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  5. › Steuertricks: Google verschiebt…

Man stelle sich vor...

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  1. Man stelle sich vor...

    Autor: emdotjay 03.01.18 - 12:21

    jeder der Arbeitnehmer könnte nach dem gleichen Prinzip sein Einkommen im Ausland besteuern.

    So schnell könnte man gar nicht schauen wäre man erstens wegen Steuerhinterziehung im Gefängnis bzw. es würde dem ganzen Steuersparmodellen der gar aus gemacht werden....

    Wieso die Bürger bei der Politik durch die finger schauen....
    weil die Bürger keine Lobbypartei haben.

  2. Re: Man stelle sich vor...

    Autor: Kakiss 03.01.18 - 13:15

    emdotjay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > jeder der Arbeitnehmer könnte nach dem gleichen Prinzip sein Einkommen im
    > Ausland besteuern.
    >
    > So schnell könnte man gar nicht schauen wäre man erstens wegen
    > Steuerhinterziehung im Gefängnis bzw. es würde dem ganzen
    > Steuersparmodellen der gar aus gemacht werden....
    >
    > Wieso die Bürger bei der Politik durch die finger schauen....
    > weil die Bürger keine Lobbypartei haben.

    Steuerlücken sind ja nicht per se illegal, sie sind oft schlicht nur aufwendig und kosten erstmal auch Geld und die Köpfe, die das in die Wege leiten.
    Daher kann nicht jeder sie machen, da man auch sehr schnell auf den Ar*** fallen kann und man auch nicht die Mittel dazu hat.

    Das ist das Problem, welches der Staat hat.
    Es muss erstmal geschaut werden, ob die Lücke illegal ist, wenn sie es ist, muss man sie illegal machen und dann kann man sie ahnden.
    Wenn man sie ahndet, muss man es natürlich auch erstmal schaffen es zu beweisen.

    Dann kommt noch die internationale Komponente hinzu:
    Wie schaffst du es das Spiel kaputt zu machen, ohne ein relevantes Land, wie zum Beispiel die Niederlande, zu verärgern ;)

    Es wäre wirklich toll, wenn die Leute die hinter diesen Entscheidungen stehen und auch aktiv dabei helfen, stark verurteilt werden.
    Sie schaden jedem in der Gemeinschaft mit ihrem Egoismus.

  3. Re: Man stelle sich vor...

    Autor: Nogul 03.01.18 - 14:04

    Ich verstehe den Aufschrei nicht.

    Hat Google gegen Gesetze verstoßen? Dann soll sie bestraft werden.
    Hat sie nur entdeckt, dass die Gesetzgebung schlampig war? Dann sollen die Gesetze nachgebessert werden.

    Wenn, dann richtet sich meine Empörung (vielleicht zu unrecht) gegen die Gesetzemacher die einfach schlechte Arbeit abgeliefert haben.

  4. Re: Man stelle sich vor...

    Autor: eidolon 03.01.18 - 17:47

    Nogul schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hat sie nur entdeckt, dass die Gesetzgebung schlampig war? Dann sollen die
    > Gesetze nachgebessert werden.

    Werden sie aber nicht, weil das ja Arbeitsplätze gefährdet. ;)

  5. Re: Man stelle sich vor...

    Autor: nicoledos 03.01.18 - 18:18

    Solange es legal ist und der Bürger auch alles sauber anmeldet hat er nichts zu befürchten. Nur hat der "kleine Bürger" kaum etwas zu versteuern.

    Dafür ist ein einfaches Thema für Symbolpolitik mit dem die Politik sich gut verkaufen können. Für die Bürge, gegen die bösen Kapitalisten. Dass es tatsächlich um andere Dinge geht bekommt die Masse nicht mit.

    Ein Unternehmen hat auch die Aufgabe das eigene Kapital und das der Anleger zu schützen. Dazu gehört auch die steuerlichen Möglichkeiten im Rahmen der geltenden Gesetze zu nutzen. Machen diese es nicht, können die verantwortlichen Manager sogar von den Investoren vor Gericht gezogen werden.

  6. Re: Man stelle sich vor...

    Autor: freebyte 03.01.18 - 18:51

    nicoledos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dafür ist ein einfaches Thema für Symbolpolitik mit dem die Politik sich
    > gut verkaufen können. Für die Bürge, gegen die bösen Kapitalisten. Dass es
    > tatsächlich um andere Dinge geht bekommt die Masse nicht mit.
    >
    > Ein Unternehmen hat auch die Aufgabe das eigene Kapital und das der Anleger
    > zu schützen. Dazu gehört auch die steuerlichen Möglichkeiten im Rahmen der
    > geltenden Gesetze zu nutzen. Machen diese es nicht, können die
    > verantwortlichen Manager sogar von den Investoren vor Gericht gezogen
    > werden.

    +1

  7. Re: Man stelle sich vor...

    Autor: Umaru 03.01.18 - 21:29

    Ein klar verständliches Steuergesetz ohne Lücken wäre wohl zu einfach ... Nein, so leicht kann ich nicht denken. Etliche Bullshitjobs würden wegfallen, und natürlich müsste man zugeben, vorher Mist gebaut zu haben. Das wird niemals passieren, zumindest nicht ohne extreme Sachzwänge. Man kann sich empören oder selber so gut wie möglich bescheissen. Das System möchte es nicht anders und belohnt vor allem auch niemanden, der ehrlich ist.

  8. Re: Man stelle sich vor...

    Autor: freebyte 03.01.18 - 22:11

    Umaru schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man kann sich empören [...]

    Konstruktiv empören ist gut, einfach nur herumschimpfen nicht.

    Das Steuerrecht ist wie uralter Spaghetti-Code an den immer Huckepack angefrickelt wurde: wenn Du eine Stelle reparierst, bricht es an 10 anderen Stellen auseinander.

    Du könntest jetzt blauäugig sagen "dann schreiben wir es neu" - dann müsste man viele alte Zöpfe abschneiden, was einfach nicht geht da es Bestandssschutz gibt (ein neues Gesetz darf nur seltenst in der Vergangenheit was ändern).

    Wenn man heute ein neues, vereinfachtes Steuerrecht ohne grossartige Ausnahmen in Kraft setzen würde, dann könnte man geringe Teile sofort, aber entgültig erst in 60 Jahren (Abschreibungsdauer von Brücken) vollumfänglich durchsetzen.

    Letztendlich ist "Double Irish with a Dutch Sandwich" noch nicht mal ein Schlupfloch sondern in der Gesetzgebung von fast allen Steuerrechtssystemen weltweit vorgesehen damit Lizenznehmer mit dem Lizenzgeber korrekt abrechnen - dass der Lizenzgeber wiederum seinen Sitz in einem Steuerparadis hat, ist nicht zu verhindern (ausser über "Blacklists" der Sorte "mit Unternehmen auf den Bahamas darfst Du keine Geschäfte mehr machen" - was wiederum völlig legale Transaktionen erschweren würde).

    fb

  9. Re: Man stelle sich vor...

    Autor: Umaru 04.01.18 - 03:07

    freebyte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du könntest jetzt blauäugig sagen "dann schreiben wir es neu" - dann müsste
    > man viele alte Zöpfe abschneiden, was einfach nicht geht da es
    > Bestandssschutz gibt (ein neues Gesetz darf nur seltenst in der
    > Vergangenheit was ändern).

    http://www.verfassungen.de/de/gg/gg-a146.htm

    Wir können sogar ALLES neuschreiben ^_^

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