Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Uploadfilter: Merkel verteidigt…

Urheberrecht vs. Verwertungsrechte

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Urheberrecht vs. Verwertungsrechte

    Autor: gbpa005 22.03.19 - 07:37

    Mich ärgert immer, dass Urheberrecht und Verwertungsrecht in der öffentlichen Diskussion gleichgesetzt werden (in diesem Artikel zum Glück nicht). Ich bin Autor und Verlage verdienen sich dumm und dämlich an meinen Publikationen (ich habe das mal nachgerechnet und komme auf 5.5 Mio Umsatz, die Hälfte davon Reingewinn), ich sehe dagegen nicht viel vom Erlös. Ich möchte aber in jedem Fall, dass zumindest meine geistige Urheberschaft ideel anerkannt ist.

    Sobald es im Gesetze und Verordnungen geht, tun die Verlage aber auf einmal so, als würden sie sich für geistiges Eigentum einsetzen. Die Wahrheit könnte nicht weiter davon entfernt sein: Es geht ausschließlich um deren Profit. Die geistige Urheberschaft ist denen völlig egal. Ich würde mich freuen, wenn man in der Diskussion Urheberrecht und Verwertungsrecht nicht immer gleichsetzen würde.

  2. Re: Urheberrecht vs. Verwertungsrechte

    Autor: ibsi 22.03.19 - 08:00

    Gibt man die Verwertungsrechte nicht auch selber ab? Also so als eigene freie Entscheidung? Wieso verdienst Du mit Deinen Werken keine Millionen, aber Verlage?

  3. Re: Urheberrecht vs. Verwertungsrechte

    Autor: chefin 22.03.19 - 08:14

    Genau das frage ich mich auch immer. Wenn man soviel profit macht mit seinen Werken, müssen sie gut sein. Wenn sie gut sind, warum gibt man dann das Verwertungsrecht ab?

    Ich vermute jetzt mal, das die Verlage dauernd viel Investieren um Werbung zu machen. Grafiker und Marketingexperten bezahlen um es ansprechend zu publizieren. Ein Autor von sagen wir mal SF wird nicht wirklich ein Crack sein was Marketing und Präsentation angeht.

    Also müsste ein Autor erstmal viel Geld vorstrecken und hoffen es wieder zu bekommen. Aber vieleicht auch Jahre an den Schulden zu knabbern haben. Das ganze Risiko gibt er also gerne an Verlage ab, wird es dann aber ein Erfolg, möchte er mehr am Erfolg beteiligt werden. Nur am Risiko möchte er nicht teilhaben. Und die Verlage die schlecht wirtschaften und am Risiko scheitern, werden einfach ausgeblendet.

    PS: ich hatte mal eine Arbeitskollegin die sich richtung Schriftstellerei entwickelt hat, das Geld zur Finanzierung hier verdient und dann einen eigenen Verlag gegründet. Ihr Mann hat das gemanaged, das war seine Welt. Sie konnte Schreiben. Zusammen haben sie inzwischen einige Achtungserfolge erreicht und sie kann inzwischen davon leben. Manchmal muss man einfach mal was arbeiten um Erfolgreich zu sein.

  4. Re: Urheberrecht vs. Verwertungsrechte

    Autor: bombinho 22.03.19 - 09:02

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Manchmal muss man einfach mal
    > was arbeiten um Erfolgreich zu sein.

    Wie gut, dass eine haemische Unterstellung von dir nicht beabsichtigt war.
    Also arbeiten Autoren nie hart, ausser sie bauen Verlage auf?

    Nehmen wir an, du waerest Arbeitnehmer und dein Chef hat eine florierende Firma.
    Nun kommt ein Gesetz zur Rentenvorsorge und dein Chef fuehrt diese fuer dich ab.
    Nun wird das Gesetz abgeaendert und dein Chef kann selbst entscheiden, ob er deine abgezogene Rentenvorsorge behaelt oder fuer dich einzahlt.
    Nun kommt so ein lustiger Spassvogel daher und erzaehlt dir, dass du einfach nur haerter arbeiten musst, um eine vertretbare Altersvorsorge zu haben, wie wuerdest DU das empfinden?

    Dass hier eventuell ein System zementiert wurde, welches nur einseitige Interessen vertritt und dieses System nun noch weiter aus der Balance kommt, ist sicher ein Gedankengang, auf den man nicht notwendigerweise von selbst kommt.

    Man muesste schon mal selber genauer hinschauen, um zu erkennen, dass die Konsolidierung im Verlagswesen eher bereits in der Endphase ist. Wenige grosse Verlage machen nennenswerte Gewinne, Autoren, Journalisten und kleine Verlage geraten zunehmend ins Hintertreffen und/oder werden geschluckt. Nun soll den Autoren und Journalisten noch Geld weggenommen werden und ueberwiegend an die Spitzenverdiener verteilt werden. Welche Konsequenz wuerdest Du erwarten?

  5. Re: Urheberrecht vs. Verwertungsrechte

    Autor: gbpa005 22.03.19 - 09:49

    Ich arbeite im wissenschaftlichen Bereich und es gibt kaum einen anderen Zugang als über die Verlage, zumindest nicht im Themengebiet auf dem ich arbeite. Speziell, wenn man als junger Wissenschaftler über den eigenen Chef (der mit Herausgeberschaften gesegnet ist) in Knebelverträge gerät. Das ist jetzt bei mir 15 Jahre her und es ist schwer da wieder herauszukommen.

    Aber Du hast komplett recht: Diesen Weg gehe ich aktuell. Ich versuche, Autorenverträge wieder zu kündigen und bin dabei, selbst zu veröffentlichen. Das klappt auch ganz gut, aber es geht mit sehr vielen rechtlichen Streitigkeiten einher (Sittenwidrige Verträge ohne zeitliche Befristung und einseitigem Konkurrenzausschluss ...). Verlage geben hochprofitable Werke ungern wieder her.

  6. Re: Urheberrecht vs. Verwertungsrechte

    Autor: gbpa005 22.03.19 - 09:54

    Weil ein kleiner Autor keine Verhandlungsposition hat. Anders als im englischsprachigen Bereich gibt man in der BRD bei der Veröffentlichung praktisch immer das Copyright ab. Die Verträge sind sehr einseitig zugunsten der Verlage formuliert und wenn man kein Rechtsexperte ist, dann tappt man sehr schnell in die Falle und kommt aus den Verträgen kaum wieder raus. Je nach Bereich gibt es zudem Monopolstellungen von Verlagen, gegen die man keine Chance hat. Entweder arrangiert man sich mit den Kuchenkrümeln, die vom Tisch fallen oder man lässt es ganz bleiben.

  7. Re: Urheberrecht vs. Verwertungsrechte

    Autor: ibsi 22.03.19 - 09:56

    Aber wozu ÜBERHAUPT in eine Verwertungsgesellschaft? Das ist mir irgendwie noch nicht klar.

  8. Re: Urheberrecht vs. Verwertungsrechte

    Autor: AllDayPiano 22.03.19 - 09:59

    Denk Dir nichts. Die haut immer so Kommentare raus. Ignore und gut ist.

  9. Re: Urheberrecht vs. Verwertungsrechte

    Autor: gbpa005 22.03.19 - 10:00

    Finde ich auch nicht gut, habe ich aber auch gar nicht gefordert. Der Vorteil wäre zumindest, dass an Autoren und Kreative Ausschüttungen erfolgen könnten, ohne Umweg über die Verlage.

  10. Re: Urheberrecht vs. Verwertungsrechte

    Autor: ibsi 22.03.19 - 10:01

    gbpa005 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich arbeite im wissenschaftlichen Bereich und es gibt kaum einen anderen
    > Zugang als über die Verlage,
    Zugang zu was? Zugang zu Informationen die von anderen Personen erstellt wurden und nun bei einem Verlag liegen?

    > [...]

    > Speziell, wenn man als junger Wissenschaftler über den eigenen
    > Chef (der mit Herausgeberschaften gesegnet ist) in Knebelverträge gerät.
    > Das ist jetzt bei mir 15 Jahre her und es ist schwer da wieder
    > herauszukommen.

    Kannst Du das erläutern? Du bist angestellter, und Dein Chef möchte alles über eine Verwertungsgesellschaft abwickeln. Und deshalb bist Du da auch mit drin?
    Also alles was ich programmiere gehört sowieso meinem Chef; und auch wenn ich ein Fan von MIT bin, ist es mir dann im Endeffekt egal das es so ist (mein wissen kann man mir ja eh nicht weg nehmen).


    > Aber Du hast komplett recht: Diesen Weg gehe ich aktuell. Ich versuche,
    > Autorenverträge wieder zu kündigen und bin dabei, selbst zu
    > veröffentlichen. Das klappt auch ganz gut, aber es geht mit sehr vielen
    > rechtlichen Streitigkeiten einher (Sittenwidrige Verträge ohne zeitliche
    > Befristung und einseitigem Konkurrenzausschluss ...).
    Streitigkeiten beim selber veröffentlichen oder beim raus kommen aus den Verträgen mit den Verlagen?

    > Verlage geben hochprofitable Werke ungern wieder her.
    Klar, dafür schließt man ja Verträge ab.

  11. Re: Urheberrecht vs. Verwertungsrechte

    Autor: ibsi 22.03.19 - 10:03

    gbpa005 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Finde ich auch nicht gut, habe ich aber auch gar nicht gefordert.
    Was jetzt genau?


    > Der Vorteil wäre zumindest, dass an Autoren und Kreative Ausschüttungen
    > erfolgen könnten, ohne Umweg über die Verlage.
    Vorteil von was? Glaube Du hast Dich verpostet :D


    Meine Frage wurde leider nicht beantwortet.

  12. Re: Urheberrecht vs. Verwertungsrechte

    Autor: Keridalspidialose 22.03.19 - 10:18

    Ja, leider hat fast jede Diskussion um das Urheberrecht Probleme da zu unterscheiden. Vorallem wenn die großen Medienkonzerne mal wieder ihre Interessen als Urheberinteressen verkaufen.

    ___________________________________________________________

  13. Re: Urheberrecht vs. Verwertungsrechte

    Autor: ibsi 22.03.19 - 10:29

    Aber man gibt doch das Verwertungsrecht selber ab. Das ist doch eine ganz eigene Entscheidung. Und das Urheberrecht ist davon ja nicht berührt. Und wer seine Rechte abgibt, der hat das doch so gewollt.
    Ich muss dafür jeden Tag für meinen Arbeitgeber programmieren und mir gehört davon auch am Ende nichts.

  14. Re: Urheberrecht vs. Verwertungsrechte

    Autor: AllDayPiano 22.03.19 - 10:38

    Der Nachteil ist aber, dass Du keinerlei institution hast, die Dich vertritt.

    Der Verlag stellt nicht nur die Vertriebswege, er stellt auch die Einhaltung der Rechte. Wenn Unternehmen mit Verlagen Pauschalvergütungen vereinbaren, so erhält jeder angeschlossene Autor seinen Obolus. Mit einzelpersonen schließen die meisten Verwerter allerdings gar keine Nutzungslizenz sodass hier schlicht gar keine Ausschüttung zu stande kommt.

    Ein Verlag hat zudem ein großes Netzwerk, um Urheberrechtsverstöße aufzuklären, und zu ahnden. Auch das bleibt einem ohne Verlag als Einzelperson selbst überlassen und ist faktisch ausgeschlossen.

    Was leider bei Verlagen enorm ungerecht ist, sind Abgaben > 30% und vor allem die ungerechten Vergütungsschlüssel. Das ist ja damals bei der GEMA mit dem Pro Verfahren massiv kritisiert worden. Mittlerweile wurde das geändert - wie's jetzt aussieht, weiß ich nicht.

  15. Re: Urheberrecht vs. Verwertungsrechte

    Autor: AllDayPiano 22.03.19 - 10:39

    Nur wirst Du dafür fair vergütet. Autoren zum Großteil allerdings nicht.

  16. Re: Urheberrecht vs. Verwertungsrechte

    Autor: ibsi 22.03.19 - 10:43

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur wirst Du dafür fair vergütet. Autoren zum Großteil allerdings nicht.

    Unabhängig davon das "fair" immer relativ ist... wo ist das Problem eines Autors etwas zu schreiben und das einzelne Werk dann zu verkaufen?
    Es wird doch immer nach Freier Marktwirtschaft geschrien. Also entweder lohnt es sich und man macht das, oder es lohnt sich nicht und dann macht man es als Hobby nebenher.

    Oder man verkauft selber Bücher, oder .. also gerade heutzutage kann man doch viel selber machen dank Internet.

  17. Re: Urheberrecht vs. Verwertungsrechte

    Autor: freebyte 22.03.19 - 10:51

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber wozu ÜBERHAUPT in eine Verwertungsgesellschaft? Das ist mir irgendwie
    > noch nicht klar.

    Verwertungsgesellschaften sind Treuhänder für ein Kollektiv von Rechten und Urhebern.

    Sicherlich kann jeder Nutzer von Rechten direkt mit dem Rechteinhaber (gemeinhin dem Urheber) die Vergütung aushandeln und abrechnen, in der Praxis bündelt man das über eine Verwertungsgesellschaft wie VGW (Verwertungsgesellschaft Wort) oder GEMA.

    Simples Beispiel ist die sogenannte "VGW-Abgabe" oder "UHG Urheberrechtsabgabe" : Ein Canon Tintenpisser mit Kopierfunktion (ein "All-in-one" Gerät) für Verkaufspreis Netto 60,00¤ EUR beinhaltet 12,00¤ UHG. Der Endverkäufer zahlt diese 12 EUR an die VGW und die VGW gibt das dann über einen Verteilungsschlüssel an ihre angeschlossenen Mitglieder weiter.

    Oder GEMA: Saalgrösse, Veranstaltungszweck, Zuschauer und dann ein Blick in die Tabelle statt mit jedem Rechteinhaber oder gar Musiker einzeln abzurechnen.

    fb

  18. Re: Urheberrecht vs. Verwertungsrechte

    Autor: ibsi 22.03.19 - 10:56

    freebyte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ibsi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Aber wozu ÜBERHAUPT in eine Verwertungsgesellschaft? Das ist mir
    > irgendwie
    > > noch nicht klar.
    >
    > Verwertungsgesellschaften sind Treuhänder für ein Kollektiv von Rechten und
    > Urhebern.
    >
    > Sicherlich kann jeder Nutzer von Rechten direkt mit dem Rechteinhaber
    > (gemeinhin dem Urheber) die Vergütung aushandeln und abrechnen, in der
    > Praxis bündelt man das über eine Verwertungsgesellschaft wie VGW
    > (Verwertungsgesellschaft Wort) oder GEMA.

    Also aus Bequemlichkeit geht man in eine Verwertungsgesellschaft, obwohl man weiß, das man da ausgenutzt wird.

    >
    > Simples Beispiel ist die sogenannte "VGW-Abgabe" oder "UHG
    > Urheberrechtsabgabe" : Ein Canon Tintenpisser mit Kopierfunktion (ein
    > "All-in-one" Gerät) für Verkaufspreis Netto 60,00¤ EUR beinhaltet 12,00¤
    > UHG. Der Endverkäufer zahlt diese 12 EUR an die VGW und die VGW gibt das
    > dann über einen Verteilungsschlüssel an ihre angeschlossenen Mitglieder
    > weiter.
    Achso, klar, man möchte an der Wegelagerei noch was verdienen.

    >
    > Oder GEMA: Saalgrösse, Veranstaltungszweck, Zuschauer und dann ein Blick in
    > die Tabelle statt mit jedem Rechteinhaber oder gar Musiker einzeln
    > abzurechnen.
    Zählt ja nur für Musik. Ist tatsächlich bisher der einzige Grund den ich akzeptiere. Wobei ich auch das Konzept (Gema Vermutung usw) reichlich merkwürdig (und rechtlich Bedenklich) finde.

    Aber auch da muss man ja nicht mitmachen. Dann ist die Verwertungsgesellschaft doch eine Art Arbeitgeber (sie bezahlt einen ja anscheinend). Dann sucht man sich halt einen anderen Arbeitgeber oder macht etwas (für Geld) das sich mehr Lohnt und macht die Musik nebenher als Hobby.

  19. Re: Urheberrecht vs. Verwertungsrechte

    Autor: AllDayPiano 22.03.19 - 11:46

    Weil der Standard-Verwertungsvertrag keine Publikationen abseits erlauben. Wenn Du den Deal unterzeichnest, bist du auch solange gebunden, wie der Vertrag läuft.

    Einmal bei einem Verlag publizierten Werke bleiben auch nach Ende des Vertrags beim Verlag. Das ist ja die Crux an der Sache. Selbst eine Rowling könnte Bloomsburry die Rechte gar nicht entziehen - selbst wenn sie wollte um mehr Geld mit dem Verkauf zu machen.

    Deshalb werden eben nach sittenwidrigen Klauseln gesucht, um doch noch aus der selbst nach Vertragsende bestehenden Bindung zu kommen. Dafür braucht es aber ziemlich versierte Anwälte, die Lust, langjährige Verfahren zu führen, und natürlich viel Geld, weil man erstmal in Vorleistung gehen muss.

  20. Re: Urheberrecht vs. Verwertungsrechte

    Autor: AllDayPiano 22.03.19 - 12:01

    > > Sicherlich kann jeder Nutzer von Rechten direkt mit dem Rechteinhaber
    > > (gemeinhin dem Urheber) die Vergütung aushandeln und abrechnen, in der
    > > Praxis bündelt man das über eine Verwertungsgesellschaft wie VGW
    > > (Verwertungsgesellschaft Wort) oder GEMA.
    >
    > Also aus Bequemlichkeit geht man in eine Verwertungsgesellschaft, obwohl
    > man weiß, das man da ausgenutzt wird.

    Kannst Du es nicht verstehen, oder willst Du es nicht verstehen?

    Die Wahlfreiheit, einen Verlag oder eine Verwertungsgesellschaft zu nutzen, hat vielleicht ein Peter Maffay oder ein Frank Schätzing, aber keiner, der kleiner ist, und damit dominant sein Recht durchsetzen kann.

    Du bist schlicht dazu gezwungen, weil Du sonst gar keine Rechte durchgesetzt bekommst, und auch niemand individuelle Nutzungsverträge mit dir schließt.

    > > Simples Beispiel ist die sogenannte "VGW-Abgabe" oder "UHG
    > > Urheberrechtsabgabe" : Ein Canon Tintenpisser mit Kopierfunktion (ein
    > > "All-in-one" Gerät) für Verkaufspreis Netto 60,00¤ EUR beinhaltet 12,00¤
    > > UHG. Der Endverkäufer zahlt diese 12 EUR an die VGW und die VGW gibt das
    > > dann über einen Verteilungsschlüssel an ihre angeschlossenen Mitglieder
    > > weiter.
    > Achso, klar, man möchte an der Wegelagerei noch was verdienen.

    Über die Drucker- und Kopiererabgabe kann man wahrlich streiten. Ich persönlich sehe keinen Grund für diese Abgabe. Auch die Abgabe für CD-Brenner ist in der heutigen Zeit nicht mehr gerechtfertigt.

    > > Oder GEMA: Saalgrösse, Veranstaltungszweck, Zuschauer und dann ein Blick
    > in
    > > die Tabelle statt mit jedem Rechteinhaber oder gar Musiker einzeln
    > > abzurechnen.
    > Zählt ja nur für Musik. Ist tatsächlich bisher der einzige Grund den ich
    > akzeptiere. Wobei ich auch das Konzept (Gema Vermutung usw) reichlich
    > merkwürdig (und rechtlich Bedenklich) finde.

    Rechtlich bedenklich wird es erst mit dem W3C, weil er die GEMA-Vermutung ins Wanken bringen kann. Noch aber ist das keine VG. Bis dahin ist die GEMA-Vermutung das einzig wirksame Mittel, um die Rechte der Mitglieder durchzusetzen, denn allzuviele Konzertveranstalter drücken sich um die Urheberrechtsabgabe - und sei es nur für die Pausenmusik.

    > Aber auch da muss man ja nicht mitmachen. Dann ist die
    > Verwertungsgesellschaft doch eine Art Arbeitgeber (sie bezahlt einen ja
    > anscheinend). Dann sucht man sich halt einen anderen Arbeitgeber oder macht
    > etwas (für Geld) das sich mehr Lohnt und macht die Musik nebenher als
    > Hobby.

    Wirklich ein toller Ratschlag...

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Raum Stuttgart
  2. Deichmann SE, Essen
  3. mobileX AG, München
  4. Deloitte, Düsseldorf, München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. For Honor für 11,50€, Anno 1404 Königsedition für 3,74€, Anno 2070 Königsedition...
  2. (u. a. Total war - Three Kingdoms für 35,99€, Command & Conquer - The Ultimate Collection für 4...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Kickstarter: Scheitern in aller Öffentlichkeit
Kickstarter
Scheitern in aller Öffentlichkeit

Kickstarter ermöglicht es kleinen Indie-Teams, die Entwicklung ihres Spiels zu finanzieren. Doch Geld allein ist nicht genug, um alle Probleme der Spieleentwicklung zu lösen. Und was, wenn das Geld ausgeht?
Ein Bericht von Daniel Ziegener

  1. Killerwhale Games Verdacht auf Betrug beim Kickstarter-Erfolgsspiel Raw
  2. The Farm 51 Chernobylite braucht Geld für akkurates Atomkraftwerk
  3. E-Pad Neues Android-Tablet mit E-Paper-Display und Stift

Orico Enclosure im Test: Die NVMe-SSD wird zum USB-Stick
Orico Enclosure im Test
Die NVMe-SSD wird zum USB-Stick

Wer eine ältere NVMe-SSD über hat, kann diese immer noch als sehr schnellen USB-Stick verwenden: Preiswerte Gehäuse wie das Orico Enclosure nehmen M.2-Kärtchen auf, der Bridge-Chip könnte aber flotter sein.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Server Supermicro mit Chassis für 40 E1.S-SSDs auf 2 HE
  2. Solid State Drive Longsys entwickelt erste SSD nur mit chinesischen Chips
  3. SSDs Samsung 970 Pro mit 2TB und WD Blue 3D mit 4TB

Ryzen 3900X/3700X im Test: AMDs 7-nm-CPUs lassen Intel hinter sich
Ryzen 3900X/3700X im Test
AMDs 7-nm-CPUs lassen Intel hinter sich

Das beste Prozessor-Design seit dem Athlon 64: Mit den Ryzen 3000 alias Matisse bringt AMD sehr leistungsstarke und Energie-effiziente CPUs zu niedrigen Preisen in den Handel. Obendrein laufen die auch auf zwei Jahre alten sowie günstigen Platinen mit schnellem DDR4-Speicher.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Ryzen 3000 BIOS-Updates schalten PCIe Gen4 für ältere Boards frei
  2. Mehr Performance Windows 10 v1903 hat besseren Ryzen-Scheduler
  3. Picasso für Sockel AM4 AMD verlötet Ryzen 3400G für flottere iGPU

  1. Ursula von der Leyen: Von "Zensursula" zur EU-Kommissionspräsidentin
    Ursula von der Leyen
    Von "Zensursula" zur EU-Kommissionspräsidentin

    Nach der "Rede ihres Lebens" hat das Europäische Parlament am Dienstagabend Ursula von der Leyen an die Spitze der EU-Kommission gewählt. Die Christdemokratin will sich in ihrem neuen Amt binnen 100 Tagen für einen Ethik-Rahmen für KI und ambitioniertere Klimaziele stark machen. Den Planeten retten, lautet ihr ganz großer Vorsatz.

  2. Kryptowährung: Facebook möchte Kritik an Libra ausräumen
    Kryptowährung
    Facebook möchte Kritik an Libra ausräumen

    Facebooks geplante Digitalwährung Libra kommt in der Politik nicht gut an. Bei einer Anhörung vor dem US-Senat verteidigt Facebook-Manager David Marcus die Währung. Bundesregierung und Bundesbank wollen sie lieber verhindern.

  3. PC Engine Core Grafx: Konami kündigt drei Versionen der gleichen Minikonsole an
    PC Engine Core Grafx
    Konami kündigt drei Versionen der gleichen Minikonsole an

    In Europa heißt sie PC Engine Core Grafx Mini, für Japan und die USA hat Konami andere Namen und ein anderes Design. Die Retrokiste soll im März 2020 mit rund 50 vorinstallierten Spielen erscheinen. Der Kauf in Deutschland läuft minimal komplizierter ab als üblich.


  1. 20:10

  2. 18:33

  3. 17:23

  4. 16:37

  5. 15:10

  6. 14:45

  7. 14:25

  8. 14:04