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Eine Frage der Prioritäten

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  1. Eine Frage der Prioritäten

    Autor: Viktor Bout 05.09.10 - 01:52

    Solange in diesen Ländern genug Geld da ist um Waffen zu kaufen sehe ich kein Problem.

  2. Re: Eine Frage der Prioritäten

    Autor: glaubichkaum 05.09.10 - 12:05

    diese Waffen kaufen nicht die Leute, die sich keinen Internet Anschluß leisten können...

    noch interessanter aber ist die Frage, wer ihnen all diese Waffen verkauft...

    Wer doch mal was neues: "Breitbandinternetanschlüsse nach Afrika geschmuggelt" ;-)

  3. Re: Eine Frage der Prioritäten

    Autor: huahuahua 10.11.10 - 17:18

    Die Anmerkung zu den Waffen stimmt schon.
    Alternativ zum gegenseitigem Köpfewegschießen könnten die Mächtigen=Reichen der Dritteweltländer ebensogut etwas Geld in die Infrastruktur stecken, Straßen und Schulen bauen, Internetzugänge realisieren und kostengünstig anbieten oder einfach dabei anfangen, die eigene Bevölkerung nicht hungern zu lassen und ihr Bildung zu ermöglichen.
    DOCH: Bildung heißt auch, dass das Volk versucht zu verstehen und anfangen wird, unangenehme Fragen zu stellen.
    Der Machtanspruch der Mächtigen=Reichen würde hinterfragt, ja sogar angezweifelt.
    Ein dummes, armes und hungerndes Volk ist doch viel leichter unter Kontrolle zu halten.

    Die westliche Welt mit ihrem weltweit-Samariter-Komplex macht sich in deren Augen regelmäßig lächerlich.

    Warum sollte ich meinen Reichtum mit dem von mir geknechteten Volk teilen, wenn ich doch reichlich Devisen von internationalen Konzernen erhalte, welche dafür billig in meinem Land produzieren dürfen, solange ich meinen Anteil erhalte und westliche "Hilfsorganisationen" sich um das Elend meines Volkes kümmern?! Globalisierung rocks!

    Wir sind wie Besucher eines Streichelzoos, welche an Automaten des Bauerns Tierfutter kaufen, um damit dessen Tiere zu füttern.
    Wir haben die Lämmchen gefüttert und einen sooooo lieben Kulleraugenblick dafür erhalten. Der Bauer muss das Futter nicht selbst verfüttern, sondern verdient auch noch daran, es uns zu verkaufen, damit wir seine Fütterarbeit tun: 1a!

    Wie wär's denn damit:
    UN-Bericht: Ein Jahreseinkommen für einen Neuwagen.
    Laut Statistiken der Uno stehen Kauf und Kosten eines eigenen Neuwagens in Industriestaaten in einem klaren Missverhältnis zu denen in Kreisen von Scheichs in Öl-Emiraten. Das verhindert sowohl komfortables Vorankommen als auch den Zugang zu Autokinos.

    Europa hat viele Revolutionen gesehen, bis es den heutigen Stand erreicht hat.
    Viele sind für ihre Überzeugungen gestorben, damit wir heute ein relativ angenehmes Leben führen dürfen und uns die wohl luxeriösten Arbeitslosen der Welt leisten.

    Aus den Entwicklungsländern kommen unzählige Menschen zu uns, lernen, studieren und...: kehren nie wieder in ihre Heimat zurück! Und wenn doch, dann nur dafür, um einen gut bezahlten Job innerhalb des Regimes anzunehmen und das eigene Volk weiter ausbluten zu lassen.
    Aus diesen Ländern hört man immer nur von Aufständen oder Milität-Putschen.
    Von einer Revolution hört man niemals, diese finden erst gar nicht statt.
    Und so gehen wir auch weiterhin in den globalen Streichelzoo, statt diesen einfach zu meiden.
    Nein, lieber pumpen wir Milliarden in die Länder, aus welchen "unsere" heißgeliebten Billigwaren stammen oder die ebenfalls billig gefertigten aber trotzdem teuer bezahlten Markenwaren, wie z.B. Sportbekleidung, etc.
    Dann haben wir wieder ein reines Gewissen, bis die nächste UN-Statistik uns an erneute Spendenbereitschaft erinnern wird.

    Meine Meinung:
    Wer nichts zu Fressen hat, braucht sicherlich erst mal kein Internet! ...oder soll er sich eine lecker Papierlasagne ausdrucken???

    Gruß,

    huahuahua

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