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IMHO von Matthias Hornschuh

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  1. IMHO von Matthias Hornschuh

    Autor: /mecki78 25.03.19 - 17:15

    Matthias Hornschuh (deutscher Filmkomponist), hatte sich durchaus recht interessant zur Richtlinie geäußert. Hier anzuschauen ab 2:34:

    https://www.br.de/mediathek/video/rundschau-1830-23032019-urheberrecht-eu-reformplaene-unter-druck-av:5c63fb2a71a30200184501c5

    Gerade der Schlusssatz sollte Nutzer aufhorchen lassen und bezog sich wahrscheinlich darauf:

    https://www.golem.de/news/illegale-youtube-uploads-eugh-soll-ueber-herausgabe-aller-nutzerdaten-entscheiden-1902-139544.html

    Man sollte sich schon überlegen, für wen man sich hier eine silberne Kugel einfangen möchte, denn scheitert die Reform, dann machen die Plattformen fröhlich weiter wie bisher. Nur wer hat bitte jemals behauptet, dass es dann auch für die Nutzer so weiter laufen wird als bisher? Irgendwer wird künftig vermehrt haften, das steht außer Frage. Die offene Frage ist eigentlich aktuell nur noch wer das sein wird. Und jeder der sich gegen die Reform ausspricht, der spricht sich dagegen aus, dass der Hauptprofiteur der Inhalte haften muss. Ob er damit aber den anderen Nutzern da draußen wirklich einen guten Dienst erweist, die für ein paar Likes und finanzielle Peanuts demnächst vielleicht massenweise zur Kasse gegeben werden, ich fürchte, das ist den meisten so nicht einmal bewusst.

    Denn es kann nicht angehen, dass es vier Gruppen gibt: Die, die Werke herstellen, die, die Werke hochladen, die, die Werke verbreiten und die, die dann diese Werke dann konsumieren und jeder hat etwas am Ende etwas davon, bis auf die erste Gruppe, obwohl ohne die die anderen drei Gruppen mit leeren Händen dastehen würden. Und das ist aber der Status Quo. Kann sich also die erste Gruppe nicht ihren Anteil von der dritten Gruppe holen, dann werden sie sich den Anteil eben verstärkt von der zweiten Gruppe holen, was dann aber auch zum Nachteil der letzten beiden Gruppen ist, weil wenn Nutzer nichts mehr hochladen, aus Angst jedes mal gleich verklagt zu werden, dann haben die Plattformen nichts mehr zum verbreiten (außer das, was sie dann sowieso lizenzieren müssten, was sie am Ende genau in die gleiche Situation wie mit Richtlinie bringt) und die letzte Gruppen nichts mehr zum konsumieren (außer das, was ihnen dann Plattformen noch verkaufen werden).

    Die Leitradengen einer Ablehnung der Reform werden die Uploader sein, weil sie sich stellvertretend für die Plattformen in's Schwert stürzten werden, denn die Plattformen werden sich garantiert nicht schützend vor die Nutzer stellen, da sie ja gerade alles unternehmen, die Nutzer davon zu überzeugen zu demonstrieren, damit sie auch in Zukfunft bloß kein Risiko und keine Verantwortung tragen müssen. Für die Plattformen heißt es dann Business as Usual.

    /Mecki

  2. Re: IMHO von Matthias Hornschuh

    Autor: Yash 25.03.19 - 17:25

    Wenn diejenigen zur Kasse gebeten werden, die widerrechtlich Inhalte hochladen: Gerne.

    Aber derzeit sind doch diejenigen laut, die Inhalte erstellen und gleichzeitig hochladen (also die ganzen größeren YouTuber) und die am meisten durch Artikel 13 verlieren würden. Denn diese müssten sich dann langfristig von einer Verwertungsgesellschaft vertreten lassen, die selbstverständlich auch einen Teil vom Kuchen abhaben will. Denn jeder größere YouTube lizenziert die fremden Inhalte die er nutzt, weil sonst sein Kanal gestriked wird, was nach 3x das Ende seines Kanals bedeuten würde.

  3. Re: IMHO von Matthias Hornschuh

    Autor: teenriot* 25.03.19 - 17:27

    Die Logik verstehe ich nicht. Wieso muss sich ein Youtuber durch Artikel 13 von einer Verwertungsgesellschaft vertreten lassen?

  4. Re: IMHO von Matthias Hornschuh

    Autor: DeathMD 25.03.19 - 17:34

    Du hast die wichtigste Gruppe vergessen, um die sich das ganze Geblubber eigentlich dreht, die Rechteverwerter. Das sind die, die weder etwas erstellen, noch hochladen, noch bereitstellen, noch konsumieren, das ist der Haufen, der sich dazwischen geschoben hat und jetzt per Gesetz noch mehr kassieren will.

    Deshalb gehen die Leute auf die Straße und nicht, weil sie es den Künstlern nicht gönnen würden, mehr vom Kuchen zu bekommen. Außerdem steht einfach die Befürchtung im Raum, dass über den Uploadfilter auch Unliebsames zensiert werden kann. Nutzen wird es vermutlich auch nur den großen Plattformen, die es sich leisten können solche Uploadfilter zu entwickeln und eben auch im großen Stil Lizenzen kaufen können. Die, die mit diesem Gesetz bekämpft werden sollen und angeblich so starkes Lobbying betreiben, werden mit großer Wahrscheinlichkeit die größten Nutznießer dieser Aktion sein.

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

    It's got Electrolytes

  5. Re: IMHO von Matthias Hornschuh

    Autor: Ninos 25.03.19 - 17:56

    Das Werk des Urhebers ist urheberrechtlich geschützt. Woher sollen das nun die Uploadfilter von z.B. Youtube wissen? Irgendwo muss es der Urheber Youtube mitteilen. Hier kommt Artikel 5 ins Spiel, was auch in Artikel 13 Erwähnung findet.

  6. Re: IMHO von Matthias Hornschuh

    Autor: teenriot* 25.03.19 - 18:06

    Ein Youtuber kann auch einfach weitermachen wie bisher.

  7. Re: IMHO von Matthias Hornschuh

    Autor: Ford Prefect 25.03.19 - 18:26

    Die Hautprofiteure dieser Reform scheinen für mich eben nicht die Urheber zu sein, sondern die Verwerter, sowohl bei der Plattformhaftung, also auch, hier unbestritten, beim Leistungsschutzrecht.

    Weiters scheinen es nicht die urheberrechtsverletztenden Uploads zu sein, gegen die man hier ankämpft. Sondern gegen die im digitalen Raum neu erstandene Konkurrenz, die eben an den alten Verwertern vorbei ihre Inhalte über neue Plattformen zum Konsumenten bringt.

    Es geht darum, ein verbrauchtes Geschäftsmodell am Leben zu erhalten. Ein Geschäftsmodell, das auch vor allem auf der absoluten Kontrolle des Vertriebs basiert (was auch mit einschließt, _welche_ Inhalte konsumiert werden!), die Konsumenten werden über das Marketing gezielt gesteuert. Ja, die alte Industrie hat auch diktiert, was im Radio gespielt wird. Charts wurden durch Rückkäufe manipuliert usw. Damit konnte man klar kalkulieren, und richtig gut Geld verdienen.

    Das ist heutzutage alles Geschichte. Aber es ist doch logisch, dass man mit den alten Rücklagen den eigenen schleichenden Tod durch Lobbyarbeit noch die ein oder andere Generation hinauszögern will. Und es ist auch klar, wer alles so empfänglich für diese Lobbyarbeit ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.03.19 18:27 durch Ford Prefect.

  8. Re: IMHO von Matthias Hornschuh

    Autor: masel99 25.03.19 - 18:31

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Leitradengen einer Ablehnung der Reform werden die Uploader sein, weil
    > sie sich stellvertretend für die Plattformen in's Schwert stürzten werden,
    > denn die Plattformen werden sich garantiert nicht schützend vor die Nutzer
    > stellen, da sie ja gerade alles unternehmen, die Nutzer davon zu überzeugen
    > zu demonstrieren, damit sie auch in Zukfunft bloß kein Risiko und keine
    > Verantwortung tragen müssen. Für die Plattformen heißt es dann Business as
    > Usual.

    Welche Platform unternimmt denn gerade alles die Nutzer davon zu überzeugen zu demonstrieren?

    Welche Platformen machen denn "fröhlich weiter wie bisher"? Youtube hat sein Content ID System, was schon einiges wegblockt. Reden wir da von Facebook? Twitter? Gibts denn brauchbare Studien bzw. fundierte Erkenntnisse groß das Problem überhaupt ist? Es soll ja auch Ansichten geben die der Verbreitung auf Youtube und co einen positive Einfluß auf die Verkaufszahlen/Bekanntheit zusprechen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.03.19 18:34 durch masel99.

  9. Re: IMHO von Matthias Hornschuh

    Autor: Qbit42 25.03.19 - 18:33

    Ford Prefect schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Hautprofiteure dieser Reform scheinen für mich eben nicht die Urheber
    > zu sein, sondern die Verwerter, sowohl bei der Plattformhaftung, also auch,
    > hier unbestritten, beim Leistungsschutzrecht.

    Und genau aus diesem Grund ist es unheimlich wichtig zu erwähnen, dass Matthias Hornschuh eben nicht einfach nur ein deutscher Filmkomponist ist. Sondern eben auch im Aufsichtsrat der GEMA sitzt. Diese Information zu unterschlagen halte ich für sehr gefährlich.

  10. Re: IMHO von Matthias Hornschuh

    Autor: ibsi 25.03.19 - 18:34

    Kann er, nur muss er sich dann mit Youtube herum schlagen wenn sein Video aus Gründen nicht erlaubt ist, obwohl es sein content war

  11. Re: IMHO von Matthias Hornschuh

    Autor: violator 25.03.19 - 18:43

    Deswegen sind die Politiker ja auch so abwertend gegenüber Youtubern, weil das eben Künstler sind, die keine Rechteverwerter brauchen. Das sind also minderwertige Künstler und nicht die für Politiker wichtigen Künstler.

  12. Re: IMHO von Matthias Hornschuh

    Autor: DeathMD 25.03.19 - 18:50

    Ach das ist irrelevant, der gute Mann lässt sich von dieser Position bestimmt nicht beeinflussen... auf gar keinen Fall.

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

    It's got Electrolytes

  13. Re: IMHO von Matthias Hornschuh

    Autor: violator 25.03.19 - 18:55

    Das Problem haben halt eben nicht die Großen, sondern alle kleinen. Es haben schon reihenweise Foren angekündigt, dass sie schließen werden, sollte das Gesetz so umgesetzt werden. Da wäre also das Wissen von Jahrzehnten einfach weg. Und alles nur, damit Rechteverwerter etwas besser geschützt werden.

    Was wird eigentlich aus dem Golemforum?

  14. Re: IMHO von Matthias Hornschuh

    Autor: Qbit42 25.03.19 - 19:01

    Stimmt, Micki Meuser schreibt ja auch ganz neutral zu Artikel 13 und dass, obwohl er auch dort im Aufsichtsrat sitzt und nach eigenen Angaben sogar am Gesetz mitgearbeitet hat. Natürlich erwähnt auch er immer fleißig, wer er ist und für wen er arbeitet. :D

  15. Re: IMHO von Matthias Hornschuh

    Autor: nille02 25.03.19 - 19:55

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Logik verstehe ich nicht. Wieso muss sich ein Youtuber durch Artikel 13
    > von einer Verwertungsgesellschaft vertreten lassen?

    Es gibt die Sorge das es wie bei der GEMA-Vermutung darauf hinauslaufen wird. Jeder muss sich dort Vertreten lassen oder muss sich erst eine "Freigabe" holen.

    Bei den CD Presswerken ist es nicht anders. Ohne GEMA Freigabe liefern sie nicht aus. Und die Bedingungen die die Gema einem auferlegt können ein Problem sein.

    > Die Träger sind mit folgenden Angaben zu versehen:
    >
    > Alle Urheber- und Leistungsschutzrechte vorbehalten. Kein Verleih! Keine unerlaubte Vervielfältigung, Vermietung, Aufführung, Sendung!
    >
    > Der Eindruck GEMA ist auf Etiketten, Trägern und Inlays anzubringen. Die GEMA stellt dazu eine grafische Vorlage (EPS, Adobe Illustrator) zum Download im Internet zur Verfügung.

  16. Re: IMHO von Matthias Hornschuh

    Autor: Trockenobst 25.03.19 - 21:58

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kann er, nur muss er sich dann mit Youtube herum schlagen wenn sein Video
    > aus Gründen nicht erlaubt ist, obwohl es sein content war

    Es gibt Bots im Content Id die fehlerhaft anschlagen. Es gibt Leute die das System mißbrauchen.
    Echte Contentanbieter haben aber in der Regel eine 24h Support. D.h. wenn das Ding in Minuten raus ist, sitzt irgendwo jemand und checkt was an dem Strike dran ist.

    Du fliegst nur raus wenn deine drei Strikes auch nach deiner challenge sitzen bleiben, dass ist etwa bei Leuten die ganze Episoden von GoT hochladen oder sowas dann auch egal.
    Fast alle großen Youtuber kriegen regelmäßig Strikes, meist wegen dem Zitat eines anderen Videos was dem Originaluploader dann vielleicht nicht gefällt (gerade bei "Gotcha Videos" im politischen Umfeld nichts unnormales). Nach dem Challenge wird der Strike meistens gelöscht oder er bleibt wegen einer juristischen Prüfung dann eben im "Limbo" und zählt dann nicht.

    Wenn jemand einen Twitch Streamer "zitiert", der wiederrum kommerzielle Musik drin hat und "vergisst" dass er nach 10s Probleme damit bekommen kann, hat das System sowieso nicht verstanden. Man kann Testuploads machen damit ContentId das Video vorher checkt und sowas nicht passiert.

    tl;dr: Youtube und Co. wollen Geld verdienen. 100.000 konkrete Youtuber mit Millionen von Hits zu sperren bringt ihnen 0 Geld. Es gibt keinen Grund das zu tun.

  17. Re: IMHO von Matthias Hornschuh

    Autor: Trockenobst 25.03.19 - 22:26

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt die Sorge das es wie bei der GEMA-Vermutung darauf hinauslaufen
    > wird. Jeder muss sich dort Vertreten lassen oder muss sich erst eine

    Das angelsächsische Recht sieht sowas gar nicht vor. Google und Co. leben nicht nach solchen Regeln. Wenn du einen Creatorvertrag mit 10 Seiten kleingedrucktes bei Google unterschreibst um deine netten Videos hochzuladen, dann wird dort in der Zukunft drin stehen das Google dich direkt Haftbar machen wird wenn du Mist hochlädst. Das wird einfach abgewälzt, was jetzt schon zum Teil so ist.

    > Bei den CD Presswerken ist es nicht anders. Ohne GEMA Freigabe liefern sie
    > nicht aus. Und die Bedingungen die die Gema einem auferlegt können ein
    > Problem sein.

    Die erklären das hier sehr gut:
    https://www.oomoxx.com/de/GEMA-Freistellung.html

    Wenn du kein Bock auf die Kacke hast, lass es doch das Presswerk für dich machen. Bei CC/Selbstgebastelter Musik ist das doch nur eine Formalie. Das ist ja nicht so dass die Gema (oder Google oder wer auch immer) plötzlich kein Geld mit dir verdienen will und wild Leute sperrt weil es lustig ist.

  18. Re: IMHO von Matthias Hornschuh

    Autor: Tet 25.03.19 - 22:55

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und jeder der sich gegen die
    > Reform ausspricht, der spricht sich dagegen aus, dass der Hauptprofiteur
    > der Inhalte haften muss.

    Wie kommen Sie darauf, dass der Plattformbetreiber generell der Hauptprofiteur ist? Hat ihnen das ihr Orgon-Akkumulator geflüstert oder Orakeln Sie einfach. Sofern es letzteres war, Sie liegen falsch. Der Hauptprofiteur ist nicht generell der Plattformbetreiber. Gerade bei kleinen Plattformen kann es leicht sein, dass der Plattformbetreiber gerade mit einer schwarzen 0 herauskommt, wenn überhaupt und die Nutzer oder Urheber und Uploader sehr viel mehr von der Plattform profitieren.

    > Denn es kann nicht angehen, dass es vier Gruppen gibt: Die, die Werke
    > herstellen, die, die Werke hochladen, die, die Werke verbreiten und die,
    > die dann diese Werke dann konsumieren und jeder hat etwas am Ende etwas
    > davon, bis auf die erste Gruppe, obwohl ohne die die anderen drei Gruppen
    > mit leeren Händen dastehen würden.

    Sie verwechseln hier etwas, es geht um Urheber- und nicht um Patentrecht und der Upload von Werkstücken dürfte auch kompliziert werden.
    Ansonsten liegen Sie auch falsch. Niemand hier will, dass Urheber nicht entlohnt werden. Aber genau das wird die Reform zu einem gewissen Grad erreichen, indem sie altruistische Künstler bei der Verbreitung ihrer Werke behindert.

    > Und das ist aber der Status Quo.

    Das ist gelogen und das wissen Sie auch.

    > Kann
    > sich also die erste Gruppe nicht ihren Anteil von der dritten Gruppe holen,
    > dann werden sie sich den Anteil eben verstärkt von der zweiten Gruppe
    > holen, was dann aber auch zum Nachteil der letzten beiden Gruppen ist, weil
    > wenn Nutzer nichts mehr hochladen, aus Angst jedes mal gleich verklagt zu
    > werden, dann haben die Plattformen nichts mehr zum verbreiten (außer das,
    > was sie dann sowieso lizenzieren müssten, was sie am Ende genau in die
    > gleiche Situation wie mit Richtlinie bringt) und die letzte Gruppen nichts
    > mehr zum konsumieren (außer das, was ihnen dann Plattformen noch verkaufen
    > werden).

    Gratuliere, Sie haben das Examen im Zirkelschluss bestanden, aber nur gerade so, 4-. Wieso sollte ein Nutzer angst davor haben, verklagt zu werden, wenn er an dem hochgeladenem Werk alle erforderlichen Rechte für die Veröffentlichung auf der Plattform hält und wieso muss die Plattform über den Vertrag mit dem Uploader weitere Lizenzen erwerben, wenn der Uploader alle erforderlichen Rechte hat?

    > Die Leitradengen einer Ablehnung der Reform werden die Uploader sein, weil
    > sie sich stellvertretend für die Plattformen in's Schwert stürzten werden,

    Sie meinen die Uploader, die sich nicht an geltendes Recht halten und gegen Gesetze und Verträge verstoßen? Stimmt, die werden die Leidtragenden der Ablehnung sein - dummerweise habe ich mit denen keine Mitleid.
    Die Leidtragenden der Reform werden dagegen die kleinen Urheber sein, die jetzt schon gegen Rechtsamaßung großer Verwerter kämpfen müssen und in Zukunft es noch schwerer haben werden, weil ihnen die Plattformen wegbrechen und/oder ihre Werke unberechtigt in Filtern stecken bleiben. Diese Leidtragenden verstoßen nicht gegen Gesetze.

    Sie ziehen es also vor, Kriminelle zu lasten ehrlicher Urheber zu schützen.

    > denn die Plattformen werden sich garantiert nicht schützend vor die Nutzer
    > stellen, da sie ja gerade alles unternehmen, die Nutzer davon zu überzeugen
    > zu demonstrieren, damit sie auch in Zukfunft bloß kein Risiko und keine
    > Verantwortung tragen müssen. Für die Plattformen heißt es dann Business as
    > Usual.

    Seltsam, zu mir ist keine Plattform gekommen und hat mich davon überzeugt, gegen den ausgemachten Schwachsinn von Lobbyverbänden zur Urheberrechtsreform zu sein. Man hat mich auch nicht zum Essen eingeladen, anders als zum Beispiel EU-Politiker, die zum Beispiel heute Abend zum in Straßburg zum Dinner eingeladen wurden. Oops, das ist ja gar nicht von den großen Internetgiganten, sondern von der Verwerterlobby...

  19. Re: IMHO von Matthias Hornschuh

    Autor: janoP 25.03.19 - 23:58

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ibsi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Kann er, nur muss er sich dann mit Youtube herum schlagen wenn sein
    > Video
    > > aus Gründen nicht erlaubt ist, obwohl es sein content war
    >
    > Es gibt Bots im Content Id die fehlerhaft anschlagen. Es gibt Leute die das
    > System mißbrauchen.
    > Echte Contentanbieter haben aber in der Regel eine 24h Support. D.h. wenn
    > das Ding in Minuten raus ist, sitzt irgendwo jemand und checkt was an dem
    > Strike dran ist.

    Den hab ich aber nicht, mit meinen 64 Abonnenten. Wie kann ich den freischalten?

    Ach wait, oder sind für dich „echte“ Content-Anbieter nur Leute mit hundertausend Abbonnenten und Klicks, die eh schon genug Geld durch ihren vermarktbaren Einfluss haben?

  20. Re: IMHO von Matthias Hornschuh

    Autor: teenriot* 26.03.19 - 02:25

    Du hast vielleicht keinen 24/7-Support, aber auch du wirst dich gegen unzulässige Strikes wehren können, auch wenn es länger dauert,

    https://support.google.com/youtube/answer/2807684

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