1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Solares Geoengineering…

Probleme des ganzen

Helft uns, die neuen Foren besser zu machen! Unsere kleine Umfrage dauert nur wenige Sekunden!
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Probleme des ganzen

    Autor: AllDayPiano 09.04.21 - 07:29

    Lesch hat mal in einer Episode über solche Methodiken gesprochen. Das Problem, das bleibt, ist der unbekannte Effekt auf die oberen Atmosphärenschichten. Während unten durch Abdunklung die Erwärmung begrenzt wird, kühlen die oberen Atmosphärenschichten nicht ab. Eher erwärmen sie sich noch weiter, weil die Abstrahlung reduziert und gleichzeitig die Absorbtion erhöht wird.

    Kein Mensch kann absehen, welche Effekte das auf unsere Ozonschicht haben wird oder wie sich die Höhenströmungen dadurch verändern.

    Daher ist der Einwand schon absolut berechtigt: Anstatt zu forschen, wie wir unsere Erde abdunkeln können (mit allen Folgen für die Vegetation) sollten wir lieber aufhören, unsere Erde aufzuheizen. Niemand macht zuhause das Fenster auf, wenn die Heizung zu viel heizt.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  2. Re: Probleme des ganzen

    Autor: ul mi 09.04.21 - 07:41

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Daher ist der Einwand schon absolut berechtigt: Anstatt zu forschen, wie
    > wir unsere Erde abdunkeln können (mit allen Folgen für die Vegetation)
    > sollten wir lieber aufhören, unsere Erde aufzuheizen. Niemand macht zuhause
    > das Fenster auf, wenn die Heizung zu viel heizt.

    Tja, blöd nur, wenn man alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat und es immer noch nicht reicht und dann feststellt: wenn wir vor X Jahren nicht aufgehört hätten, zu forschen, wüssten wir jetzt mehr darüber, ob Technologie Y irgendwas praktikables beisteuern kann.
    (Und niemand dreht nur die Heizung runter und wartet dann, bis sich die 30°C Innentemperatur durch die Wände nach außen verteilt haben.)

  3. Re: Probleme des ganzen

    Autor: corado 09.04.21 - 07:42

    "Niemand macht zuhause das Fenster auf, wenn die Heizung zu viel heizt."
    hm, aber immerhin funktioniert es:-)

  4. Re: Probleme des ganzen

    Autor: TheTomas 09.04.21 - 07:47

    Schimpansen experimentieren, wann der Ast bricht, auf dem sie sitzen...
    What possibly could go wrong?

    It goes into the square hole....

  5. Re: Probleme des ganzen

    Autor: AllDayPiano 09.04.21 - 07:47

    Es gibt einfach gewisse Dinge, die sollte man einfach nicht ausprobieren; zumal es sehr naheliegende Teillösungen gibt.

    warum z.B. wird nicht viel viel massiver gegen die Regenwaldabholzung vorgangen? Damit würden etwa 10% der weltweiten jährlichen Gesamtemissionen reduziert werden. Durch Nukleiduntersuchungen kann man auch sehr schnell feststellen, ob es sich um Tropenholz handelt. Warum gibt es hier nicht längst einen weltweiten Sperrvertrag, wo das doch etwas ist, das sehr leicht umzusetzen ist?

    Warum sind Biokraftstoffbeimengungen nicht längst abgeschafft? Es ist doch vollkommen klar, dass für den Ölpalmenanbau zertifizierte Flächen genutzt werden, und in der Nahrungsmittelproduktion dann "illegales" Palmöl landet.

    Wenn also der Effekt des Geoengineering bei 10% liegt, wäre mit der Waldrodung genau dieser Anteil abgedeckt.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  6. Re: Probleme des ganzen

    Autor: emdotjay 09.04.21 - 07:52

    Verbietet Bitcoin mining wenn der Strom aus fossilen brennstoffen verwendet wurde....

    Angeblich soll alleine China nur fürs Mining im Jahr 2024 soviel zusätzlichen Strom verbrauchen wie ganz Italien....

  7. Re: Probleme des ganzen

    Autor: Eheran 09.04.21 - 07:57

    >Lesch hat mal in einer Episode über
    Wenn dann irgendwas abseits von Astrophysik kommt, hätte die Aussage ebensogut von irgendeiner anderen Person kommen können. Lesch quatscht auch mal Unsinn in die Kamera oder anders gesagt: Er redet auch über Themen, von denen er keine Ahnung hat. Was ihn für mich nach vielen Jahren "Vorbild" (wegen alpha-Centauri) recht schnell unsympathisch gemacht hat.

  8. Re: Probleme des ganzen

    Autor: AllDayPiano 09.04.21 - 08:02

    Er muss selbst kein Experte sein. Lesch ist schon lange aus der Forschung und in die Wissenschaftskommunikation gewechselt.

    Der Maßstab, der bei ihm anliegt, ist den wissenschaftlichen Konsens zu transportieren. Dabei spielt es auch überhaupt keine Rolle, ob dieser sich dann nach 10 Jahren als falsch herausstellt. Ihm das anzuheften, macht sich die Sache schon enorm leicht.

    Wissenschaftlicher Konsens heißt hier: Die aktuell gültige Meinung aus Forschung von in diesem Themenfeld forschenden Forschern. Nicht das Geschwurbel irgendwelcher Lungenfachärzten, die nach dem Lesen von fünf "denk-mal-darüber-nach"-Internetseiten zu Bundestrainern geworden sind.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  9. Re: Probleme des ganzen

    Autor: unbuntu 09.04.21 - 08:58

    Sobald Geld im Spiel ist kannst du globale Anstrengungen vergessen. Daher wirds auch keinen funktionierenden Bann für Regenwaldholz geben.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  10. Re: Probleme des ganzen

    Autor: Eheran 09.04.21 - 15:01

    >Wissenschaftlicher Konsens heißt hier: Die aktuell gültige Meinung aus Forschung von in diesem Themenfeld forschenden Forschern.

    Konsens ist nicht, dass das Wasserstoffauto die Zukunft ist und BEV kacke sind. Anders bei Lesch. Da labert(!) der solche Sachen:
    >So macht der ZDF-Journalist Lesch im erwähnten Videobeitrag die Rechnung auf, dass das Stromnetz niemals die Leistung liefern könne, um das Aufladen der Akkus zu garantieren. Die bereitgehaltene Kraftwerksleistung müsse dazu um das Fünffache von derzeit 68,5 Gigawatt auf 350 Gigawatt gesteigert werden. Dabei geht Lesch davon aus, dass eine Million Elektroautos gleichzeitig an eine Schnellladesäule mit 350 Kilowatt angeschlossen werden könnten. Lesch sieht daher die Wasserstofftechnik im Vorteil, obwohl bei der Erzeugung und Nutzung des Flüssiggases hohe Verluste entstehen.

    Das ist nicht nur eine Milchmädchenrechnung, das ist einem Studierten, noch dazu Physiker, völlig unwürdig. So macht man sich seine eigene Glaubwürdigkeit ganz schnell zunichte. Mir egal ob er nur was abgelesen hat oder es selbst so gerechnet hat. Beides ist unhaltbar.

  11. Re: Probleme des ganzen

    Autor: AllDayPiano 09.04.21 - 15:29

    Joa, das ist schon hart, muss ich zugeben.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  12. Re: Probleme des ganzen

    Autor: MountWalker 10.04.21 - 21:53

    So hart ist das gar nicht, weil Netzstabilität bisher in den meisten europäischen NEtzen außerhalb der Sowjetunion eigentlich immer bedeutete, dass alle Endkundenverbraucher gleichzeitig maximal am Netz möglich sein musste. Bis in die 1970ern gab es in der Sowjetunion mal Stromverrbauchsplanungen, die vorsahen, dass beispielsweise maximal ein Viertel aller Wasserkocher gleichzeitig laufen, indem Arbeistschichten um jeweils eine Stunde versetzt starteten. Das wurde abver früpher auch ausgeschalchtet, um sich über die östliche Stromversorgungssituation lustig zu machen. Dass mit BEVs jetzt zumindest hier in dieser Internetdiskutiergemeinde (incl. Heise usw.) alle unisono genau sowas mit den BEV als Schwankungsspeicher als selbstverständlich und unhinterfragbar voraussetzen, ist etwas, dass auch ein Dr. der Physik nicht als "einheitliche Forschungsmeinung" übernehmen muss. Bisher ist dioe Anforderung ans westeuropäische Stromnetz immernoch so, dass alle Endkundenverbrauchsgeräte potentiell ans Netz gehen dürfen sollen, ohne dass deshalb alles im Blackout ist und dann trifft Leschs Rechnung durchaus zu. Ich halte es auch für fragwürdig, wie umsetzbar die Schwankungsspeicheridee für BEV ist, weil sie voraussetzt, dass die BEV die gesamte Nacht über in der Garage stehen - hier kommt also auch ein eingeschränkter Horizont der Forenten ans Tageslicht, die mit ihrem ITler-Gehalt überwiegend im Eigenheim wohnen, während wir gerade dabei sind, unsere Städte zu re-volutionieren, indem wir Platz den Autos wegnehmen um ihn den Menschen fürs Fußgehen, Radeln, Parkgenießen, Lesen, Spielen und Schlendern zurückzugeben. Bürgersteige mit parkenden Stromspeichern zuzupflastern passt da nicht ins Bild.

    Ich sehe es auch anders als Lesch, aber vor allem auch, weil ich glaube, dass wir tatsächlich in Zukunft weniger Autos haben sollten und werden. NEVS hat die ökologischere Zukunftsvision als Tesla.

    Lesch sammelt als Wissenschaftsjournalist, was weitgehender Konsens ist, und nein, dass ein Stromnetz Privatverbrauchsgeräte als Netzspeicher misbrauchen dürfen soll, ist, auch wenn das Teslas Vision ist, noch lange nicht Konsens.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.04.21 21:55 durch MountWalker.

  13. Re: Probleme des ganzen

    Autor: Eheran 11.04.21 - 11:12

    >weil Netzstabilität bisher in den meisten europäischen NEtzen außerhalb der Sowjetunion eigentlich immer bedeutete, dass alle Endkundenverbraucher gleichzeitig maximal am Netz möglich sein musste.
    Das ist falsch.
    Bei 40 mio. Haushalten in D muss jeder nur mal 10 kW Herd einschalten und das sind schon 400 GW nötige Leistung und damit 2x mehr als in Deutschland überhaupt maximal zur Verfügung steht.

    Zauberwort ist der Gleichzeitigkeitsfaktor. Der ist < 10%.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. mahl gebhard konzepte Landschaftsarchitekten BDLA Stadtplaner Partnerschaftsgesellschaft mbB, München
  2. STEMMER IMAGING AG, Puchheim
  3. GASAG AG, Berlin
  4. HOTTGENROTH & TACOS GmbH, Münsterland

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. (u. a. Ryzen 5 5600X 358,03€)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme