1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Software-Lizenzen: Microsoft…

Eigentlich wollen wir alle den Prozess und möglichst bis zum EuGH durch alle Instanzen ...

Für Konsolen-Talk gibt es natürlich auch einen Raum ohne nerviges Gedöns oder Flamewar im Freiraum!
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Eigentlich wollen wir alle den Prozess und möglichst bis zum EuGH durch alle Instanzen ...

    Autor: NachDenkenIstFrei 26.08.20 - 11:39

    Damit folgendes im Kontext geklärt wird:

    1) Wird europäisches Recht wie der Erschöpfungsgrundsatz von M$ nicht permanent unterlaufen?
    2) Verstossen zentrale Shops bei marktdominanten Produkten nicht gegen das Kartellrecht?
    4) Hat M$ nicht die Schadensminderungspflicht dem Verbraucher einfache Werkzeuge in die Hand zu geben mit dem er die Gültigkeit von Keys prüfen kann.
    5) Entspricht z.B. das Produkt Win10/Office 365 überhaupt europäischen Recht (z.B. bezüglich DSGVO, Datenschutz, Privacy Shield) und ist der Einsatz - falls nicht - nicht strafbar.

    Sollte das Produkt nicht in allen Regeln "sauber sein" in der D bzw. gesamter EU verbieten und Schadensersatz verlangen. Alle Kosten die als Privatmann oder Geschäft durch unzulässige Praktiken von M$ entstehen sollten ersetzt werden müssen (entgangener Gewinn, Personalkosten, ...) . Daten, die gewonnen wurden sollten - falls illegal - ebenfalls bepreist werden (Differenzierung gewerbliche und private Daten).

    Hoffentlich findet der Prozess statt.

  2. Re: Eigentlich wollen wir alle den Prozess und möglichst bis zum EuGH durch alle Instanzen ...

    Autor: ntldr 26.08.20 - 12:33

    > 1) Wird europäisches Recht wie der Erschöpfungsgrundsatz von M$ nicht permanent unterlaufen?

    Wie das? Der Erschöpfungsgrundsatz gilt. Egal ob Microsoft das will oder nicht. Der Erschöpfungsgrundsatz erlaubt es aber nicht mehr Lizenzen weiterzuverkaufen als man selbst gekauft hat.

    > 2) Verstossen zentrale Shops bei marktdominanten Produkten nicht gegen das Kartellrecht?

    Welche zentralnen Shops? Es gibt hunderte Shops die dir Einzellizenzen für Office verkaufen wollen.

    > 4) Hat M$ nicht die Schadensminderungspflicht dem Verbraucher einfache Werkzeuge in die Hand zu geben mit dem er die Gültigkeit von Keys prüfen kann.

    4)? Und nein. Microsoft hat kein Vertragsverhältnis zum Kunden - somit auch keine Schadensminderungspflicht. Dem Käufer verpflichtet ist nur der Händler.

    > 5) Entspricht z.B. das Produkt Win10/Office 365 überhaupt europäischen Recht (z.B. bezüglich DSGVO, Datenschutz, Privacy Shield) und ist der Einsatz - falls nicht - nicht strafbar.

    Das hängt massiv von der Art des Einsatzes ab. Wenn du Excel auf Windows 10 ausschließlich dazu verwendest zwei Zahlen zu addieren, wird das unproblematisch sein. Kritisch ist die Verarbeitung personenbezogener Daten. Da laufen allerdings schon entsprechende Verfahren um dies zu klären. Nur sind Behörden und Justiz üblicherweise langsam. Der Privacy Shield wurde übrigens letztens vom EuGH für unzureichend erklärt.

  3. Re: Eigentlich wollen wir alle den Prozess und möglichst bis zum EuGH durch alle Instanzen ...

    Autor: NachDenkenIstFrei 27.08.20 - 11:11

    DANKE!!! für deine Bestätigung meiner Thesen

    zu 1) Natülich gilt der Erschöpfungsgrundsatz. Der Versuch mit deiner Antwort zu 5) zu suggerien das die Art des Einsatzes dem Hersteller von Produkten obliegt ist leider falsch. Ein Hersteller hat ein rechtlich einwandfreies Produkt zu liefern und den Erschöpfungsgrundsatz zu unterstützen und nciht zu unterlaufen..

    zu 2) Dein NULL-Antwort "Welche Shops?" Uns ist allen klar, dass versucht wird den Verkauf von Software an - gegenüber den Marktpreisen - überteuerte herstellereigene Shops zu binden.

    zu 4) Du willst ernsthaft behaupten, dass für den Verkauf oder Weiterverkauf von legal in den handel gebrachten Software/Produkten der Verkäufer haftet und dem Verkäufer die Schadensminderungspflicht obliegt. Bei Softwareprodukten wie z.B. auch bei Original belassenen Auto's liegt natürlich die Haftung und damit Schandensminderungspflicht beim Hersteller (Rückrufaktionen beachten!). Natürlich bis auf die Umbauten bzw. Softwareanteile die der Verkäufer eingebracht hat. Bei Windows 10 XXX ist der Softwareanteil des Verkäufer was wohl? Gut geraten NULL.
    Was wir erwarten dürfen ist also ein Tool, das dem Kunden die OK Prüfung seines Key gestattet. Warum wird dieses nicht bereitgestellt und damit die ganzen Key/Lizenz/... Kollaterialschäden für den Kunden und den Handel erst verursacht.

    zu 5) Ich darf in der EU Produkte erwarten, bei denen ich nicht gegängelt, bei denen meine Privatsphäre nicht abgehört wird, bei denen alle Default-Einstellungen datenschutztechnisch auf "NO SPY" gestellt sind. Windows 10 Home und Pro dürften allein dadurch, das man mit denen keine Personendaten verarbeiten soll ( siehe deine Antwort zu 5) ) auf Kosten des Herstellers aus dem Verkehr gezogen werden.

    Nocheinmal für Pseudo-Oberschlaue: Es obliegt nach dem Erschöpfungsgrundsatz nicht dem Hersteller eines Produktes gesetzliche Vorgaben zu unterlaufen oder die Verwendung als auch den Weiterverkauf zu behindern.

    Der Hersteller soll lediglich ein rechtlich einwandfreies Produkt liefern. Und falls das Produkt an Lizenz-Keys gebunden ist die Erkennung von Raubkopien ein Tool zu dessen Erkennung für jedermann liefern. Keiner der Verbraucher weiss sonst ob der gekaufte PC mit seinem Produkt legal oder nicht legal (oder nach Gusto des Herstellers mal so oder nur so legal unter Unterlaufung des Erschöpfungsgrundsatzes ) sein soll.

  4. Re: Eigentlich wollen wir alle den Prozess und möglichst bis zum EuGH durch alle Instanzen ...

    Autor: gadthrawn 28.08.20 - 12:59

    NachDenkenIstFrei schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DANKE!!! für deine Bestätigung meiner Thesen
    >
    > zu 1) Natülich gilt der Erschöpfungsgrundsatz. Der Versuch mit deiner
    > Antwort zu 5) zu suggerien das die Art des Einsatzes dem Hersteller von
    > Produkten obliegt ist leider falsch. Ein Hersteller hat ein rechtlich
    > einwandfreies Produkt zu liefern und den Erschöpfungsgrundsatz zu
    > unterstützen und nciht zu unterlaufen..

    Erstens nein und zweitens hat der hiermit gar nichts zu tun.

    > zu 2) Dein NULL-Antwort "Welche Shops?" Uns ist allen klar, dass versucht
    > wird den Verkauf von Software an - gegenüber den Marktpreisen - überteuerte
    > herstellereigene Shops zu binden.

    Hat auch damit nichts zu tun. wäre das über den Marketplace verkauft worden, würde man gar keinen Schlüssel brauchen oder sehen.

    > zu 4) Du willst ernsthaft behaupten, dass für den Verkauf oder
    > Weiterverkauf von legal in den handel gebrachten Software/Produkten der
    > Verkäufer haftet und dem Verkäufer die Schadensminderungspflicht obliegt.

    Natürlich haften Verkäufer. Verkäufer müssen bei der Ware und Lizenzen sicherstellen, dass das Eigentumsrecht vorhanden ist.

    > Bei Softwareprodukten wie z.B. auch bei Original belassenen Auto's liegt
    > natürlich die Haftung und damit Schandensminderungspflicht beim Hersteller
    > (Rückrufaktionen beachten!).

    Nein. Die Gewährleistung von 2 Jahren liegt beim Verkäufer. Der kann gegebenenfalls auf den Hersteller rückgreifen, aber die gesetzliche Gewährleistung trägt immer der Verkäufer.

    > Natürlich bis auf die Umbauten bzw.
    > Softwareanteile die der Verkäufer eingebracht hat. Bei Windows 10 XXX ist
    > der Softwareanteil des Verkäufer was wohl? Gut geraten NULL.

    Irrelevant.
    § 433 BGB ist der Verkauf geregelt. Verkäufer (nicht Hersteller oder anderer Dritter) muss bei einem Verkauf das Eigentum sicherstellen.
    § 434 BGB regelt Sachmängel - auch da nichts von Hersteller, sondern der Verkäufer.

    > Was wir erwarten dürfen ist also ein Tool, das dem Kunden die OK Prüfung
    > seines Key gestattet. Warum wird dieses nicht bereitgestellt und damit die
    > ganzen Key/Lizenz/... Kollaterialschäden für den Kunden und den Handel erst
    > verursacht.

    Nö. Für den Kunden ist das egal. Das Schuldverhältnis trägt der Verkäufer.

    > zu 5) Ich darf in der EU Produkte erwarten, bei denen ich nicht gegängelt,
    > bei denen meine Privatsphäre nicht abgehört wird, bei denen alle
    > Default-Einstellungen datenschutztechnisch auf "NO SPY" gestellt sind.
    > Windows 10 Home und Pro dürften allein dadurch, das man mit denen keine
    > Personendaten verarbeiten soll ( siehe deine Antwort zu 5) ) auf Kosten des
    > Herstellers aus dem Verkehr gezogen werden.


    Du bist nicht in einer wünsch dir was - Welt.

    > Nocheinmal für Pseudo-Oberschlaue: Es obliegt nach dem
    > Erschöpfungsgrundsatz nicht dem Hersteller eines Produktes gesetzliche
    > Vorgaben zu unterlaufen oder die Verwendung als auch den Weiterverkauf zu
    > behindern.

    Der Weiterverkauf ist in dem Fall nicht behindert. Für dich als Pseudo-Oberschlauen: Es geht um Lizenzen, die gar nicht in der EU erworben worden sind und die zu häufig verkauft worden sind.

    > Der Hersteller soll lediglich ein rechtlich einwandfreies Produkt liefern.

    Die Forderung ist sinnfrei. Hat auch damit nichts zu tun.

    > Und falls das Produkt an Lizenz-Keys gebunden ist die Erkennung von
    > Raubkopien ein Tool zu dessen Erkennung für jedermann liefern. Keiner der
    > Verbraucher weiss sonst ob der gekaufte PC mit seinem Produkt legal oder
    > nicht legal (oder nach Gusto des Herstellers mal so oder nur so legal unter
    > Unterlaufung des Erschöpfungsgrundsatzes ) sein soll.

    Oh das Tool ist das gute altmodische Telefon. Du kannst bei MS anrufen. Allerdings kann dir kein Hersteller garantieren dass dein Schlüssel nicht von jemand Dritten zigtausendmal kopiert wurde. Und auch nicht, wer der rechtmäßige Eigentümer ist - damit müßte nämlich tatsächlich jeder Verkauf und Weiterverkauf nur über den Hersteller und seine Plattform gehen, und zu diesem Zweck massiv Abrechnungsdaten über den Produktlebenszeitraum gesammelt werden.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Bechtle AG, Bonn
  2. Endress+Hauser SE+Co. KG, Maulburg
  3. Hays AG, Karlsruhe
  4. BSH Hausgeräte GmbH, München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 114,99€
  2. 21,99€
  3. 64,99€ (Release: 7. Mai)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme