Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Telekom: Bundestagspetition…

Drosselung nach Volumen != Netzneutralität

Anzeige
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Drosselung nach Volumen != Netzneutralität

    Autor: jschpp 22.05.13 - 15:20

    Wie auch schon in der Petition beschrieben geht es nur partiell um die Drosselpläne der Telekom:
    ZITAT:
    "
    Um es mal ganz klar zu stellen, diese Petition betrifft nicht die Drosselung nach einer bestimmten Datenmenge wie es die Telekom einführen will, sondern die Ungleichbehandlung von Datenpaketen im Netz.

    Bei der Drosselung nach Volumen wird nach der Überschreitung einer bestimmten Datengrenze z.B. 5GB Traffic die Internetverbindung auf eine bestimmte Geschwindigkeit ausgebremst. Das ist bei so ziemlich allen Mobilfunktarifen der Fall. Die Telekom will diese Drosselung ebenfalls in ihre DSL-Flatrates einführen, dies wird jedoch nicht von dieser Petition aufgegriffen, da bei einer Drosselung alle Datenpakete gleich "verlangsamt" werden.

    Die Ungleichbehandlung von Datenpaketen findet dann statt, wenn der Netzwerkanbieter bestimmte Datenpakete an einen Endnutzer verlangsamt, andere dafür priorisiert. Dadurch können Serviceanbieter im Internet bevorzugt werden während andere benachteiligt werden. Wenn z.B. Youtube extra Geld an den Internetprovider zahlt damit ihre Datenpakete bevorzugt an den Endkunden geleitet werden wird das kleine Startup benachteiligt, das ihre eigene Videoplattform aufbaut aber kein Geld an den Provider bezahlen kann. Oder wenn der Provider bestimmte Datenpakete z.B. seine eigenen nicht auf das Verbrauchsvolumen anrechnet wird auch ein Wettbewerbsvorteil geschaffen. Die Telekom tut dies z.B. bei Spotify bereits, so wird das Spotifyvolumen nicht auf den Traffic angerechnet und für Spotify entsteht ein Wettbewerbsvorteil.
    "
    tl;dr;
    Drossel OK, Aber dann für alles

  2. Re: Drosselung nach Volumen != Netzneutralität

    Autor: wmayer 22.05.13 - 15:24

    Meiner Meinung nach sollte davon gesprochen werden, dass alle Pakete gleichen Inhalts gleich behandelt werden und nicht alle Pakete egal welcher Inhalt. VOIP z.B. sollte priorisiert werden. Nur eben immer gleich.

  3. Re: Drosselung nach Volumen != Netzneutralität

    Autor: jaykay2342 22.05.13 - 15:34

    wmayer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meiner Meinung nach sollte davon gesprochen werden, dass alle Pakete
    > gleichen Inhalts gleich behandelt werden und nicht alle Pakete egal welcher
    > Inhalt. VOIP z.B. sollte priorisiert werden. Nur eben immer gleich.

    Das öffnet aber wieder Tür und Tor allen Traffic den sie garnicht mögen ( z.B. P2P ) zu bremsen. man sollte dem Kunden 10% seiner Bandbreite als echtzeit-traffic anbieten der dann prio hat und du kannst dann an deinen VoIP traffic das Echtzeitlabel dran machen und ich mach es bei mir an mein SSH dran

  4. Re: Drosselung nach Volumen != Netzneutralität

    Autor: theWhip 22.05.13 - 15:47

    Kaum Berichtet Golem über Telekom, teils negativ, und will unter auch in eigener Sache das Adblocker deaktiviert werden, schon bekomme ich hier riesige Mangenta Banner um die Ohren gehauen..... ohne Worte

  5. Re: Drosselung nach Volumen != Netzneutralität

    Autor: /mecki78 22.05.13 - 15:51

    jschpp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Um es mal ganz klar zu stellen, diese Petition betrifft nicht die
    > Drosselung nach einer bestimmten Datenmenge wie es die Telekom einführen
    > will, sondern die Ungleichbehandlung von Datenpaketen im Netz.

    Richtig, aber ich bin der Meinung, dass die Telekom nur deswegen überhaupt Drosselung einführen will, weil ihre eigene Dienste davon nicht betroffen sein werden und sie somit ihre Dienste attraktiver machen und die Konkurrenz ausbremsen.

    Das Argument, dass der Traffic im Backbone so teuer ist, ist kompletter Unfug. Zum einen haben schon zig Provider mit eignen Backbones dieser Aussage widersprochen (Backbone Traffic ist spottbillig hieß es da), zum anderen müsste die Telekom ihre Dienste ja dann erst recht drosseln, denn nutzt ein Telekomkunde einen Telekomdienst, dann verbleibt dieser Traffic ja zu 100% im Backbone der Telekom und belastet diesen somit deutlich mehr als wenn ein Telekomkunde einen Dienst bei einem Drittanbieter nutzt, denn dann verbleibt dieser Traffic ja nur zu 5-30% im Telekombackbone und geht danach in den Backbone eines anderen Providers (wo er den Telekombackbone nicht länger belastet). Gerade aber der Traffic, der den Telekombackbone wenig belastet, soll gedrosselt werden und der Traffic ,der ihn viel belastet nicht? Das macht keinen Sinn.

    Auch die Aussage, dass die Backbonenetze so unglaublich überlastet sind, ist kompletter Unfug. Auch hier müsste die Telekom ja erst recht internen Traffic drosseln, wenn ihre Backbones so überlastet wären und was die externen Backbones angeht, hier haben die Provider sich ja auch bereits zur Wort gemeldet und überall hieß es, wir haben massig Überkapazitäten, von Bandbreitenknappheit kann derzeit überhaupt nicht die Rede sein.

    Bleibt noch der letzte Punkt: Die Telekom müsste drosseln, damit sie den Breitbandausbau finanzieren kann. Dieser Punkt ist komplett Banane. Durch drosseln alleine sprudeln keine Mehreinnahmen und wenn die Telekom mehr Geld braucht, dann sollen sie ihre DSL Anschlusspreise einfach um einen Euro teurer machen, das bringt dreistellige Millionenbeträge pro Jahr (und jeder Telekomkunde kann diesen einen, lächerlichen Euro wohl gerade noch so verschmerzen). Auch wenn durch das drosseln ein paar bereit sind mehr zu zahlen, damit sie eben nicht gedrosselt werden, die paar Hanseln, auch wenn jeder 10 Euro mehr im Monat zahlt, bringen nicht mal im Ansatz so viel Einnahmen wie alle Anschlüsse einen Euro teurer zu machen. Also auch das ist eine dumme Ausrede.

    Bei dieser ganzen Drosselaktion geht es in Wahrheit nur darum, die Kunden dazu zu bringen Musik bei der Telekom zu kaufen, Videos bei der Telekom zu leihen, Clouddienste von der Telekom zu mieten, Server bei der Telekom zu hosten. Warum? Weil dann dieser Traffic nicht zum Drossellimit zählt und es somit für die Kunden attraktiver wird diese Dienste von der Telekom und nicht von der Konkurrenz zubeziehen, auch wenn sie vielleicht etwas teurer sind oder das Leistungsangebot etwas kleiner ausfällt. Und wenn das wirklich viele Kunden aufgrund der Drosselung machen, dann beschert das der Telekom natürlich gigantische Mehreinnahmen, auf Kosten der Kunden, die jetzt nicht mehr wirklich die freie Auswahl haben.

    Wenn aber die Telekom jeglichen Traffic drosseln muss, auch den zu ihren eigenen Servern, ich denke dann wird man das Thema Drosselung als solches noch einmal überdenken. Weil dann geht dieser Plan nicht auf und dann stellt sich wirklich die Frage, was die Telekom davon hat zu drosseln und damit ihre Kunden zu verärgern, diese schlimmstenfalls dauerhaft zu verlieren.

    /Mecki

  6. Re: Drosselung nach Volumen != Netzneutralität

    Autor: thorsten thorben kai uwe 22.05.13 - 15:56

    Ich wette auch, dass, falls es per Gesetz verboten sein sollte, andere Dienste künstlich zu benachteiligen (so wie es die Telekom vorhat), die Telekom ganz schnell davon absieht. Wer will schon das teure T-Home bezahlen und dann nochmal extra für Traffic berappen?

  7. Re: Drosselung nach Volumen != Netzneutralität

    Autor: Elgareth 22.05.13 - 16:10

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > jschpp schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Um es mal ganz klar zu stellen, diese Petition betrifft nicht die
    > > Drosselung nach einer bestimmten Datenmenge wie es die Telekom einführen
    > > will, sondern die Ungleichbehandlung von Datenpaketen im Netz.
    >
    > Richtig, aber ich bin der Meinung, dass die Telekom nur deswegen überhaupt
    > Drosselung einführen will, weil ihre eigene Dienste davon nicht betroffen
    > sein werden und sie somit ihre Dienste attraktiver machen und die
    > Konkurrenz ausbremsen.
    >
    > Das Argument, dass der Traffic im Backbone so teuer ist, ist kompletter
    > Unfug. Zum einen haben schon zig Provider mit eignen Backbones dieser
    > Aussage widersprochen (Backbone Traffic ist spottbillig hieß es da), zum
    > anderen müsste die Telekom ihre Dienste ja dann erst recht drosseln, denn
    > nutzt ein Telekomkunde einen Telekomdienst, dann verbleibt dieser Traffic
    > ja zu 100% im Backbone der Telekom und belastet diesen somit deutlich mehr
    > als wenn ein Telekomkunde einen Dienst bei einem Drittanbieter nutzt, denn
    > dann verbleibt dieser Traffic ja nur zu 5-30% im Telekombackbone und geht
    > danach in den Backbone eines anderen Providers (wo er den Telekombackbone
    > nicht länger belastet). Gerade aber der Traffic, der den Telekombackbone
    > wenig belastet, soll gedrosselt werden und der Traffic ,der ihn viel
    > belastet nicht? Das macht keinen Sinn.
    >
    > Auch die Aussage, dass die Backbonenetze so unglaublich überlastet sind,
    > ist kompletter Unfug. Auch hier müsste die Telekom ja erst recht internen
    > Traffic drosseln, wenn ihre Backbones so überlastet wären und was die
    > externen Backbones angeht, hier haben die Provider sich ja auch bereits zur
    > Wort gemeldet und überall hieß es, wir haben massig Überkapazitäten, von
    > Bandbreitenknappheit kann derzeit überhaupt nicht die Rede sein.
    >
    > Bleibt noch der letzte Punkt: Die Telekom müsste drosseln, damit sie den
    > Breitbandausbau finanzieren kann. Dieser Punkt ist komplett Banane. Durch
    > drosseln alleine sprudeln keine Mehreinnahmen und wenn die Telekom mehr
    > Geld braucht, dann sollen sie ihre DSL Anschlusspreise einfach um einen
    > Euro teurer machen, das bringt dreistellige Millionenbeträge pro Jahr (und
    > jeder Telekomkunde kann diesen einen, lächerlichen Euro wohl gerade noch so
    > verschmerzen). Auch wenn durch das drosseln ein paar bereit sind mehr zu
    > zahlen, damit sie eben nicht gedrosselt werden, die paar Hanseln, auch wenn
    > jeder 10 Euro mehr im Monat zahlt, bringen nicht mal im Ansatz so viel
    > Einnahmen wie alle Anschlüsse einen Euro teurer zu machen. Also auch das
    > ist eine dumme Ausrede.
    >
    > Bei dieser ganzen Drosselaktion geht es in Wahrheit nur darum, die Kunden
    > dazu zu bringen Musik bei der Telekom zu kaufen, Videos bei der Telekom zu
    > leihen, Clouddienste von der Telekom zu mieten, Server bei der Telekom zu
    > hosten. Warum? Weil dann dieser Traffic nicht zum Drossellimit zählt und es
    > somit für die Kunden attraktiver wird diese Dienste von der Telekom und
    > nicht von der Konkurrenz zubeziehen, auch wenn sie vielleicht etwas teurer
    > sind oder das Leistungsangebot etwas kleiner ausfällt. Und wenn das
    > wirklich viele Kunden aufgrund der Drosselung machen, dann beschert das der
    > Telekom natürlich gigantische Mehreinnahmen, auf Kosten der Kunden, die
    > jetzt nicht mehr wirklich die freie Auswahl haben.
    >
    > Wenn aber die Telekom jeglichen Traffic drosseln muss, auch den zu ihren
    > eigenen Servern, ich denke dann wird man das Thema Drosselung als solches
    > noch einmal überdenken. Weil dann geht dieser Plan nicht auf und dann
    > stellt sich wirklich die Frage, was die Telekom davon hat zu drosseln und
    > damit ihre Kunden zu verärgern, diese schlimmstenfalls dauerhaft zu
    > verlieren.

    +1, exakt meine Meinung.

  8. Re: Drosselung nach Volumen != Netzneutralität

    Autor: Trockenobst 22.05.13 - 17:12

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sein werden und sie somit ihre Dienste attraktiver machen und die
    > Konkurrenz ausbremsen.

    Was sollen das für Dienste sein? Einen Dropbox-Clon? Lachhaft. Oder geht es um das belämmerte Entertain das schon jetzt niemand haben will, weil zu teuer?

    > Das Argument, dass der Traffic im Backbone so teuer ist

    Nicht teuer, nicht teuer genug. Das ist ein bei einer kapitalistischen Firma mit Umsatzmaximierungspflicht gegenüber den Aktionären sehr wohl ein Unterschied. Und die Politik soll nicht so tun als wenn sie als großer Anteilseigner nichts machen kann. Entweder kann sie was machen, dann soll sie es tun (dumme Briefe schreiben reicht nicht) oder einfach akzeptieren dass die Telekom sich Kapitalistisch verhält.

    > Wort gemeldet und überall hieß es, wir haben massig Überkapazitäten, von
    > Bandbreitenknappheit kann derzeit überhaupt nicht die Rede sein.

    Natürlich geben diese Provider Pentabytes pro Tag für 1c das Stück ab, oder? Da baut man sich also massenweise Netze aber irgendwie wollen die Leute die an den Kunden sind diese einfach nicht haben. Hat man sich da vielleicht ein wenig... verschätzt?

    Außerdem nützt es der Familie 1km weg von Berlin wenig, dass ich hier in der Großstadt in der Straße von **drei** Firmen VSDL 50, einmal ohne Drosselung und zweimal mit 500GB Drosselung (aber nur für P2P) haben kann. Die Leitungen sind alle an Hotspots verteilt und eben nicht quer in der Landschaft. Das hat aber auch keiner behauptet.

    > jeder 10 Euro mehr im Monat zahlt, bringen nicht mal im Ansatz so viel
    > Einnahmen wie alle Anschlüsse einen Euro teurer zu machen. Also auch das
    > ist eine dumme Ausrede.

    12 Millionen Kunden, 10% davon sind Powersauger ohne Wechselalternative, die zahlen dann also 1,2 Millionen x 10¤, sind 250 Millionen mehr im Jahr. Oder für die angesprochenen 20¤ im Monat, dann sind dann 500 Millionen mehr im Jahr. Hast Du die mal so rumliegen wenn das für dich Peanuts sind? Dafür kriegt man sicherlich die eine oder andere Glasfaserspule und das eine oder andere DSAM Rack.

    Netz*Politik* löst man in der *Politik*. Die Telekom und andere (etwa die zu 90% gedrosselten DSL-Leitungen in Kanada) haben vor langer Zeit über ITU die Next Generation Networks politisch eingefädelt. VOIP: raus. TV: raus. Die gelten nicht mehr als "pure IP-Traffik" und somit geht sogar die Petition am Thema vorbei.

    Den juristisch lässt die Telekom alles durch was im Netz rein kommt. Entertain und Voip ist aber nicht "Netz". Und wenn die Telekom dir auf einer 16er Leitung eine 30er schaltet und Entertain/VOIP eben auf den "oberen" 14mbit läuft. Sogar der Bundestag wäre die falsche Plattform für die Diskussion, weil der nicht die Definitionsgewalt hat was "Netz" bedeutet.

    > Warum? Weil dann dieser Traffic nicht zum Drossellimit zählt und es
    > somit für die Kunden attraktiver wird diese Dienste von der Telekom und
    > verlieren.

    Das sind hier alles Nebeldiskussionen. Wenn die Politik nichts macht, wird die Telekom den anderen eingesessenen Telekommunikationsfirmen in Kanda, USA, England etc. folgen. Die haben das alles längst durchgesetzt oder sind gerade dabei. Der Shitstorm ist bis 2016 durch, da hilft die Petition auch nichts.

  9. Re: Drosselung nach Volumen != Netzneutralität

    Autor: nille02 22.05.13 - 20:17

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > /mecki78 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > sein werden und sie somit ihre Dienste attraktiver machen und die
    > > Konkurrenz ausbremsen.
    >
    > Was sollen das für Dienste sein? Einen Dropbox-Clon? Lachhaft. Oder geht es
    > um das belämmerte Entertain das schon jetzt niemand haben will, weil zu
    > teuer?

    Managed Services.


    > > Wort gemeldet und überall hieß es, wir haben massig Überkapazitäten, von
    > > Bandbreitenknappheit kann derzeit überhaupt nicht die Rede sein.
    >
    > Natürlich geben diese Provider Pentabytes pro Tag für 1c das Stück ab,
    > oder? Da baut man sich also massenweise Netze aber irgendwie wollen die
    > Leute die an den Kunden sind diese einfach nicht haben. Hat man sich da
    > vielleicht ein wenig... verschätzt?

    Warum versuchst du diesen Punkt ins lächerliche zu ziehen? Traffik kostet nun mal fast nichts auf dem Markt und in der Flatrate Kalkulation ist das ein kleiner Posten.

    > Netz*Politik* löst man in der *Politik*. Die Telekom und andere (etwa die
    > zu 90% gedrosselten DSL-Leitungen in Kanada) haben vor langer Zeit über ITU
    > die Next Generation Networks politisch eingefädelt. VOIP: raus. TV: raus.
    > Die gelten nicht mehr als "pure IP-Traffik" und somit geht sogar die
    > Petition am Thema vorbei.

    Vergiss TV und Telefon. Das Problem sind die Managed Services die die Telekom anderen Anbieten möchte.

  10. Re: Drosselung nach Volumen != Netzneutralität

    Autor: /mecki78 22.05.13 - 20:32

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 10% davon sind Powersauger ohne Wechselalternative,

    Auf welchen Planeten soll das nochmal genau sein? Schon alleine die Zahl 10% für Powersauger ist lächerlich, und die meisten Powersauger haben auch sehr wohl eine Alternative, denn die Leute ohne Alternative haben meist gar nicht so viel Bandbreite, um sich als Powersauger zu qualifizieren.

    /Mecki

  11. Re: Drosselung nach Volumen != Netzneutralität

    Autor: flasherle 23.05.13 - 08:01

    muss dir wiedersprechen, zumindest ich würde powersauger prozentual an dem maximalen leitungsdurchsatz definieren. sprich die bandbreite gibt nur das maximale monatliche datenvolumen vor, und wenn dann jmd was weiß ich 95% der leitung nutzt wär er von mir aus power sauger.

  12. Re: Drosselung nach Volumen != Netzneutralität

    Autor: Niaxa 23.05.13 - 10:39

    Klar kann man jemanden mit DSL Light bei 95%tiger Ausnutzung seiner Bandbreite als Powersauger bezeichnen, nur ist das dann eher wieder etwas anderes. Denn jemand der eh schon eine recht bescheidene Leistung hat überlegt natürlich auch, ob er für diese Witzgeschwindigkeit 10¤ noch mal obendrauf mehr bezahlen würde. Ich käme mir total verarscht vor wenn ich eh schon ne lamarschige Leitung nur bekomme und dann auf einmal noch mal 10¤ oben drauf setzen müsste.

    Was ich noch zum Thema sagen muss und worüber ich nicht so sehr viel lese: Gehen wir mal von einer 100er Leitung aus wie bei KD (Drosselung 10GB Grenze/Tag). Wenn hier jetzt mit Auslastungsargumenten gearbeitet wird, frage ich mich warum man dann nicht einfach realistisch bleibt anstatt sich wie die Telekom um Kopf und Kragen zu reden. Auch ich bin der Meinung das die Telekom einfach nur eigene Dienste besser an den Man bringen will. Warum? Weil ich nicht verstehen kann warum man sonst so radikal die Geschwindigkeit drosseln sollte.

    Wenn ich einer Auslastung meiner Ressourcen mit sagen wir einmal 80% gegenüber stehen würde und ich diese so nicht verkrafte, dann stehe ich nicht vor der Notwendigkeit, die Anschlüsse meiner Kunden so weit runter zu drosseln, dass mein System nur noch zu 20% ausgelastet ist. Sprich bei einer 100er Leitung würde eine Drosselung auf 50% locker reichen um die erlogenen Gründe zur Drosselung abzuschaffen. Zudem müsste man diese Maßnahmen mit Sicherheit nicht bei Kunden mit einer 3MBit Leitung durchführen. Warum man hier auf einer generellen Drosselung besteht kann nur den Grund haben, eigene Dienste in den Vordergrund zu drängen, da diese von der Drosselung nicht betroffen sind.

  13. Re: Drosselung nach Volumen != Netzneutralität

    Autor: Telesto 23.05.13 - 14:38

    wmayer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > VOIP z.B. sollte priorisiert werden.

    Nein, alle Datenpakete sollten gleich behandelt werden. Das schafft auch endlich mal den Anreiz, die Netze an den Flaschenhälsen entsprechend auszubauen. Die Telekom interessiert es nicht, wenn du im Schnitt nur 10 statt gebuchten 16 MBit/s bekommst, wenn aber plötzlich VoIP nicht mehr richtig funktioniert oder Entertain ruckelt, werden die Kunden auf die Barrikaden gehen und die Telekom kann sich nicht länger rausreden.

    Gleiches gilt übrigens für die Drossel, die hat sich im Falle von Netzneutralität vermutlich auch erledigt, da sonst IPTV nicht mal 24h lang funktionieren würde.

    P.S. Es geht bei der Petition übrigens um Netzneutralität im Internet, natürlich kann nachwievor jeder Kunde seinen Router zuhause so einstellen, dass VoIP und IPTV priorisiert werden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.05.13 14:40 durch Telesto.

  14. Re: Drosselung nach Volumen != Netzneutralität

    Autor: Trockenobst 23.05.13 - 19:58

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Leute die an den Kunden sind diese einfach nicht haben. Hat man sich da
    > > vielleicht ein wenig... verschätzt?
    >
    > Warum versuchst du diesen Punkt ins lächerliche zu ziehen? Traffik kostet
    > nun mal fast nichts auf dem Markt und in der Flatrate Kalkulation ist das
    > ein kleiner Posten.

    Traffik kostet *nichts* am Backbone. Hier in der Stadt sind die Preise beim Hosting-Center direkt draußen am Knotenpunkt in der Masse auch um 30% niedriger als beim Provider ums Eck. Und wir reden da auch nicht um Großhandelsmasse, sondern immer noch von ein paar 5¤ Scheine pro TB.

    Wenn Traffik bei den Endkunden vor der Türe so billig wäre, müsste die Konkurrenz ja nichts besseres zu tun haben als den jetzigen Telekomkunden aber sofort den Boden aufzubuddeln. Nach 20 Jahren "freien Markt" hat die Telekom immer noch zu viele Monopol-Kunden, in Gebieten wo es immer noch kaum physikalische Konkurrenz gibt.

    Somit ist der Traffik *beim Kunden* eben nicht unlimitiert billig. Ich arbeite mit Firmen die viel viel Backuptraffik haben und die schauen sehr genau nach wo sie gerade die Cents zahlen. Dann gehen die Festplatten Isos (wir reden hier von Pentabytes im Monat) auch schon mal durchverschlüsselt für eine Zeit nach England oder gar Kanada. Weil er dort auch mal um 10c weniger ist für das TB.

    Das ist nicht witzig gemeint. Man kann nicht 20 Leitungen mit Glasfasern an Knotenpunkten legen und dann sagen, ja wir sind bereit, wir haben massen an Überkapazitäten macht doch bitte die restlichen 20km bis in die Häuser zu uns. Das sind zwar 80% der Kosten, aber dass ist ja nicht unser Problem. Hier am Knotenpunkt ist der Traffik superbillig! So funktioniert sichtlich kein Markt.

    > Vergiss TV und Telefon. Das Problem sind die Managed Services die die
    > Telekom anderen Anbieten möchte.

    Außer Entertain ist da nichts. Und wenn es hart auf hart kommt, sponsort T-Mobile oder sonstwer eben genau den Traffik den Entertain mehr kostet. An dieses Argumentbollwerk kommt man so nicht weiter. NGN ist woanders eingetütet und es hat politisch niemand interessiert. Jetzt ist es auf diese Weise zu spät.

    Die Piraten haben Recht: wer keine Wahl hat, darf nicht gedrosselt werden. Oder gleich Re-Verstaatlichung. Alles andere bringt nichts. Und natürlich Leitungen legen bitte, nicht nur Berlinern verkaufen dass in Köln ganz tolle Glasfaserstränge nur darauf warten genutzt zu werden. Das ist eher verarsche.

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Anzeige
Stellenmarkt
  1. Verve Consulting GmbH, Köln
  2. Arnold & Richter Cine Technik GmbH & Co. Betriebs KG, München
  3. Landeshauptstadt München, München
  4. ARRI Media GmbH, München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 19,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. + Prämie (u. a. Far Cry 5, Elex, Assassins Creed Origins) für 62€
  3. (-10%) 53,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Windows 10 Version 1709 im Kurztest: Ein bisschen Kontaktpflege
Windows 10 Version 1709 im Kurztest
Ein bisschen Kontaktpflege
  1. Windows 10 Microsoft stellt Sicherheitsrichtlinien für Windows-PCs auf
  2. Fall Creators Update Microsoft will neues Windows 10 schneller verteilen
  3. Windows 10 Microsoft verteilt Fall Creators Update

Orbital Sciences: Vom Aufstieg und Niedergang eines Raketenbauers
Orbital Sciences
Vom Aufstieg und Niedergang eines Raketenbauers
  1. Astronomie Erster interstellarer Komet entdeckt
  2. Jaxa Japanische Forscher finden riesige Höhle im Mond
  3. Nasa und Roskosmos Gemeinsam stolpern sie zum Mond

Ideenzug: Der Nahverkehr soll cool werden
Ideenzug
Der Nahverkehr soll cool werden
  1. 3D-Printing Neues Druckverfahren sorgt für bruchfesteren Stahl
  2. Autonomes Fahren Bahn startet selbstfahrende Buslinie in Bayern
  3. Mobilitätsprojekt Ioki Bahn macht Sammeltaxi zum autonomen On-Demand-Shuttle

  1. SuperSignal: Vodafone Deutschland schaltet Smart-Cells ab
    SuperSignal
    Vodafone Deutschland schaltet Smart-Cells ab

    Nutzer können die von Vodafone zugelassenen Smart-Cells Supersignal nicht mehr betreiben. Zum Jahresende werden die Femtozellen technisch abgeschaltet. Wi-Fi Calling soll hier der Ersatz sein.

  2. Top Gun 3D: Mit VR-Headset kostenlos ins Kino
    Top Gun 3D
    Mit VR-Headset kostenlos ins Kino

    Oculus Rift oder ein anderes VR-Headset aufgesetzt - und ab ins virtuelle Kino: Zusammen mit Paramount Pictures zeigt ein Startup im Dezember 2017 kostenlos den Actionfilm Top Gun 3D.

  3. Übernahme: Marvell kauft Cavium für 6 Milliarden US-Dollar
    Übernahme
    Marvell kauft Cavium für 6 Milliarden US-Dollar

    Konkurrenz für AMD und Intel: Der Chiphersteller Marvell übernimmt Cavium und hat künftig Zugiff auf die ThunderX2 genannten ARM-Server-CPUs. Zudem sollen Synergien unter anderem bei Netzwerk- und Storage-Lösungen entstehen.


  1. 17:26

  2. 17:02

  3. 16:21

  4. 15:59

  5. 15:28

  6. 15:00

  7. 13:46

  8. 12:50