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Grotesk wie das als großer Fortschritt verkauft wird

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  1. Grotesk wie das als großer Fortschritt verkauft wird

    Autor: MadC 09.04.18 - 22:25

    Während ich die Verfügbarkeit schnellerer Anschlüsse durchaus positiv sehe, verstehe ich nicht, wieso Bandbreiten von 100 Mbit/s (bzw. 250 Mbit/s bei Super Vectoring) als so großer Fortschritt verkauft werden.
    Vectoring mag ja als Zwischenlösung vernünftig sein (das kann ich nicht beurteilen), aber die aus meiner Sicht einzig zukunftsfähige Technologie ist FTTH. Das sollte man (also auch die Telekom) mit mindestens dem selben Eifer ausbauen, wie Vectoring.

    Zusätzlich sollte man Glasfaseranschlüsse auch bezahlbar anbieten. Warum sollten Glasfaseranschlüsse in Zürich so viel günstiger sein als in Deutschland? salt.ch bietet seit kurzem symmetrische 10 Mbit/s für 49.95 CHF/Monat inklusive TV an. Und das in einem Land in dem das Gehaltsniveau deutlich höher ist.
    Weiß jemand, warum das in der Schweiz funktioniert und nicht in Deutschland?

  2. Re: Grotesk wie das als großer Fortschritt verkauft wird

    Autor: DerDy 09.04.18 - 22:54

    MadC schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Während ich die Verfügbarkeit schnellerer Anschlüsse durchaus positiv sehe,
    > verstehe ich nicht, wieso Bandbreiten von 100 Mbit/s (bzw. 250 Mbit/s bei
    > Super Vectoring) als so großer Fortschritt verkauft werden.
    Was hat es bei den Haushalten davor für Bandbreiten geben? Wenn vorher ADSL+ mit 16Mbit und jetzt mit Vectoring 100MBit/s möglich sind und dann jeden Monat mehrere 100.000 Haushalte aufgerüstet werden, dann ist es Fortschritt.

    > Vectoring mag ja als Zwischenlösung vernünftig sein (das kann ich nicht
    > beurteilen), aber die aus meiner Sicht einzig zukunftsfähige Technologie
    > ist FTTH.
    Gibt es irgendjemand, der was anderes behauptet hat? Warum sollte Vectoring kein Zwischenschritt sein? Vectoring ist aber mehr als nur ein Zwischenschritt, es ist eine Möglichkeit schnell und zahlreich Haushalte ans schnelle Internet anzuschließen. Der FTTH-Ausbau ist um den Faktor 5-10x langsamer. Sollen jetzt alle Haushalte mit 16Mbit 10x länger auf mehr Bandbreite warten?

    > Zusätzlich sollte man Glasfaseranschlüsse auch bezahlbar anbieten. Warum
    > sollten Glasfaseranschlüsse in Zürich so viel günstiger sein als in
    > Deutschland?
    Ist das nicht erkennbar? Zürich ist eine Stadt, klein und überschaubar.
    Deutschland ist eine riesige Fläche. Ist der Unterschied wirklich nicht erkennbar?

    > salt.ch bietet seit kurzem symmetrische 10 Mbit/s für 49.95
    > CHF/Monat inklusive TV an. Und das in einem Land in dem das Gehaltsniveau
    > deutlich höher ist.
    Aber wo? In nur wenigen Regionen in der Schweiz (~30 Städten und Regionen). Und salt.ch baut nicht selber aus, sondern setzt auf bereits verlegte Faser auf. Und das ist das Kunststück, die Faser müssen in die Erde.

    > Weiß jemand, warum das in der Schweiz funktioniert und nicht in
    > Deutschland?
    Wiwo.de hat erst letzte darüber geschrieben.

  3. Re: Grotesk wie das als großer Fortschritt verkauft wird

    Autor: MadC 10.04.18 - 01:03

    > Was hat es bei den Haushalten davor für Bandbreiten geben? Wenn vorher
    > ADSL+ mit 16Mbit und jetzt mit Vectoring 100MBit/s möglich sind und dann
    > jeden Monat mehrere 100.000 Haushalte aufgerüstet werden, dann ist es
    > Fortschritt.
    Ja, ein Fortschritt von einer Krücke zur nächsten. Ich erwähnte aber eingangs, dass ich das positiv sehe.

    > Gibt es irgendjemand, der was anderes behauptet hat? Warum sollte Vectoring
    > kein Zwischenschritt sein? Vectoring ist aber mehr als nur ein
    > Zwischenschritt, es ist eine Möglichkeit schnell und zahlreich Haushalte
    > ans schnelle Internet anzuschließen. Der FTTH-Ausbau ist um den Faktor
    > 5-10x langsamer. Sollen jetzt alle Haushalte mit 16Mbit 10x länger auf mehr
    > Bandbreite warten?
    Natürlich nicht, wie ich bereits sagte begrüße ich das. Und, dass Vectoring ein Zwischenschritt ist nehme ich an, habe aber an vielen Stellen (beleglos) andere Aussagen gehört. Ich möchte mir dazu kein Urteil erlauben.

    > Ist das nicht erkennbar? Zürich ist eine Stadt, klein und überschaubar.
    > Deutschland ist eine riesige Fläche. Ist der Unterschied wirklich nicht
    > erkennbar?
    Halle (Saale) ist z.B. ebenfalls eine kleine Stadt. Dennoch gibt es weder ein flächendeckendes Glasfasernetz, noch günstige Glasfaseranschlüsse. Genau wie in vielen anderen kleinen Städten Deutschlands. Mit der Größe der Städte kann es also nicht zusammen hängen.
    Davon abgesehen rangiert Deutschland weit hinter z.B. Frankreich bei der Anzahl der FFTH und FTTB Anschlüssen. Also hat es nicht einmal etwas mit der größe des Landes zu tun.

    > Aber wo? In nur wenigen Regionen in der Schweiz (~30 Städten und Regionen).
    Und wie viele Städte hat die Schweiz im Vergleich zu Deutschland? In wie vielen deutschen Städten bekommt man überhaupt 10 Gbit/s symmetrisch von einem gewöhnlichen Internetprovider?

    > Und salt.ch baut nicht selber aus, sondern setzt auf bereits verlegte Faser
    > auf. Und das ist das Kunststück, die Faser müssen in die Erde.
    Das spielt doch keine Rolle für den Preisvergleich, wer auch immer die Faser verlegt hat wird sich diese auch bezahlen lassen. Davon abgesehen hat die Faser auch irgendjemand verlegt. Sollte in Deutschland (meinetwegen auch deutschen Kleinstädten) also auch möglich sein.

    > > Weiß jemand, warum das in der Schweiz funktioniert und nicht in
    > > Deutschland?
    > Wiwo.de hat erst letzte darüber geschrieben.
    Hast du einen direkten Link? Ich finde den erwähnten Artikel nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.04.18 01:03 durch MadC.

  4. Re: Grotesk wie das als großer Fortschritt verkauft wird

    Autor: bombinho 10.04.18 - 01:04

    DerDy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der FTTH-Ausbau ist um den Faktor
    > 5-10x langsamer. Sollen jetzt alle Haushalte mit 16Mbit 10x länger auf mehr
    > Bandbreite warten?
    Koenntest Du das irgendwie belegen? Irgendwie dauert so ein Projekt der DG auch nicht laenger als ein VDSL-Umbau der Telekom, meist gar deutlich kuerzer, damit man das naechste Projekt angehen kann.
    Aber sicher hast du Zahlen, die mir verdeutlichen, dass ich da einem Irrtum aufgesessen bin und tatsaechlich ein Faktor 5-10 exisitiert.

    > Ist das nicht erkennbar? Zürich ist eine Stadt, klein und überschaubar.
    > Deutschland ist eine riesige Fläche. Ist der Unterschied wirklich nicht
    > erkennbar?
    Ah, aber es gibt doch sicher Staedte in Deutschland, die mit Zuerich in dieser Hinsicht verglichen werden koennen, oder etwa nicht?

    > Aber wo? In nur wenigen Regionen in der Schweiz (~30 Städten und Regionen).
    > Und salt.ch baut nicht selber aus, sondern setzt auf bereits verlegte Faser
    > auf. Und das ist das Kunststück, die Faser müssen in die Erde.
    Und in Deutschland? Gibt es das da auch in 30 Staedten und Regionen? Oder gar mehr, denn es gibt ja mehr Haende, die anfassen koennen und die Wirtschaftsleistung ist hoeher?

  5. Re: Grotesk wie das als großer Fortschritt verkauft wird

    Autor: LinuxMcBook 10.04.18 - 05:12

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DerDy schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Der FTTH-Ausbau ist um den Faktor
    > > 5-10x langsamer. Sollen jetzt alle Haushalte mit 16Mbit 10x länger auf
    > mehr
    > > Bandbreite warten?
    > Koenntest Du das irgendwie belegen? Irgendwie dauert so ein Projekt der DG
    > auch nicht laenger als ein VDSL-Umbau der Telekom, meist gar deutlich
    > kuerzer, damit man das naechste Projekt angehen kann.
    > Aber sicher hast du Zahlen, die mir verdeutlichen, dass ich da einem Irrtum
    > aufgesessen bin und tatsaechlich ein Faktor 5-10 exisitiert.

    Wie viele Projekte hat die DG denn so parallel laufen? und wie viele die Telekom?

  6. Re: Grotesk wie das als großer Fortschritt verkauft wird

    Autor: g33kface 10.04.18 - 06:28

    selbst vectoring kommt viel zu langsam und zu spät in Gang bei der Telekom.

    ich will nicht wissen wann Glasfaser kommen soll.
    das wird sicher 2030+.

  7. Re: Grotesk wie das als großer Fortschritt verkauft wird

    Autor: sofries 10.04.18 - 09:14

    Mich ärgert es, dass die Nachbarn im Wohnhauses gegenüber schon Vectroing haben und bei uns anscheinend noch nicht mal was geplant ist. Dabei bräuchte ich die 40mbit/s Upload dringend für meinen Videoserver. Hoffentlich geht da was bis Ende des Jahres.
    Ansonsten ziehe ich in die Schweiz und greife zu Salt. ;)

  8. Re: Grotesk wie das als großer Fortschritt verkauft wird

    Autor: bombinho 10.04.18 - 11:30

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie viele Projekte hat die DG denn so parallel laufen? und wie viele die
    > Telekom?

    Du willst damit sagen, dass man sich bei der Telekom verzettelt und seine Projekte nicht fertig bekommt, weil man sich zuviel aufgebuerdet hat, die Leitungen nicht zu verlegen?

    Das ist weder kundenfreundlich noch sonderlich wahrscheinlich, weil ein solches Hinauszoegern die Kosten ansteigen laesst. Und welches Unternehmen buerdet sich freiwillig Kosten auf, fuer die Niemand zustaendig ist?
    Und das auch noch regelmaessig und deutschlandweit?

  9. Re: Grotesk wie das als großer Fortschritt verkauft wird

    Autor: g33kface 10.04.18 - 13:04

    sofries schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mich ärgert es, dass die Nachbarn im Wohnhauses gegenüber schon Vectroing
    > haben und bei uns anscheinend noch nicht mal was geplant ist. Dabei
    > bräuchte ich die 40mbit/s Upload dringend für meinen Videoserver.
    > Hoffentlich geht da was bis Ende des Jahres.
    > Ansonsten ziehe ich in die Schweiz und greife zu Salt. ;)

    auf die Ausbauprognosen kann man sich nicht verlassen.
    das meiste wird bis 2018 November durchlaufen, ohne dass man bisher was von nen Ausbau offiziell "weiß".

    immerhin kommt Vectoring sicher bei allen, die Telekom ist da nur langsam.

  10. Re: Grotesk wie das als großer Fortschritt verkauft wird

    Autor: Dwalinn 11.04.18 - 13:33

    Also um das zusammenzufassen, du glaubst das der Anschluss eines grauen Kasten genau so lange dauert wie der Anschluss an jedes einzelne Haus?

    Sollte das so sein würde es mich echt mal interessieren warum die Telekom bzw. die einzelnen Baufirmen nicht einfach die Arbeiter der DG abwerben.

    Ansonsten kann es durchaus sein das ein Projekt der Telekom genau so lange dauert wie das der DG, bei der Telekom sind das dann aber auch größere gebiete.

  11. Re: Grotesk wie das als großer Fortschritt verkauft wird

    Autor: plutoniumsulfat 11.04.18 - 13:43

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > weil ein
    > solches Hinauszoegern die Kosten ansteigen laesst. Und welches Unternehmen
    > buerdet sich freiwillig Kosten auf, fuer die Niemand zustaendig ist?
    > Und das auch noch regelmaessig und deutschlandweit?

    z.B. eine Aktiengesellschaft, der die Gesamtkosten egal sind, weil nur das nächste Quartal zählt?

  12. Re: Grotesk wie das als großer Fortschritt verkauft wird

    Autor: RipClaw 11.04.18 - 15:03

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also um das zusammenzufassen, du glaubst das der Anschluss eines grauen
    > Kasten genau so lange dauert wie der Anschluss an jedes einzelne Haus?
    >
    > Sollte das so sein würde es mich echt mal interessieren warum die Telekom
    > bzw. die einzelnen Baufirmen nicht einfach die Arbeiter der DG abwerben.
    >
    > Ansonsten kann es durchaus sein das ein Projekt der Telekom genau so lange
    > dauert wie das der DG, bei der Telekom sind das dann aber auch größere
    > gebiete.

    Ich habe einen VDSL Ausbau der Telekom selber miterlebt.

    Die Bauarbeiten selbst sind zwar vergleichsweise kurz aber dazwischen hast du immer wieder lange Phasen in denen auf den Baustellen nichts passiert. Dann liegt die Muffe mit den Glasfaser-Kasetten auch mal 6 Wochen in einer Plastiktüte eingewickelt neben der offenen Grube.

    Der Ausbau von 9 Kabelverzweigern inkl. 5km Tiefbau hat von Ende März bis Mitte Oktober gedauert. Die ersten Anschlüsse wurden dann Ende Dezember geschaltet.

    War aber ein geförderter Ausbau. Kann sein das es hier gemütlicher angegangen wird.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.04.18 15:04 durch RipClaw.

  13. Re: Grotesk wie das als großer Fortschritt verkauft wird

    Autor: Dwalinn 12.04.18 - 17:47

    Also das das so ist kann ich gerne glauben aber das große Problem sind ja wohl die Ausbaukapazitäten. Hätte man mehr gebaut (bis zu jedem Haus) hätte es also entweder noch länger gedauert oder die hätten nur einen Ort gleichzeitig ausbauen können (statt überall mal ein bisschen).

  14. Re: Grotesk wie das als großer Fortschritt verkauft wird

    Autor: RipClaw 12.04.18 - 18:39

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also das das so ist kann ich gerne glauben aber das große Problem sind ja
    > wohl die Ausbaukapazitäten. Hätte man mehr gebaut (bis zu jedem Haus)
    > hätte es also entweder noch länger gedauert oder die hätten nur einen Ort
    > gleichzeitig ausbauen können (statt überall mal ein bisschen).

    Es kommt in meinen Augen vor allem auf die Koordinierung des ganzen an.

    Hätte man das ganze stramm durchgezogen, und die einzelnen Phasen so koordiniert es dazwischen kaum Ruhezeiten gegeben hätte, dann hätte man den ganzen Ausbau in weniger als 3 Monaten stemmen können.

    Vielleicht kann hier jemand mal von einem VDSL Ausbau der eigenwirtschaftlich durchgeführt wurde berichten. Wäre interessant zu wissen ob das generell so ist, wie ich das beobachten konnte, oder ob da ein höheres Tempo vorgelegt wird.

    Wenn das generell der Fall ist dann könnte ein besser koordinierter FTTH Ausbau genau so schnell durchgeführt werden wie ein langsamer VDSL Ausbau.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.04.18 18:59 durch RipClaw.

  15. Re: Grotesk wie das als großer Fortschritt verkauft wird

    Autor: DerDy 12.04.18 - 20:33

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es kommt in meinen Augen vor allem auf die Koordinierung des ganzen an.
    Bist du Experte für Tiefbau, Breitbandausbau und Netztechnik? War mir bisher gar nicht klar.

    Welche Baufirma hat denn heute noch groß Baupausen? Versuch mal eine Baufirma für dieses Jahr zu bekommen, keine Chance. Überall wird gebaut und Firmen führen doch nahezu immer zig Baustellen parallel. Für dich sieht es so aus, als wenn da gerade wenig gebaut wird, aber die Arbeiter sind dann die Tage auf anderen Baustellen unterwegs.

  16. Re: Grotesk wie das als großer Fortschritt verkauft wird

    Autor: RipClaw 12.04.18 - 20:51

    DerDy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > RipClaw schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es kommt in meinen Augen vor allem auf die Koordinierung des ganzen an.
    > Bist du Experte für Tiefbau, Breitbandausbau und Netztechnik? War mir
    > bisher gar nicht klar.

    Und du bist ein Experte ?

    Das hier ist ein Forum in den man seine Meinung posten kann und genau das tue ich.

    > Welche Baufirma hat denn heute noch groß Baupausen? Versuch mal eine
    > Baufirma für dieses Jahr zu bekommen, keine Chance. Überall wird gebaut und
    > Firmen führen doch nahezu immer zig Baustellen parallel. Für dich sieht es
    > so aus, als wenn da gerade wenig gebaut wird, aber die Arbeiter sind dann
    > die Tage auf anderen Baustellen unterwegs.

    Vermutlich ist das so aber wenn man an mehreren Projekten gleichzeitig arbeitet hast du garantiert Reibungsverluste. Das ist nicht nur in der Baubranche so. Dann sind die Leerrohre nicht rechtzeitig verlegt für den der die Glasfaser einbläst und der Monteur der die Glasfaser spliced kann auch erst arbeiten wenn die Glasfaser im Leerrohr liegt usw. Somit verschieben sich alle Termine immer weiter nach hinten.
    Und das betrifft dann nicht nur ein Projekt sondern mehrere. Die Verzögerungen summieren sich auf und am Schluß brauchst du für alle Projekte gleichzeitig mehr Zeit als wenn du sie nacheinander gemacht hättest.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.04.18 20:52 durch RipClaw.

  17. Re: Grotesk wie das als großer Fortschritt verkauft wird

    Autor: DerDy 12.04.18 - 21:06

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Bist du Experte für Tiefbau, Breitbandausbau und Netztechnik? War mir
    > > bisher gar nicht klar.
    >
    > Und du bist ein Experte ?
    >
    > Das hier ist ein Forum in den man seine Meinung posten kann und genau das
    > tue ich.
    Jeder darf eine Meinung haben. Aber man darf sich auch von der Wikrlichkeit überzeugen lassen. Golem, heise, Wirtschaftsmagazine und zahlreiche andere Seiten haben über die Engpässe bei Tiefbau berichtet, teilweise schon mehrfach. Auch die großen Internetverbände wie Breko und BuGlas haben ihr Leid geklagt, dass es keine Tiefbaukapazitäten zurzeit gibt.

    Wieso verschließt du vor all diesen Informationen die Augen, wenn man doch seit Monaten in den Medien von diesen Problemen ließt? Du hast bei manchen Golem Berichte sogar mitdiskutiert.

    Wenn ich dich mal zitieren darf vom 03.04.18 - 12:24:
    "Hier ist das Ziel bis 2020 alle Kabelverzweiger im Umkreits von ca. 550m um 8000 Hauptverteiler mit Glasfaser aufzurüsten. Man es dabei mit versiegelten Oberflächen und kreuzenden Leitungen usw. zu tun. So ein Ausbau dauert ewig und entsprechend muss viel davon parallel stattfinden."

    Vor keine zwei Wochen hast du das selbe geschrieben, wie ich, der Ausbau findet parallel statt. Heute willst du plötzlich nichts mehr davon wissen.

  18. Re: Grotesk wie das als großer Fortschritt verkauft wird

    Autor: RipClaw 12.04.18 - 22:16

    DerDy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > RipClaw schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Bist du Experte für Tiefbau, Breitbandausbau und Netztechnik? War mir
    > > > bisher gar nicht klar.
    > >
    > > Und du bist ein Experte ?
    > >
    > > Das hier ist ein Forum in den man seine Meinung posten kann und genau
    > das
    > > tue ich.
    > Jeder darf eine Meinung haben. Aber man darf sich auch von der Wikrlichkeit
    > überzeugen lassen. Golem, heise, Wirtschaftsmagazine und zahlreiche andere
    > Seiten haben über die Engpässe bei Tiefbau berichtet, teilweise schon
    > mehrfach. Auch die großen Internetverbände wie Breko und BuGlas haben ihr
    > Leid geklagt, dass es keine Tiefbaukapazitäten zurzeit gibt.

    > Wieso verschließt du vor all diesen Informationen die Augen, wenn man doch
    > seit Monaten in den Medien von diesen Problemen ließt? Du hast bei manchen
    > Golem Berichte sogar mitdiskutiert.

    Ich verschließe vor überhaupt nichts die Augen aber ich sehe das ganze eben anders als du. Für mich ist effizientes Arbeiten das man erst eine Aufgabe abschließt und dann eine andere macht. Und nicht an 5 Sachen simultan arbeitet.

    Zudem habe ich einen (singular) VDSL Ausbau gegen einen FTTH Ausbau gestellt und nicht einen FTTH Ausbau gegen 5 VDSL Ausbauten die parallel stattfinden. Und ich habe nicht geschrieben das ein FTTH Ausbau so schnell ist wie ein VDSL Ausbau. Ich habe nur geschrieben das er es sein kann wenn er so abläuft wie bei mir.

    Für den betroffenen spielt der VDSL Ausbau irgendwo anders keine Rolle wenn er miterleben muss wie es bei ihm einfach nichts weiter geht und die Baustellen offen stehen.
    Hingegen lesen sich die Berichte von FTTH Ausbauten eher so das Straßenzug um Straßenzug abgearbeitet wird und das in schneller Folge. Hier ist ein Fortschritt zu sehen. Entsprechend kommt einem ein FTTH Ausbau um einiges flotter vor auch wenn er es vielleicht in der Summe nicht ist.

    > Wenn ich dich mal zitieren darf vom 03.04.18 - 12:24:
    > "Hier ist das Ziel bis 2020 alle Kabelverzweiger im Umkreits von ca. 550m
    > um 8000 Hauptverteiler mit Glasfaser aufzurüsten. Man es dabei mit
    > versiegelten Oberflächen und kreuzenden Leitungen usw. zu tun. So ein
    > Ausbau dauert ewig und entsprechend muss viel davon parallel stattfinden."
    >
    > Vor keine zwei Wochen hast du das selbe geschrieben, wie ich, der Ausbau
    > findet parallel statt. Heute willst du plötzlich nichts mehr davon wissen.

    Und wo genau habe ich geschrieben das bei dem parallelen Ausbau eine Baufirma auch parallel mit der gleichen Bauarbeiter-Crew an mehreren Projekten arbeiten muss bzw. sollte ? Ein paralleler Ausbau kann auch von mehreren Firmen mit mehreren Crews gemacht werden.

    Für mich dieses Hüpfen zwischen Baustellen einfach nur sehr ineffizient.

    Zudem werden in vielen Fällen Gelegenheiten nicht genutzt. Beispielsweise werden Bauprojekte nicht zusammengelegt. Obwohl die Straße z.B. für eine Kanalsanierung offen ist werden dann keine Leerrohre für einen späteren VDSL oder FTTH Ausbau verlegt so das man wieder viel Zeit verliert indem man nochmal die Straße aufreißen muss.

    Und an anderen Stellen werden dann Ressourcen wieder unnötig verschwendet wenn parallel an einem Ort ein VDSL und FTTH Ausbau stattfinden und an anderer Stelle dafür Ausbauten in Verzug geraten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.04.18 22:18 durch RipClaw.

  19. Re: Grotesk wie das als großer Fortschritt verkauft wird

    Autor: bombinho 12.04.18 - 22:40

    DerDy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Welche Baufirma hat denn heute noch groß Baupausen? Versuch mal eine
    > Baufirma für dieses Jahr zu bekommen, keine Chance. Überall wird gebaut und
    > Firmen führen doch nahezu immer zig Baustellen parallel. Für dich sieht es
    > so aus, als wenn da gerade wenig gebaut wird, aber die Arbeiter sind dann
    > die Tage auf anderen Baustellen unterwegs.

    Ich habe lange genug damit gearbeitet um zu wissen, dass diese Verzoegerungen immer nur einen Grund haben, naemlich Kosten aufzuwerfen, die dann abgerechnet werden koennen. Da kann das Top-Management richtig eklig werden, wenn man eine Loesung zeitnah umsetzt mit geringen Kosten. Da wird ganz schnell jeder Stein ein Problem und bedarf einer aufpreispflichtigen Mehrleistung und muss durch zig Managementetagen hinauf und hinunter.
    Da wird bevorzugt, dass ganze Truppen bezahlt stillstehen.

    Insofern wuerde ich einen deutlichen Unterschied zu den eigenwirtschaftlich ausgebauten Gebieten vermuten.
    Aber diese Arbeitsweise schleift sich irgendwann ein und dann wird das zur Arbeitskultur. Also moeglicherweise eine doch nicht so deutliche Steigerung.

    Und nein, Baufirmen zu bekommen ist nicht das Problem, wenn man weiss, wo.
    Ich brauche nicht eine detschlandweit agierende Firma mit Spezialausruestung, wenn ich mehrere Meter Handschachtung benoetige. Schon aus Preisgruenden nicht, dann muessen die von Buxtehude anreisen, kommen mit Mannschaftsbus, Tieflader, Bagger
    usw. wenn ich einfach eine lokale Firma fuer weniger Geld beauftragen kann, die deutlich flexibler ist und nicht x Managementebenen durchfuettern muss. Und bei der Entscheidungen direkt getroffen werden koennen.

    Zum Beispiel haben Garten- und Landschaftsbaufirmen in der Regel ueberhaupt kein Problem, auf dem Grundstueck bis zum Haus zu graben, die Kosten sind sehr vertretbar und weil es eine Firma ist, die sich damit auskennt, sieht der Vorgarten danach auch mindestens genauso gut aus wie vorher.

    Es muss eben kein Tierarzt sein, der im Supermarkt die Wuerste verkauft, obwohl dieser sich sicherlich am genauesten mit den verwendeten Muskel- und Gewebsarten auskennt. Und umgedreht ist der Fleischer vielleicht nur die zweite Wahl, wenn der Pudel eine Darmverstopfung hat, obwohl der Fleischer sich zweifellos hervorragend mit Daermen auskennt.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 12.04.18 22:50 durch bombinho.

  20. Re: Grotesk wie das als großer Fortschritt verkauft wird

    Autor: DerDy 12.04.18 - 23:06

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zum Beispiel haben Garten- und Landschaftsbaufirmen in der Regel ueberhaupt
    > kein Problem, auf dem Grundstueck bis zum Haus zu graben,

    > Es muss eben kein Tierarzt sein, der im Supermarkt die Wuerste verkauft
    Gärtner die den Breitbandausbau machen sollen? Tierärzte und Supermarkt haben was mit Breitband zu tun?
    Hallo, was soll das? Das ist einfach nur quatsch. Aber beauftrage deinen Gärtner, dass er die Speedpipes in deinen Garten verlegen soll, viel Spaß mit so einem Anschluss.

    Ende der Diskussion.

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      Eine Funktion zur Verbesserung der Ressourcennutzung hat bei zahlreichen Chrome-Nutzern dazu geführt, dass Tabs unverhofft geleert wurden. Betroffen sind Nutzer, bei denen Chrome unter Windows auf einem Server läuft - also besonders Unternehmen, die teilweise stundenlang nicht arbeiten konnten.


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