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Problem ist die sich verbreitende Resignation

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  1. Problem ist die sich verbreitende Resignation

    Autor: user_name2015 30.08.15 - 17:54

    Viele denken sie haben nichts zu verbergen und/oder ist egal, weil "sie" oder "die" sowieso alles wissen, wer auch immer "die" sind und man nichts mehr zu verlieren hat, was beides falsch ist, denn jeder hat was zu verbergen. Man belügt sich quasi selbst, aus welchen Gründen auch immer.

    Man kennt vielleicht noch das Stichwort Prism und Tempora, von dem man weiß das es riesige Überwachungsprogramme sind und hat hier und da mal etwas gehört, das Verschlüsselung gebrochen wurde. Deswegen sei jede Verschlüsselung zwecklos und man könne gar nichts tun was die Überwacher daran hindert.

    So nach dem Motto: Ich kann eh nichts tun, nichts hilft, habe nichts mehr zu verlieren, also handle ich nicht und akzeptiere eine totale Überwachung. Solche Diskussionen habe ich schon des öfteren geführt. Eine wirkliche sachliche Diskussion ist zu komplex und langweilig für viele.

    Schon klar, gegen gezielte Spionage von entsprechend gut ausgestatteten Organisationen gibt es kein Entkommen. Aber z.B. gegen Masseninhaltsüberwachung, die sich auf das Anzapfen von Glasfaserkabeln, Internetknotenpunkten und Internetfirmen ausgelegt kann was unternommen werden, z.B. durch sichere Ende-zu-Ende Verschlüsselung, sehr wohl.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.08.15 17:57 durch user_name2015.

  2. Re: Problem ist die sich verbreitende Resignation

    Autor: Anonymer Nutzer 30.08.15 - 21:28

    Jo ,hab es oft genug versucht :(

    man verweigert einfach Wahrzunehmen das man Total überwacht wird.

  3. Re: Problem ist die sich verbreitende Resignation

    Autor: Noren 30.08.15 - 22:05

    Ich frag diejenigen immer, ob Sie wildfremden Leuten Ihre Smartphones für ne halbe Stunde geben würden.

  4. Re: Problem ist die sich verbreitende Resignation

    Autor: LinuxNerd 31.08.15 - 00:02

    >Aber z.B. gegen Masseninhaltsüberwachung, die sich auf das Anzapfen von >Glasfaserkabeln, Internetknotenpunkten und Internetfirmen ausgelegt kann was >unternommen werden, z.B. durch sichere Ende-zu-Ende Verschlüsselung, sehr wohl.

    Die Leute wollen ja nix anderes als windoof benutzen, also was bringt E zu E Kryptographie wenn die Leute noch nichtmal bereit sind nen freies OS zu nutzen. Am Ende wohl nicht viel wenn der GPG/PGP Keyfile bei microsoft in der cloud liegt und automatisiert vom NSA ausgelesen/eingesetzt wird um den content mitzulesen.....

    ..........................................................................
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    https://www.torproject.org
    https://tails.boum.org/index.de.html

  5. Re: Problem ist die sich verbreitende Resignation

    Autor: Michael0712 31.08.15 - 06:21

    Linux ist echt toll, aber leider immer noch nichts für die breite Masse der DAUs. Zum surfen im WWW. E-Mails lesen oder Briefe schreiben ist es genau so einfach. Wenns da drüber hinaus geht wirds komplizierter und bald komm ich nicht um die Kommandozeile rum. Ich hab noch kein Linux gefunden wo das nicht so war. Und genau an dem Punkt will der DAU dann sein Windows zurück.
    Wenn Linux endlich mal genau so einfach zu bedienen ist wie Windows stehen die Chancen sehr viel besser.

  6. Re: Problem ist die sich verbreitende Resignation

    Autor: chiefmasterbridgebuilder 31.08.15 - 06:41

    Michael0712 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Linux ist echt toll, aber leider immer noch nichts für die breite Masse der
    > DAUs. Zum surfen im WWW. E-Mails lesen oder Briefe schreiben ist es genau
    > so einfach. Wenns da drüber hinaus geht wirds komplizierter und bald komm
    > ich nicht um die Kommandozeile rum. Ich hab noch kein Linux gefunden wo das
    > nicht so war. Und genau an dem Punkt will der DAU dann sein Windows
    > zurück.
    > Wenn Linux endlich mal genau so einfach zu bedienen ist wie Windows stehen
    > die Chancen sehr viel besser.

    +1

  7. Re: Problem ist die sich verbreitende Resignation

    Autor: Schnarchnase 31.08.15 - 08:20

    Ich nutze die Shell freiwillig und gerne, ich denke aber du liegst falsch mit der Annahme, dass man als normaler Nutzer nicht daran vorbeikommt. Das Problem ist nicht die benutzerfreundliche Bedienung, die bieten diverse Oberflächen die auf Linux zum Einsatz kommen schon länger, das Problem ist Software die einfach nicht für Linux zu haben ist. Bei den Spielen tut sich langsam etwas, aber zum Beispiel kannst du Adobe-Software nicht nativ unter Linux nutzen und die ist nunmal immer noch sehr weit verbreitet.

    Eine große Hürde ist auch, dass man Linux selbst installieren muss. Das kann der Ottonormalverbraucher nicht. Kaufen kann man aber nur sehr wenig Hardware mit vorinstalliertem Linux, meist ist Windows drauf und das bleibt dann einfach so.

  8. Re: Problem ist die sich verbreitende Resignation

    Autor: Michael0712 31.08.15 - 09:30

    Ich gebe dir in weiten Teilen recht, gerade auch was die fehlende Software betrifft. Obwohl Linux heute deutlich schneller und einfacher zu installieren ist wie Windows. Trotzdem gibts immer noch genügend Fälle die ohne Shell nicht zu machen sind. Unter Windows kann ich beispielsweise mit ein paar Mausklicks einen ftp Server und Benutzer einrichten. Unter Linux hab ich das nicht geschafft ohne Konfigurationsdateien zu bearbeiten. Die GUI für den proftpd funktionierte beim besten Willen nicht. Bei Windows ist so gut wie alles kompromisslos auf Maus klicki bunti ausgelegt und das ist der Benutzer gewohnt und will das so haben. ( imho)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.08.15 09:31 durch Michael0712.

  9. Re: Problem ist die sich verbreitende Resignation

    Autor: matok 31.08.15 - 10:49

    Die meisten Menschen denken einfach, ihre individuellen Handlungen würden untergehen im Kollektiv. Was sie dabei vergessen, die Handlungen des Kollektivs sind die Summe der individuellen Handlungen. Ursache ist mMn Bequemlichkeit. Denn auf diese Art muss ich keine Verantwortung für meine Handlungen übernehmen.

    Wobei beim Thema IT natürlich noch hinzu kommt, dass es für die meisten zu abstrakt ist. Aber die o.g. Einstellung findet sich auch in diversen anderen, direkt greifbaren Themen.

  10. Re: Problem ist die sich verbreitende Resignation

    Autor: SkalliN 31.08.15 - 11:28

    Michael0712 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Linux ist echt toll, aber leider immer noch nichts für die breite Masse der
    > DAUs. Zum surfen im WWW. E-Mails lesen oder Briefe schreiben ist es genau
    > so einfach. Wenns da drüber hinaus geht wirds komplizierter und bald komm
    > ich nicht um die Kommandozeile rum.

    Wo ist denn das Problem? Klar ist es nichts für deine sogenannten "DAUs", was ich schon als Beleidigung empfinde, denn nicht jeder muss sich so super mit PCs auskennen. Aber einen Laptop kaufen, Linux aufsetzen, konfigurieren, GUI ggf. nachinstallieren und einem Bekannten bereitstellen, der vielleicht etwas älter ist, wo ist denn da das Problem?

    Meine Eltern sind das beste Beispiel (ich bin 23). Ich hätte ihnen auf mein zweites Lenovo-Notebook (was ich ihnen gegeben habe) schon längst Linux installiert mit allen nötigen Programmen, wenn da nicht das spezielle Redaktionssystem meiner Eltern wäre, welches nur unter Windows läuft.
    Einen Browser, ein paar Office-Programme und viel mehr brauchen viele ältere Menschen doch gar nicht. Weil für sie das Internet eben doch oft einfach aus "Surfen" bzw. Recherchieren besteht.

    Und genau da eignet sich Linux doch hervorragend, gerade weil man sich den meisten Dreck über Drive-by-Downloads einfängt.

  11. Re: Problem ist die sich verbreitende Resignation

    Autor: matok 31.08.15 - 12:36

    SkalliN schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hätte ihnen auf mein
    > zweites Lenovo-Notebook (was ich ihnen gegeben habe) schon längst Linux
    > installiert mit allen nötigen Programmen, wenn da nicht das spezielle
    > Redaktionssystem meiner Eltern wäre, welches nur unter Windows läuft.

    Das könnte man doch in einer VM laufen lassen oder vielleicht sogar unter Wine? Meine Mutter hat sich mittlerweile auch daran gewöhnt, dass sie ihren uralten Scanner in einer virtuellen Maschine benutzen muss. Auf dem Host läuft Win7 und dafür gibt es keine Treiber mehr.

    Und nein, Linux will ich meiner Mutter nicht installieren. Vielleicht sind die Barrieren nur psychologischer Natur, aber von WinXP auf Win7 war schon "alles anders". Bei Linux wäre alles "noch mehr anders". Nachvollziehen kann ich das selbst natürlich nicht, aber man muss die unterschiedliche IT-Realität von Nutzern einfach anerkennen. Selbst für uns sanfte Umstellungen sind für DAUs bereits ein Unterschied von Tag und Nacht. Ich glaube, das liegt daran, dass wir das abstrakte System verstehen, aber DAUs nur das konkrete (bestenfalls).

  12. Re: Problem ist die sich verbreitende Resignation

    Autor: eMvO 31.08.15 - 14:38

    SkalliN schrieb:

    > Wo ist denn das Problem? Klar ist es nichts für deine sogenannten "DAUs",
    > was ich schon als Beleidigung empfinde, denn nicht jeder muss sich so super
    > mit PCs auskennen. Aber einen Laptop kaufen, Linux aufsetzen,
    > konfigurieren, GUI ggf. nachinstallieren und einem Bekannten bereitstellen,
    > der vielleicht etwas älter ist, wo ist denn da das Problem?

    Das Problem ist, daß Du danach persönlicher Supporter auf Lebenszeit beim Großteil dieser Leute sein wirst. Ich hatte durchaus einige, denen Linux sogar besser gefiel als Windows. Mit einer Ausnahme war aber niemand bereit, sich auch nur die minimalsten Basics anzueignen. Und da ich der einzige Linux-"Experte" im Bekanntenkreis war, klingelte wegen jedem Furz bei mir das Telefon.

    Deshalb mache ich das heute nicht mehr.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.08.15 14:43 durch eMvO.

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