21:41 durch DrWatson.

  6. Re: Grundeinkommen wichtig!

    Autor: Anonymer Nutzer 29.10.14 - 22:38

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das hättest du vor 200 Jahren über jeden Beruf sagen können, für den man
    > lesen und schreiben können muss.

    Wir reden hier nicht von 200 Jahren, da muss man sich allein die letzten 50 Jahre anschauen, die Anforderungen sind deutlich gestiegen vor 50 Jahren konnte man auch ohne Schulabschluss oder "nur" mit Hauptschulabschluss Arbeit finden von der man *problemlos* Leben konnte versuch das heute mal.

    > Heute ist das eine Fähigkeit, die fast jeder beherrscht.
    > Die Menschen spezialisieren sich zudem immer mehr. Sie werden also nicht
    > intelligenter, aber es gibt sozusagen mehr "Fachidioten".

    Bevor man zum "Fachidiot" wird muss man erst einmal eine allgemeinbildende Schulen besuchen und wer dort ohne Abitur oder mindestens Realschulabschluss rauskommt hat erst einmal schlechte Karten für irgendwas "Fachidiot" zu werden.

    Wenn man sich hier mal die Statistik* anschaut haben ~ 50% ein schlechten Start ins Leben und werden kaum Chancen haben einen Beruf mit höherer Qualifikation nachzugehen.

    > > Ebenso wage ich zu Bezweifeln das die "neuen Berufe" genau soviel
    > > Arbeitsplätze schaffen wie solche die wegrationalisiert wurden.
    >
    > Ich würde das Gegenteil behaupten: Für jeden Beruf, der verschwindet,
    > entstehen gleich mehrere neue Spezialisten-Berufe.

    Soweit vielleicht in der Theorie aber Unternehmen rationalisieren wo es nur möglich ist und für Menschen ab 40-50 ist es kaum noch möglich sich Fortzubilden oder ein völlig neuen Beruf zu erlernen.

    Zudem ist auch nicht gesagt ob die spezialisierten Berufe dann genau soviel Arbeitsplätze bieten oder ob weniger Menschen die gleiche Arbeit erledigen.

    *)http://www.bpb.de/61656/bildungsstand

  7. Re: Grundeinkommen wichtig!

    Autor: spiderbit 29.10.14 - 22:46

    Netter witz, wo die Bauern noch alles von Hand gemacht haben und wir 99% Bauern hatten, da gabs keine Arbeitslosigkeit.

    Will ich deshalb den 0-automatisierstaat zurueck und Hungersnoete, natuerlich nicht, ein BGE aber dennoch.

    Arbeitsplaetze sind vollkommen irrelevant, einzig und alleine Einkommensplaetze sind wichtig, ansonsten stelle ich gerne ein Paar Arbeitslose bei mir ein ohne Lohn, dann haben sie Arbeit.

    Zumal es nicht heisst Erwerbsarbeit vs Grundeinkommen. Zumal unsere Statistiken selbst auf der Insel der Glueckseligen Deutschland wo rund um uns herum schlimmste Zustaende sind, ein Griechenland das fast ein 3. Weltland wieder wurde, wo massenhaft suizide passieren und Leute sich mit Aidsnadeln stechen damit sie ein Einkommen bekommen. Wer hier 10h in der Woche Regale im Supermarkt einraeumt, damit nicht leben kann, mit alg2 auf stockt, gilt nicht als Arbeitslos in diesen Statistiken. Parkstudiengaenge und aehnliches sowieso nicht.

    Natuerlich muss es niemals Arbeitslosigkeit geben, erstens haben auch die Erwerbsarbeitslosen Arbeit zweitens ist das nur ne Frage wie man Arbeitslos definiert, 10h Arbeit fuer jeden in der BRD auch 20h haette man schon, nur will halt auch niemand die Regelarbeitszeit reduzieren. Die Frage ist ob man davon leben kann. Sind wir also wieder beim Einkommensplatz.

    Dazu ist ein BGE noch ein extremer Arbeitsanreiz, als Harzer wenn du ein wenig dazu verdienen willst, wird dir sofort wieder 80-100% ab gezogen (nach den ersten 100 euro), wer wuerde denn schon bei so hohen Steuersaetzen anfangen zu arbeiten? Dazu kommt sofort noch eine riesen Buerokratie dazu und wirst sofern du nicht zu 100% unabhaengig bist immernoch auf den Aemtern wie der letzte Dreck behandelt.

    Natuerlich geht arbeit nicht aus, aber Arbeit ist nicht per se gut, Arbeit in der Ruestungsindustrie ist per se schlecht, (auch wenn sich die angestellten dort einreden werden das es gut ist was sie tun, das ist die Menschliche Natur man ist immer der gute).

    Das BGE waere aber eine Art Moralpauschale und Streikgeld fuer jeden am Anfang des Monats bar auf die Hand, was glaubst du wie sich die Zustaende in Firmen veraendern wuerden, ein schoenes bild dazu ist immernoch die Putzfrau mitm Porsche :)

    Oder weniger plakativ ordentliche Verhaeltnisse in krankenhaeusern, Aertzte die nicht sinnloses Zeug machen wuerden oden in extremfaellen einem sogar noch schaden dabei weil sie Geld verdienen wollen, aehnliches mehr.

    Naja soweit mal mach mal nen Punkt hier :)

  8. Re: Grundeinkommen wichtig!

    Autor: Anonymer Nutzer 29.10.14 - 22:46

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt übrigens auch keinerlei empirische Hinweise darauf, dass durch
    > steigende Automatisierung mehr Arbeitslosigkeit entsteht.

    Zitat:
    "Es gibt bis heute keine vergleichbare Studie, was auch daran liegen mag, dass Auswirkungen einzelner technologischer Fortschritte auf den Arbeitsmarkt schwer zu separieren und statistisch zu fassen sind. Das Phänomen der »strukturellen Arbeitslosigkeit« ist jedoch empirisch zu beobachten. Dadurch erhält Emil Lederers Monografie »Technischer Fortschritt und Arbeitslosigkeit« bis heute ihre Aktualität."

    Klassische Lektüre zu diesem Thema von Emil Lederers.

  9. Re: Grundeinkommen wichtig!

    Autor: spiderbit 29.10.14 - 22:56

    lolig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Soweit vielleicht in der Theorie aber Unternehmen rationalisieren wo es nur
    > möglich ist und für Menschen ab 40-50 ist es kaum noch möglich sich
    > Fortzubilden oder ein völlig neuen Beruf zu erlernen.

    Ja geb dir soweit recht bei der Beschreibung, allerdings hoer ich da einen Vorwurf an die Firmen raus, das sie das tun, der ist aber falsch, der Staat sollte als nie erreichbares Ziel und die Firmen haben es ein Betrieb oder ein Staat ohne jegliches Personal haben. Warum damit die Produkte billig werden und damit automatisierbare Arbeit also meist stumpfsinnige ARbeit niemand machen muss wenn es eine Maschiene tun kann.
    Wenn wir das nicht gewollt haetten, haette man niemals Maehdrescher doer aehnliches erfinden duerfen.

    Nur das wir eben an die Arbiet die Berechtigung von Einkommen knuepfen erzeugt das Problem, ansonsten ist 100% Arbeitslosigkeit der Himmel auf erden (ueberspitz es ein wenig).

    Ist ja nicht so das wir keine Arbeit haetten, nur halt zu wenig ERWERBS-Arbeit, die meisten Arbeitslosen waschen ihre waesche, sie kochen, sie machen vielleicht ihr Bett, sie gehen einkaufen, sie regerigern im Internet irgendwelche Sachen, sie heimwerkeln, sie engagieren sie bei Tafeln, sie bringen sich politisch in Diskussionen ein, wie ich jetzt gerade.

    Nur sehr alte Menschen oder hochgradik Kranke Leute wie z.B. krasse Alkerholiker (aber selbst die arbeiten meist noch vielleicht schwarz Wohnungen streichen oder sowas), also man muss schon sehr sehr am Ende sein, das man nur noch vor sich hin vegitiert und vielleicht den ganzen tag TV schaut.

    Mein wenn man nur was essen will, gut man kann sich natuerlich von Bier ernaehren, aber selbst das muss man noch im Supermarkt einkaufen, man kommt nicht um Arbeit herum, nur haben wir halt einen sehr engen Arbeitsbegriff, dei Hausfrau ist quasi Arbeitslos und auch die Mutter, aber nur der Ingenieur oder Bauarbeiter die Arbeiten.

    Sozial ist was arbeit schafft, das Motto denk ich mir immer wenn ich meien gefuellte Spuelmaschine sehe, da denke ich nicht das ich diese Arbeit erledigen muss, sondern das ichs sofort mit dreck wieder ueberschuette weil ich so ein sozialer Mensch bin.

  10. Re: Grundeinkommen wichtig!

    Autor: spiderbit 29.10.14 - 22:57

    lolig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    hast glaub dem falschen geantwortet :)

  11. Re: Grundeinkommen wichtig!

    Autor: The_Soap92 29.10.14 - 23:00

    Also ich wäre ja für eine Lösung wie bei Star Trek :) Kein Geld, alles notwendige fürs Leben wird von Maschinen hergestellt und die Menschen können sich entscheiden was sie machen wollen, abhängig natürlich von Fähigkeiten und der kostenlosen Ausbildung. Ich könnte z.B. mein Leben lang zocken ohne Arbeiten zu müssen :D

    Ein Grundeinkommen ist schwer zu realisieren, überlegt mal, wenn jeder Grundeinkommen hat von 1000 ¤ pro Monat, die Mietskosten aber exorbitant steigern, sowie die Lebensmittelpreise, dann sind die Armen genauso arm wie zuvor auch. Die Inflation trägt ihren teil bei, ein Grund mehr warum ich das Geldsystem wie wir es haben für absolut irrational halte.

  12. Re: Grundeinkommen wichtig!

    Autor: spiderbit 29.10.14 - 23:13

    aehh erst faengst positiv an dann ploetlzih flammend schon fast gegen das BGE interessant wie man so umschwenken kann in 2 Saetzen.

    1. Bezweifel ich das du wirklich Lebenslang nur zocken wollen wuerdest. 50 Jahre oder so sind ne lange zeit. Und der Mensch tickert staendig immer weiter hoeher schneller.
    An irgendwas wirst arbeiten, an deiner Ernaehrung vielleicht, oder sportlich, oder beruflich. Sich unveraendert vor sich hin leben auf dauer, die spiele werden auch zunehmend langweilig und sinnlos, vielleicht willst auch noch ne Frau beeindrucken etc.

    Also das du das mal 1 jahre vieleicht auch 2 machen willst oder vorstellen kannst das du so lange das fast aussschliesslich machen willst, kann ich mir schon vorstellen, aber das es dann auch durch ziehst und nach den 1-2 jahren immernoch fuer die naechsten 50 jahre weiter machst nicht.

    Die Mietkosten muessen nicht exorbitant steigen. Das kommt ja sehr stark aufs Modell an und es ist eine rechtliche Frage und wie man es ein fuehrt. Ein Teil kann man schlicht gegen rechnen, als beispiel kann man den Steuerfreibetrag ab schaffen. man koennte auch direkt mit 50% Steuern los legen vom 1. cent arbeitsverdienst und kapitalertraege (inkl. Sozialabgaben, also man koennte alles was bisher durch sozialabgaben gemacht wird mit steuern bezahlen), das ein beispiel, aber ja nehhmen wir mal nur abschaffen des steuerfreibetrages abschaffen des Kindergeldes, anrechhnen des teilweisen bges an Rentenzahlungen und an Beamtengehaelter so das nsie mit bge und lohn zusammen keinen cent mehr haben.
    Dann koennte man schon ohne jegliche Mehrkosten vielleicht ein bge von 400 Euro aus zahlen, vielleicht sogar ein ibsschen mehr. Mit ner flattax von 50% sollte das ganze bge bezahlt sein. aber das ist schwerer zu belegen.

    Im grundsatz soll aber das BGE in die Loehne hinein wachsen, das heist das IM SCHNITT keiner mehr hat als vorher, natuerlich koennen sich aber im einzelnen die lohnverteilungen aendern.

    Von daher muess es auch keine grosse Inflation geben.

  13. Re: Grundeinkommen wichtig!

    Autor: The_Soap92 29.10.14 - 23:19

    spiderbit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > , vielleicht willst
    > auch noch ne Frau beeindrucken etc.

    Da hindert mich das Zocken doch net dran.

    > Also das du das mal 1 jahre vieleicht auch 2 machen willst oder vorstellen
    > kannst das du so lange das fast aussschliesslich machen willst, kann ich
    > mir schon vorstellen, aber das es dann auch durch ziehst und nach den 1-2
    > jahren immernoch fuer die naechsten 50 jahre weiter machst nicht.

    Ich würd wahrscheinlich auch ins All fliegen und andere Dinge machen, nur gings mir darum dass ich nicht mehr arbeite nur um zu leben um weiter zu arbeiten sondern lebe, das Leben geniesse und mache wozu ich Bock habe.


    > Die Mietkosten muessen nicht exorbitant steigen. Das kommt ja sehr stark
    > aufs Modell an und es ist eine rechtliche Frage und wie man es ein fuehrt.
    > Ein Teil kann man schlicht gegen rechnen, als beispiel kann man den
    > Steuerfreibetrag ab schaffen. man koennte auch direkt mit 50% Steuern los
    > legen vom 1. cent arbeitsverdienst und kapitalertraege (inkl.
    > Sozialabgaben, also man koennte alles was bisher durch sozialabgaben
    > gemacht wird mit steuern bezahlen), das ein beispiel, aber ja nehhmen wir
    > mal nur abschaffen des steuerfreibetrages abschaffen des Kindergeldes,
    > anrechhnen des teilweisen bges an Rentenzahlungen und an Beamtengehaelter
    > so das nsie mit bge und lohn zusammen keinen cent mehr haben.
    > Dann koennte man schon ohne jegliche Mehrkosten vielleicht ein bge von 400
    > Euro aus zahlen, vielleicht sogar ein ibsschen mehr. Mit ner flattax von
    > 50% sollte das ganze bge bezahlt sein. aber das ist schwerer zu belegen.
    >
    > Im grundsatz soll aber das BGE in die Loehne hinein wachsen, das heist das
    > IM SCHNITT keiner mehr hat als vorher, natuerlich koennen sich aber im
    > einzelnen die lohnverteilungen aendern.
    >
    > Von daher muess es auch keine grosse Inflation geben.

    Das ist halt die Frage ob das alles so klappt. Wär ich natürlich auch froh drüber.

  14. Re: Grundeinkommen wichtig!

    Autor: DrWatson 29.10.14 - 23:51

    lolig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Es gibt bis heute keine vergleichbare Studie, was auch daran liegen mag,
    > dass Auswirkungen einzelner technologischer Fortschritte auf den
    > Arbeitsmarkt schwer zu separieren und statistisch zu fassen sind.

    Das ist doch eher ein Argument gegen die Behauptung, dass aus technischem Fortschritt Arbeitslosigkeit resultieren würde.

    Denn selbst aus einer Korrelation, falls es denn eine gäbe, ließe sich kein Zusammenhang herleiten.

    > Das
    > Phänomen der »strukturellen Arbeitslosigkeit« ist jedoch empirisch zu
    > beobachten

    Wie gesagt, die Existenz struktureller Arbeitslosigkeit streitet ja niemand ab, aber man kann darauas nicht monokausal einen Zusammenhang mit der technischen Entwicklung ableiten.

    Es gibt viel naheliegendere und meiner Meinung nach deutlich bessere Erklärungsansätze von struktureller Arbeitslosigkeit, wie künstliche Marktbeschränkungen, immoblität und Transaktionskosten, durch die die Arbeitslosigkeit selbst bei technologischer Rückwärtsentwicklung nicht sinken würde.

    Zu Zeiten von Emil Lederer, den du ja ansprichst, war die Arbeitslosigkeit zeitweise höher als heute und das bei einem Bruchteil der Produktivität.

    Theoretisch müsste der technische Fortschritt aber dazu geführt haben, dass die Arbeitslosigkeit seitdem exponentiell gestiegen ist, was ja eindeutig nicht der Fall ist.

  15. Re: Grundeinkommen wichtig!

    Autor: Anonymer Nutzer 29.10.14 - 23:53

    fluppsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du vergisst, dass auch neue Beschäftigungsfelder entstehen. Den Beruf des
    > Piloten oder Programmierers gab es im Mittelalter sicher nicht.

    Du vergisst daß die Robotisierung diese Berufe immer seltener werden lässt bzw. Piloten zukünftig vielleicht sogar ganz wegfallen werden. Immerhin gibt es schon längst selbstfahrende Autos und auch Drohnen. Und Programmierer, seriously? Wieviel Programmierer denkst du denn wird eine Firma brauchen und bezahlen? Denkst du damit werden alle Leute ihr Brot verdienen können? Wie naiv bist du eigentlich? omg...

  16. Re: Grundeinkommen wichtig!

    Autor: Anonymer Nutzer 29.10.14 - 23:54

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt übrigens auch keinerlei empirische Hinweise darauf, dass durch
    > steigende Automatisierung mehr Arbeitslosigkeit entsteht.

    Nöö überhaupt nicht... Die ständig entlassenen Arbeitskräfte die von Robotern ersetzt werden sind alles nur Einbildung... autsch...

  17. Re: Grundeinkommen wichtig!

    Autor: DrWatson 30.10.14 - 00:09

    lolig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir reden hier nicht von 200 Jahren, da muss man sich allein die letzten 50
    > Jahre anschauen,

    200 oder 50 Jahre spielt doch keine Rolle, wenn man sich die relative Entwicklung anschaut.

    > vor 50 Jahren
    > konnte man auch ohne Schulabschluss oder "nur" mit Hauptschulabschluss
    > Arbeit finden von der man *problemlos* Leben konnte versuch das heute mal.

    Ich sagte ja auch nie, dass sich die Anforderungen an die Bildung nicht verändern werden. Aber das bedeutet doch nicht, dass ein steigender Teil der Bevölkerung zu dumm zum Arbeiten ist.

    Bildung muss als Investition gesehen werden und damit eine Volkswirtschaft die Entwicklung mitmachen kann, muss mehr in Bildung investiert werden.


    > Wenn man sich hier mal die Statistik* anschaut haben ~ 50% ein schlechten
    > Start ins Leben und werden kaum Chancen haben einen Beruf mit höherer
    > Qualifikation nachzugehen.

    Es gibt heute Länder, in denen 70% der Schulabgänger eine Hochschule besuchen und das ist die Entwicklung in die es gehen wird.

    Du kannst nicht einfach die heutigen Zahlen statisch betrachten und dann sagen, dass 50% irgendwann arbeitslos sind.


    > Soweit vielleicht in der Theorie aber Unternehmen rationalisieren wo es nur
    > möglich ist

    Das beißt sich ja nicht mit der Theorie.
    Man muss aber auch die andere Seite sehen: Die Menschen haben immer mehr Bedürfnisse, wodurch auch die Nachfrage nach immer mehr und immer stärker differenzierten Dienstleistungen wächst.

    Das Angebot schafft sich auch seine Nachfrage selbst.

    > und für Menschen ab 40-50 ist es kaum noch möglich sich
    > Fortzubilden oder ein völlig neuen Beruf zu erlernen.

    Ich glaube du unterschätzt die Fähigkeiten von Menschen etwas.

    > Zudem ist auch nicht gesagt ob die spezialisierten Berufe dann genau soviel
    > Arbeitsplätze bieten oder ob weniger Menschen die gleiche Arbeit
    > erledigen.

    Es geht ja nicht um "die gleiche Arbeit". Die Ansprüche der Menschen wachsen mit dem technologischen Fortschritt.
    Es geht ja auch nicht nur um Quantität sondern auch um Qualität der Güter.

    Ein Mensch in 50 Jahren wird viel höhere Bedürfnisse haben, als ein Mensch heute, weshalb auch die Nachfrage exponentiell steigt, so wie auch das Angebot steigt.

  18. Re: Grundeinkommen wichtig!

    Autor: DrWatson 30.10.14 - 00:11

    spantherix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nöö überhaupt nicht... Die ständig entlassenen Arbeitskräfte die von
    > Robotern ersetzt werden sind alles nur Einbildung... autsch...


    Arbeitslosigkeit ist keine Flussgröße. Du bringst hier arg was durcheinander.

  19. Re: Grundeinkommen wichtig!

    Autor: Anonymer Nutzer 30.10.14 - 00:22

    The_Soap92 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also ich wäre ja für eine Lösung wie bei Star Trek :) Kein Geld, alles
    > notwendige fürs Leben wird von Maschinen hergestellt und die Menschen
    > können sich entscheiden was sie machen wollen, abhängig natürlich von
    > Fähigkeiten und der kostenlosen Ausbildung. Ich könnte z.B. mein Leben lang
    > zocken ohne Arbeiten zu müssen :D

    Ja Star Trek ist eine sehr schöne Vorlage. Wobei auch dort jeder einzelne fixe Credits bekommt und somit sein Teil vom Kuchen der Ressourcen. Und nur so kann auch vernünftig gewirtschaftet werden. Aber Geld ist dafür tatsächlich irrelevant. Ja sogar kontraproduktiv! Denn wenn man Geld braucht, dann hat man keine Zeit für Kreativität und Fortschritt. Der einzige Punkt im Leben wird sein möglichst viel Geld zu verdienen. Und wenige dann Reiche können eine ganze Zivilisation ausquetschen und erpressen. So viel Macht darf nicht in die Hände einzelner kommen! Man sieht ja was passiert von wegen Korruption etc. Wichtig ist es, endlich mal zur Vernunft zu kommen und diesen Schwachsinn aufzuhören hier auf der Erde, wo jeder dem Nachbarn ein Bein stellt nur um ihm voraus zu sein... Scheiß Ellenbogen Gesellschaft! -.-

    > Ein Grundeinkommen ist schwer zu realisieren, überlegt mal, wenn jeder
    > Grundeinkommen hat von 1000 ¤ pro Monat, die Mietskosten aber exorbitant
    > steigern, sowie die Lebensmittelpreise, dann sind die Armen genauso arm wie
    > zuvor auch. Die Inflation trägt ihren teil bei, ein Grund mehr warum ich
    > das Geldsystem wie wir es haben für absolut irrational halte.

    Ein Grundeinkommen ist genau das, was in Star Trek Fakt ist! Wenn du dich mal intensiver mit Star Trek befasst, fällt dir die Sache mit den Credits auf! Manchmal spielen die Crewmitglieder auf der Voyager sogar um diese "Replikator Einheiten" in freundschaftlichen Glücksspielen. Oder um Holodeck Einheiten. Natürlich muss alles rationalisiert werden, um Verschwendung zu vermeiden. Deshalb macht ein Grundeinkommen sehr wohl Sinn.

  20. Re: Grundeinkommen wichtig!

    Autor: The_Soap92 30.10.14 - 00:49

    Also soweit ich das mitbekommen habe (habe Star Trek leider nie selbst gesehen ausser 2, 3 Folgen und dem Treffen Der Generationen-Film) Hatte nur Voyager Credits. The Original Series und The Next Generation nicht.

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