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Alles Leben ist wichtig

Am 17. Juli erscheint Ghost of Tsushima; Assassin's Creed Valhalla und Watch Dogs Legions konnten wir auch gerade länger anspielen - Anlass genug, um über Actionspiele, neue Games und die Next-Gen-Konsolen zu sprechen! Unser Chef-Abenteurer Peter Steinlechner stellt sich einer neuen Challenge: euren Fragen.
Er wird sie am 16. Juli von 14 Uhr bis 16 Uhr beantworten.
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  1. Alles Leben ist wichtig

    Autor: Kleiber 23.06.20 - 15:21

    Problem ist das Aussagen wie die Überschrift, heutzutage in den USA schon als rassistisch gelten. Der Begriff Hatespeech ist meiner Meinung nach viel zu schwammig und wird eher dazu verwendet politische Gegner mundtot zu machen. In Deutschland gab es doch schon Gesetze gegen üble Nachrede, gegen Androhung von Gewalt usw. Man sieht ja auch das Menschen die z.B. eher konservativ denken in den USA schon bedroht und beschimpft werden, da ist Hatespeech dann wieder in Ordnung? Es entwickelt sich alles in eine sehr seltsame Richtung gerade. Anstatt miteinander zu reden, verhärten sich die Fronten. für Demokratien eine sehr schlechte Entwicklung.

  2. Re: Alles Leben ist wichtig

    Autor: MrTridac 23.06.20 - 16:00

    Es ist ohnehin erstaunlich, dass Die die am lautesten schreien oft gar nicht die Betroffenen sind.
    Wenn man dann die eigentlichen Betroffenen fragt, hört man meistens Aussagen wie:
    "Juckt mich nicht, da stehe ich drüber".

    Oft geht's nur darum sich als jemand darzustellen, der nur das Beste für alle will.
    Das ist ja grundsätzlich in Ordnung.
    Wenn das aber gar nicht die zugrundeliegende Motivation ist, verzerrt das die Diskussion, weil dann eine Seite von Agenda "A" spricht, aber Agenda "B" verfolgt.

    Beispielsweise wird immer nach Demokratie gerufen, Abstimmungen werden dann aber gar nicht veranstaltet, weil man ja "weiß" was das Beste ist.
    So funktioniert Demokratie aber nicht.

  3. Re: Alles Leben ist wichtig

    Autor: Axido 24.06.20 - 10:14

    Ihnen beiden scheint die Situation nicht ganz klar zu sein. Schade eigentlich.

    Den Verbreitern von Hatespeech wird für gewöhnlich nicht mit den gleichen Mitteln begegnet, die sie selbst nutzen (Gewaltandrohungen, Gewaltanwendung, psychischer Grausamkeit, Mobbing), sondern mit rechtsstaatlichen und mit . Gut, man kann sich gemobbt fühlen, wenn einem ständig gesagt wird, dass das, was man tut, falsch und verwerflich sei. Leider fehlt dann aber die Einsicht, dass es das eben auch ist und man sich, anstatt über seine menschenfeindlichen Ansichten zu reflektieren, lieber darauf beruft, das Opfer seiner Opfer und ihrer Freunde zu sein. Merken Sie, wie widersinnig das ist? Leute, die sich in ihrem "Recht" bedroht fühlen, andere ausgrenzen zu dürfen, sind keine Opfer von Ausgrenzung, denn sie haben die Möglichkeit, sich zum Besseren zu ändern, aber unterlassen es schlicht. Was soll aber ein diskriminierter Schwarzer tun? Seine Hautfarbe ändern?

    Und natürlich musste wieder das Argument angebracht werden, dass es Betroffenen egal sei, dass sie betroffen sind. Haben Sie die Betroffenen nicht gehört oder gelesen, die in den letzten Wochen ihre Erlebnisse mit der Welt geteilt haben... oder hielten Sie es einfach nicht für nötig?

    Laut PewResearch hatten in 2016 71% der schwarzen Amerikaner Erfahrungen mit Diskriminierung, in 2018 schon 81%. Schwarze Normalbürger und Prominente schildern seit Wochen im Internet und im Rundfunk ihre ganz persönlichen Erfahrungen und Ängste. Sehr erleuchtend sind da vor allem die Segmente von Amber Ruffin in Late Night with Seth Meyers.

    Sowas kann man totschweigen, wenn man gegen das Problem argumentieren will (oder man kennt es mangels Willen zur Weiterbildung nicht), das ist dann aber schlicht ignorant.

    Schauen Sie sich einfach mal die Zahlen zum Thema an, anstatt die Solidarität Unbetroffener mit den Betroffenen zu kritisieren, denn JEDER hat seinen Beitrag zur Besserung der Situation zu leisten.
    Oder wie würden Sie es wollen, wenn man Sie schlecht bezahlen, Sie ständig kontrollieren und Ihre Aufstiegschancen einschränken würde und Ihnen dann auch noch sagt "Aber jetzt arbeiten Sie sich da selbst heraus, ohne die Hilfe anderer." Das geht schlicht nicht, weil das System sich von oben her ändern muss, denn von unten her wird es das definitiv nicht.
    Ihr Argument ist demnach nur ein schlechter Versuch, eine Änderung zu behindern.

  4. Re: Alles Leben ist wichtig

    Autor: goledd 24.06.20 - 20:15

    @Kleiber
    Das ist tatsächlich ein wachsendes Problem, aber sollte doch nicht Ihres oder Meines werden. Leute die so etwas behaupten, haben offensichtlich einen an der Waffel* und benötigen eine Nachschulung in Sachen Menschenwürde, Meinungsfreiheit und Meinungspluralismus.

    Und es ist auch mitnichten eine Mehrheitsmeinung in den USA. Nur weil das eine momentan überlaute, von den üblichen Medien protegierte Gruppe skandiert, sehen das nicht alle so. Genauso wie bei uns im Übrigen.

    Nun werden aber leider zunehmend mehr Menschen eingeschüchtert, ihre legitime, aber anderslautende, nicht systemkonforme Meinung nicht mehr kundzutun - da sie allerlei soziale Repressalien befürchten. Deshalb ist es ja wichtig, dass wir alle diesem sprachlichen Unfug klar entgegentreten und mit einer Stimme widersprechen. Und nicht stattdessen immer mehr einzelne Stimmen in der Öffentlichkeit verstummen.

    Vielleicht sollte man noch hinzufügen: Da es rechtlich (!) an solchen wichtigen und richtigen Aussagen wie "Alles Leben ist wichtig" natürlich auch nichts zu bemängeln gibt, aber trotzdem jeder der es wagt dies zu äußern verteufelt wird, zeigt ja schon die stark ideologiegelade Berichterstattung allerorts und welche Schlagseite die Meinungmedienlandschaft insgesamt hat. Hier erwarte ich in naher Zukunft aber einige korrigierende Gerichtsentscheide, die eine solche Stigmatisierung als angeblichen Rassismus beenden und die ganze Diskussion wieder etwas versachlichen.


    Deshalb nochmal klar und deutlich, besonders an @Axideo:

    "Alles Leben ist wichtig" ist kein Rassismus,
    "black lives matter" ist kein Rassismus,
    "white lives matter" ist kein Rassismus, und
    "blue lives matter" ist kein Rassismus.



    *die mildeste Formulierung die mir gerade einfällt



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 24.06.20 20:24 durch goledd.

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