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Aber was ist das Internet?

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  1. Aber was ist das Internet?

    Autor: /mecki78 08.06.17 - 15:12

    Das Internet ist nur ein großes, weltweites Kommunikationsnetz. Faktisch kann man mit dem Internet nichts machen außer Daten von A nach B senden. Der einzige Unterschied zwischen heute und der Welt vor 50 Jahre ist doch der, das heute fast jeder auf der Welt in Echtzeit fast jeder anderen Person auf der Welt eine Nachricht zu kommen lassen kann (Nachricht kann hier auch ein Bild sein, ein Dokument, ein Video, etc.).

    Also wer sagt, das Internet ist ein Problem, der sagt letztlich "Freie Kommunikation ist ein Problem". Aber es ist doch schon sehr traurig und bezeichnend, wenn unsere Welt bislang nur deswegen funktioniert hat, weil es eben für viele Menschen nicht möglich war sich frei auszutauschen und jetzt auf einmal ein freier Austausch die Ursache all unserer Probleme sein soll.

    Es fing alles an mit Mundpropaganda, das gesprochene Wort ging von Ohr zu Uhr. Irgendwann mal wurde die Post erfunden und man konnte Briefe versenden. Dann gab es den Telegraphen, was schon Echtzeit war, danach das Telefon, dann das mobile Telefon. Heute ist es das mobile Internet und dank SmartPhones sind wir fast überall zu erreichen. Geändert hat sich nur, wie viele Menschen man jeweils damit erreichen kann und wie lange es dauert. Immer mehr Menschen sind erreichbar und immer schneller verbreiten sich Nachrichten. Aber letztlich hat sich im Grundprinzip nichts geändert: Person A verbreitet eine Nachricht und Person B empfängt eine Nachricht. Kommunikation.

    Das Internet ist auch nicht böser als es das Telefonnetzwerk oder das Verteilernetzwerk der deutschen Post gewesen ist. Im Gegenteil: Eine Briefbombe, die Menschen tötet, hat noch niemand erfolgreich über das Internet versendet. Dafür erst kürzlich wieder über das Postnetz (die zum Glück niemand getötet hat) und da hat auch niemand "das böse, böse Postnetz" gerufen und mehr Briefüberwachung gefordert oder Hintertüren in Paketverpackungen.

    Tja, es war leicht die Meinungs- bzw. Redefreiheit hoch zu halten, als die meisten Leute auf der Welt nicht gehört werden konnten und sich Meinungen nur am Dorfstammtisch und nicht über Landesgrenzen hinweg ausgebreitet haben, gelle? Jetzt, wo wirklich jeder das Maul aufreißen und weltweit gehört werden kann, da finden wir diese Freiheiten auf einmal nicht mehr so gut, oder? Frei nach dem Motto: Hey, natürlich darfst du sagen was du willst... alles... d.h. alles außer das... das natürlich nicht... und das ggf. auch nicht... und das, ne echt nicht, das solltest du auch nicht sagen... das... um... nein, lieber auch nicht... ach, weißt du was, ich mach dir einfach eine Liste, was du noch sagen darfst, so herum ist es dann viel einfacher für dich.

    /Mecki

  2. Re: Aber was ist das Internet?

    Autor: User_x 08.06.17 - 16:54

    es fängt ja damit bereits an, dass man niemanden beleidigen darf.

    Kommunikation ja, problem auch, dass jeder gleichgestellt ist. Sprich bei einem Unternehmen - warum beschweren sich so viele über vorgefertigte Vorlagen die eine Kundenhotline versendet, weil alle ein Maulkorb übergestülpt haben.

    Die Religion und vorallem die Biebel war ja auch ein Problem. Das geschriebene Wort, das jeder nachlesen konnte - der des lesens mächtig war...

  3. Re: Aber was ist das Internet?

    Autor: Hotohori 08.06.17 - 19:51

    Es wird eben alles zum eigenen Vorteil missbraucht was missbraucht werden kann. So ist es doch immer, so ticken die meisten Menschen halt und meist aus purem Egoismus.

  4. Re: Aber was ist das Internet?

    Autor: /mecki78 08.06.17 - 21:22

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es wird eben alles zum eigenen Vorteil missbraucht was missbraucht werden
    > kann.

    Nicht immer zum (direkten) eigenen Vorteil, manchmal auch einfach nur zum Nachteil der anderen. Denn manchmal geht es gar nicht darum, dass man etwas haben will, sondern nur darum, das man anderen etwas einfach nicht gönnt.

    Beispiel: Lass Probanden irgend einen Test machen, egal was, und bietet hinterher eine Aufwandsentschädigung an, wobei der Proband wählen darf: Er bekommt 100 Euro, allerdings bekommen alle anderen Probanden dann 200 Euro, oder er nimmt nur 50 Euro, dann bekommen alle anderen Probanden nur 25 Euro geboten Wohlgemerkt, außer dir bekommt niemand gesagt was irgendwer anderes bekommen hat. Ginge es nur um den eigenen Vorteil, dann sollte man die erste Option nehmen. Warum soll ich mich mit 50 begnügen, wenn ich auch 100 haben kann? Aber die Realität sieht anders aus. Die meisten Leuten wählen die zweite Option. Warum? Weil es nicht um den eigenen Vorteil geht, es geht um den Nachteil der anderen. Die Genugtuung, dass niemand mehr bekommen hat als man selber ist den Leuten wichtiger als selber viel zu bekommen, obwohl man sich von dieser Genugtuung ja nichts kaufen kann und auch sonst erst einmal nichts davon hat, da die anderen ja nicht einmal erfahren, dass du mehr bekommen hast.

    Es ist als eigentlich bescheuert die 100 auszuschlagen, aber es liegt in der menschlichen Natur das zu machen; das haben wir geerbt, denn Evolutionsbiologisch macht dieses Verhalten durchaus Sinn, denn da ist es indirekt ein Vorteil für dich, wenn andere einen Nachteil haben. Wer mit Nachteilen kämpft, der wird sich evolutionär eher weniger durchsetzen, als der, der das nicht muss, daher ist jeder Nachteil der anderen automatisch ein Vorteil für dich. Und daher machen Menschen manchmal die Sandburg der andere kaputt. Nicht weil sie stört oder nicht gefällt, nur weil man es dem anderen nicht gönnt die schönere Burg zu haben oder überhaupt eine Burg zu haben, vor allem dann, wenn man weiß, das man die selber nie so schön hinbekommen hätte.

    Gerade im Terror sehe ich weniger, dass es darum geht, sich selber Vorteile zu verschaffen, sondern dass man den anderen ihre Lebensart, ihren Wohlstand und ihre Zufriedenheit einfach nicht gönnt und daher meint, etwas dagegen tun zu müssen und wenn es sein muss, auch mit Gewalt. Und das ist noch trauriger als das Thema sowieso schon ist.

    /Mecki

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