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  5. › Taxi-Konkurrenz: Uber will…

Mir doch egal was Uber will

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  1. Mir doch egal was Uber will

    Autor: /mecki78 24.11.14 - 12:36

    Wenn normale Menschen gerne ein Geschäftsmodell betreiben würden, das aber gegen geltendes Recht verstößt, dann haben sie eben Pech gehabt, dann geht das eben nicht. Aber wenn ein Milliardenschwerer Konzern wie Uber das gleiche Problem hat, dann ist das nicht der Rede Wert, dann ändert man halt einfach die Gesetze, korrekt? Die Gesetze werden also jetzt den Geschäftsmodellen der großen Firmen angepasst und nicht mehr die Geschäftsmodelle den Gesetzen, richtig?

    Am Arsch! Ich glaube es hackt! Diese Firma geht mir langsam echt auf den Sack. So sehr ich immer für alles Neue zu haben und auch immer gerne dafür bin, dass man mal alte Zöpfe abschneidet, aber nicht so. Im Mittelpunkt einer jeden Neuerung muss das Wohl der Allgemeinheit stehen. Alle sollten davon profitieren oder zumindest die Mehrheit oder zumindest sollte dabei am Ende niemand stark benachteiligt werden. Es steht nicht das Wohl einer einzelnen Firma im Vordergrund, die den Hals nicht voll bekommt und sich hoch mehr Geld in die Tasche stopfen will, obwohl es es schon überall wieder rausquillt.

    Was habe ich davon, dass die Ortskenntnisprüfung abgeschafft wird? Toll, der Taxifahrer kennt sich noch schlechter aus als ich, fährt dreimal im Kreis, verfährt sich völlig oder verlässt sich blind auf ein Navi, dass ihn dann ggf. über die umständlichste Route leitet und am Ende darf ich das alles bezahlen... sehr zu Freude von Uber, die ja dabei immer mitkassieren.

    Und Minijobs? Hört mir bloß auf mit Minijobs! Das ist eine Pest der modernen Arbeitswelt. Kennt ihr den Spruch: Zu wenig zum leben, aber zu viel zum sterben? Das sind Minijobs. Niemand kann sich mit Minijobs seinen Lebensunterhalt verdienen, ergo hat man am Ende nur Leute, die zwar arbeiten wie Vollzeitangestellte (mit mehreren Minijobs), aber am Ende doch kaum über die Runden kommen oder Leute, die diesen Job eigentliche gar nicht brauchen (die eigentlich mehr als genug Einkommen haben) und somit aber anderen Arbeitsplätze weg nehmen.

    Die Rechten gehen immer auf die Straße, dass die Ausländer uns die Jobs wegnehmen (vor allem die Rechten, die selber noch nie auch nur 3 Monate am Stück wirklich gearbeitet haben). Lächerliche Behauptung! Statistisch total irrelevant. Minijobs hingegen sind echte Jobkiller und haben massiv Arbeitsplätze vernichtet, echte Arbeitsplätze mit richtigen Einkommen, von denen man hätte auch leben können.

    /Mecki

  2. Re: Mir doch egal was Uber will

    Autor: plutoniumsulfat 24.11.14 - 12:47

    wer ist denn so bescheuert und macht einen Minijob, wenn er genug verdient?

  3. Re: Mir doch egal was Uber will

    Autor: Bouncy 24.11.14 - 12:56

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn normale Menschen gerne ein Geschäftsmodell betreiben würden, das aber
    > gegen geltendes Recht verstößt, dann haben sie eben Pech gehabt, dann geht
    > das eben nicht. Aber wenn ein Milliardenschwerer Konzern wie Uber das
    > gleiche Problem hat, dann ist das nicht der Rede Wert, dann ändert man halt
    > einfach die Gesetze, korrekt? Die Gesetze werden also jetzt den
    > Geschäftsmodellen der großen Firmen angepasst und nicht mehr die
    > Geschäftsmodelle den Gesetzen, richtig?
    Es ist ein gegenseitiger Prozess. Deswegen gibt es seit Urzeiten Lobbyisten für alle möglichen milliardenschweren Konzerne, muß wirklich erklärt werden, was das ist und welch gigantischen Einfluß sie seit jeher auf die Gesetzgebung haben? Ich denke das weiß jeder hier, Gesetze die die Wirtschaft tangieren werden von der Wirtschaft gemacht.
    Im Übrigen hat aber jeder das Recht ihn zu starten, nennt sich Volksinitiative und kann Gesetze ändern.
    Was soll also der Aufschrei ausgerechnet jetzt? Warum gehst du nicht schon längst auf die Straße, um gegen den etablierten Lobbyismus zu protestieren? Oder gegen die Minijobs, die bereits in Unmengen existieren? Warum hast du nicht längst eine Petition oder Initiative gegen Minijobs eingereicht? Machen die paar Jobs mehr es jetzt aus? Andere Geschäfte können munter weiter neue Minijob-Stellen ausschreiben, Tausende, wahrscheinlich mehr als Uber je würde. Wo bleibt da der Aufschrei? Ist ein tagtäglicher Prozess, du könntest tagtäglich dagegen protestieren und kämpfen - tust du es?

  4. Re: Mir doch egal was Uber will

    Autor: Bouncy 24.11.14 - 12:57

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wer ist denn so bescheuert und macht einen Minijob, wenn er genug verdient?
    Definiere "genug". Dann merkst du schnell, warum ;)

  5. Re: Mir doch egal was Uber will

    Autor: plutoniumsulfat 24.11.14 - 12:59

    Bouncy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > plutoniumsulfat schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > wer ist denn so bescheuert und macht einen Minijob, wenn er genug
    > verdient?
    > Definiere "genug". Dann merkst du schnell, warum ;)

    Im Verhältnis zur aufgewendeten Zeit ;)

  6. Re: Mir doch egal was Uber will

    Autor: /mecki78 24.11.14 - 13:15

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wer ist denn so bescheuert und macht einen Minijob, wenn er genug verdient?

    Eine Nachbarin von mir z.B. hat einen normalen Job, also eine Festanstellung (ich glaube bei einem Anwalt), darüber hinaus machte sie aber noch einen Minijob. Kürzlich hat sie gemeint, das wurde ihr jetzt zu viel, daher hat sie den Minijob gekündigt. Also war sie anscheinend nie auf dessen Einkommen angewiesen, denn jetzt lebt sie auch nicht schlechter und scheint auch so über die Runden zu kommen.

    Außerdem finde ich, dass in einem System, wo Leute ihr Gehalt mit einem Minijob aufbessern müssen oder mehrere Minijobs zeitgleich machen um über die Runden zu kommen, da läuft etwas falsch. Viele argumentieren, dass es sich bei manchen Jobs eben nicht lohnt jemanden fest anzustellen. Klar, da gebe ich ihnen absolut recht! Aber für so etwas gibt es eben Dienstleister oder Zeitarbeitsfirmen und die können die Leute ja fest anstellen. Statt z.B. eine Putzfrau auf Minijob Basis gibst das in die Hand einer Gebäudereinigungsfirma, die wiederum Putzfrauen (und -männer, wir wollen ja nicht sexistisch sein) Vollzeit beschäftigt. So werden dann aus 3-4 Minijobs eben eine echte Vollzeitstellen, von der jemand am Ende auch seine Familie ernähren kann ohne weitere Sozialstützen.

    /Mecki

  7. Re: Mir doch egal was Uber will

    Autor: Bouncy 24.11.14 - 13:29

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Außerdem finde ich, dass in einem System, wo Leute ihr Gehalt mit einem
    > Minijob aufbessern müssen oder mehrere Minijobs zeitgleich machen um über
    > die Runden zu kommen, da läuft etwas falsch.
    Die andere Seite der Medaille: Wir haben ein System, in dem Leute ihr Gehalt mit einem Minijob aufbesern _können_, um sich beispielsweise Extras zu leisten die über das "über die Runden kommen" hinausgehen. Diese Option gäbe es nicht, wenn es keine Minijobs gäbe.
    Deine Nachbarin hat sich vielleicht nur einen Job geholt, weil sie ihr Sparschwein auffüllen wollte, vielleicht war es Zeit für ein neues Auto oder einen Tauchkurs. Vielleicht hat sie sich aber auch nur unausgelastet gefühlt, vielleicht gefällt es ihr nach der regulären Arbeit nicht zuhause zu versacken sondern noch unter Menschen zu kommen. Und wenn man dann doch merkt, dass es zuviel wird, kann man solche Jobs wunderbar einfach kündigen.

    So, und jetzt willst du solche Möglichkeiten zerstören weil du denkst, dass deine Medaillenseite mehr glänzt?

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