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Nicht riskant

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  1. Nicht riskant

    Autor: subjord 09.04.21 - 10:59

    Wieso sollte ein solches Experiment riskant sein?
    Es ist lokal begrenzt und relativ kurzzeitig. Natürlich wird sich das Wetter etwas verändern aber auch nur wenige Tage lang. Wenn die das anständig absichern kann da wenig passieren.

    In den Meisten IPCC Plänen ist einkalkuliert, dass wir ab spätestens 2050 Geoengeneering betreiben. Allerdings ist derzeit die Forschung davon fast vollständig blockiert. Wäre es nicht besser, wenn wir bis dahin die Wissenschaftlichen Grundlagen davon verstanden hätten um die Effekte, Gefahren und Chancen deutlich besser einschätzen zu können?
    Natürlich besteht überall wo geforscht wird auch potential zu Missbrauch. Aber sollte man nur deshalb gar nicht erst forschen?

  2. Re: Nicht riskant

    Autor: xSureface 09.04.21 - 11:15

    Wetter wird bereits Manipuliert. Und das ganze ohne groß geforscht zu habe. Da werden über Felder Wolken gespritzt damit es nicht Hagelt. Aber das sind kleine Sachen. Nen Klima zu verändern auf Basis von, das Zeug kommt schon wieder runter, ist recht naiv. Da ists doch besser erst mal den CO2 Haushalt anzupassen.

  3. Re: Nicht riskant

    Autor: x2k 09.04.21 - 11:42

    xSureface schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wieder runter, ist recht naiv. Da ists doch besser erst mal den CO2
    > Haushalt anzupassen.

    Volkommener Blödsinn. Wir hätten schon vor 10 jahren damit anfangen müssen. Im übrigen reden wir über Partikel die nach wenigen tagen aus der luft gespült werden und auch sonst bei jedem vulkanausbruch in die luft geschleudert werden.
    Denk mal an den sahara staub der manchmal über europa abregnet. Das ist alles nicht schlimm.

    Die kunst ist nicht einfach ein fass staub über dem planeten auszukippen sondern punktuell das klima so anzustoßen das es lokal stabielisiert wird.
    Das märchen von wir stoßen jetzt mal weniger co2 aus ist einfach nur zum lachen. Das wird nicht passieren sonst wäre ja seit den 90ern viel mehr passiert- ist es aber nicht. Geld ist eben wichtiger.
    Und jetzt wird darüber erst diskutiert ob und wenn ja wie. All das hätte schon bis 2010 passiert sein müssen. Und ab da an hätte man loslegen müssen.

    Jetzt gibt es endlich mal forscher die Erkenntnisse sammeln wollen um Lösungen zu finden und die Menschheit ist so dumm und vertrödelt zeit die wir nicht haben.

    Man könnte aber auch Sonnensegel an die vielen starlink Satelliten hängen und die nach bedarf ein und aus fahren. Sonne zugewand ausfahren und auf der angewandten seite wieder einklappen. Ist besser steuerbar als Staub in der luft.

  4. Re: Nicht riskant

    Autor: hab (Golem.de) 09.04.21 - 11:57

    subjord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In den Meisten IPCC Plänen ist einkalkuliert, dass wir ab spätestens 2050
    > Geoengeneering betreiben.

    Das ist so nicht richtig. Was in vielen IPCC-Szenarien vorgesehen ist sind Negativemissionen. Das kann man im weitesten Sinne auch unter "Geoengineering" fassen, aber mit dem im Artikel besprochenen solaren Geoengineering hat das nichts zu tun.

    Die Risiken sind, wie auch im Artikel erklärt, nicht in erster linie im Experiment selbst, sondern welche Messages man damit aussendet. Und die Sorgen von Wissenschaftlern wie Michael Mann kann ich da sehr gut verstehen.

  5. Re: Nicht riskant

    Autor: xSureface 09.04.21 - 12:00

    In kleinen Mengen zum Experimentieren wirds wohl nicht stören. Aber in Mengen, die das Klima beeinflussen sollen nicht mehr. Das kommt dann nicht mehr so einfach runter. Oder glaubst du die Dinosaurier sind ausgestorben, weil die Asche auf die draufgefallen ist?

  6. Re: Nicht riskant

    Autor: subjord 09.04.21 - 13:08

    xSureface schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In kleinen Mengen zum Experimentieren wirds wohl nicht stören. Aber in
    > Mengen, die das Klima beeinflussen sollen nicht mehr. Das kommt dann nicht
    > mehr so einfach runter. Oder glaubst du die Dinosaurier sind ausgestorben,
    > weil die Asche auf die draufgefallen ist?

    Ja genau. Im großen Maßstab kann es große negative Einflüsse haben. Die Meisten Techniken die uns so einfallen können solche Nebeneffekte haben wenn wir sie im sehr großen Maßstab einsetzen.
    Allerdings wissen wir nicht welche negativen Einflüsse sie haben können. Wir müssten Experimente machen, ggf. auch über Jahre oder Jahrzehnte hinweg um das herauszufinden.
    Deshalb wäre es doch mal schlau damit anzufangen.

    Aber ja, dass es eine schlechte message aussendet stimmt schon. Aber das Problem liegt darin, dass die Politiker auf der Welt einfach viel zu Dumm sind und solche "alternativen" als Grund nehmen nichts gegen den Klimawandel zu unternehmen. Das Problem ist nicht die Wissenschaft. Wir hätten in einigen Punkten schon deutlich mehr verstanden, wenn solche Experimente auch im großen Maßstab durchgeführt werden könnten. Momentan verwendet man dafür ja kleine Versuchsaufbauten in Gebäuden, die nicht im Ansatz an das Ausmaß und die Komplexität der Atmosphäre ran kommt.

  7. Re: Nicht riskant

    Autor: subjord 09.04.21 - 13:21

    hab (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > subjord schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > In den Meisten IPCC Plänen ist einkalkuliert, dass wir ab spätestens
    > 2050
    > > Geoengeneering betreiben.
    >
    > Das ist so nicht richtig. Was in vielen IPCC-Szenarien vorgesehen ist sind
    > Negativemissionen. Das kann man im weitesten Sinne auch unter
    > "Geoengineering" fassen, aber mit dem im Artikel besprochenen solaren
    > Geoengineering hat das nichts zu tun.
    >
    > Die Risiken sind, wie auch im Artikel erklärt, nicht in erster linie im
    > Experiment selbst, sondern welche Messages man damit aussendet. Und die
    > Sorgen von Wissenschaftlern wie Michael Mann kann ich da sehr gut
    > verstehen.

    Ja es gibt verschiedene Negativemissionen und Geoengeneering zielt auch genau darauf ab.
    Es wird halt schwer die ganzen Negativemissionen nur durch Aufforstung und CCS zu bewältigen. Deshalb wäre es schön zu wissen was für weitere Optionen man hätte, wie effektiv sie sind und was für Nebenwirkungen sie haben.

    Eins der letzten großen Geoengeneering Experimente war, dass man große Mengen Eisen an einer Stelle ins Meer gekippt hat an dem Eisenmangel herrscht. Man hat sehr viel dabei herausgefunden und sollte solche Experimente unbedingt wiederholen.
    Eins der Punkte die man dabei herausgefunden hat ist u.a. das diese Maßnahme fast nichts bringt um das CO2 in der Atmosphere mittelfristig zu reduzieren. Dennoch sind viele bis dahin unbekannte Zusammenhänge aufgetaucht und man konnte einige Effekte die man im Labor sehr gut beobachten konnte nicht mehr sehen.
    Der negative Einfluss auf die Umwelt bei solch einem Experiment war auch relativ gering, da an der Oberfläche des offenen Ozeans nicht besonders viel los ist (da es keine freien Nährstoffe gibt -> sehr klares Wasser). Natürlich sollte man so etwas nicht großflächig und dauerhaft machen aber für Experimente ist das super.

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