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  5. › Urheberrecht: Aus dem "Irrsinn…

Da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

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  1. Da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Autor: teenriot* 25.03.19 - 17:01

    Tja da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Unzulässige Verallgemeinerungen: beide Seiten
    Diskreditierung politischer Gegner: beide Seiten
    Bezahlte Lobby-Arbeit: beide Seitenn

    Das führt letztlich dazu, dass Vorwürfe in die eine Richtung, sich auch gegen sich selbst richten. Da werden sich dann fröhlich die Vorwürfe zugeschoben und in der Sache, um die es eigentlich geht, nichts erreicht.

    Würde eine Seite sich schadfrei halten, dann könnte man solchen Vorwürfe tatsächlich für sich nutzen, wenn man diese selbst belegt anwendet und auch wenn diese von der anderen Seite kommen. So aber ist es ein Nullsummenspiel, das keinen weiterbringt.

    Natürlich kann eine Seite sich nicht vollständig "schadfrei" halten, man könnte aber es aber durchaus versuchen und Grenzen ziehen, statt alles ohne Sachprüfung zu beklatschen was einem vermeintlich nützlich erscheint.

  2. Re: Da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Autor: tschick 25.03.19 - 18:04

    Nein, nicht wirklich.

    Die Ablehner haben echte der Logik unterliegenden Argumente, und die Kritik am geistigen Horizont eines Axel Voss ist hinsichtlich seines Engagements in allen Punkten wohlbegründet und daher in meinen Augen gerechtfertigt.
    Die Befürworter können nicht belegen, wie ihre Reform auch nur annähernd wirksam das erklärte Ziel erreicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.03.19 18:04 durch tschick.

  3. Re: Da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Autor: nixidee 25.03.19 - 18:08

    tschick schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, nicht wirklich.
    >
    > Die Ablehner haben echte der Logik unterliegenden Argumente, und die Kritik
    > am geistigen Horizont eines Axel Voss ist hinsichtlich seines Engagements
    > in allen Punkten wohlbegründet und daher in meinen Augen gerechtfertigt.
    > Die Befürworter können nicht belegen, wie ihre Reform auch nur annähernd
    > wirksam das erklärte Ziel erreicht.
    Danke, dass du den Ausgangspost direkt bestätigst. War aber eigentlich nicht nötig.

  4. Re: Da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Autor: tschick 25.03.19 - 18:31

    ...hätte ich kommen sehen müssen :-)
    Ist mir aber bierernst, ich setze mich seit Wochen damit auseinander und der berufliche Bias liegt sogar ganz klar auf der Verwerter-Seite.

    Es bleibt aber der Eindruck, auf Seiten der Befürworter herrscht die frohe Erwartung, dass 'endlich da was passiert'. Und ich kann's gut verstehen, hat man schon so lange zugesehen, wie US IT Giganten hier Milliarden am Urheberrecht mitverdienen, darauf aber auch pfeifen und nichtmal anständig ihre Gewinne versteuern.

    Es fehlt aber der Weitblick. Der Sensus für zum Teil sehr erhebliche Kollateralschäden.
    Die Ignoranz vor der Tatsache, dass die Schützenswertigkeit für Kulturschaffung in Zeiten einfachster Verbreitungsmöglichkeiten allgemein auf den Prüfstand gehört und evtl. mehr Differenzierung erfordert, in welche Richtung die jeweilige Kreativität denn geht.

    Gepaart mit den Argumenten der Redeführer auf Befürworterseite und der gebotenen Eile, dies vor der Europwahl mit erwarteter Verschiebung von Mehrheitsverhältnissen (=der aktuelle Wählerwille) zu erledigen, komme ich zu meiner Einschätzung, dass hier mal wieder Politik gegen den Bürger gemacht wird und das vordergründige Ziel, den Urheber besser zu entlohnen, nur das trojanische Pferd der Verwerter ist, sich ihre Existenzberechtigung im Neuland zu sichern und in Beton gießen zu lassen.

    LSR, ACTA, CETA, Swift, TTIP - ich wünscht', ich könnt' mich nicht mehr erinnern.

  5. Re: Da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Autor: violator 25.03.19 - 18:40

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bezahlte Lobby-Arbeit: beide Seiten

    Hast du da Beweise? Wenn jemand den Politikern was vorwirft verlangst du ja immer sofort Quellen und stichhaltige Beweise.

  6. Re: Da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Autor: Tet 25.03.19 - 22:15

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tja da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Da liegen Sie falsch. Sicher gibt es unter den Kritikern auch eine Menge Schwachköpfe, es gibt jedoch auch eine ganze Reihe Leute, die fundierte Kritik basierend auf dem Wortlaut der Richtlinie äußern. Probleme wurden sogar an konkreten Beispielen basierend auf dem Text Richtlinie präsentiert.

    Unter den Befürwortern gibt es dagegen nicht einen einzigen, der diese Kritik entkräften konnte. Stattdessen kommen bestenfalls Sprüche wie "Das ist anders gemeint", die darauffolgende Frage, wieso es dann so in der Richtline steht und nicht so, wie es angeblich gemeint ist, konnte bisher nicht ein einziger beantworten. Stattdessen kommen von allen Befürwortern ausschließlich Nebelkerzen, wenn nicht gar Behauptungen, die im Widerspruch zum Wortlaut der Richtlinie stehen.

  7. Re: Da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Autor: teenriot* 25.03.19 - 22:49

    https://lobbypedia.de/wiki/Google#Deep_Lobbying

    Bedeutet das jetzt, dass bei Korruptionsvorwürfe auch mal was kommt oder ist das eine einseitige Sache die nur ich betrifft?

  8. Re: Da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Autor: azeu 26.03.19 - 00:59

    Also konkrete Beweise sind in dem Text nicht zu finden.

    Ja, Google betreibt Imagepflege, so wie jedes andere Unternehmen auch.
    Aber, dass direkter Einfluss auf die Politik über finanziellen Wegen stattfindet ist dort nicht zu entnehmen. Ebenfalls ist doch nicht zu entnehmen wie viel Einfluss Axel Springer & Co. auf die Politik nehmen.

    Auf der anderen Seite haben wir in Berlin eine Horde von Lobbyisten die eben genau das machen, was Du Google unterstellst. Und die machen das nicht mal heimlich. Kann mich an eine Sendung erinnern wo ein sehr teurer Lobbyist damit hausieren gegangen ist, dass er für viel Geld - 600 EUR die Stunde - Unternehmen seine Leistungen anbietet. Diese bestehen darin, sich mit zuständigen Politikern zu treffen und diese in die vom Unternehmen vorgegebene Richtung "zu lenken". Natürlich gibt es keine Garantie dafür, dass sich jeder Politiker sofort 100%ig beeinflussen lässt, aber genau daran arbeitet er Tag für Tag. Und er war auch noch ganz Stolz drauf.

    ... OVER ...

  9. Re: Da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Autor: azeu 26.03.19 - 01:06

    Du wirst von ihm keine Argumente dazu hören.

    Auf der Gegnerseite gibt es viel mehr objektive Kritik als bloßes Bashing. Auf der Befürworterseite gibt es eigentlich keine Argumente, außer Bashing der Kritiker.

    Ich habe auch noch keine Erklärung vernommen, die Artikel 13 objektiv verteidigt.

    ... OVER ...

  10. Re: Da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Autor: teenriot* 26.03.19 - 01:14

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also konkrete Beweise sind in dem Text nicht zu finden.

    Nicht? Bezweifelst du den Inhalt oder Quellen oder was?
    Also ich lese da, dass Google diversen Organisationen Geld gibt.

  11. Re: Da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Autor: azeu 26.03.19 - 01:17

    "Geld geben" ist aber nicht gleich Korruption.
    Oder sind dann Parteispenden auch Korruption?

    ... OVER ...

  12. Re: Da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Autor: teenriot* 26.03.19 - 01:20

    > Auf der Gegnerseite gibt es viel mehr objektive Kritik als bloßes Bashing.
    > Auf der Befürworterseite gibt es eigentlich keine Argumente, außer Bashing der Kritiker.

    Was soll man da schon argumentieren?
    Bin ich irgendwie verpflichtet geschlossene Schwarz/Weiß-Teflon-Weltbild zu bearbeiten?

    Nimm du doch stattdessen mal mit Argumenten Stellung zu:
    Alle doof die nicht meiner Meinung sind.

  13. Re: Da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Autor: teenriot* 26.03.19 - 01:21

    Und Lobby-Arbeit ist nicht Korruption.
    Wir reden über Lobby-Arbeit!

  14. Re: Da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Autor: azeu 26.03.19 - 08:13

    Das ist ja mal ein ganz schlechter Konter ;)

    Hättest Du harte, objektive Argumente würdest Du sie uns hier auch bestimmt um die Ohren hauen.

    > Nimm du doch stattdessen mal mit Argumenten Stellung zu:
    > Alle doof die nicht meiner Meinung sind.

    Ich dachte, das wäre Deine Einstellung ;)

    Aber schau, wir reden jetzt wieder über Nebelkerzen und darum welche Seite doofer ist.

    Ein vernünftiges, objektives Argument FÜR Artikel 13 aber vermisse ich immer noch.

    ... OVER ...

  15. Re: Da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Autor: azeu 26.03.19 - 09:40

    > Also ich lese da, dass Google diversen Organisationen Geld gibt.

    Wir haben über Geld geredet, dachte ich.

    ... OVER ...

  16. Re: Da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Autor: teenriot* 26.03.19 - 10:51

    Nanana, du hast keine Argumente zu "Alle doof die nicht meiner Meinung sind."?
    Siehste, ich auch nicht.

    Warum sollte ich für Artikel 13 argumentieren?
    Ist deine Schubladensortiermaschiene kaputt, oder was?
    Ich bin gegen den Artikel.
    Und da wären wir dann wieder bei geschlossene Schwarz/Weiß-Teflon-Weltbildern.

  17. Re: Da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Autor: teenriot* 26.03.19 - 10:52

    Über bezahle Lobby-Arbeit, was nicht Korruption ist.

  18. Re: Da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Autor: Eheran 26.03.19 - 11:22

    azeu (bzw. die Aussagen) kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen.
    Sei es der Wechsel von Lobbyarbeit zu Korruption und dann zu "Geld" oder in diesem Zweig dieses "Du wirst von ihm keine Argumente dazu hören.".

    Heißt nicht, dass ich beide Seiten gleichsetzen würde, wie es teenriot* tut. Aber argumentieren kann man halt auch richtig.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.03.19 11:22 durch Eheran.

  19. Re: Da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Autor: Cbk 26.03.19 - 12:01

    Wie definiert man denn Korruption?

    Wenn ich als Politiker im Aufsichtsrat oder Vorstand eines Unternehmens bin, das von einer Reform profitiert und ich setze mich dafür ein, ohne der Öffentlichkeit gegenüber deutlich klarzustellen, dass das die Position meines Arbeitgebers ist, ist das dann schon Korruption, oder doch nur Lobbyismus?

  20. Re: Da nehmen sich beide Seiten wohl nichts.

    Autor: teenriot* 26.03.19 - 12:05

    Wenn man die Entscheidungsfindung von der Vorteilsnahme abhängig macht ist es Korruption.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Korruption#Korruption_im_juristischen_Sinn

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