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Erstmal logisch Nachdenken, dann Berichten und meckern

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  1. Erstmal logisch Nachdenken, dann Berichten und meckern

    Autor: TodesBrote 27.07.17 - 13:50

    Ich kann die Telekom vollkommen verstehen, erst baut man allmählich ein FTTH Netz auf (ja, das gibt es bei der Telekom auch), dann wird man von seinen Konkurrenten (Buglas, VATM und die ganzen Schwachsinnsvereine, die besser daran getan hätten die Telekom mit ins boot zu holen um was zu erreichen) kritisiert man baue nicht genug aus, obwohl gerade die noch weniger Glasfaser verlegen und hauptsächlich auf Coax setzen (m.M.n. noch rückständiger als Kupfer) als die Telekom.

    Dann bekommt man die Möglichkeit, sowohl einen ersten Schritt Richtung FTTH zu machen, als auch mit starker Förderung 100 Mbit auszubauen, eine Bandbreite, die selbst für 4 Köpfige Familien im Alltag völlig ohne Probleme ausreicht (auf die nächsten 5 Jahre gerechnet, bei gleichbleibendem Anstieg an benötigter Bandbreite).

    Leute die zuvor ≤16 Mbit/s hatten, freuen sich natürlich über das Upgrade, das sonst vermutlich noch mindestens 10+ Jahre gedauert hätte, denn sind wir ehrlich, weder die Telekom noch andere Anbieter hätten in der Zwischenzeit völlig selbstlos zum Wohle der Bürger Flächendeckend FTTH ausgebaut, die warten alle auf die Telekom und mieten sich dann billig ein, ist auch einfacher, kann ich ihnen nicht verübeln, das ist Fehler der Politik.

    Und die Praxis mit dem Überbauen wollen, gibt es auch bei anderen Anbietern: Bei mir kam knapp 1 Woche nach Vertragsabschluss, ein Vodafone Mitarbeiter ans Haus und wollte mir "Glasfaser" verkaufen. Ich habe mich erstmal etwas auf blöd gestellt, da mich interessierte ob sie nun wirklich Glasfaser oder doch eher Coax ab dem Verteiler "ausbauen" wollen. Wie sich herausstellte handelte es sich um Koaxialkabel, dies erfuhr ich jedoch erst nach genauen Nachfragen, bis dahin wollte man mir FTTH verkaufen.

    Ich verstehe auch die mehrheitlich betagteren Bürger, die sich eher für die Telekom entscheiden, als für irgendwelchen "Glaskram". Die assoziieren die Telekom tlw. mit Qualität und Zuverlässigkeit und denen reicht meist 16/50/100 Mbit aus.

    Meine Großeltern (mit Handy, Laptop, Tablet etc.) (1&1) mussten seit Jahren mit 6Mbit RAM rumgurken (Mitten in Magdeburg!, Also einer Großstadt). Jetzt haben sie 50 Mbit (1&1 gemietet bei T.) und sagen, dass sie zwar glücklich damit sind, aber nicht das Gefühl haben, die Leitung auszunutzen und in der Tat, die Leitung ist im Allg. Nur zu 40-60% ausgelastet. Wenn der Anteil der Bevölkerung, der den Großteil ausmacht, kaum mehr als 50 Mbit braucht (und ich glaube nicht alle Senioren sind so Technikaffin) , wen wundert es dann, wenn die 40% an Zusagen zum Ausbau nicht zusammenkommen?

    Es ist einfach als Mensch mit Wissen im Bereich von Technik 10 Gbit/s zu wollen, aber scheinbar machen sich die allerwenigsten die Mühe, darüber nachzudenken was mit dem Rest der Bevölkerung ist; der entscheidenden Mehrheit, die mit 100 oder 250 Mbit wohl erstmal etliche Jahre genug hat.

    Das war's dann von meiner Seite... Ich hoffe der ein oder andere "ICH WILL GLASFASER HEUTE!"-Mitbürger macht sich Mal darüber Gedanken.

    (Aus einem Beitrag, wegen der Größe nochmal als eigener Thread)

  2. Re: Erstmal logisch Nachdenken, dann Berichten und meckern

    Autor: Faksimile 27.07.17 - 18:49

    Bandbreitenbedarf ist reine Spekulation.
    Und da wir alle wissen, das der FTTB/H Ausbau nicht von heute auf morgen vollendet sein wird, sollte man dieses nicht noch Jahre hinausschieben. Das ist es, was die GF-Befürworter argumentieren. Zwischenschritt auf Zwischenschritt nur um die CuDA-TAL nicht austauschen zu müssen bringt uns nicht weiter auf dem Weg zu FTTB/H.

  3. Re: Erstmal logisch Nachdenken, dann Berichten und meckern

    Autor: TodesBrote 27.07.17 - 19:37

    Das mag zwar sein, aber es gibt nach aktuellem Stand nur 2 Optionen: Vectoring order Garnichts, denn nur das erachten die Firmen als wirtschaftlich und ziehen es überhaupt in Erwägung. Die Politik muss mit Fördermitteln nachhelfen, sonst wird das die nächsten 10 Jahre nichts mehr

  4. Re: Erstmal logisch Nachdenken, dann Berichten und meckern

    Autor: Faksimile 28.07.17 - 00:24

    Dann lasst doch die öffentliche Hand, da wo sie ausbauen will, siehe den Beitrag der zu diesen Posts geführt hat, doch machen und kommt ihr nicht in die Quere. Ach nein, sagt die Telekom, dann verlieren wir ja evtl. Kunden.

    Ja liebe Telekom. Entweder selber richtig in GF investieren und nicht mit einem RoI von 3 oder 6 Monaten rechnen, sondern langfristig denken, oder andere die Investitionen machen lassen. Ihr könnt ja dann mieten, so wie eure Reseller auch.

    Mieten? Wir? kommt nicht in Frage.
    Ach nein. Ihr wollt ja lieber das Geld der öffentlichen Hand als Fördergeld um damit euren privatwirtschaftlichen Gewinn zu steigern. Das geht aber so NICHT.
    Wenn Öffi, dann GF. Nur das wäre nachhaltig. Aber Nachhaltigkeit ist kein Primärziel und erst Recht keine Tugend der Privatwirtschaft.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.07.17 00:42 durch Faksimile.

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