1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Studie: Onlinesucht bei Kindern…
  6. Thema

Ist leider nicht mehr wegzudenken...

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Re: Ist leider nicht mehr wegzudenken...

    Autor: Justin Hawkins 01.12.15 - 18:05

    motzerator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Justin Hawkins schrieb:
    > -------------------------------------
    > > In einem Umfeld wo alle nur noch Onlinesüchtig sind,
    > > weil man nichts anderes mit sich macht als druff sein,
    > > nimmt die Lebensqualität ab.
    >
    > Das sehe ich anders. Die Leute wären ja nicht so viel
    > im Internet, wenn es sie nicht begeistern würde.

    Ja, das ist richtig. Drogen nehmen macht ja auch meistens Spaß.

    > Die Kommunikation im Internet hat viele Vorteile:
    >
    > 1. Man muss nicht irgendwo hin fahren/gehen, um sich
    > mit Menschen auszutauschen und zu kommunizieren.

    man wird eher Fett oder Muskelos und beschäftigt sich nicht mehr so mit den Leuten um einem herum.

    > 2. Man kann sich seine Bekannten so aussuchen, das
    > sie besser zu einem passen. Man muss nicht damit
    > vorlieb nehmen, was es in der Nähe gibt.

    und hat häufig mit den selben Personen zutun und kann seinen Horizont nicht mehr so gut durch Andere erweitern. Tolle sache.

    > 3. Die Kommunikation ist Stressfrei. Man ist erreichbar,
    > wenn man möchte und offline, wenn man nicht will.

    Onlinekommunikation/= Stressfrei

    > 4. Die Kommunikation ist "entspontanisiert" und dadurch
    > total stressfrei. Man kann kommunizieren, ohne spontan
    > sein zu müssen. Es ist planbar.

    Man hat ewig Zeit was zu sagen. Zeit die man im real Life so nicht hat.
    Man funktioniert in normalen Alltagssituationen langsamer und weniger gut.
    und sehnt sich nach der Onlinewelt bei der man sein Gehirn nicht mehr so benutzen muss.

    > Daher ergibt sich auch der Unterschied zwischen deiner
    > Wahrnehmung (deine ganze Umgebung) und den im
    > text genannten Daten von 4,7%.

    4,7% unter den Kindern. Es sind also tatsächlich viel mehr Menschen als du denkst.

    > Mit "Online Sucht" ist nämlich gemeint, das die Betroffenen
    > die Kontrolle über ihre Online Nutzung verloren haben.
    >
    > Intensive und kontrollierte Online Nutzung ist keine Sucht.
    > Wenn man seinen Verpflichtungen im Real Life nachkommt,
    > ist alles in Ordnung.

    Mein vorheriger Betrag handelt davon, dass man sich als Süchtiger nicht mehr so für sein Umfeld interessiert und dieses dadurch verkümmert.

    Man stelle sich nur einen Sozialen brennpunkt vor der sich evtl. zum Guten entwickeln könnte wenn nicht jeder die Augen verschließt und lieber Online abtaucht.



    > Übrigens: Ich finde, Online hat viel mehr zu bieten, als das
    > Real Life.

    Eine Welt in der man Offline Spaß haben kann, hat sicher mehr zu bieten, als diese einsame Auge-Hand kommunikation die du Internet nennst. Wenn man doch nur Zugang zu so einer Welt hätte...
    Etwas selbst zu erleben macht mehr Eindruck als es sich nur vorzustellen.
    Verkümmern ist jedenfalls nicht schön.

  2. Re: Ist leider nicht mehr wegzudenken...

    Autor: TheUnichi 01.12.15 - 18:30

    Justin Hawkins schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vieleicht weil das Leben viel mehr zu bieten hat als das.

    Und das entdecke ich online nicht?

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich online mit bei weitem mehr Völker und Kulturen in Kontakt getreten bin und bei weitem mehr Welten, mal abgesehen von realen auch diverse, schöne Online-Welten, gesehen habe.

    Wenn du mich fragst, ob ich gereist bin, ja bin ich, ich habe riesige Wüsten, tiefe Täler, hohe Berge bereist, habe tausende von verschiedenen Menschen und Kreaturen getroffen, habe mit einigen davon Freundschaft geschlossen, hatte einen Einblick in die grenzenlose Fantasie dessen, was die Natur, neben realen Gegenden, erschaffen hat: Den Menschen.

    Auch das, was der Mensch durch seine Gedanken produziert, ist Natur und dazu gehören auch 3D-Models mit digitalen Texturen.

    Das heißt nicht, dass man die reale Welt nicht mehr braucht, aber eben, dass die digitale der realen Welt in nichts nachsteht, außer der Möglichkeit, sich anzufassen, was ich in der Regel auf einen Menschen (Freundin) begrenze, auch wenn ich durch die Welt reise.

    > In einem Umfeld wo alle nur noch Onlinesüchtig sind, weil man nichts
    > anderes mit sich macht als druff sein, nimmt die Lebensqualität ab.

    Wie definierst du denn "Lebensqualität"?
    Wenn ich jeden Tag vegan esse, jeden Monat verreise, jeden Abend ein Glas Wein trinke, ist das Lebensqualität?

    Ich mag keinen Wein.

    Wenn ich doch glücklich bin, wenn ich durch meine Online-Welten reise, oft mit Freunden, wo fehlt mir dann Lebensqualität?

    Ich denke im Leben geht es darum, glücklich zu sein und sich nicht nach anderen Menschen zu richten.

  3. Re: Ist leider nicht mehr wegzudenken...

    Autor: Justin Hawkins 01.12.15 - 18:56

    Ne Schlechte Lebensqualität hat man z.B. auch dann, wenn dein Onlinesüchtiges Umfeld dich in deinen Möglichkeiten einschränkt.

    Ich habe nie behauptet alle User seien Onlinesüchtig.(Falls man das nicht mitbekommen haben sollte...)
    Das Internet verbessert die Lebensqualität in der Tat.
    Solange man es nicht übertreibt.

  4. Re: Ist leider nicht mehr wegzudenken...

    Autor: User_x 02.12.15 - 00:23

    naja, was ist sucht?

    Essen könnte man als sucht ansehen, immerhin schränkt es mich in meinen möglichkeiten ein - sonst würde ich mit der kuh kommunizieren anstatt sie durch den fleischwolf zu drehen. Ist dann ein bolemiker resistent?

    Was ist mit der Atemluft? Wie geil wäre nen spaziergang am Grund des meeres, ich muss mich aber wieder einschränken und ne sauerstoffflasche rumschleppen. Hinzu kommt noch die angst vor kompressionsstörungen bei zu schnellem auftauchen, geht mal gar nicht.

    Ich verzichte also auf die süchtig machende online-welt, ziehe von kneipe zu kneipe, reize unnötig meine leber durch alkoholzufuhr und habe permanenten traffic, wenn ich mit meiner alkoholfahne neue user zum chatten animiere. Zudem kann es zu körperlichen disskussionen und hacks bzw. agressiven Take overN kommen, worauf mich blau gekleidete mods dann trennen und kickbannen müssen. Onlinepetitionen joine ich, indem ich mit skimütze angezogen, steine und brennende alkoholflaschen werfe, während ich in quakenet auf die straße gehe.

    ich glaub, die Politik ist davon begeistert, dass wir auch weiterhin online bleiben. Denn was nutzt sonst das real life, wenn man eh gemeinsam einsam ist...

  5. Re: Ist leider nicht mehr wegzudenken...

    Autor: TheUnichi 02.12.15 - 18:14

    Justin Hawkins schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ne Schlechte Lebensqualität hat man z.B. auch dann, wenn dein
    > Onlinesüchtiges Umfeld dich in deinen Möglichkeiten einschränkt.

    Welche Möglichkeiten denn bitte?

    Wonach willst du beurteilen, ob ich glücklich bin oder nicht?

    Mich nervt es, auf Parties zu sitzen und Smalltalk mit Leuten zu führen, die ich eigentlich sowieso nicht leiden kann.

    Mich nervt es, auf etepetete "ich führe so ein kulturelles Leben" zu machen, wenn ich im Endeffekt auf der Straße aufgewachsen bin und auch in dem Stil lebe.

    Wie bitte willst du oder irgendwer für mich definieren, was ich unter "Lebensqualität" verstehe?

    Lebensqualität für mich ist es, wenn ich abends vor dem PC sitze, mir eine Tüte rolle, ein kaltes Bier neben mir, mein Kumpel neben mir an seinem Rechner und dann wird gezockt.

    Dabei habe ich Spaß, dabei bin ich glücklich und ich vermisse nichts.

    Mir fehlt keine gesellschaftliche Interaktion, ich vermisse nicht, dass irgendwelche Menschen mich anfassen, ich fühle mich nicht "unerfüllt", es ist genau das, was ich gerne mache.

    > Ich habe nie behauptet alle User seien Onlinesüchtig.(Falls man das nicht
    > mitbekommen haben sollte...)
    > Das Internet verbessert die Lebensqualität in der Tat.
    > Solange man es nicht übertreibt.

    Jedem ist es selbst überlassen, wie weit er es treibt.

    Wenn es in der realen Welt nicht viel interessantes für mich gibt, weil ich von der Grund-"Art-und-Weise" sowieso schon oft anecke und ich mir aber selbst treu bleiben möchte, vertreibe ich meine Zeit doch lieber mit den Leuten, die mich tatsächlich wertschätzen (einige, wenige, reale Freunde) und dem, was mir Spaß macht. Eine ordentliche, Wochenend-lange Partie Anno, ein 60-Mann-Zerg im GW2 WvW, ein ordentlicher Raid in WoW, eine schnelle Partie LoL ARAM. Gibt für mich nichts geileres. Auch in Kenia, in der Mongolei oder in Kolumbien nicht.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Berlin
  2. Amprion GmbH, Pulheim-Brauweiler
  3. über duerenhoff GmbH, Stuttgart
  4. über duerenhoff GmbH, Raum Hamburg

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 25,99€
  2. 48,99€
  3. (-62%) 5,70€
  4. (u. a. FIFA 20 für 27,99€, Dragon Ball Z Kakarot für 46,89€, Rainbow Six: Siege Deluxe für 8...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Dell Ultrasharp UP3218K im Test: 8K ist es noch nicht wert
Dell Ultrasharp UP3218K im Test
8K ist es noch nicht wert

Alles fing so gut an: Der Dell Ultrasharp UP3218K hat ein schön gestochen scharfes 8K-Bild und einen erstklassigen Standfuß zu bieten. Dann kommen aber die Probleme, die beim Spiegelpanel anfangen und bis zum absurd hohen Preis reichen.
Von Oliver Nickel

  1. Dell Latitude 7220 im Test Das Rugged-Tablet für die Zombieapokalypse
  2. Dell Anleitung hilft beim Desinfizieren von Servern und Clients
  3. STG Partners Dell will RSA für 2 Milliarden US-Dollar verkaufen

Coronavirus: Spiele statt Schule
Coronavirus
Spiele statt Schule

Wer wegen des Coronavirus mit Kindern zu Hause ist, braucht einen spannenden Zeitvertreib. Unser Autor - selbst Vater - findet: Computerspiele können ein sinnvolles Angebot sein. Vorausgesetzt, man wählt die richtigen.
Von Rainer Sigl

  1. CCC "Contact Tracing als Risikotechnologie"
  2. Coronapandemie Robert Koch-Institut sammelt Gesundheitsdaten von Sportuhren
  3. Google Chrome rollt Regeln für Same-Site-Cookies vorerst zurück

Bodyhacking: Prothese statt Drehregler
Bodyhacking
Prothese statt Drehregler

Bertolt Meyer hat seine Handprothese mit einem Synthesizer verbunden - das Youtube-Video dazu hat viele interessiert. Wie haben mit dem Psychologieprofessor über sein Projekt und die Folgen des Videos gesprochen.
Ein Interview von Tobias Költzsch