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Warum BRAUCHT Hogan überhaupt Unterstützung?
Autor: daarkside 30.05.16 - 15:33
Wir und auch die haben ja einen sog. Rechtsstaat. HHs Privatsphäre wurde verletzt, er klagt, er gewinnt, Schadensersatz wird gezahlt, feddich.
Ist aber dies nicht möglich, bzw müssen Umwege gegangen werden und braucht er die Unterstützung von kapitalistischen riesenultraschwergewichten, dann ist nicht Gawker, Hogan oder sonst einer schuld. Nein, dann ist das System schlicht scheiße. -
Re: Warum BRAUCHT Hogan überhaupt Unterstützung?
Autor: Wolk 30.05.16 - 18:02
daarkside schrieb:
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> Wir und auch die haben ja einen sog. Rechtsstaat. HHs Privatsphäre wurde
> verletzt, er klagt, er gewinnt, Schadensersatz wird gezahlt, feddich.
> Ist aber dies nicht möglich, bzw müssen Umwege gegangen werden und braucht
> er die Unterstützung von kapitalistischen riesenultraschwergewichten, dann
> ist nicht Gawker, Hogan oder sonst einer schuld. Nein, dann ist das System
> schlicht scheiße.
Geht es heir vllt einfach darum, dass der Milliardär ihn in Form von Gerichts- und Anwaltskosten unterstützt, weil Gawker sicher in Berufung gehen wird? -
Re: Warum BRAUCHT Hogan überhaupt Unterstützung?
Autor: daarkside 30.05.16 - 19:55
Wolk schrieb:
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> daarkside schrieb:
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> > Wir und auch die haben ja einen sog. Rechtsstaat. HHs Privatsphäre wurde
> > verletzt, er klagt, er gewinnt, Schadensersatz wird gezahlt, feddich.
> > Ist aber dies nicht möglich, bzw müssen Umwege gegangen werden und
> braucht
> > er die Unterstützung von kapitalistischen riesenultraschwergewichten,
> dann
> > ist nicht Gawker, Hogan oder sonst einer schuld. Nein, dann ist das
> System
> > schlicht scheiße.
>
> Geht es heir vllt einfach darum, dass der Milliardär ihn in Form von
> Gerichts- und Anwaltskosten unterstützt, weil Gawker sicher in Berufung
> gehen wird?
Auch dies sollte überflüssig sein. -
Re: Warum BRAUCHT Hogan überhaupt Unterstützung?
Autor: Emulex 30.05.16 - 19:58
daarkside schrieb:
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> Wir und auch die haben ja einen sog. Rechtsstaat. HHs Privatsphäre wurde
> verletzt, er klagt, er gewinnt, Schadensersatz wird gezahlt, feddich.
> Ist aber dies nicht möglich, bzw müssen Umwege gegangen werden und braucht
> er die Unterstützung von kapitalistischen riesenultraschwergewichten, dann
> ist nicht Gawker, Hogan oder sonst einer schuld. Nein, dann ist das System
> schlicht scheiße.
Hierzulande schreien die Leute ja schon wegen 1000¤ Prozessrisiko nach ner Rechtschutzversicherung - jetz stell dir mal vor du klagst 140mio ein.
Die Kosten sind da nunmal immens.
Aber an sich gebe ich dir recht - sowohl unser System, als auch das in den USA ist in der Hinsicht krank bzw. stark auf den finanziellen Vorteil der Juristen zugeschnitten - zu Lasten der Gerechtigkeit und der Prozessparteien. -
Re: Warum BRAUCHT Hogan überhaupt Unterstützung?
Autor: dependent 31.05.16 - 08:39
Nein es ist nicht überflüssig. Es ist ein gängiges Mittel die Auseinandersetzung so in die Länge zu ziehen, dass am Ende einer aufgeben muss - mangels finanzieller Möglichkeiten. Und auch wenn uns Hulk Hogan sehr wohl bekannt ist, verfügt er eben nicht über die Mittel, um das langfristig aufrecht zu erhalten. Hier springt dann der Geldgeber ein, damit am Ende tatsächlich ein Urteil gefällt werden kann, welches im besten Fall dem gängigen Recht entspricht.
Spitz formuliert könnte man sagen: nur wenn du viel Geld hast, kannst du dein Recht auch in Anspruch nehmen. -
Re: Warum BRAUCHT Hogan überhaupt Unterstützung?
Autor: Muhaha 31.05.16 - 09:52
Emulex schrieb:
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> Aber an sich gebe ich dir recht - sowohl unser System, als auch das in den
> USA ist in der Hinsicht krank bzw. stark auf den finanziellen Vorteil der
> Juristen zugeschnitten - zu Lasten der Gerechtigkeit und der
> Prozessparteien.
Nope. Nicht der finanzielle Vorteil der Juristen, sondern Rechtsprechung erfolgt viel zu oft im Sinne derjenigen Prozesspartei, die den längsten finanziellen Atem hat. Der Spruch von "Es gibt einen Unterschied zwischen Recht haben und Recht bekommen" hat schon seinen Grund.



