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4000 DM

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  1. 4000 DM

    Autor: gumnade 01.04.21 - 13:57

    Neulich bin ich über so ein Video der Post gestolpert, wo die Möglichkeiten des "schnelllen Drahtes" in den 80ern aufgezeigt wurden. Da ist dann auch gefallen, dass ein Anschluss 4000 Mark kostet. Das hat man aber damals einfach investiert und davon profitiert man bis heute. Genau wie alle anderen Versorgungsleitungen, die mal gebaut werden mussten, sind wir doch heute dankbar, unseren Abortkübel nicht auf die Straße zu kippen. Es hat sich gelohnt.

    Sic transit gloria mundi

  2. Re: 4000 DM

    Autor: Emulex 01.04.21 - 14:15

    gumnade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Neulich bin ich über so ein Video der Post gestolpert, wo die Möglichkeiten
    > des "schnelllen Drahtes" in den 80ern aufgezeigt wurden. Da ist dann auch
    > gefallen, dass ein Anschluss 4000 Mark kostet. Das hat man aber damals
    > einfach investiert und davon profitiert man bis heute. Genau wie alle
    > anderen Versorgungsleitungen, die mal gebaut werden mussten, sind wir doch
    > heute dankbar, unseren Abortkübel nicht auf die Straße zu kippen. Es hat
    > sich gelohnt.

    Für die Menschen schon, aber die Telekom ist nunmal eine AG und nicht für das Gemeinwohl zuständig.
    Beschwert euch bei der Politik, aber nicht bei der Telekom.
    Manche Dinge gehören eben nicht privatisiert.

    Ob wir natürlich bei der Politik in Deutschland dann heute schon über ISDN hinaus wären, darf bezweifelt werden.

  3. Re: 4000 DM

    Autor: Snoozel 01.04.21 - 14:17

    Es war damals auch kein Problem Strom und Wasser zu jedem Haus auf dem Land zu legen, sogar Strassen...
    Aber die Zeiten sind nun mal vorbei, nun geht das meiste Steuergeld halt ins Ausland statt in die Infrastruktur.

  4. Re: 4000 DM

    Autor: Oktavian 01.04.21 - 14:29

    > Es war damals auch kein Problem Strom und Wasser zu jedem Haus auf dem Land
    > zu legen, sogar Strassen...

    Ja, das ist richtig. An diesen Kosten wird man aber als Hausbesitzer zu einem ganz erheblichen Anteil beteiligt in Form der Erschließungskosten. Das kann gerne mal ein fünfstelliger Betrag sein, den man zusätzlich zum Grundstück zahlt, damit man Wasser, Abwasser, Straße, Strom und Gas hat. Das merkt man nur nicht so, weil man beim Hauskauf ja eh gerade in Geberlaune ist. Und die Erschließungskosten stehen oft auch in einem sehr merkwürdigen Verhältnis zu Arbeit und Material, besonders bei großen Wohngebieten.

    Tja, und wenn dann die Straße ordentlich kaputt ist, der Kanal löchrig, die Wasserleitung undicht, hält die Stadt je nach Bundesland bei den Hausbesitzern wieder die Hand auf.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 01.04.21 14:39 durch Oktavian.

  5. Re: 4000 DM

    Autor: craxity 01.04.21 - 14:30

    Snoozel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nun geht das meiste Steuergeld halt ins Ausland statt in die Infrastruktur.

    Wie kommst du auf den Quatsch?

  6. Re: 4000 DM

    Autor: Oktavian 01.04.21 - 15:09

    > Neulich bin ich über so ein Video der Post gestolpert, wo die Möglichkeiten
    > des "schnelllen Drahtes" in den 80ern aufgezeigt wurden. Da ist dann auch
    > gefallen, dass ein Anschluss 4000 Mark kostet. Das hat man aber damals
    > einfach investiert und davon profitiert man bis heute.

    Ich unterstelle Dir mal die Gnade der späten Geburt. Nein, das hat man damals nicht "einfach" investiert.

    Zu der Zeit war die Post ein Staatsunternehmen, daneben stand noch das Bundespostministerium. Die Post war Monopolist für quasi alle Kommunikationsleitungen, sobald die über Grundstücksgrenzen gingen. Die Post konnte sicher kalkulieren mit den Grundgebühren aller Haushalte und aller Unternehmen in Deutschland, und zwar auch Jahre hinaus. Darüber hinaus waren die Gesprächsgebühren aus heutiger Perspektive unverschämt. Ortsgespräche gingen noch, aber sobald ein anderer Vorwahlbereich dazu kam, konnte man ein Hypothekendarlehen aufnehmen, und Gespräche in die USA oder ähnliches, dafür verkaufte man seine Großmutter. Aber auch diese Einnahmen waren absolut sicher, es gab ja keine Konkurrenz.

    Und das schöne bei der Kalkulation als Monopolist ist, es muss sich ja nicht rechnen. Wenn ich möchte, dass meine Investition sich in 20 Jahren amortisiert, dann erhöhe ich halt die Gebühren entsprechend. 4000 pro Anschluss, macht 16,50 Mark mehr pro Anschluss.

    Ja, ein Monopolist kann sehr schnell große Summen investieren, da er ja keine Konkurrenz hat. Wenn er dann noch ein Produkt hat, das jeder braucht, ist das die Lizenz zum Gelddrucken. Nicht umsonst hat die Post trotz solcher Investition brav Jahr für Jahr ein paar Milliarden in den Staatshaushalt abgeführt.

    > Genau wie alle
    > anderen Versorgungsleitungen, die mal gebaut werden mussten,

    Und, wer hat die bezahlt? Richtig, die Hausbesitzer, in Form von Erschließungskosten. Sowas kommt nicht aus Steuergeldern, das zahlt man übers Grundstück mit.

  7. Re: 4000 DM

    Autor: Michael H. 01.04.21 - 15:29

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Es war damals auch kein Problem Strom und Wasser zu jedem Haus auf dem
    > Land
    > > zu legen, sogar Strassen...
    >
    > Ja, das ist richtig. An diesen Kosten wird man aber als Hausbesitzer zu
    > einem ganz erheblichen Anteil beteiligt in Form der Erschließungskosten.
    > Das kann gerne mal ein fünfstelliger Betrag sein, den man zusätzlich zum
    > Grundstück zahlt, damit man Wasser, Abwasser, Straße, Strom und Gas hat.

    Ich glaube so manche Leute würden dir die Füße lecken, wenn du ihnen sagst "joa Glasfaser bis ins Haus? Gern, kosten im 5-stelligen Betrag"

    Die Rechnungen bzw. Kostenvoranschläge von der Telekom gesehen habe, lagen alle eher so im mittleren 6-Stelligen.
    Also so 250k + aufwärts.

    Erschließungskosten werden jedoch nach Grundstücksgröße gerechnet ;)

    Zitat:
    "Ein Baugrundstück soll mit 1.000 Quadratmetern erschlossen werden. Die Grundflächenzahl liegt bei 0,5 und die Geschossflächenzahl bei 1. Es dürfen also maximal 500 Quadratmeter bebaut werden. Beide Geschosse haben eine maximale Fläche von je 100 Quadratmetern, sodass 200 Quadratmeter für die Abwassererschließungskosten angenommen werden. Für die Erschließungskosten werden acht Euro pro Quadratmeter festgelegt. Das bedeutet: 8 Euro x 200 Euro = 1.600 Euro für den Abwasseranschluss.

    Hinzu kommen die restlichen Anschlusskosten für Strom, Gas und Telekommunikation. Je nach Lage und Begebenheiten liegen Sie dann bei mindestens 5.600 Euro. Vor allem beim Wasseranschluss können die Kosten stark variieren."

    (https: // www.haus.de/bauen/erschliessungskosten-fuer-ein-grundstueck-berechnen)
    5600¤ würd dir jeder gern hinterherschmeißen.
    Kunde von mir, im Sanitärbereich mit seiner Firma tätig.. Der würd den Tiefbau auf sein Grundstück (das ist etwas Größer) selbst übernehmen.
    Der hätte nämlich bis zur Ortschaft runter wo der Telekom Kasten steht ca. 1500 Meter.
    Da ihm aber das ganze Ding da inklusive Felder, Wälder, Wiesen gehören... ist das am Rand seiner eigenen Zufahrtsstraße kein Problem mim Tiefbau.
    Für die letzten 20 Meter oder so müsste er zahlen, weil ihm das nicht gehört plus noch ne lustige Litanei an Gebühren und Zeug, kam er auf 228.000¤ für 20 Meter, während er quasi selbst 1,5km für 0 übernehmen kann.

    Der nutzt jetzt Satelliteninternet. Weil die aktuelle Telefonleitung kommt noch über klassische Telefonkabelmasten.

  8. Re: 4000 DM

    Autor: chefin 01.04.21 - 15:37

    gumnade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Neulich bin ich über so ein Video der Post gestolpert, wo die Möglichkeiten
    > des "schnelllen Drahtes" in den 80ern aufgezeigt wurden. Da ist dann auch
    > gefallen, dass ein Anschluss 4000 Mark kostet. Das hat man aber damals
    > einfach investiert und davon profitiert man bis heute. Genau wie alle
    > anderen Versorgungsleitungen, die mal gebaut werden mussten, sind wir doch
    > heute dankbar, unseren Abortkübel nicht auf die Straße zu kippen. Es hat
    > sich gelohnt.

    Lol, das war eine 2Mbit Leitung. Wenn du davon heute noch Profitierst, dann gute Nacht. 2Mbit auf Kupfer war damals Hammer. Es gab ja nur 10Mbit Ringleitung (BNC-Koax) ohne Switching, bedeutet Firmenintern bestenfalls mal 5-6Mbit Übertragung. Und Festplatten hatten 10Mbyte, waren also in 20 Sekunden übertragen, hätten sie es jemals geschafft so schnell ihre Daten auch zu lesen. CD mit 150Kbit Datenrate war dann der Burner in jeder Firma.

    Tja, vermutlich waren die 4k bereits 10 Jahre später abgeschrieben und wurden durch eine 155Mbit ATM ersetzt für weitere 5k, aber immer noch die selbe Kupferleitung wie vor 10 Jahren.

  9. Re: 4000 DM

    Autor: Oktavian 01.04.21 - 15:47

    > Die Rechnungen bzw. Kostenvoranschläge von der Telekom gesehen habe, lagen
    > alle eher so im mittleren 6-Stelligen.
    > Also so 250k + aufwärts.

    Es kommt sehr drauf an. Erschlossen werden ja in aller Regel ganze Wohngebiete und nicht ein einzelnes Gehöft. Zum Glück haben wir bei Strom, Wasser, Gas, Abwasser keine Sternverkabelung bis zur Versorgungsstelle sondern klassisch ein Bussystem. Wenn dann ganze Gebiete angeschlossen werden, macht es das deutlich günstiger.

    Das kann man nicht mit dem Angebot der Telekom vergleichen, das ist völlig anders gelagert. Wenn Du jetzt eine eigene, exklusive Leitung zum nächsten HV haben willst, dann zahlst Du die auch. Die aufgerufenen Kosten für eine einzelne Leitung sind absolut realistisch und marktüblich. Wenn sich bei dem Programm der Telekom aber ein ganzes Wohngebiet zusammentut, wird es ganz ganz deutlich günstiger, dann landet man durchaus im vierstelligen Bereich pro Wohneinheit.

    > Erschließungskosten werden jedoch nach Grundstücksgröße gerechnet ;)

    Ja, aber auch nur dann, wenn da ein Gebiet erschlossen wird (was die Regel ist). Einzelgehöfte können deutlich nach oben abweichen.

    > Hinzu kommen die restlichen Anschlusskosten für Strom, Gas und
    > Telekommunikation. Je nach Lage und Begebenheiten liegen Sie dann bei
    > mindestens 5.600 Euro. Vor allem beim Wasseranschluss können die Kosten
    > stark variieren."

    Strom und Gas langen dabei ordentlich zu. Die Telekom ist erstaunlich günstig, 260 EUR für den Hausanschluss hab ich noch im Hinterkopf. Aber eben auch nur, wenn das ganze Gebiet erschlossen wird.

  10. Re: 4000 DM

    Autor: Michael H. 01.04.21 - 16:06

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Strom und Gas langen dabei ordentlich zu. Die Telekom ist erstaunlich
    > günstig, 260 EUR für den Hausanschluss hab ich noch im Hinterkopf. Aber
    > eben auch nur, wenn das ganze Gebiet erschlossen wird.

    Tatsächlich aber auch nur, wenn du dich im Ausbaugebiet der Telekom befindest.
    Da kommst du dann in Summe auf ca. 1150¤.
    Wenn du nur im VDSL Ausbaugebiet bist, liegst du bei ca. 13.000¤

    Vorausgesetzt, du befindest dich wie gesagt halt im Ausbaugebiet

  11. Re: 4000 DM

    Autor: Wasweißichdennschon 02.04.21 - 02:56

    Das mit dem Steuergeldern kannst Du bestimmt auch belegen, oder!

  12. Re: 4000 DM

    Autor: Faksimile 02.04.21 - 11:10

    Evtl. war das die Investition, überhaupt CuDA zu bekommen? Also profitiert er dann doch davon, sonst hätte er nämlich keinen Anschluss ...

  13. Re: 4000 DM

    Autor: schnedan 03.04.21 - 13:15

    also von der Straße ins Haus für Wasser und Strom habe ich keine 500¤ bezahlt. Gas hätte 5000¤ gekostet... gleiche Strecke - Loch war ja eh schon da.

    komplett nicht nachvollziehbar

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