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Staatsschulden

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  1. Staatsschulden

    Autor: Klau3 05.01.10 - 18:28

    Bei den Staatsschulden ist es eigentlich eine Unverschämtheit, dass aber Millionen von Euros für MS-Software ausgegeben wird, die zudem noch Nachteile mit sich bringt.

    Da das Geld von den Bürgern stammt, sollte es auch mögliches effizient eingesetzt werden. Dazu gehört auch, dass wenn Möglich der Bürger indirekt wieder davon Profitieren soll/kann (Weiterentwicklung/Anpassung der Software). Dies würde der Einsatz von FOSS garantieren.

    * Freiheit 0: Das Programm zu jedem Zweck auszuführen.
    * Freiheit 1: Das Programm zu studieren und zu verändern.
    * Freiheit 2: Das Programm zu verbreiten.
    * Freiheit 3: Das Programm zu verbessern und zu verbreiten, um damit einen
    Nutzen für die Gemeinschaft zu erzeugen.


    Dabei gilt es bei der Diskussion zu beachten, dass es nicht nur schwarz/weiß gibt. In manchen Gebieten ist sicherlich der Einsatz kostenpflichtiger, unfreier Software momentan am sinnvollsten. Die aller meisten digitalen Schreibmaschinen in den Verwaltungen könnten mit FOSS betrieben werden.

    Warum so ein Aufwand? Weil wir alle davon profitieren würden - unabhängig davon welches Betriebssystem wir einsetzen!

  2. Re: Staatsschulden

    Autor: Wahrheitssager 05.01.10 - 19:34

    Richtig krass finde ich in diesem Zusammenhang die starre Haltung im Bildungsbereich.
    Dort ist man anscheinend so festgefahren auf die Microsoft Produkte, dass Alternativen, trotz großem Einsparpotential und Bildungsförderung nicht eingesetzt und teilweise überhaupt nicht in Betracht gezogen werden.

    Ich kritisiere dies ja schon seit langem, dass in Schulen teilweise im Informatikunterricht der Umgang mit Microsoft Word (bei mir war es Word 97 [übrigens im Jahre 1999/2000 also eigentlich veraltet]) und MS Excel gezeigt wird und Schüler auf diese Software trainiert werden. Die meisten die dann eine neue Version vorgelegt bekommen wissen nicht mehr weiter, weil im Unterricht beinahe in keinsterweise der allgemeine Umgang mit einer Tabellenkalkulation oder einer Textverarbeitung beigebracht wurde. Sprich man wurde nur auf ein Produkt trainiert. Wird dieses Produkt erneuert (verändert) muss man ein neues Training absolvieren. Andere Produkte sind sehr schwerfällig zu bedienen, da man festgefahren ist auf ein Produkt.

  3. Re: Staatsschulden

    Autor: Wahrheitssager 05.01.10 - 19:38

    Zudem gehört dieser Stoff sowieso nicht in den Informatikunterricht, sondern eher in den Deutsch Unterricht, da es eine Basisaufgabe ist für den späteren Berufs oder Weiterbildungsweg ist.

    Es darf und sollte in der Schule auch Wissen vermittelt werden, dass im Leben auch genutzt werden kann und nützlich ist.
    Allerdings wird man das mit 80% der Lerhkräfte, die einfach nicht auf neue Medien geschult sind, nicht hinkriegen.
    Der akute Lehrermangel hilft da auch nicht gerade.

  4. Re: Staatsschulden

    Autor: blooorg 05.01.10 - 19:47

    Das kenne ich auch ich wurde in der Schule auf auch auf Office trainiert beim wechsel auf 2007 habe ich aber auf FOSS gewechselt weil da die Bedienung gewohnter war als sie bei Office 2007 ist...
    Somit ist bei mir die grösste Hürde weggefallen das Betriebssystem zu wechseln und konnte problemlos zu Linux wechseln.

    90% der Zeit merke ich keinen Unterschied.
    (nur das verwalten von Software ist angenehmer und effizinter :)

  5. Brötchen

    Autor: Kalashnikov 05.01.10 - 20:14

    Klau3 schrieb:

    > Warum so ein Aufwand? Weil wir alle davon profitieren würden - unabhängig
    > davon welches Betriebssystem wir einsetzen!

    Wärst Du dann auch für freie Brötchen jeden Morgen? Der Staat könnte sie wegen der Menge billiger besorgen und bis vor die Haustür liefern. Finanziert wird das durch höhere Steuern.

  6. Re: Brötchen

    Autor: Bäckerin 05.01.10 - 20:23

    Brötchen sind laufende Kosten und müssen täglich neu gebacken werden.
    Ein fertiges Programm ist fertig.

  7. Re: Brötchen

    Autor: Klau3 05.01.10 - 20:30

    Kalashnikov schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klau3 schrieb:
    >
    > > Warum so ein Aufwand? Weil wir alle davon profitieren würden -
    > unabhängig
    > > davon welches Betriebssystem wir einsetzen!
    >
    > Wärst Du dann auch für freie Brötchen jeden Morgen? Der Staat könnte sie
    > wegen der Menge billiger besorgen und bis vor die Haustür liefern.
    > Finanziert wird das durch höhere Steuern.

    Falscher Metapher!


    - Brötchen zu essen ist ein Luxus den sich eine privat Person gönnen kann.

    - Die Software in der Verwaltung des Staate ist ein muss.
    Das Hauptaugenmerk liegt auf der Verwendbarkeit der Software und nicht darauf, dass der Staat Software für den Bürger programmiert - das wäre nur ein positiver Nebeneffekt da die Software sicherlich an einigen Stellen angepasst werden müsste (diese Anpassungen werden geteilt = Verbesserung an dem Ursprungsprogramm).

  8. Re: Brötchen

    Autor: Kalashnikov 05.01.10 - 21:22

    Klau3 schrieb:

    > Falscher Metapher!

    Was für eine Metapher? Das sollte keine Metapher sein!

    Ich habe Dich das rein aus Interesse gefragt, ganz ohne die Absicht einer Metapher.

    Also noch einmal:

    Wärst Du dann auch für freie Brötchen jeden Morgen? Der Staat könnte sie wegen der Menge billiger besorgen und bis vor die Haustür liefern. Finanziert wird das durch höhere Steuern. Wir alle würden davon profitieren.

  9. Re: Brötchen

    Autor: Klau3 05.01.10 - 21:29

    Kalashnikov schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Also noch einmal:
    >
    > Wärst Du dann auch für freie Brötchen jeden Morgen? Der Staat könnte sie
    > wegen der Menge billiger besorgen und bis vor die Haustür liefern.
    > Finanziert wird das durch höhere Steuern. Wir alle würden davon
    > profitieren.

    So ein Quatsch. Wer will den schon Brötchen von nur einem Hersteller ;P

    Mehr Steuern müssten wir für die Umsetzung meiner Idee auch nicht bezahlen, eher im Gegenteil, da wird weniger Geld ausgegeben.

  10. Re: Brötchen

    Autor: Jack D 06.01.10 - 06:49

    Bei den Brötchen würdest Du dann aber ein Monopol erstellen - genau dies soll vermieden werden.

    Momentan gibt es Brötchen von tausenden verschiedener Hersteller. Allerdings haben diese alle ein paar Grunddaten gleich:
    Sie sind mit einem Messer aufzuschneiden, man kann sie mit verschiedensten Belägen garnieren und sie sind ohne Weiteres mit den uns gegebenen Kauwerkzeugen essbar.

    Genauso soll es irgendwann mit Open Source Software sein:
    Es gibt Programme für dieselbe Lösung von X verschiedenen Leuten, wir können uns aussuchen was wir am liebsten haben wollen. Aber all diese Programme, die für einen Zweck geschrieben wurden, können im selben Dateiformat speichern und dieses auch wieder lesen.

    Siehe Kompressionsprogramme: Das ZIP-format beherrscht quasi jeder, andere Formate sind Boni.
    Oder Grafikprogramme: GIF, JPG, TIFF - alles bekannte Standards, die von tausenden Programmen verstanden und korrekt interpretiert werden.

  11. Re: Staatsschulden

    Autor: Linux-Profi 06.01.10 - 10:11

    > Da das Geld von den Bürgern stammt, sollte es auch mögliches
    > effizient eingesetzt werden.

    Wenn das das Primäre Ziel ist, dann sollten wirklich Microsoft-Programme eingesetzt werden. München und Wien beweisen es überdeutlich.

    Die Entscheidung pro Linux ist eben KEINE wirtschaftliche, sondern eine politische Entscheidung.

  12. Politische Entscheidung - das ist richtig

    Autor: GoFree 06.01.10 - 12:49

    Natürlich ist das eine politiche Entscheidung. Und zwar eine gute und eine uneigennützige.

    Man muss sich doch mal vor Augen führen, das München trotz Pionierarbeit günstiger wegkommt. Jede andere Kommune Deutschlands, kann nun die entwickelte Software nutzen.

    Übrigens der Schreiber der Software und Frühstücksrötchen vergleicht, kann meine benutzen Semmel auch umsonst haben. Jeden Mittag liegen sie abholbereit auf dem weissen Porzellantablett in unserem Firmenklo.

  13. Re: Politische Entscheidung - das ist richtig

    Autor: Linux-Profi 06.01.10 - 14:32

    > Man muss sich doch mal vor Augen führen, das München trotz
    > Pionierarbeit günstiger wegkommt.

    Genau das eben nicht. Schon in der Client-Vorstudie hieß es:

    "Die Betriebswirtschaftliche Betrachtung der Handlungsalternativen liefert im Hinblick auf die Gesamtkosten ebenfalls ein eindeutiges Bild: Die Ausstattungsalternative mit Windows XP als Clientbetriebssystem und MS Office als Büroanwendung, verursacht die niedrigsten Gesamtkosten und erzielt den niedrigsten Kapitalwert."

    die jetzt durchgeführte Lösung ist nochmals _wesentlich_ teurer als die damals untersuchte und auch langfristig sind - laut Unilog - keine Einsparungen zu erwarten, die diese Mehrkosten irgendwann einmal amortisieren würden.

    Aus politischer Sicht also ein tolles Projekt, aber entgegen vieler anderer Behauptungen nicht aus wirtschaftlicher.

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