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Das ist einfach nur LACHHAFT!

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  1. Das ist einfach nur LACHHAFT!

    Autor: /mecki78 04.03.11 - 12:33

    Es ist so lächerlich: Wir schaffen es bis in das kleinste Dorf mit unter 20 Einwohnern eine Stromleitung legen zu lassen, eine Wasserleitung legen zu lassen und eine Straße bis zur nächsten Hauptstraße zu bauen. Wir schaffen es aber nicht ein einziges LWL Kabel (das würde oft schon vollkommen ausreichen) bis dorthin zu verlegen; wir schaffen es nicht einmal ein LWL Kabel in jedes Dorf mit 200+ Einwohner zu verlegen. Verglichen mit den Kosten für eine Stromleitung (über gigantische Überlandmasten, von denen jeder schon ein Vermögen kostet), verglichen mit einer Wasserleitung (die auch vergraben verlegen werden muss und deutlich schwieriger zu verlegen ist als ein dünnes Kabel) und vor allem verglichen mit einer Straße (wo schon alleine der Unterbau ein Vermögen kostet, von den zwei Schichten darüber ist da noch gar nicht die Rede), kostet ein LWL Kabel wirklich nur Peanuts.

    Wenn ich für einen Tag Alleinherrscher in Dtl. wäre, würde ich neben vielen anderen Dingen unter anderem ein Gesetz erlassen, das folgendes festschreibt:

    Jedes mal wenn eine Straße neu gebaut oder grundsaniert wird, jedes mal wenn eine Wasserleitung/Stromleitung/Telefonleitung neu verlegt oder erneuert wird, ist der derzeitige oder zukünftige Eigentümer verpflichtet einen LWL Kabelstrang parallel entlang dieser Strecke zu verlegen. Im Falle der Straße einfach unterirdisch neben der Fahrbahn, im Falle der Wasser-/Strom-/Telefonleitung in einem Kabelkanal parallel zur Leitung zu dieser (ausgenommen sind hier Überlandleitungen, weil LWL Kabel sollten nie oberirdisch verlegt werden). Im falle einer Einzelleitung, die nur ein einziges Haus oder Grundstück versorgt reicht eine Einzelleitung aus, ansonsten muss eine Leitung aus mindestens 10 Einzelleitungen verlegt werden. Zuwiderhandlungen werden mit Strafen im Mio Bereich geahndet.

    Führe das Gesetz ein, warte 5 Jahre, und >90% von Dtl. ist mit LWL Kabeln versorgt, manche Dörfer dann sogar mehrfach (z.B. weil nächstes Jahr deren Straße und in 3 Jahren deren Stromleitungen erneuert werden; schon gibt es 20 Adernpaare in das Dorf). Irgendwann muss man nur noch diese Leitungen, die ja nach der Verlegung erst einmal tot sind, an den Knotenpunkten miteinander verbinden (dort kann man auch Verstärker setzen) und irgendwann an einem dieser Knotenpunkte mit dem Internetbackbone eines Providers verbinden und schon hast du wieder ganze Landstriche über Nacht mit Highspeed Internet versorgt.

    Gut, irgendwer muss dann vielleicht auch noch dafür sorgen, dass das Internet von der Dorfmitte auch in alle Häuser kommt, aber das kann ja dann ein Telefon/Kabel-Anbieter machen (denn das ist dann auch nicht teurer dort als in der Großstadt) und im Zweifelsfall macht das das Dorf oder die Gemeinde selber und wenn sie einfach nur ein flächendeckendes WLAN Netz mit Repeatern dort aufbauen.

    /Mecki



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 04.03.11 12:36 durch /mecki78.

  2. Re: Das ist einfach nur LACHHAFT!

    Autor: alwas 04.03.11 - 13:02

    und was ist mit den Dörfern die schon stehen. Da müsste ja dann die Straße aufgemacht werden etc. Wenn das alles von Steuergeldern Finanziert würde, wäre das ja ok.
    Aber wieso sollte z.B. die Telekom mit Ihrem Geld eine Leitung bauen für viel Geld wo sie genau wissen, dass sie es nicht wieder rein bekommen. Nachher läuft da vielleicht auch noch eine 1&1 über das gelegte Kabel.

    Ich denke ganz so einfach ist das ganze sicher nicht.

  3. Re: Das ist einfach nur LACHHAFT!

    Autor: markFreak 04.03.11 - 14:15

    alwas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und was ist mit den Dörfern die schon stehen. Da müsste ja dann die Straße
    > aufgemacht werden etc. Wenn das alles von Steuergeldern Finanziert würde,
    > wäre das ja ok.
    > Aber wieso sollte z.B. die Telekom mit Ihrem Geld eine Leitung bauen für
    > viel Geld wo sie genau wissen, dass sie es nicht wieder rein bekommen.
    > Nachher läuft da vielleicht auch noch eine 1&1 über das gelegte Kabel.

    Wenn ein Drittanbieter seine Kunden über ein von der Telekom gelegtes Kabel bedient, muss er eine Nutzungsgebühr an die Telekom entrichten, das ist immer so; Letztere verdient also an jedem Kabel, das sie legt, ganz gleich, ob ihre eigenen Kunden dranhängen oder die von Drittanbietern.

    Es ist in der Tat lachhaft, dass viele kleine Dörfer höchstens mit einer Durchsatzrate online sind, die etwa ISDN entspricht. Aber die Politik gibt vor, dass VDSL kommen muss, was derzeit kaum ausgereizt werden kann, da die HD-Entertainment-Pakete kaum jemand haben will, zu recht. Und für normales Surfen und E-Mails verschicken braucht niemand VDSL.
    Dabei wäre schon sehr viel geholfen, wenn diese kleinen Dörfer normales DSL hätten, was für Andere selbstverständlich ist ...

  4. Re: Das ist einfach nur LACHHAFT!

    Autor: tingelchen 04.03.11 - 14:36

    Dann solltest du erst einmal ein Gesetz erlassen das verhindert das Strassen ständig aufgemacht werden und wieder zu gemacht werden. Denn folgendes ist in D normalzustand:

    Straße mit neuer Decker versehen.
    Straße auf machen, Gasrohr rein, Straße wieder zu machen.
    Straße auf machen, Wasserleitung rein, Straße wieder zu machen.
    Straße auf machen, Stromkabel rein, Straße wieder zu machen.
    Straße auf machen, TV-Kabel rein, Straße wieder zu machen.
    ....

    Auf diese weise wird eine frisch gemachte Straße 10x im Monat auf und wieder zu gemacht und die dauerbaustelle bleibt dann einen weiteren Monat bestehen, bis die Stadt sich bequemt die Schilder zu entfernen.
    Die frische neue Straße ist jetzt allerdings nur noch ein Flickenteppich, der die nächsten 10 Jahre so bleiben wird.

  5. Re: Das ist einfach nur LACHHAFT!

    Autor: markFreak 04.03.11 - 15:08

    tingelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann solltest du erst einmal ein Gesetz erlassen das verhindert das
    > Strassen ständig aufgemacht werden und wieder zu gemacht werden. Denn
    > folgendes ist in D normalzustand:
    >
    > Straße mit neuer Decker versehen.
    > Straße auf machen, Gasrohr rein, Straße wieder zu machen.
    > Straße auf machen, Wasserleitung rein, Straße wieder zu machen.
    > Straße auf machen, Stromkabel rein, Straße wieder zu machen.
    > Straße auf machen, TV-Kabel rein, Straße wieder zu machen.
    > ....
    >
    > Auf diese weise wird eine frisch gemachte Straße 10x im Monat auf und
    > wieder zu gemacht und die dauerbaustelle bleibt dann einen weiteren Monat
    > bestehen, bis die Stadt sich bequemt die Schilder zu entfernen.
    > Die frische neue Straße ist jetzt allerdings nur noch ein Flickenteppich,
    > der die nächsten 10 Jahre so bleiben wird.

    Äh ... Was hat das jetzt damit zu tun, dass die Bundesregierung es vorzieht, Deutschland mit VDSL beglücken zu wollen, anstatt die Peripherie erstmal auf den Stand des Rests des Landes zu bringen?

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