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Back to the '50s...

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Back to the '50s...

    Autor: Flexy 30.09.22 - 21:42

    ... zumindest, was die Sexualität an geht.
    Die USA waren zwar schon immer etwas prüder, aber irgend wie scheint die Welt dort immer noch prüder und beschränkter und engstirniger zu werden...

    Würde mich nicht wundern, wenn bald neue Savonarolas die Bühne betreten...

  2. Re: Back to the '50s...

    Autor: Saladien 30.09.22 - 23:09

    Flexy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... zumindest, was die Sexualität an geht.
    > Die USA waren zwar schon immer etwas prüder, aber irgend wie scheint die
    > Welt dort immer noch prüder und beschränkter und engstirniger zu werden...
    >
    > Würde mich nicht wundern, wenn bald neue Savonarolas die Bühne betreten...

    Das hast du in Deutschland doch auch, hier müssen, aber die Leute ihren Job aufgeben, weil sie sich nicht öffentlich zu der Politik in dem Land äußern, wo sie geboren wurden, mit dem sie aber nichts zu tun haben, sondern ihre Wahlheimat ist DE. Diese Sichtweisen werden immer gefährlicher, das ist ein globales Problem :/.

  3. Re: Back to the '50s...

    Autor: mnementh 30.09.22 - 23:35

    Flexy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Würde mich nicht wundern, wenn bald neue Savonarolas die Bühne betreten...

    Ich musste Savonarola nachschlagen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Girolamo_Savonarola
    Und ich stelle fest, der Vergleich ist erstaunlich zutreffend:
    > Im Jahre 1495 untersagte Papst Alexander VI. Savonarola, weiterhin zu predigen. Für kurze Zeit hielt dieser sich auch daran, prangerte aber bald wieder die Missstände in der Kirche an. Anfang Februar 1497 ließ Savonarola große Scharen von Jugendlichen und Kindern („Fanciulli“) durch Florenz ziehen, die „im Namen Christi“ alles beschlagnahmten, was als Symbol für die Verkommenheit der Menschen gedeutet werden konnte. Dazu zählten nicht nur heidnische Schriften (oder solche, die von Savonarola dazu gezählt wurden) oder pornographische Bilder, sondern auch Gemälde, Schmuck, Kosmetika, Spiegel, weltliche Musikinstrumente und -noten, Spielkarten, aufwendig gefertigte Möbel oder teure Kleidungsstücke. Teilweise lieferten die Besitzer diese Dinge auch selbst ab, sei es aus tatsächlicher Reue oder aus Angst vor Repressalien. Am 7. Februar 1497 und am 17. Februar 1498 wurden all diese Gegenstände auf einem riesigen Scheiterhaufen auf der Piazza della Signoria verbrannt. Der Maler Sandro Botticelli warf einige seiner Bilder selbst in die Flammen.

  4. Re: Back to the '50s...

    Autor: Jogri 01.10.22 - 10:27

    Also ist es in Ordnung wenn Menschen im Rampenlicht, mit reichweite und mehr öffentlich ausdrücken wie die andere (eine Gruppe mit meist deutlich weniger Macht) also reine Objekte ansehen?
    Wie sagte schon Trump? Grab them by the .....

  5. Re: Back to the '50s...

    Autor: rizla 01.10.22 - 11:01

    Verbrannt werden Bücher noch nicht, aber es gibt in den USA derzeit eine starke Bewegung bestimmte Bücher, die man für unpassend hält, für Schulen zu verbieten.

  6. Re: Back to the '50s...

    Autor: mnementh 01.10.22 - 11:14

    rizla schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Verbrannt werden Bücher noch nicht, aber es gibt in den USA derzeit eine
    > starke Bewegung bestimmte Bücher, die man für unpassend hält, für Schulen
    > zu verbieten.
    Für Mark Twains Bücher ist das ja nichts Neues, da gab es jetzt eine kurze Periode wo seine Bücher in Schulbibliotheken durften, nun sind sie wieder raus, zumindest aus einigen (Mark Twain versaut die Gedanken der Kinder seit 1863):
    https://www.newsweek.com/kill-mockingbird-other-books-banned-california-schools-over-racism-concerns-1547241

    Die Tragödie ist To Kill a Mockingbird. Das Buch lehrt wie furchtbar Rassismus ist und wie man dem begegnet, und wird nun wegen der Darstellung von Rassismus gebannt. Ja, der Rassismus wird gezeigt um zu zeigen wie schlecht er ist. Ich kann jedem nur empfehlen das Buch zu lesen. Der Film von 1962 ist gut und empfehlenswert, aber das Buch enthält mehr Details. Beispielsweise der Mann, der lieber als Säufer gilt, als dass die Leute sich das Maul darüber zerreißen dass er eine schwarze Frau geheiratet hat.

  7. Re: Back to the '50s...

    Autor: Flexy 02.10.22 - 11:06

    Jogri schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also ist es in Ordnung wenn Menschen im Rampenlicht, mit reichweite und
    > mehr öffentlich ausdrücken wie die andere (eine Gruppe mit meist deutlich
    > weniger Macht) also reine Objekte ansehen?
    > Wie sagte schon Trump? Grab them by the .....

    Jain. Es ist nicht gut. Aber es gibt noch immer Meinungsfreiheit.
    Wenn das seine Meinung ist und er das so sieht, dann hat er das Recht, sich so zu äußern. Zumal bei dem Spruch eben NICHT klar ist, ob das nun ernst gemeint war oder nicht. Aber besser erst mal die Karriere von Menschen ruinieren im Namen der guten Moral.

    Und nein, ich bin ganz und gar nicht der Meinung, dass man Menschen ohne deren Einverständnis und Zustimmung befummeln sollte. Ich halte den Typen auch für einen unangenehmen Sexisten. Und lege wohl keinen großen Wert darauf mit so jemandem Privat viel zu tun zu haben. Aber er hat dennoch das Recht seine Meinung frei zu äußern. Meinungsfreiheit bedeutet eben nicht, dass die Menschen frei zu sein haben von unangenehmen oder unangemessenen Meiungen - es bedeutet. dass die Menschen diese unangenehmen und unangemessenen Meinungen auch äußern dürfen.

    Und nebenbei: Blevins hier in diesem Fall dürfte das wurscht sein, Der hat viele Jahre lang über 500 000 USD pro Jahr verdient und müsste vermutlich gar nicht mehr Arbeiten gehen mittlerweile, zumindest, wenn er das Geld gut angelegt hat kann er von seinem Kapitalertrag gut leben. Aber mit so einer "Frei von Meinung für die gute Moral" trifft das ganz schnell eben nicht nur alte, weiße Männer. Und dann hagelt es indirekte Berufsverbote für jeden, der von der Doktrin auch nur ein bisschen abweicht. Hatten die in den USA etwa in den 50ern, als J. McCarthy die Hetzjagden auf "Kommunisten" und "Sexverbrecher" gemacht hatte, die dann ihren Job schon deswegen verlieren konnten, weil sie im Verdacht standen mit den Kommunisten irgendwie zu sympathisieren. Da gab es regelrechte schwarze Listen mit Schauspielern, die von den Hollywood-Studios nicht mehr beschäftigt werden sollten. Wegen einer untragbaren Aussage oder eines Witzes in der Öffentlichkeit konnte man damals schon vorgeladen werden zu einer Untersuchung vor das "Komitee für unamerikanische Umtriebe" geladen werden.
    Und genau in diese Richtung zurück strudelt die USA immer mehr abwärts. Wobei das dann von den deutschen prüdmoralisierenden, totalitären Neolinken in weiten Teilen auch mal blind kopiert wird.

  8. Re: Back to the '50s...

    Autor: leonardo-nav 02.10.22 - 11:29

    Jogri schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also ist es in Ordnung wenn Menschen im Rampenlicht, mit reichweite und
    > mehr öffentlich ausdrücken wie die andere (eine Gruppe mit meist deutlich
    > weniger Macht) also reine Objekte ansehen?
    > Wie sagte schon Trump? Grab them by the .....

    Jaja, der Messiah der Evangelikalen ^^

  9. Re: Back to the '50s...

    Autor: Sil53r Surf3r 02.10.22 - 14:33

    Jogri schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also ist es in Ordnung wenn Menschen im Rampenlicht, mit reichweite und
    > mehr öffentlich ausdrücken wie die andere (eine Gruppe mit meist deutlich
    > weniger Macht) also reine Objekte ansehen?

    Du fällst mit dieser (zudem manipulativen) Fragestellung bloß eigenen, massiven Vorurteilen anheim.

    Der Mann hat mit seinem Scherz nicht einmal annähernd etwas geäußert, das auch nur andeutungsweise in die Nähe deiner Interpretation geriete. Er hatte lediglich eine Handlung beschrieben.

    Weder hat er damit eine Gruppe objektifiziert noch behauptet, dass diese Handlung - für die implizit das Einverständnis sämtlicher Beteiligten notwendig ist - nicht in gegenseitigem Einvernehmen erfolgt. Im Jahr 2022 ist es zudem durchaus gestattet, sich - auch öffentlich - über derlei zu äußern, unabhängig vom eigenen Verdienst.

    Dort irgendetwas anderes hineinzulesen, grenzt hart an hysterische Hexerjagd.

    Differenzierungsvermögen. So wichtig.

  10. Re: Back to the '50s...

    Autor: Dakkaron 02.10.22 - 20:12

    Sil53r Surf3r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jogri schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also ist es in Ordnung wenn Menschen im Rampenlicht, mit reichweite und
    > > mehr öffentlich ausdrücken wie die andere (eine Gruppe mit meist
    > deutlich
    > > weniger Macht) also reine Objekte ansehen?
    >
    > Du fällst mit dieser (zudem manipulativen) Fragestellung bloß eigenen,
    > massiven Vorurteilen anheim.
    >
    > Der Mann hat mit seinem Scherz nicht einmal annähernd etwas geäußert, das
    > auch nur andeutungsweise in die Nähe deiner Interpretation geriete. Er
    > hatte lediglich eine Handlung beschrieben.
    >
    > Weder hat er damit eine Gruppe objektifiziert noch behauptet, dass diese
    > Handlung - für die implizit das Einverständnis sämtlicher Beteiligten
    > notwendig ist - nicht in gegenseitigem Einvernehmen erfolgt. Im Jahr 2022
    > ist es zudem durchaus gestattet, sich - auch öffentlich - über derlei zu
    > äußern, unabhängig vom eigenen Verdienst.
    >
    > Dort irgendetwas anderes hineinzulesen, grenzt hart an hysterische
    > Hexerjagd.
    >
    > Differenzierungsvermögen. So wichtig.

    Nö, aber er hat gesagt, dass er während der Arbeitszeit Golf spielt und mit Frauen rum macht. Das würde mich als Angestellter schon eher aufregen und nicht gerade für Loyalität oder Motivation sorgen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die dort den Unterlingen echte Probleme machen, wenn sie z.B. von zu Hause arbeiten wollen. Weil das ja die Produktivität um unmessbare Werte reduzieren könnte.

    Aber die Chefs dürfen sich während der Arbeit schön Freizeit gönnen und damit sogar angeben.

  11. Re: Back to the '50s...

    Autor: Sil53r Surf3r 03.10.22 - 01:31

    Dakkaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nö, aber er hat gesagt, dass er während der Arbeitszeit Golf spielt und mit
    > Frauen rum macht.

    Er hat aus einem Film zitiert.

    In einer unangenehmen Situation, in der nicht jeder so schlagfertig reagieren würde. Ich fand, er hat noch das Beste aus der Belästigung gemacht, indem er übertrieben plakatives und dummes Zeug antwortete. (Entweder war er auf die Situation vorbereitet oder hatte das Zitat ohnehin auf Lager.)

    Ich wundere mich durchaus, dass sich alle über ihn aufregen, aber nicht über das Arschloch, das ihn in seiner Freizeit auf dem Parkplatz mit Kamera und Mikro überfallen und in seinem eigenen Wagen belästigt hat. Darüber redet anscheinend keiner. Was heißt, dass alle das schon irgendwie ok finden.

    Was für eine bigotte Haltung: Leute behelligen ist ok, solange sie bloß reich genug sind.

    > Das würde mich als Angestellter schon eher aufregen und
    > nicht gerade für Loyalität oder Motivation sorgen.

    Es sind aber nicht die Angestellten, die ihn entlassen haben, nicht wahr?
    Das waren wohl eher seine Vorgesetzten.

    > Aber die Chefs dürfen sich während der Arbeit schön Freizeit gönnen und
    > damit sogar angeben.

    Ja. Deshalb sind sie Chefs. Wenn einem das nicht gefällt, kann man ja auch einer werden und es dann anders handhaben.

    Wo in der Welt wäre das denn auch anders? Einer meiner Chefs, der Junior-, war notorisch bekannt dafür, den Leuten Freitagsnachmittags 16 Uhr noch Arbeit für 6 h aufs Auge zu drücken und dann mit dem Cabrio ins Wochenende zu düsen. Deshalb war er auch nur eine stark begrenzte Zeit mein Chef.

    Manche Chefs sind Armleuchter, andere nicht. Aber es ist weder die Position noch ihr Vermögen, das sie dazu macht - sondern einzig der Charakter.

  12. Re: Back to the '50s...

    Autor: Robert0 03.10.22 - 10:45

    Sejr gut gesagt. Trifft den Punkt hier

    Flexy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jogri schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also ist es in Ordnung wenn Menschen im Rampenlicht, mit reichweite und
    > > mehr öffentlich ausdrücken wie die andere (eine Gruppe mit meist
    > deutlich
    > > weniger Macht) also reine Objekte ansehen?
    > > Wie sagte schon Trump? Grab them by the .....
    >
    > Jain. Es ist nicht gut. Aber es gibt noch immer Meinungsfreiheit.
    > Wenn das seine Meinung ist und er das so sieht, dann hat er das Recht, sich
    > so zu äußern. Zumal bei dem Spruch eben NICHT klar ist, ob das nun ernst
    > gemeint war oder nicht. Aber besser erst mal die Karriere von Menschen
    > ruinieren im Namen der guten Moral.
    >
    > Und nein, ich bin ganz und gar nicht der Meinung, dass man Menschen ohne
    > deren Einverständnis und Zustimmung befummeln sollte. Ich halte den Typen
    > auch für einen unangenehmen Sexisten. Und lege wohl keinen großen Wert
    > darauf mit so jemandem Privat viel zu tun zu haben. Aber er hat dennoch das
    > Recht seine Meinung frei zu äußern. Meinungsfreiheit bedeutet eben nicht,
    > dass die Menschen frei zu sein haben von unangenehmen oder unangemessenen
    > Meiungen - es bedeutet. dass die Menschen diese unangenehmen und
    > unangemessenen Meinungen auch äußern dürfen.
    >
    > Und nebenbei: Blevins hier in diesem Fall dürfte das wurscht sein, Der hat
    > viele Jahre lang über 500 000 USD pro Jahr verdient und müsste vermutlich
    > gar nicht mehr Arbeiten gehen mittlerweile, zumindest, wenn er das Geld gut
    > angelegt hat kann er von seinem Kapitalertrag gut leben. Aber mit so einer
    > "Frei von Meinung für die gute Moral" trifft das ganz schnell eben nicht
    > nur alte, weiße Männer. Und dann hagelt es indirekte Berufsverbote für
    > jeden, der von der Doktrin auch nur ein bisschen abweicht. Hatten die in
    > den USA etwa in den 50ern, als J. McCarthy die Hetzjagden auf
    > "Kommunisten" und "Sexverbrecher" gemacht hatte, die dann ihren Job schon
    > deswegen verlieren konnten, weil sie im Verdacht standen mit den
    > Kommunisten irgendwie zu sympathisieren. Da gab es regelrechte schwarze
    > Listen mit Schauspielern, die von den Hollywood-Studios nicht mehr
    > beschäftigt werden sollten. Wegen einer untragbaren Aussage oder eines
    > Witzes in der Öffentlichkeit konnte man damals schon vorgeladen werden zu
    > einer Untersuchung vor das "Komitee für unamerikanische Umtriebe" geladen
    > werden.
    > Und genau in diese Richtung zurück strudelt die USA immer mehr abwärts.
    > Wobei das dann von den deutschen prüdmoralisierenden, totalitären Neolinken
    > in weiten Teilen auch mal blind kopiert wird.

  13. Re: Back to the '50s...

    Autor: Z101 03.10.22 - 11:19

    Es ist gar keine Frage, das ein Mitarbeiter der eine leitende Position hat für solche strunzdummen Aussagen rausgeschmissen wird. Er beweist damit, dass er für eine vorgesetzte Position, bei der er mit anderen Menschen arbeiten soll nicht geeignet ist.

    Mal davon abgesehen darf man vermuten, dass er woanders auch schon ähnlichen Müll von sich gegeben hat, und diese öffentliche Aussage nur die Spitze des Eisbergs war. Sowas kommt ja nicht aus dem Nichts.

  14. Re: Back to the '50s...

    Autor: ibsi 04.10.22 - 14:58

    Flexy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jogri schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also ist es in Ordnung wenn Menschen im Rampenlicht, mit reichweite und
    > > mehr öffentlich ausdrücken wie die andere (eine Gruppe mit meist
    > deutlich
    > > weniger Macht) also reine Objekte ansehen?
    > > Wie sagte schon Trump? Grab them by the .....
    >
    > Jain. Es ist nicht gut. Aber es gibt noch immer Meinungsfreiheit.
    > Wenn das seine Meinung ist und er das so sieht, dann hat er das Recht, sich
    > so zu äußern. Zumal bei dem Spruch eben NICHT klar ist, ob das nun ernst
    > gemeint war oder nicht. Aber besser erst mal die Karriere von Menschen
    > ruinieren im Namen der guten Moral.
    >
    > Und nein, ich bin ganz und gar nicht der Meinung, dass man Menschen ohne
    > deren Einverständnis und Zustimmung befummeln sollte. Ich halte den Typen
    > auch für einen unangenehmen Sexisten. Und lege wohl keinen großen Wert
    > darauf mit so jemandem Privat viel zu tun zu haben. Aber er hat dennoch das
    > Recht seine Meinung frei zu äußern. Meinungsfreiheit bedeutet eben nicht,
    > dass die Menschen frei zu sein haben von unangenehmen oder unangemessenen
    > Meiungen - es bedeutet. dass die Menschen diese unangenehmen und
    > unangemessenen Meinungen auch äußern dürfen.

    Er hat sie doch geäußert und kann dies auch weiterhin machen. Allerdings nicht als Mitarbeiter von Apple. Meinungsfreiheit heißt nicht, dass man es so hinnehmen muss.
    Du hast den Punkt übrigens selbst gefunden:
    > Und lege wohl keinen großen Wert
    > darauf mit so jemandem Privat viel zu tun zu haben.
    Und Apple möchte so jemanden halt nicht in der Firma haben.

  15. Re: Back to the '50s...

    Autor: Flexy 04.10.22 - 15:44

    ibsi schrieb:

    > Du hast den Punkt übrigens selbst gefunden:
    > > Und lege wohl keinen großen Wert
    > > darauf mit so jemandem Privat viel zu tun zu haben.
    > Und Apple möchte so jemanden halt nicht in der Firma haben.

    Du hast das privat übersehen... und ich glaube der Typ hat sich da nicht im Namen von Apple geäußert. Und ist da auch kein Pressefritze, sondern ein Einkäufer. Der wurde aber auch wohl privat überfallen mit Mikrofon und Kamera. Oder sind wir wieder beim geforderten Berufsverbot für unkorrekte Meinungen?

  16. Re: Back to the '50s...

    Autor: redmord 04.10.22 - 16:40

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Er hat sie doch geäußert und kann dies auch weiterhin machen. Allerdings
    > nicht als Mitarbeiter von Apple. Meinungsfreiheit heißt nicht, dass man es
    > so hinnehmen muss.

    Mit dieser Auffassung habe ich so meine Probleme.
    Diese Logik lässt sich sogar auf despotische Systeme anwenden. "Du kannst dich doch äußern. Musst halt mit den Konsequenzen leben."

    Dass das Verständnis für Meinungsfreiheit über die staatliche Zensur hinaus geht, ist eigentlich eine Binsenweisheit, die selektiv gerne ausgeblendet wird.

  17. Re: Back to the '50s...

    Autor: postemi 04.10.22 - 16:55

    redmord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ibsi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Er hat sie doch geäußert und kann dies auch weiterhin machen. Allerdings
    > > nicht als Mitarbeiter von Apple. Meinungsfreiheit heißt nicht, dass man
    > es
    > > so hinnehmen muss.
    >
    > Mit dieser Auffassung habe ich so meine Probleme.
    > Diese Logik lässt sich sogar auf despotische Systeme anwenden. "Du kannst
    > dich doch äußern. Musst halt mit den Konsequenzen leben."
    >
    > Dass das Verständnis für Meinungsfreiheit über die staatliche Zensur hinaus
    > geht, ist eigentlich eine Binsenweisheit, die selektiv gerne ausgeblendet
    > wird.

    Ist doch normal. Jeder hat seine Grenze wieviel Sexismus, Rassismus oder ähnliches er toleriert, auch im Freundeskreis. Hab ein paar Bekannte/Freunde die sind oft mal nah dran am "ich überlege mir ob ich noch etwas mit dir zu tun haben will", andere sind drüber und sind raus.
    Natürlich wird ihnen auch widersprochen wenn so etwas kommt. Falls sie damit nicht klar kommen bin ich raus.

    Klar ist auch dass Unternehmen an Führungskräften ganz andere Maßstäbe setzen als bei normalen Mitarbeitern. Ist ja nicht der erste der über so etwas gestolpert ist.

  18. Re: Back to the '50s...

    Autor: minnime 04.10.22 - 23:16

    Flexy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und nein, ich bin ganz und gar nicht der Meinung, dass man Menschen ohne
    > deren Einverständnis und Zustimmung befummeln sollte.

    Und darum geht es hier noch nicht einmal, man kann auch mit Einverständnis befummeln.

  19. Re: Back to the '50s...

    Autor: redmord 05.10.22 - 11:19

    postemi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist doch normal. Jeder hat seine Grenze wieviel Sexismus, Rassismus oder
    > ähnliches er toleriert, auch im Freundeskreis. Hab ein paar
    > Bekannte/Freunde die sind oft mal nah dran am "ich überlege mir ob ich noch
    > etwas mit dir zu tun haben will", andere sind drüber und sind raus.
    > Natürlich wird ihnen auch widersprochen wenn so etwas kommt. Falls sie
    > damit nicht klar kommen bin ich raus.

    Klar, das steht dir offen. Niemand muss mit Leuten abhängen, die er nicht mag.

    > Klar ist auch dass Unternehmen an Führungskräften ganz andere Maßstäbe
    > setzen als bei normalen Mitarbeitern. Ist ja nicht der erste der über so
    > etwas gestolpert ist.

    Stimmt. Und doch baut sich seit einigen Jahren ein Problem durch zunehmend mangelhafte Ambiguitätstoleranz vor allem im Bereich einer positiv konnotierten Korrektheit auf, was zu einer oberflächlichen Tugendhaftigkeit führt, der viel Handlungsdruck auf Organisationen wie Firmen und Personen des öffentlichen Interesses aufbaut.

  20. Re: Back to the '50s...

    Autor: Jorgo34 05.10.22 - 15:39

    Flexy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jogri schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also ist es in Ordnung wenn Menschen im Rampenlicht, mit reichweite und
    > > mehr öffentlich ausdrücken wie die andere (eine Gruppe mit meist
    > deutlich
    > > weniger Macht) also reine Objekte ansehen?
    > > Wie sagte schon Trump? Grab them by the .....
    >
    > Jain. Es ist nicht gut. Aber es gibt noch immer Meinungsfreiheit.
    > Wenn das seine Meinung ist und er das so sieht, dann hat er das Recht, sich
    > so zu äußern. Zumal bei dem Spruch eben NICHT klar ist, ob das nun ernst
    > gemeint war oder nicht. Aber besser erst mal die Karriere von Menschen
    > ruinieren im Namen der guten Moral.
    >
    > Und nein, ich bin ganz und gar nicht der Meinung, dass man Menschen ohne
    > deren Einverständnis und Zustimmung befummeln sollte. Ich halte den Typen
    > auch für einen unangenehmen Sexisten. Und lege wohl keinen großen Wert
    > darauf mit so jemandem Privat viel zu tun zu haben. Aber er hat dennoch das
    > Recht seine Meinung frei zu äußern. Meinungsfreiheit bedeutet eben nicht,
    > dass die Menschen frei zu sein haben von unangenehmen oder unangemessenen
    > Meiungen - es bedeutet. dass die Menschen diese unangenehmen und
    > unangemessenen Meinungen auch äußern dürfen.
    >
    > Und nebenbei: Blevins hier in diesem Fall dürfte das wurscht sein, Der hat
    > viele Jahre lang über 500 000 USD pro Jahr verdient und müsste vermutlich
    > gar nicht mehr Arbeiten gehen mittlerweile, zumindest, wenn er das Geld gut
    > angelegt hat kann er von seinem Kapitalertrag gut leben. Aber mit so einer
    > "Frei von Meinung für die gute Moral" trifft das ganz schnell eben nicht
    > nur alte, weiße Männer. Und dann hagelt es indirekte Berufsverbote für
    > jeden, der von der Doktrin auch nur ein bisschen abweicht. Hatten die in
    > den USA etwa in den 50ern, als J. McCarthy die Hetzjagden auf
    > "Kommunisten" und "Sexverbrecher" gemacht hatte, die dann ihren Job schon
    > deswegen verlieren konnten, weil sie im Verdacht standen mit den
    > Kommunisten irgendwie zu sympathisieren. Da gab es regelrechte schwarze
    > Listen mit Schauspielern, die von den Hollywood-Studios nicht mehr
    > beschäftigt werden sollten. Wegen einer untragbaren Aussage oder eines
    > Witzes in der Öffentlichkeit konnte man damals schon vorgeladen werden zu
    > einer Untersuchung vor das "Komitee für unamerikanische Umtriebe" geladen
    > werden.
    > Und genau in diese Richtung zurück strudelt die USA immer mehr abwärts.
    > Wobei das dann von den deutschen prüdmoralisierenden, totalitären Neolinken
    > in weiten Teilen auch mal blind kopiert wird.


    Und die Firma hat das Recht ihn dafür rauszuschmeißen, ist ja nicht so als ob ein Gesetz nun dafür verantwortlich ist.

    Der hat im wertvollsten Unternehmen der Welt gearbeitet, da sollte man schon die Birne einschalten, bevor man irgendeine Grütze in eine Kamera abgibt.

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