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Wieso nicht analog zu Bibliotheken?

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  1. Wieso nicht analog zu Bibliotheken?

    Autor: picaschaf 29.04.15 - 16:26

    Die dürfen schließlich auch Bücher archivieren, man darf sie ausleihen und Kopien erstellen. Wir zahlen zudem auch für Software Unsummen eben wegen dieser Kopierrechte (analog den Büchern) um den Autoren einen Ausgleich zu bieten (halte ich allerdings bei einem Spiel aus den 80ern eher fraglich welcher Schaden entstehen sollte).

    Kennt sich hier jemand mit der Materie aus? Wenn schon Gesetze für Software mitgelten, die ursprünglich für Bücher entstanden sind, warum können Bibliotheken das nicht abdecken?

  2. Re: Wieso nicht analog zu Bibliotheken?

    Autor: hannob (golem.de) 29.04.15 - 16:31

    Bibliotheken dürfen auch nicht ganze Bücher kopieren (es sei denn das Urheberrecht ist abgelaufen).

    Der entscheidende Unterschied: Ein Buch hält locker viele Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte - lang genug bis das Urheberrecht abgelaufen ist. Ein Datenträger ist viel schneller unlesbar.

  3. Re: Wieso nicht analog zu Bibliotheken?

    Autor: Moe479 29.04.15 - 16:44

    steintafeln sind auch datenträger ... du meinst sicher magnetische und schlecht gelagerte optische medien ... zeit für holocrons!

  4. Re: Wieso nicht analog zu Bibliotheken?

    Autor: picaschaf 29.04.15 - 17:52

    Software ist unabhängig von ihrem Speichermedium. Eine Kopie einer CD auf Festplatte ist immernoch die gleiche Information. Bei der Kopie eines Buches kann ich den Inhalt zwar noch wiedergeben, aber es ist definitiv nicht mehr 1:1 dem Original.

    Man könnte den Bibliotheken doch die entsprechende Berechtigung zur Archivierung geben und das Urheberrecht auf Software auf max. 10-20 Jahre begrenzen. Für veröffentlichte Software erhalte ich ja auch im Gegensatz zu Büchern keine Tantieme soweit mir bekannt. Also denke ich wird einem Urheber auch kein Schaden durch kürzere Fristen entstehen (kommerziell ist Standardsoftware nach 5-10 Jahren ohnehin weg vom Fenster).

  5. Re: Wieso nicht analog zu Bibliotheken?

    Autor: whitbread 29.04.15 - 19:08

    Man könnte auch einfach akzeptieren, dass eine Ära einfach beendet ist.

    Wer braucht schon antike Computerspiele?!? Die altenen Römer haben uns auch keine hinterlassen...

  6. Re: Wieso nicht analog zu Bibliotheken?

    Autor: picaschaf 29.04.15 - 19:23

    Ich zum Beispiel. Ich spiele gerne die Klassiker meiner Kindheit und bin auch bereit dafür Geld zu zahlen. Im Zweifel würde ich auch mehr als die 5 USD zahlen die sich bei gog zB eingebürgert haben. Traurig aber wahr ist auch das die alten Spiele weitaus mehr Handlung haben als die meisten Aktuellen. Da wird idR. versucht alles mit Grafik zu erschlagen.

    Aber ok. Warum schmeißen wir nicht die alten Bücher aus den Bibliotheken auch gleich weg?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.04.15 19:23 durch picaschaf.

  7. Re: Wieso nicht analog zu Bibliotheken?

    Autor: Anonymer Nutzer 29.04.15 - 23:18

    Nein die Software-Kopie ist nicht unabhängig vom Speichermedium, sonst hätte es keine wirksamen Kopierschutzverfahren gegeben. Teilweise müssen die Daten manipuliert werden um unabhängig vom Speichermedium funktionieren zu können, somit es auch definitiv nicht mehr eine 1:1 Kopie des Originals.

    Beispiel SecuROM lt. Wikipedia:

    SecuROM-geschützte CDs/DVDs weisen physikalische Eigenarten in der Anordnung der Daten auf, nach welchen beim Start des geschützten Programms gesucht wird und welche nicht von herkömmlichen CD/DVD-Brennern dupliziert werden können.


    Beispiel SafeDisc:
    http://de.wikipedia.org/wiki/SafeDisc


    Beipiel StarForce lt. Wikipedia:
    "Es wird angenommen, dass StarForce den physikalischen Winkel zwischen dem Ersten und Letzten geschriebenen Sektor auf der CD misst, welcher auf allen gepressten Kopien gleich ist."

    usw., usf.
    Software lässt sich dann, auf einem anderen Medium archiviert, nur durch Cracken, also Manipulieren der Software nutzen.

  8. Re: Wieso nicht analog zu Bibliotheken?

    Autor: plutoniumsulfat 30.04.15 - 09:58

    Moe479 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > steintafeln sind auch datenträger ... du meinst sicher magnetische und
    > schlecht gelagerte optische medien ... zeit für holocrons!

    Preisfrage: Wie lange hält eine CD/DVD? Mehr oder weniger als 75 Jahre?

  9. Re: Wieso nicht analog zu Bibliotheken?

    Autor: Moe479 02.05.15 - 03:29

    da es cd's erst seit 1980 gibt lässt sich das momentan noch schwer beantworten, jedoch ist es im grunde genommen nur eine frage wie edel die verwendeten materialien sind. eine goldbedampfung wird nicht so leicht wegkorrodieren wie eine aus aluminium, auf deren dicke kommt es auch an, und wie gut das polycarbonat und ggf. der schutzlack ist, wie gut diese verbunden ... und wie gut man das ding deponiert, z.b. luftdicht, bei konstantater tempertur unter lichtabschluss ... viele faktoren die zu höchst unterschiedlichen ergebnissen führen können ... nur von würmern gefressen werden sie sicher nicht ... hoffentlich.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 02.05.15 03:36 durch Moe479.

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