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Was passiert eigentlich bei ausgedachten IP/Zeitpunkt Datensätzen?

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  1. Re: Was passiert eigentlich bei ausgedachten IP/Zeitpunkt Datensätzen?

    Autor: hackCrack 10.12.13 - 16:14

    Dann such nach was anderem...

    Urlaub, Stromausfall, defekter rechner/router, krankheit... Irgendwas musst du doch finden... Sei kreativ! :)

  2. Re: Was passiert eigentlich bei ausgedachten IP/Zeitpunkt Datensätzen?

    Autor: hoffelmann 10.12.13 - 16:21

    Kreativ sein ist gut, reicht den gerichten doch aber nicht. Bitte seid realistisch, diese situation ist für mich existensbedrohend. Ich muss nachweisen dass dem so war. Kann ich aber nicht nach so langer zeit. Ich bin der anschlussinhaber und werde gefickt und ich habe keine geld um die anfallenden gerichtskosten auch noch zu tragen, geschweige denn in berufung zu gehen und noch mehr geld zu verlieren.

  3. Re: Was passiert eigentlich bei ausgedachten IP/Zeitpunkt Datensätzen?

    Autor: Grevier 10.12.13 - 16:42

    Verjähren Urheberrechtsansprüche nicht nach 3 Jahren? Ich meine das irgendwo mal gelesen zu haben.

    Wenn du irgendwie nachweisen kannst, dass du den Download nicht getätigt hast, kommst du zumindest mit weniger als 2500¤ aus der Sache raus, da dann der Schadensersatz wegfallen dürfte. Da müsste man halt schauen, wie groß der Anteil ist.

    Wenn du dann noch irgendwie nachweisen könntest, dass dein WLAN anständig gesichert (Stand der Technik zu dem Zeitpunkt) war...

    Ansonsten gilt: um Aufschub und Ratenzahlung bitten.

  4. Re: Was passiert eigentlich bei ausgedachten IP/Zeitpunkt Datensätzen?

    Autor: Ratamahatta 10.12.13 - 17:03

    Grevier schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Verjähren Urheberrechtsansprüche nicht nach 3 Jahren? Ich meine das
    > irgendwo mal gelesen zu haben.

    3 Jahre sind korrekt, wobei immer bis Ende des letzten Jahres gerechnet wird.
    Hat man dich im Februar 2010 abgemahnt, so begann die Verjährungsfrist am 31.12.2010.
    Ab 31.12.2013 hätte man also Ruhe, sofern kein Mahnbescheid eingeht. Dieser würde das ganze dann nochmal meines Wissens um 6 Monate hinauszögern.

  5. Re: Was passiert eigentlich bei ausgedachten IP/Zeitpunkt Datensätzen?

    Autor: hoffelmann 10.12.13 - 17:04

    Raten von 50 ¤ wurden mir angeboten, was ich mir nicht leisten kann zumal noch Anwaltskosten anfallen. Kurz vor Verjährungsfrist kam leider das schreiben mit dem Inhalt dass man vor Gericht gehen will. Nachweisen dass mein WLAN vor ca 3 Jahren verschlüsselt war ist praktisch unmöglich da der Router von damals nicht mal mehr existiert. Dieses scheiß system ist leider nicht aufzuhalten, wie es mir scheint. Das alles ist nichts als abzocke und sich zu wehren ist kaum möglich.

    Das schlimme ist dass das Problem bekannt ist aber dank Lobbyisten keine Losung in sicht ist

  6. Re: Was passiert eigentlich bei ausgedachten IP/Zeitpunkt Datensätzen?

    Autor: Quantium40 10.12.13 - 17:06

    theonlyone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Prinzip verhält es sich bei dem Prozess in P2P Software zum nachweis wie
    > bei einer Polizei Kontrolle mit dem Blitzer.
    > Sie sehen du fährst zu schnell, sie sehen deine Nummer und darüber bekommst
    > du dann den Brief mit deiner Strafe die du zu zahlen hast.
    > Das Konzept ist ziemlich das gleiche.
    Beim Blitzer gibt es allerdings ein Beweisphoto. Bei P2P-Abmahnung gibt es hingegen nur ein aufgeschriebenes Kennzeichen und eine behauptete Rechtsverletzung.
    Die Abfrage der IP beim Provider entspricht dabei nur der Halterabfrage fürs Kfz.


    > Die Verfahren für P2P Netze zur Feststellung der IP Addresse sind sehr sehr
    > akkurat, das wird so gut wie nie fehlerhaft sein (in der Vergangenheit
    > vielleicht, aber heute sind die Verfahren alle akreditiert, mehrfach
    > getestet, Irrtum im Prinzip ausgeschlossen).
    Es mag durchaus akkurate Verfahren zur Feststellung geben, wann eine bestimmte IP-Adresse zum Zeitpunkt X die Datei Y in einem P2P-Netz angeboten hat. Dummerweise sind deren Logdateien von vollständig gefälschten Logdateien ununterscheidbar. Dies ist umso bedenklicher, als dass üblicherweise diejenige Partei diese Daten erhebt, die sich damit eine goldene Nase verdienen will.
    Gerade bei Massenabmahnungen geht es schliesslich schnell mal um Summen im mehrstelligen Millionenbereich. Daß heißt es besteht für den Datenerheber/Kläger ein erheblicher finanzieller Anreiz, auch an Beifang (=IPs, von denen man nur weiss, dass sie zum Zeitpunkt X online waren) mitzuverdienen.

    > Wenn es zu Fehlern kommt dann muss da der Provider meist mit drin stecken,
    > dann ist das Verfahren aber nicht fehlerhaft.
    Doch - das Verfahren krankt schon an der datenerhebenden Stelle, die ein erhebliches finanzielles Interesse daran hat, möglichst viele IPs als "Täter" zu entlarven.

    > Des weiteren gilt vor Gericht auch, das der jenige der die Anklage
    > einreicht, erstmal glaubwürdiger ist als der Angeklagte ; einfach aus der
    > Logik heraus, warum sollte jemand sich den Aufwand machen einen
    > Unschuldigen anzuklagen (letztlich gibt es da natürlich auch Interessen
    > für, ist eben nur unwahrscheinlicher).
    Wenn Täter A weiss, dass das Gericht von dieser falschen Voraussetzung ausgeht, und er ebenso davon ausgeht, dass dies jedesmal so läuft, dann sind z.B. 10.000x1000¤ = 10 Mio. ¤ durchaus ein erheblicher Anreiz, Unschuldige anzuklagen.
    Das Risiko hält sich dabei ja im Vergleich zum potentiellen Gewinn in engen Grenzen (Gerade Betrüger mit >100 Fällen bekommen ja meist erhebliche Rabatte auf den möglichen Maximalstrafrahmen.)

    > Die Verfahren gerade im P2P der Abmahnungen sind so ziemlich immer korrekt.
    Im Gegenteil - korrekt laufen sie nicht ab.

    > Wer eine Abmahnung bekommt der kann sich ziemlich sicher sein das über
    > diesen Anschluß dieser Download / Upload getätigt wurde und sollte das eben
    > auch ernst nehmen.
    Eine Abmahnung sollte man immer ernstnehmen. Trotzdem ist bei weitem nicht jede Abmahnung begründet.

    > Das Verfahren muss dabei auf die breite Masse gehen und darf nicht zu teuer
    > werden.
    Ja - das ist die typische Einstellung von Betrügern. Bei teuren Verfahren wird nämlich genauer hingeschaut, während bei kleinen Summen eher gezahlt wird, um die lästige Angelegenheit schnell vom Tisch zu bekommen.

    > Kann man da Abmahnungszahlungen abziehen ist das primär mal zur
    > Kostendeckung da,
    Kostendeckung nach BRAGO. LOL
    Nur schade, dass die Normalbürger nicht solche Mindestlöhne gesetzlich garantiert bekommen.

    > Abmahnungen per se sind ein gutes und valides Mittel, den es ist letztlich
    > die einzige Chance wie man sich eben auch außer gerichtlich mit jemandem
    > auseinandersetzen kann (den wegen jeder Abmahnung direkt vor gericht zu
    > ziehen würde die deutschen Gerichte komplett überfordern).
    Abmahnungen sind eine tolle Sache für Besserverdiener. Aber das gilt wohl für das ganze deutsche Rechtssystem.

  7. Re: Was passiert eigentlich bei ausgedachten IP/Zeitpunkt Datensätzen?

    Autor: Whitey 10.12.13 - 18:20

    hoffelmann schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Raten von 50 ¤ wurden mir angeboten, was ich mir nicht leisten kann zumal
    > noch Anwaltskosten anfallen. Kurz vor Verjährungsfrist kam leider das
    > schreiben mit dem Inhalt dass man vor Gericht gehen will. Nachweisen dass
    > mein WLAN vor ca 3 Jahren verschlüsselt war ist praktisch unmöglich da der
    > Router von damals nicht mal mehr existiert. Dieses scheiß system ist leider
    > nicht aufzuhalten, wie es mir scheint. Das alles ist nichts als abzocke und
    > sich zu wehren ist kaum möglich.
    >
    > Das schlimme ist dass das Problem bekannt ist aber dank Lobbyisten keine
    > Losung in sicht ist

    Ich weiß ja nicht wie es z.B. mit einer Privatinsolvenz aussieht, aber wenn bei dir nichts zu holen ist, dann ist das so. Ob diese dann bspw. auch "lebenswichtige" Aspekte wie die Finanzierung deines Studiums betrifft, wäre eben nochmals seperat zu klären, man könnte ja argumentieren, dass, wenn du das nicht zuende führen kannst, du überhaupt keine Chance hast, irgendwie finanziell Fuß zu fassen.
    Wenn du nichts zu pfänden hast, können sie auch nichts pfänden, ganz egal ob sie vor Gericht gehen oder nicht. Die PI dauert halt 7 Jahre. Aber die Frage wäre grundsätzlich mMn., ob und wie weit sich diese erstreckt und ob diese z.B. eben auch die Ausbildungskosten ausschließt.
    Das solltest du ggf. mit deiner Anwältin mal besprechen. Parallel würde ich mit einer Schuldnerberatung sprechen, da du - aller Voraussicht nach - bald entsprechende Schulden haben wirst und die ggf. Strategien haben, wie man diese so tilgen kann, dass nicht gleich alles (andere) den Bach mit runter geht.

  8. Re: Was passiert eigentlich bei ausgedachten IP/Zeitpunkt Datensätzen?

    Autor: ein-schreiberling2011 10.12.13 - 18:20

    hoffelmann schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kreativ sein ist gut, reicht den gerichten doch aber nicht. Bitte seid
    > realistisch, diese situation ist für mich existensbedrohend. Ich muss
    > nachweisen dass dem so war. Kann ich aber nicht nach so langer zeit. Ich
    > bin der anschlussinhaber und werde gefickt und ich habe keine geld um die
    > anfallenden gerichtskosten auch noch zu tragen, geschweige denn in berufung
    > zu gehen und noch mehr geld zu verlieren.

    Dann denke mal über eine Privatinsolvenz nach, wahrscheinlich die bessere Alternative als ein Studium deswegen zu schmeißen.

    Weitere Möglichkeiten sind die Kosten in kleinen Raten zu bezahlen, was natürlich auch Zinsen bedeutet. Wenn du bei der Kanzlei die mögliche Privatinsolvenz ins Spiel bringst ist das sicherlich gar keine Problem mehr, der Kanzlei ist der Spatz in der Hand sicherlich lieber. ;-)

  9. Re: Was passiert eigentlich bei ausgedachten IP/Zeitpunkt Datensätzen?

    Autor: hoffelmann 10.12.13 - 18:33

    Danke das wäre eine Idee, vlt kann ich so auch die gegenpartei dazu bringen weiter runter zu gehen mit den Forderungen

  10. Re: Was passiert eigentlich bei ausgedachten IP/Zeitpunkt Datensätzen?

    Autor: Issen111 10.12.13 - 19:05

    Hallo,

    informiere dich doch bitte über Pfändungsfreigrenzen und P-Konten. Denke das sollte dir weiterhelfen.

    lg,

    S

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