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Manchmal schon recht amüsant zu lesen

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  1. Manchmal schon recht amüsant zu lesen

    Autor: n0x30n 20.01.20 - 12:29

    was da so in den Klageschriften steht.

    "Crytek should not be allowed to aim its car at CIG’s storefront window, stomp the accelerator, smash through, do doughnuts for years, then back out and drive away to maybe circle around and crash CIG again another day. Crytek richly deserves having its keys taken away for all time, so that CIG can conduct responsible business without further interference from Crytek or its series of lawyers."

    oder

    "Even as Crytek now hobbles toward the exit, it misleads the Court."

    Wenn man bedenkt um was für ernsthafte Dinge es da geht, dann wundert man sich schon manchmal über die flappsige Ausdrucksweise.
    Ich muss allerdings auch gestehen, dass es ein wirksames Mittel ist um die Sachverhalte verständlich herüberzubringen.
    Zudem macht es den Text auch noch einigermaßen interessant und man schläft nicht gleich vor Langeweile ein. In sofern passt das schon ganz gut da rein.

  2. Re: Manchmal schon recht amüsant zu lesen

    Autor: rizzorat 20.01.20 - 12:38

    Ich musste mal ne Klageerwiderung schreiben, weil mich so eine Behörde verwechselt hatte. Im dt. Recht sieht das total anders aus.

    Das ist mehr so das andere Extrem, das die Form krass gewahrt sein muss etc.

    Kann darin bedingt sein, dass in den USA Laien (die Jury) das Urteil fällen. In dt. Ist es ein Richter der Jura gelernt hat. In die USA sind viele Richter gewählt. Sprich kompliziertes Jurasprech wäre da kontraproduktiv.

    Die deutsche variante ist aber nicht minder sch*****, ohne einen Anwalt ein ordentliches Schreiben aufzusetzen ist nervenaufreibend und kann einen zum Platzen bringen.

  3. Re: Manchmal schon recht amüsant zu lesen

    Autor: Roggan29 20.01.20 - 12:51

    In Deutschland gibt es auch Leihenrichter, die aber gemeinsam mit Berufsrichtern ein Urteil fällen.

  4. Re: Manchmal schon recht amüsant zu lesen

    Autor: Muhaha 20.01.20 - 12:52

    rizzorat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Kann darin bedingt sein, dass in den USA Laien (die Jury) das Urteil
    > fällen. In dt. Ist es ein Richter der Jura gelernt hat. In die USA sind
    > viele Richter gewählt.

    In den USA können meines Wissens nur für sehr niederrangige Zivilgerichte in vor allem ländlichen Gegenden Nicht-Juristen zum Richter gewählt werden. Ansonsten sind das natürlich Juristen mit entsprechendem Abschluss. Und Jury Trials gibt es in der Regel nur bei schweren Straftaten. Ansonsten hockt da auch nur der Richter auf seiner Bench in einem Bench Trial und verkündet sein Urteil.

    Nein, der Unterschied liegt einfach in der Tradition der verwendeten Gerichtssprache. In Deutschland ist alles sehr, sehr formal, in den USA kann der Ton vor allem bei Zivilprozessen deutlich lockerer sein.

    > Sprich kompliziertes Jurasprech wäre da
    > kontraproduktiv.

    Ja, alle Amis sind doof ...

  5. Re: Manchmal schon recht amüsant zu lesen

    Autor: BlindSeer 20.01.20 - 13:10

    Gilt nicht nur für Jura und Gerichte. In DE gilt: Lernen muss hart sein und Wissen hart erarbeitet. Da will man sich durch Formalsprache abheben.
    Merkt man ganz toll, wenn man zum gleichen Thema ein Buch auf Englisch und eines auf Deutsch hat. Das Englische war interessant geschrieben, gut verständlich und darauf ausgelegt Wissen gut zu vermitteln. Das Deutsche war dann durch Formalsprache, Fremdworte, lange Sätze und umständliche Formulierungen schwere Koste. Wo ich im Englischen das Kapitel durchgelesen hatte wollte ich im deutschen Buch nach einer Seite das Buch wegen Kopfschmerzen beiseite legen. Wie gesagt, gleiches Thema, gleicher Inhalt, nur andere Sprache.

  6. Re: Manchmal schon recht amüsant zu lesen

    Autor: sunrunner 20.01.20 - 13:40

    Es heißt ja nicht umsonst: "deutsche Sprache, schwere Sprache"
    Das bezieht sich nichgt nur auf die Schwierigkeit beim lernen, sondern auch auf das Lesen der "schweren Kost"

  7. Re: Manchmal schon recht amüsant zu lesen

    Autor: befo.social 20.01.20 - 14:16

    Diese formal-standardisierte Sprache macht in meinen Augen durchaus Sinn, denn dadurch kann man sich wie in der Mathematik (zumindest größtenteils) unmissverständlich und präzise ausdrücken. Aber wie in der Mathematik ist auch für eine solche Sprache ein gewisses Maß an Bildung nötig um sie zu verstehen und korrekt zu benutzen.

  8. Re: Manchmal schon recht amüsant zu lesen

    Autor: burzum 20.01.20 - 14:17

    rizzorat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich musste mal ne Klageerwiderung schreiben, weil mich so eine Behörde
    > verwechselt hatte. Im dt. Recht sieht das total anders aus.
    >
    > Das ist mehr so das andere Extrem, das die Form krass gewahrt sein muss
    > etc.
    >
    > Kann darin bedingt sein, dass in den USA Laien (die Jury) das Urteil
    > fällen.

    Das ist falsch... Einmal Google benutzen - vorher?

    https://study.com/become_a_judge.html

    Zu der Sprache: Das ist wohl gerade bei Prozessen in denen es um Technik geht gar nicht so einfach. Wie sollte der Richter auch bitte verstehen wie man eine Codebase forken, branchen und mergen kann? Bei Heise oder hier gab es einen Artikel der auch die "lustigen" Vergleiche erwähnte die gemacht wurden um den Richtern den komplexen Sachverhalt von APIs nahe zu bringen. Auf Deutsch dürfte das auch nur durch für den Richter verständliche Vergleiche möglich sein so einen Sachverhalt zu erklären.

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.

  9. Re: Manchmal schon recht amüsant zu lesen

    Autor: MadCat_me 20.01.20 - 14:32

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gilt nicht nur für Jura und Gerichte. In DE gilt: Lernen muss hart sein und
    > Wissen hart erarbeitet. Da will man sich durch Formalsprache abheben.
    > Merkt man ganz toll, wenn man zum gleichen Thema ein Buch auf Englisch und
    > eines auf Deutsch hat. Das Englische war interessant geschrieben, gut
    > verständlich und darauf ausgelegt Wissen gut zu vermitteln. Das Deutsche
    > war dann durch Formalsprache, Fremdworte, lange Sätze und umständliche
    > Formulierungen schwere Koste. Wo ich im Englischen das Kapitel durchgelesen
    > hatte wollte ich im deutschen Buch nach einer Seite das Buch wegen
    > Kopfschmerzen beiseite legen. Wie gesagt, gleiches Thema, gleicher Inhalt,
    > nur andere Sprache.

    Merkt man auch bei Wikipedia-Einträgen sehr häufig. Gerade wenn's um naturwissenschaftliche Dinge geht, sind die deutschen Beiträge oft kaum verständlich -- selbst für Interessierte wie mich. Die englischen Beiträge dagegen versteht man meistens erheblich besser. Fairerweise muss man sagen, dass aber auch manche Wörter, insbesondere, wenn sie aus dem Griechischen kommen, in ihrer englischen Schreibweise einfacher zu lesen sind oder auch gleich ein Bestandteil der Sprache sind und wir sie oft nur als Fremdwörter kennen.

    Simples Beispiel: mit dem Wort Apogäum werden viele nichts anfangen können. Die englische Entsprechung, Apogee, ist dagegen ein gebräuchliches Wort. (In der Raumfahrt verwendet Apogäum/Apogee als Begriff für den am weitesten entfernten Punkt eines Orbits.)

  10. Re: Manchmal schon recht amüsant zu lesen

    Autor: DebugErr 20.01.20 - 14:56

    Naja, auf einem IT-Board nach der Bekanntheit von "Apogee" zu fragen, ist auch überhaupt nicht vorbelastet ;P
    Aber ich stimme dir zu. Die deutsche Wikipedia ist ohnehin nicht brauchbar. Teilweise steht in englischen Artikeln zu deutschen Themen mehr, und mehr besser geschrieben.

  11. Re: Manchmal schon recht amüsant zu lesen

    Autor: BlindSeer 20.01.20 - 14:59

    IMHO geht es in einem Lehrbuch ja aher um das Vermitteln von Inhalten. :) Und manchmal ist es einfach nur übertrieben.

    Bei dem Objekt handelt es sich um einen Kubus mit gleicher Kantenlänge auf allen Kanten, dessen Farbsprektrum im hexadezimalen RGB Raum bei den Werten FF, FF, FF liegt.

    Oder kurz: Ein weißter Würfel.

    Manchmal geht es nicht um Bildung, sondern darum sich abzuheben ist mein Gefühl. In anderen Sprachen klappt es ja auch und um gebildet zu sein sollte man IMHO die Inhalte verstehen, nicht möglichst komplexes Geschwurbel. Linguistische Regeln kann man einfach und auch komplex erklären, der Inhalt bleibt gleich. Manche fühlen sich nur besser, wenn sie so umständlich reden dass sie das Gefühl haben, dass sie keiner versteht.

  12. Re: Manchmal schon recht amüsant zu lesen

    Autor: yoyoyo 20.01.20 - 15:33

    Das ist nur schwierig, wenn wir Anglizismen nutzen, weil das Englische halt überwiegend Metaphern verwendet, wo im Deutschen Komposition, Adverbialien und haste nicht gesehen verwendet werden.
    Wenn man die Metaphern nicht kennt ist man raus und übersetzen kann man die auch nur schwer.

  13. Re: Manchmal schon recht amüsant zu lesen

    Autor: waterwalker 20.01.20 - 15:54

    Auch in Deutschland ist das nicht immer einfach, ein deutscher Richter darf sein Privatwissen nicht im Prozess nutzen, entsprechend müssen auch hier in Gerichtsstreiten oft die einfachsten Technologien oder Standards über Gutachten erklärt werden

    Und wer schonmal ein Gutachten bzgl. IP Adressvergabe bei den Filesharing Prozessen gelesen hat, weiß was ich meine

  14. Re: Manchmal schon recht amüsant zu lesen

    Autor: Hotohori 20.01.20 - 18:08

    Gelesen hab ich so etwas noch nie, aber allein von der Vorstellung krieg ich Kopfschmerzen. XD

  15. Re: Manchmal schon recht amüsant zu lesen

    Autor: BoMbY 20.01.20 - 19:15

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In den USA können meines Wissens nur für sehr niederrangige Zivilgerichte
    > in vor allem ländlichen Gegenden Nicht-Juristen zum Richter gewählt werden.
    > Ansonsten sind das natürlich Juristen mit entsprechendem Abschluss. Und
    > Jury Trials gibt es in der Regel nur bei schweren Straftaten. Ansonsten
    > hockt da auch nur der Richter auf seiner Bench in einem Bench Trial und
    > verkündet sein Urteil.

    Es handelt sich hier um das "United States District Court for the Central District of California". Die Bundesrichter dort werden vom Präsidenten der USA ernannt, Dolly M. Gee welche diesen Fall verhandelt wurde noch von Obama ernannt. Wenn ich das richtig im Kopf habe scheint Trump aber zur Zeit einige Extremfälle zu Federal Judges zu ernennen.

  16. Re: Manchmal schon recht amüsant zu lesen

    Autor: konglumerat 21.01.20 - 07:12

    Deswegen nennen wir, in der volkstümlichen Bildung, diese Pos ... err... Stelle den Höhe- oder Gipfelpunkt eines Orb ... err... einer Umlaufbahn und überlassen das griechische den Griechen! ಠ▄ಠ

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